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Tag Archives: Watergate-Affäre

-1973: „Saturday Night Massacre“ während der „Watergate-Affäre“. Dieser Tag wurde von Rücktritten und Neubesetzungen des Amts des Justizministers unter US-Präsident Richard Nixon bestimmt. Nixon wollte Archibald CoxChefermittler des Untersuchungsausschusses zum „Watergate-Skandal“, aus dem Weg schaffen. Sein Stabschef Alexander Haig befahl in Nixons Namen dem Justizminister Elliot L. Richardson, Cox zu entlassen.  Allerdings weigerte sich Richardson und trat sofort zurück. Danach setzte Haig den Stellvertretenden Justizminister William Ruckelshaus genauso unter Druck. Doch auch Ruckelshaus weigerte sich und trat ebenfalls zurück. Erst der Nachfolger Robert Bork, vorher Vertreter der Regierung beim Bundesgerichtshof und dadurch dritter der Rangfolge des Justizministeriums, führte den Befehl aus und Cox wurde entlassen. Neuer Chefermittler wurde am 1. November 1973 Leon Jaworski. Das „Saturday Night Massacre“ gilt als einer der größten Fehler Nixons. Er nahm sich das Recht heraus, über der Verfassung zu stehen und faktisch Immunität zu genießen.
-1944: Douglas MacArthur (war ein Feldmarschall im 2. Weltkrieg, hatte gemeinsam mit Admiral Chester W. Nimitz den Oberbefehl über den pazifischen Kriegsschauplatz und nach Kriegsende den Oberbefehl über die Besatzungstruppen in Japan inne) leitete die Rückeroberung der Philippinen. Schauplatz waren die Inseln der Philippinen, die 1942 von den Japanern besetzt worden waren und nun durch die US-Armee zurückerobert wurden.
-1947: der Ausschuss für unamerikanische Umtriebe (House Un-American Activities Committee/HUAC – war ein Gremium beim Repräsentantenhaus der USA) eröffnete Anhörungen über die kommunistische Unterwanderung der Filmindustrie in Hollywood.
-2004: Staff Sergeant Ivan Frederick gab im Rahmen der juristischen Aufarbeitung des Abu-Ghuraib-Folterskandals ein Schuldeingeständnis ab. Er wurde zu acht Jahren Haft, der unehrenhaften Entlassung aus der Armee und zur Zahlung einer Geldstrafe verurteilt. Der Abu-Ghuraib-Folterskandal war eine Folteraffäre während der Besetzung des Irak durch die Streitkräfte der Vereinigten Staaten, die weltweit Aufsehen erregte. Dabei wurden irakische Insassen des Abu-Ghuraib-Gefängnisses vom Wachpersonal gefoltert. Aufgedeckt wurde der Skandal durch die Veröffentlichung von Beweisfotos und -videos.
-1968: die US-Präsidentenwitwe Jacqueline Kennedy (Ehefrau des 35. US-Präsidenten John F. Kennedy) und der griechische Reeder Aristoteles Onassis heirateten auf der Insel Skorpios/Griechenland.
-1977: Ronnie Van Zant, Steve Gaines, seine Schwester Cassie Gaines (US-Rockband „Lynyrd Skynyrd“) starben auf dem Weg von Greenville/South Carolina nach Baton Rouge/Louisiana bei einem Flugzeugabsturz in Amite County in der Nähe von Gillsburg/Mississippi.

 

-1974: US-Präsident Richard Nixon trat als Höhepunkt der teils dramatischen Entwicklungen der „Watergate-Affäre“ von seinem Amt zurück. Am 8. August 1974 gab er in Washington, D.C. in einer Fernsehansprache bekannt, daß er am folgenden Tag zurücktreten werde. Er kam damit einer drohenden Amtsenthebung zuvor und ist der bisher einzige US-Präsident, der von seinem Amt zurückgetreten ist.
-1963: eine britische Räuberbande (Anführer war der damals 32-jährige Bruce Reynolds. Als gesichert gilt außerdem die Teilnahme von Ronald Biggs, Buster Edwards, Roger Cordrey, John Daly, Gordon Goody, Jimmy Hussey, Roy James, Robert Welch, Jimmy White, Charlie Wilson und Tommy Wisbey) überfiel bei der Bridego-Eisenbahnbrücke in Ledburn den königlichen Postzug der britischen Royal Mail von Glasgow nach London und erbeutete 2.631.684 Millionen Pfund Sterling (nach heutigem Wert etwa 40 Millionen Pfund Sterling bzw. 50 Millionen Euro). Dem Überfall gab man die Bezeichnung „The Great Train Robbery“ („Der Große Zugraub“).
-1942: für sechs Teilnehmer am Kommandounternehmen „Operation Pastorius“ während des 2. Weltkrieges endete ihre Bereitschaft, für das Deutsche Reich Sabotageakte in den Vereinigten Staaten zu begehen, kurz nach Verkündung des Urteils durch ein US-Militärgericht auf dem elektrischen Stuhl (Herbert Haupt, Edward John Kerling, Richard Quirin, Heinrich Harm Heinck, Hermann Otto Neubauer und Werner Thiel). Zwei weitere Täter in spe erhielten hohe Haftstrafen (George John Dasch und Ernst Burger).
-1879: Emiliano Zapata (war ein Führer der mexikanischen Revolution) wurde in San Miguel Anenecuilco/Morelos/Mexiko geboren.
-1937: der US-Schauspieler Dustin Hoffman wurde in Los Angeles/Kalifornien geboren.

 

 

-1974: in der „Watergate-Affäre“ verlor US-Präsident Richard Nixon vor dem Obersten Gerichtshofs der Vereinigten Staaten das Verfahren United States v. Nixon (ist eine Grundsatzentscheidung zu den Grenzen der Befugnisse des Präsidenten der Vereinigten Staaten im Verhältnis zu den anderen Gewalten und zur innerstaatlichen Informationsordnung) und musste die im Weißen Haus aufgenommenen Tonbänder herausgeben, die zur Aufklärung der Affäre hätten beitragen können. Nixon war vom Sonderermittler Archibald Cox und später vom US-Kongress dazu aufgefordert worden, die Tonbänder herauszugeben. Nixon weigerte sich jedoch, die Tonbänder herauszugeben, und bot stattdessen Abschriften einiger der Mitschnitte an. Der Richter des zuständigen Bezirksgerichts für Washington D.C. beharrte jedoch auf der Herausgabe der Bänder, und der Streit kam schließlich vor den US-Supreme Court. Der Gerichtshof hatte letztlich darüber zu entscheiden, ob die Legislative bzw. die Judikative das Recht haben, vom Präsidenten der Vereinigten Staaten und damit der Exekutive eine solche Herausgabe zu verlangen, oder ob dies – wie Nixon argumentierte – eine Verletzung des Gewaltenteilungsprinzips darstellen würde. In seiner einstimmig ergangenen Entscheidung stellte der Gerichtshof zunächst klar, daß er die Kompetenz habe festzustellen, inwiefern die Verfassung der Vereinigten Staaten die Befugnisse des Präsidenten begrenze, und daß die Verfassung vorsehe, daß Gesetze auch gegenüber dem Präsidenten durchgesetzt werden können. In Bezug auf die Exekutivgewalt des Präsidenten stellte er fest, daß ihr jedenfalls dann kein Vorrang zukäme, wenn es um die Herausgabe nachweislich relevanten Beweismaterials in Strafverfahren ginge.
-1959: „Küchendebatte“ zwischen dem damaligen US-Vizepräsidenten Richard Nixon und dem sowjetischen Ministerpräsidenten Nikita Chruschtschow – während des Besuchs der Amerikanischen Nationalausstellung 1959 in Moskau, die im Rahmen eines Kulturaustauschprogramms stattfand, führten Nixon und Chruschtschow vor laufenden Fernsehkameras eine improvisierte Debatte über Vor- und Nachteile des Kommunismus und des Kapitalismus. Die „Küchendebatte“ spiegelte in überzeichneter Weise den Kalten Krieg auf persönlicher Ebene wider.
-1847: Brigham Young (war der zweite Präsident und Prophet der „Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage“/Mormonen – er war auch der erste Gouverneur des Utah-Territoriums) führte die Mehrheit der Mitglieder der Kirche ab 1846 aus den USA hinaus in das damals noch zu Mexiko gehörende, praktisch aber von niemandem beherrschte Gebiet der Rocky Mountains, das heute Utah heißt, und gründete dort die Stadt Salt Lake City und ihr eigenes Territorium am Großen Salzsee.
-1783: Simón Bolívar (war südamerikanischer Unabhängigkeitskämpfer und ist Nationalheld vieler südamerikanischer Länder. Er führte die südamerikanische Unabhängigkeitsbewegung gegen die spanischen Kolonialherren in den heutigen lateinamerikanischen Staaten Venezuela, Kolumbien, Panamá, Ecuador, Peru und Bolivien an) wurde in Caracas/Capitania General de Venezuela (heute Venezuela) geboren.
-1969: Landung der “Apollo 11″Astronauten Neil Armstrong, Edwin „Buzz“ Aldrin und Michael Collins nach der ersten Mondlandung auf der Erde – um 16:50 koordinierter Weltzeit (Universal Time Coordinated/UTC) wasserte die Kommandokapsel im Pazifischen Ozean und wurde vom Bergungsschiff USS „Hornet“ an Bord genommen

 

-1945: in der Wüste des US-Bundesstaates New Mexico wurde auf einem 30,5 Meter hohen stählernen Turm in der White Sands Missile Range um 5:29:45 Uhr Ortszeit im Rahmen des „Manhattan-Projekts“ mit dem „Trinity“Atombombentest erstmals eine Atombombe gezündet. „Trinity“ war der Codename des US-Militärs für diese erste Kernwaffenexplosion. Der Codename der  Testwaffe (eine PlutoniumImplosionsbombe) lautete „The Gadget“.  Die Explosion, die 88 TJ Energie freisetzte, also eine Sprengkraft von 21 Kilotonnen TNT-Äquivalent besaß, hinterließ einen 3 Meter tiefen und 330 Meter breiten Krater  in der Wüste. Die Druckwelle war 160 Kilometer weit zu spüren und die atombomben-typische Pilzwolke erreichte 12 Kilometer Höhe. Der Sand in der Explosionsumgebung schmolz wegen der großen Hitze zu grünlichem Glas. Um den Test zu verbergen, meldete das Militär, daß es sich um die Explosion eines Munitionslagers gehandelt habe, und gab den wahren Sachverhalt erst am 6. August, also am Tag des Bombenabwurfs auf Hiroshima, bekannt.
-1973: Offenbarung der „Watergate“-Tonbänder – die Ermittler des „Watergate“-Ausschusses (war ein Untersuchungsausschuss des US-Senats, der den Einbruch ins „Watergate“-Hotel und in Folge die sich daraus entwickelnde „Watergate“-Affäre untersuchte) entdeckten eine ausschlaggebende Tatsache: Alexander Butterfield, der bis Dezember 1972 als Mitarbeiter von US-Präsident Richard Nixons Stabschef  H.R. „Bob“ Haldeman einer der wenigen war, der in dieses streng gehütete Geheimnis eingeweiht gewesen war, sagte aus, daß ein Tonbandsystem im Weißen Haus automatisch alles aufzeichnete, was im Oval Office gesprochen wurde.
-1999: John F. Kennedy jr. (war ein US-Jurist und Verleger – er war das dritte Kind von US-Präsident John F. Kennedy und seiner Frau Jacqueline Bouvier) starb in der Nähe von Martha’s Vineyard, eine Insel im Süden des US-Bundesstaates Massachusetts, auf der auch der Familiensitz der Kennedys liegt, als das das von ihm gesteuerte Flugzeug mit seiner Frau Carolyn Bessette und deren Schwester Lauren Bessette auf dem Weg zur Hochzeit seiner Cousine Rory Kennedy abstürzte. Auch seine Frau und deren Schwester kamen ums Leben.
-2004: Martha Stewart (ist eine prominente US-Fernsehpersönlichkeit und Herausgeberin) wurde in New York von einem Bundesrichter wegen Meineids hinsichtlich ihrer Aktienverkäufe sowie wegen Verschwörung und Behinderung der US-Justiz zu fünf Monaten Gefängnis und fünf Monaten Hausarrest verurteilt. Außerdem musste sie 30.000 Dollar Bußgeld bezahlen, und ihr wurde ein zweijähriges Berufsverbot auferlegt.
-1969: „Apollo 11“ (war eine Raumfahrtmission im Rahmen des „Apollo“-Programms der US-Raumfahrtbehörde NASA und der erste bemannte Flug zum Mond, der eine Mondlandung und eine sichere Rückkehr auf die Erde zum Ziel hatte) startete mit den drei Astronauten Neil Armstrong, Edwin „Buzz“ Aldrin und Michael Collins mit einer Saturn-V-Rakete vom Kennedy Space Center in Florida.  Am 19. Juli erreichten sie eine Mondumlaufbahn. Am nächsten Tag landeten Armstrong und Aldrin in der Mondlandefähre „Eagle“, während Collins im Mondorbit zurückblieb. Wenige Stunden später betrat Armstrong als erster Mensch den Mond, danach folgte ihm Aldrin.

 

 

-1950: US-Präsident Harry S. Truman ordnete nach Ausbruch des Koreakrieges (war eine Auseinandersetzung zwischen Truppen von Nordkorea zusammen mit der Volksrepublik China auf der einen Seite und Südkorea zusammen mit UNO-Truppen, vor allem den USA, auf der anderen Seite) die Unterstützung Südkoreas durch US-Marine und US-Luftwaffe und die Verlegung von Waffen und Munition an.
-1973: John Dean (war Rechtsberater von US-Präsident Richard Nixon und gehörte damit zum inneren Kreis des Präsidenten. Dean war eine der Schlüsselfiguren in der „Watergate“-Affäre. Anfangs war er dem Präsidenten noch loyal ergeben und eine der Personen, die die Vertuschung leiteten. Als er jedoch zum Sündenbock gemacht werden sollte, wechselte er die Seiten und wurde der Hauptbelastungszeuge des Skandals) sagte vor dem „Watergate“-Ausschuss des US-Senats über Nixons Feindesliste (war eine Liste von Nixons politischen Hauptgegnern. Sie wurde von seinem Hauptberater Charles Colson zusammengestellt und am 9. September 1971 an John Dean geschickt) aus. Die Liste war Teil einer Kampagne, die intern als „Opponents List“ („Gegnerliste“) und „Political Enemies Project“ (“ Projekt politische Gegner“) bezeichnet wurde. Der offizielle Zweck der Liste war, dem Beraterstab des Präsidenten zufolge, Nixons Gegnern „einen reinzuwürgen“, zum Beispiel durch „Untersuchungen des  IRS (oberste Steuerbehörde der USA), durch Manipulationen ihrer Kreditwürdigkeit, Verweigerung öffentlicher Aufträge, Gerichtsprozesse und Strafverfolgung“.
-1969: Beginn der „Stonewall“-Unruhen – war eine Serie von gewalttätigen Konflikten zwischen Homosexuellen und Polizeibeamten in New York. Die ersten gewalttätigen Auseinandersetzungen fanden in der Nacht vom Freitag, 27. Juni, zum Samstag, 28. Juni 1969, ab etwa 01:20 Uhr statt, als Polizeibeamte eine Razzia im „Stonewall Inn“ durchführten, einer Bar mit homosexuellem und Transgender-Zielpublikum in der Christopher Street an der Ecke der 7th Avenue im Greenwich Village. Da sich dort erstmals eine signifikant große Gruppe von Homosexuellen der Verhaftung widersetzte, wird das Ereignis von der Lesben- und Schwulenbewegung als Wendepunkt in ihrem Kampf für Gleichbehandlung und Anerkennung angesehen. An dieses Ereignis wird jedes Jahr weltweit mit dem „Christopher Street Day“ erinnert („Gay Pride“ oder auch „Stonewall Day“).
-2001: der US-Schauspieler Jack Lemmon starb in Los Angeles/ Kalifornien.

 

-1972: in der Watergate-Affäre berichtete US-Stabschef H. R. Haldeman dem US-Präsidenten Richard Nixon über einen gemeinsamen Vorschlag von CRP-Direktor John N. Mitchell und von Nixons Rechtsberater John Dean, der darauf abzielte, die FBI-Untersuchung des Dahlberg/Andreas-Schecks zu verhindern. Mitchell und Dean regten an, die CIA sollte dazu gebracht werden, dem FBI zu signalisieren, daß diese Finanztransaktionen Belange der „nationalen Sicherheit“ berührten und daher ermittlungstechnisch tabu seien. Der US-Agent Bernard Barker war einer der fünf Männer, die beim Einbruch in das Hauptquartier der Demokratischen Partei im Washingtoner Watergate-Gebäudekomplex gefasst wurden. Während des Einbruchs war er außerdem weiterhin bezahlter CIA-Agent. In seiner Funktion als Rechtsbeistand des Finanzausschusses im Komitee zur Wiederwahl des Präsidenten (CRP) benutzte G. Gordon Liddy im April und Mai 1972 das private Bankkonto von Barker, um fünf anrüchige Wahlspenden-Schecks im Gesamtwert von 114.000 US-Dollar, die das Komitee erreicht hatten, einzulösen. Dazu gehörte auch eine Spende von 25.000 US-Dollar von Dwayne Andreas, des leitenden Direktors der Firma Archer Daniels Midlands, die Andreas über seinen Mittelsmann Kenneth H. Dahlberg an CRP gegeben hatte. Liddy benutzte das aus Barkers Konto eingelöste Bargeld anschließend zur Finanzierung seiner illegalen Aktivitäten wie den zwei Watergate-Einbrüchen am 28. Mai und 17. Juni 1972. Nach der Verhaftung Barkers beim zweiten Watergate-Einbruch stieß das FBI bei einer routinemäßigen Überprüfung der Finanzen der Festgenommenen auf die verdächtigen Transaktionen auf dem Privatkonto von Barker. Daraufhin wollte das FBI Dahlberg, dessen Name auf dem eingelösten Scheck stand, verhören. Dahlberg, der keine Ahnung davon hatte, wofür das über ihn kommende Geld verwendet worden war, ließ sich vor dem FBI verleugnen, alarmierte aber CRP über die laufenden Ermittlungen. Diese Untersuchungen lösten bei den eingeweihten Mitarbeitern von Nixon im CRP und Weißen Haus große Besorgnis aus, stand doch nun zu befürchten, daß über Barker und Dahlberg eine Verbindungslinie der Watergate-Einbrecher zur Wiederwahl-Kampagne des Präsidenten gezogen werden könnte. Persönlich informierte Haldeman Nixon am Morgen des 23. Juni 1972 über diese Gefahr.
-1940: Adolf Hitler (Diktator des Deutschen Reiches in der Zeit des Nationalsozialismus von 1933 bis 1945) besuchte im 2. Weltkrieg nach dem Waffenstillstand mit dem besiegten Frankreich (Westfeldzug) die Hauptstadt Paris.
-1868: der US-Erfinder Christopher Latham Sholes erhielt das Patent für die erste US-Schreibmaschine (typewriter), die erste, welche die heute noch übliche QWERTY-Tastaturbelegung verwendete; deren Tastenanordnung wurde von Sholes ersonnen.
-1995: der US-Arzt und Immunologe Jonas Salk (er entwickelte den inaktivierten Polioimpfstoff gegen Kinderlähmung/Polio) starb in La Jolla/Kalifornien.
-2006: der US-Fernsehproduzent Aaron Spelling („Der Denver-Clan“/“Dynasty“) starb in Los Angeles/Kalifornien.

 

-1972: „Watergate“-Einbruch – die von einem Wachmann verständigte Polizei verhaftete in der Nacht zum 17. Juni 1972 fünf Einbrecher (Bernard Barker, Virgilio R. González, Eugenio Martinez, James W. McCord, Jr. und Frank Sturgis), die offenbar versucht hatten, Abhörwanzen im Watergate-Gebäudekomplex (in Washington – dort befand sich sich Anfang der 1970er Jahre das Hauptquartier der Demokratischen Partei) zu installieren und Dokumente zu fotografieren. Schon frühzeitig wurde dieses Aufsehen erregende Ereignis in Verbindung mit den im November 1972 anstehenden Präsidentschaftswahlen gebracht, bei denen der Amtsinhaber US-Präsident Richard Nixon erneut für die Republikanische Partei antreten sollte. Umfangreiche Ermittlungen des FBI offenbarten alsbald, daß die Auftraggeber des Watergate-Einbruchs unter engen Mitarbeitern des Präsidenten beziehungsweise seines Wahlkomitees zu suchen waren. Diese Erkenntnis führte nach Nixons Wiederwahl zur Aufdeckung weiterer Verbrechen und Vergehen, die in den Jahren zuvor teils auf direkte Anweisung des Weißen Hauses hin begangen worden waren. In Enthüllungen ab März 1973 in den Medien, erfuhr die US-Öffentlichkeit vom Ausmaß dieser Amtsmissbräuche zulasten der politischen Gegner Nixons. Daraufhin wuchs der Druck auf den Präsidenten, zur vollständigen Aufklärung der Affäre beizutragen und umfassend mit der Justiz und mehreren Ausschüssen des Kongresses zu kooperieren. Nixons Weigerung, dies zu tun, und seine teils massiven Versuche, die Ermittlungen zu behindern oder zu begrenzen, stürzten die USA in eine lang andauernde Verfassungskrise und veranlassten das US-Repräsentantenhaus schließlich dazu, ein Amtsenthebungsverfahren (Impeachment) gegen Nixon einzuleiten. Die Konfrontation der drei Staatsgewalten endete am 9. August 1974 mit dem bisher einzigen Rücktritt eines US-Präsidenten („Watergate-Affäre“).
-1775: Schlacht von Bunker Hill – war eine Schlacht im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg und fand während der Belagerung von Boston statt. Die britische Armee unter General William Howe vertrieb die amerikanischen Milizen aus den befestigten Stellungen an Bunker Hill und Breed’s Hill.
-1994: Verhaftung des ehemaligen US-American-Football-Spielers und Schauspielers O. J. Simpson nach der Ermordung von Nicole Brown Simpson (Ex-Frau von Simpson) und ihrem Bekannten Ronald Goldman in ihrem Haus in Los Angeles. Als Hauptverdächtiger floh O. J. Simpson in einem weißen Ford Bronco SUV vor der Polizei, die ihn festnehmen wollte. Die Verfolgungsjagd quer durch Beverly Hills wurde live von einem US-amerikanischen Fernsehsender übertragen. Es war die erste „Verbrecherverfolgungsfahrt“, die live per Hubschrauber übertragen wurde. O. J. Simpson wurde festgenommen und wegen beider Morde angeklagt. In einem der umstrittensten und meistdiskutierten Strafverfahren in der US-Geschichte, das ebenfalls live vom US-amerikanischen Fernsehen übertragen wurde, sprachen ihn die Geschworenen 1995 frei. In einem Zivilprozess wurde Simpson 1997 zur Zahlung von 33,5 Millionen US-Dollar Schadensersatz an die Familien von Brown und Goldman verurteilt.
-1986: die US-Sängerin Kate Smith starb in Raleigh/North Carolina.
-1953: Aufstand des 17. Juni – in den Tagen um den 17. Juni 1953 kam es in der Deutschen Demokratischen Republik zu einer Welle von Streiks, Demonstrationen und Protesten, die verbunden mit politischen und wirtschaftlichen Forderungen als Aufstand des 17. Juni (auch Volksaufstand oder Arbeiteraufstand) bezeichnet werden. Dieser erste antistalinistische Aufstand hatte zahlreiche Ursachen, zum Beispiel die Ignoranz der DDR-Führung gegenüber den Bedürfnissen der Arbeiterklasse einschließlich ihres Beschlusses, die Arbeitsnormen übermäßig zu erhöhen, sowie Fehler der SED. Die sowjetischen Behörden reagierten mit der Verhängung des Ausnahmezustands für 167 der 217 Landkreise der DDR. Mit dieser Ausrufung des Kriegsrechts übernahm die Sowjetunion offiziell wieder die Regierungsgewalt über die DDR. Die einrückenden sowjetischen Truppen demonstrierten vor allem Präsenz, denn mit dem Eintreffen der Panzer verlor der Aufstand schnell an Schwung; zu größeren Angriffen auf das Militär kam es nicht. Obwohl die sowjetischen Behörden die Situation schon am 17. Juni weitgehend unter Kontrolle brachten, kam es auch in den darauf folgenden Tagen noch zu Protesten, vor allem am 18. Juni, in einzelnen Betrieben aber auch noch bis in den Juli hinein. Nach Ergebnissen des Projekts „Die Toten des Volksaufstandes vom 17. Juni 1953“ sind 55 Todesopfer durch Quellen belegt. Etwa 20 weitere Todesfälle sind ungeklärt. Der 17. Juni war von 1954 bis zur deutschen Wiedervereinigung 1990 als „Tag der deutschen Einheit“ der Nationalfeiertag der Bundesrepublik Deutschland.

 

 

 

 

-1954: der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten entschied in einem Grundsatzurteil, daß die Rassentrennung an öffentlichen Schulen mit dem Gleichheitsgrundsatz des 14. Zusatzartikel der Verfassung nicht vereinbar und damit verfassungswidrig ist (Brown v. Board of Education – ist die Sammelbezeichnung für fünf von 1952 bis 1954 vor dem Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten verhandelte Fälle zum Thema der Rassentrennung an öffentlichen Schulen).
-1973: Beginn der Anhörungen vom Watergate-Ausschuss des US-Senats (Watergate-Affäre). Der Ausschuss förderte Kerninformationen zutage, die erwiesen, daß die Einbrecher angewiesen waren, in das Hauptquartier des Democratic National Committee einzubrechen, um es zu verwanzen, und direkt vom Committee to Re-elect the President, Richard Nixons Political Action Committee zur Wiederwahl als US-Präsident, angewiesen worden waren.Aufgrund der Informationen, die der Ausschuss sammelte, wurden 40 Regierungsbeamte entlassen und diverse von Nixons Beratern wegen Behinderung der Justiz und anderer Verbrechen verurteilt. Aufgrund der Arbeit des Ausschusses begann der US-Kongress das Impeachment-Verfahren gegen Richard Nixon, welches unmittelbar zu seinem Rücktritt führte.
-1792: der Grundstein für die New York Stock Exchange (ist die größte Wertpapierbörse der Welt und gehört zur NYSE Euronext-Gruppe. Die NYSE ist auch unter dem Namen „Wall Street“ bekannt, da sie an der gleichnamigen Straße in New York/USA ansässig ist) wurde von 24 Brokern gelegt, die in der Wall Street Nummer 68 das Buttonwood Agreement unterzeichneten.
-1875: das erste Kentucky Derby (ist ein klassisches Galopprennen für dreijährige Vollblüter, das seit 1875 in Louisville/Kentucky ausgetragen wird) wurde ausgetragen.

 

 

Unruhen in Los Angeles 1992 – begannen am 29. April 1992, als vier Polizisten, drei Weiße und ein Latino, die in Los Angeles der Misshandlung des Afroamerikaners Rodney King beschuldigt worden waren, von einem Gericht freigesprochen wurden. Die daraus vor allem in der afroamerikanischen Bevölkerungsgruppe resultierende Empörung löste in Teilen Los Angeles‘ für einige Tage einen Gewaltausbruch mit bürgerkriegsähnlichen Zuständen aus. Am Ende waren 53 bekannt gewordene Todesfälle zu beklagen, mehrere Tausend Menschen wurden verletzt und es entstanden Sachschäden in Höhe von ca. einer Milliarde US-Dollar. Unter den 53 Todesopfern waren 48 Männer und 5 Frauen.
Befreiung des Konzentrationslagers Dachau (rund 20 Kilometer nordwestlich von München) 1945 während des 2. Weltkrieges durch US-Truppen.
-US-Präsident Richard Nixon gab 1974 die Watergate-Tonbänder (Watergate-Affäre) frei. Richard Nixon reagierte verspätet auf eine Prozess-Vorladung, die im Juli 1973 ausgestellt worden war, sagte er würde 46 Abschriften der Gespräche im Weißen Haus im Zusammenhang mit Watergate veröffentlichen.
-der US-Schauspieler Jerry Seinfeld wurde 1954 in Brooklyn/New York geboren.
-der US-Jazzmusiker Duke Ellington wurde 1899 in Washington D.C. geboren.

 

-US-Präsident Richard Nixon (von 1969 bis 1974 der 37. Präsident der Vereinigten Staaten) wurde 1913 in Yorba Linda/Kalifornien geboren. Nixon ist der bisher einzige Präsident der Vereinigten Staaten, der von seinem Amt zurückgetreten ist. Grund dafür war die Watergate-Affäre.
-US-Milliardär und Unternehmer Howard Hughes sagte 1972 in einem Telefoninterview von den Bahamas aus mit sieben Journalisten, daß seine Autobiografie von US-Autor Clifford Irving eine Fälschung sei. Diese Telefonkonferenz wurde schließlich auch teilweise im Fernsehen ausgestrahlt. Irving wurde von Hughes bloßgestellt, er habe Irving niemals getroffen und er, Hughes, lebe zur Zeit auf den Bahamas.
-die US-Raumsonde der NASA Surveyor 7 landete 1968 nahe dem Krater Tycho auf dem Mond.
-das Musical „Das Phantom der Oper“ („The Phantom of the Opera“) des britischen Komponisten Andrew Lloyd Webber war 2006 das mit bis dahin 7486 Aufführungen am längsten am Broadway gespielte Stück.

 

 

-30 chinesische Divisionen marschierten 1950 während des Koreakriegs über die Grenze nach Nordkorea und drängten südkoreanische wie amerikanische Einheiten zurück. Vom 26. November bis 13. Dezember 1950 tobte die Schlacht um das Chosin-Reservoir
-die Nationalsozialisten zwangen während des 2. Weltkriegs 1940 etwa 500.000 polnische und deutsche Juden ins Warschauer Ghetto. Es war das bei weitem größte Sammellager dieser Art. Es wurde Mitte 1940 im Stadtzentrum Warschaus, westlich der Altstadt im Stadtteil Wola zwischen Danziger Bahnhof und dem alten Hauptbahnhof Warszawa Główna und dem Jüdischen Friedhof errichtet. Hierher wurden vor allem Juden aus ganz Warschau, aus anderen unter nationalsozialistischer Gewaltherrschaft stehenden polnischen Regionen sowie aus dem deutschen Reichsgebiet und den besetzten Ländern deportiert. Es diente schließlich hauptsächlich als Sammellager für die Deportationen in das Vernichtungslager Treblinka der SS und ist als solches Teil der Holocausts (Schoah)
-US-Präsident Richard Nixons Sekretärin Rose Mary Woods erklärte 1973 einem Washingtoner Gericht die fehlenden 18 Minuten eines drei Tage nach dem Watergate-Einbruch auf Tonband genommenen Gesprächs zwischen Nixon und seinem damaligen Stabschef Harry Robbins Haldeman, die sie aus Versehen gelöscht haben wollte
Kino-Premiere des Hollywood-Films „Casablanca“ (mit Humphrey Bogart und Ingrid Bergman in den Hauptrollen) 1942 im New Yorker Hollywood Theatre
-US-Sängerin Tina Turner wurde 1939 in Brownsville (US-Bundesstaat Tennessee) geboren

 

 

-US-Präsident Richard Nixon beteuerte bei einer Pressekonferenz zur Watergate-Affäre in Orlando/Florida 1973 „I am not a crook“ („Ich bin kein Gauner“)
Maria I. (von 1553 bis 1558 Königin von England und Irland) starb 1558, ihre Nachfolge auf den englischen Thron trat ihre protestantische Halbschwester Elisabeth I. an. Elisabeth I. war von 1558 bis 1603 Königin von England. Ihre Regierungszeit ist heute als „Elisabethanisches Zeitalter“ bekannt. In dieser Zeit erhielt die Anglikanische Kirche ihre endgültige Ausprägung, entstanden zahlreiche Werke von William Shakespeare, wurde die moderne Wissenschaft mit Francis Bacon begründet und die Welt von Francis Drake umsegelt. Die erste englische Kolonie in Amerika wurde in dieser Zeit gegründet und zu ihren Ehren Virginia (US-Bundesstaat Virginia) benannt
-Eröffnung des Sueskanals 1869
-der US-Kongress trat 1800 zum ersten Mal in der neuen Hauptstadt Washington, D.C. zusammen
-der französische Bildhauer und Zeichner Auguste Rodin starb 1917 in Meudon/Frankreich
-US-Regisseur Martin Scorsese wurde 1942 in Queens/New York City (US-Bundesstaat New York) geboren