überspringe Navigation

Tag Archives: Wasser

„An important lever for sustained action in tackling poverty and reducing hunger is money.“ – Gro Harlem Brundtland

 

 

 

 

 

 

 

 


Eine wichtige Nachricht aus dem Libyen-Krieg. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International warf sowohl Truppen des flüchtigen Ex-Staatschefs Muammar al-Gaddafi als auch den Rebellen Folter vor und forderte die Anerkennung der Rechte von Gefangenen. So hätten Insassen in dem berüchtigten Gefängnis Abu Salim in Tripolis über Vergewaltigung und Folter zu Zeiten berichtet, als die Haftanstalt noch vom Gaddafi-Regime kontrolliert worden sei. Aber auch jetzt, nach Machtübernahme der Rebellen, habe eine Delegation vor Ort 125 Menschen in einer überfüllten Zelle angetroffen, in der die Gefangenen kein Platz gehabt hätten, sich zu bewegen. Zudem hätten die Rebellen schwarze Einwanderer festgenommen und geschlagen, weil sie vermuteten, daß es sich um Söldner handle. Ein Reporter des britischen Senders BBC berichtete über 17 Leichen von offenbar gefolterten und erschossenen Rebellen, die in ein Krankenhaus im Bezirk Mitiga eingeliefert worden seien. Ein Arzt habe angegeben, die Männer seien in einer Schule, die von den Gaddafi-Truppen als vorübergehendes Gefängnis genutzt worden sei, gefoltert und dann getötet worden. Aber auch Gaddafi-Kämpfer scheinen Opfer von Erschießungen geworden sein. Ein anderer Korrespondent der BBC entdeckte im Zentrum von Tripolis zwei Leichen von Gaddafi-Kämpfern, deren Hände auf dem Rücken zusammengebunden waren. Und ein AP-Korrespondent berichtet von etwa zwei Dutzend Leichen, die verstreut auf einer Grasfläche lagen, wo Gaddafi-Anhänger über Monate hinweg kampiert hatten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Quellen:Tagesschau.de, ZDF-heute.de)

Wegen der Dürrekatastrophe am Horn von Afrika bittet die Hilfsorganisation CARE weltweit um 17,5 Millionen Euro (25 Millionen US-Dollar) Spenden, um die Menschen in den betroffenen Regionen mit Nahrung, Wasser und Hilfsgütern zu unterstützen. Insgesamt benötigen laut CARE mehr als zehn Millionen Menschen in Kenia, Äthiopien, Somalia und Dschibuti humanitäre Hilfe. Im kenianischen Dadaab, dem größten Flüchtlingslager der Welt, kommen inzwischen jeden Tag rund 1.500 weitere Menschen an, die verzweifelt Wasser, Nahrung und Unterkunft suchen. CARE plant, insgesamt 1,8 Millionen Menschen in Äthiopien, Somalia und Kenia zu helfen.
Deutschland spendet eine Million Euro für Dadaab. Das teilte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach einem Treffen mit Kenias Staatspräsident Mwai Kibaki in Nairobi mit. Dadaab war einst für 90.000 Menschen gebaut worden. Inzwischen leben dort rund 380.000 Flüchtlinge. Die meisten kommen aus Somalia.

 

 

 

 

 

 

Vodpod videos no longer available.

 

 

(Quellen:n-tv.de, Stern.de, CARE,.de)


Der Filmemacher Tim Hetherington (r.) und der Fotoreporter Chris Hondros (li.) wurden in Misrata Opfer eines Mörsergranatenangriffs. (Foto: „Reuters“)

(Quellen:Tagesschau.de, Sueddeutsche.de, Welt Online, ZDF.de, N24.de, RTL.de)
Die NATO hat in Libyen ihre Angriffe auf die Truppen des Machthabers Muammar al-Gaddafi fortgesetzt. In der Hauptstadt Tripolis starben nach Angaben des libyschen Staatsfernsehens sieben Menschen. In Misrata gab es auch gestern schwere Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Aufständischen. Bei einem Mörserbeschuss wurden der britische Fotograf und oscarnominierte Filmemacher Tim Hetherington und der US-Fotojournalist Chris Hondros getötet und mindestens zwei weitere Fotografen wurden schwer verletzt. Es sollen noch fünf weitere Zivilisten bei den Kämpfen gestorben sein. Misrata liegt 210 Kilometer östlich von Tripolis und ist die einzige Stadt im Westen Libyens, die noch von Aufständischen gehalten wird. Sie wird seit sieben Wochen von den Gaddafi-Truppen belagert. Bisher gab es in den vergangenen sieben Wochen bei den heftigen Kämpfen um Misrata nach Ärzteangaben etwa 1000 Tote und 3000 Verletzte. Die humanitäre Lage in der Stadt gilt als kritisch, obwohl es zuletzt gelang, mit Schiffen Hilfslieferungen in den Hafen zu bringen. Dazu sitzen noch rund 3500 Gastarbeiter, meist aus afrikanischen Ländern, wegen der Kämpfe fest. Laut UN-Nothilfekoordinatorin Valérie Amos haben Tausende Menschen in Misrata nichts zu essen und kein Wasser. Gestern wurden an Bord eines von Qatar gemieteten Schiffes 1100 Menschen, darunter viele der afrikanischen Gastarbeiter, aus Misrata in die ostlibysche Hafenstadt Bengasi evakuiert. Ein Flüchtling berichtete, daß auch das Hafengelände in Misrata unter anhaltendem Beschuss stehe. Unterdessen traf in Misrata ein Schiff des UN-Kinderhilfswerks ein. Es hat unter anderem Trinkwasser und Hygienesets für bis zu 25000 Menschen an Bord. Den Rebellen in Libyen reicht die humanitäre Hilfe und die Durchsetzung der Flugverbotszone nicht, sie fordern vom Westen die Entsendung von Bodentruppen für Misrata. Laut der französischen Zeitung „Le Figaro“ und der US-Zeitung „Washington Post“ ist diese Forderung an den „Nationalen Übergangsrat“ in Bengasi, der mit der NATO in Verbindung steht, weitergeleitet worden. Großbritannien, Frankreich und Italien wollen stattdessen Militärexperten nach Libyen schicken. Der französische Regierungssprecher François Baroin sagte, daß Verbindungsoffiziere dem Übergangsrat zur Seite gestellt werden sollen. Diese sollten den Schutz der Zivilbevölkerung mitorganisieren. Ferner will Frankreich seine Luftangriffe gegen die Gaddafi-Truppen auf Bitten der Rebellen verstärken. Dies sagte der französische Präsident Nicolas Sarkozy nach einem Treffen mit Rebellenführer Mustafa Abdel Dschalil. Italien will laut Verteidigungsminister Ignazio La Russa zehn Militärberater zu den Aufständischen schicken. Alle drei Staaten lehnten die geforderten Bodentruppen erneut ab. Auch US-Präsident Barack Obama befürwortet die Entsendung der Berater. Allerdings bleibe es dabei, daß keine US-Soldaten einen Fuß auf libyschen Boden setzen würden, sagte Obamas Sprecher Jay Carney. Der Präsident „hofft und glaubt“, daß die von Frankreich, Großbritannien und Italien angekündigte Entsendung von militärischen Beratern und Ausbildern den libyschen Rebellen helfen werde. Die US-Regierung plant den Aufständischen Hilfen im Wert von 25 Millionen Dollar (17,3 Milllionen Euro) zukommen zu lassen.

(Foto:UNO-Hilfskoordinatorin Valérie Amos in Genf)

(Quellen:Tagesschau.de, Spiegel Online, Stern.de, Zeit Online, Sueddeutsche.de, ARD-Text 120/121, ZDF-Text 125,N24-Text 116, n-tv-Text 116/117, RTL-Text 122, Tele 5-Text 127)
Es gibt einen leichten Lichtblick am Ende des Kriegshorizonts in Libyen. Die Vereinten Nationen haben eine Einigung mit der Regierung des libyschen Diktators Muammar al-Gaddafi getroffen und dürfen nun Hilfsleferungen in die umkämpfte und belagerte Stadt Misrata schaffen. Das sagte eine Sprecherin des UN-Büros für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) in New York. Demnach darf die UNO in der libyschen Hauptstadt Tripolis einen Stützpunkt für diese humanitäre Hilfe einrichten. Zusagen für einen sicheren Korridor gibt es bisher aber wohl nicht. Zunächst wollen die UN mit einem Team erkunden, welche Hilfe gebraucht wird und wie sie zu den Notleidenden geschafft werden kann. So schnell wie möglich sollten dann Lebensmittel, Wasser und Medikamente geliefert werden. UNO-Hilfskoordinatorin Valerie Amos und der UN-Sonderbeauftragte für Libyen, Abdul Ilah Khatib, hatten am Wochenende mit libyschen Vertretern verhandelt. Misrata liegt 210 Kilometer östlich von Tripolis und ist die einzige Stadt im Westen Libyens, die noch von Aufständischen gehalten wird. Sie wird seit sieben Wochen von den Gaddafi-Truppen belagert. Die humanitäre Lage in der Stadt gilt als kritisch, obwohl es zuletzt gelang, mit Schiffen Hilfslieferungen in den Hafen zu bringen. Dazu sitzen noch rund 3500 Gastarbeiter, meist aus afrikanischen Ländern, wegen der Kämpfe fest. Laut Valerie Amos haben Tausende Menschen in Misrata nichts zu essen und kein Wasser. Bisher gab es in den vergangenen sieben Wochen bei den heftigen Kämpfen um Misrata nach Ärzteangaben etwa 1000 Tote und 3000 Verletzte. Wenn es jetzt tatsächlich UN-Hilfslieferungen nach Misrata gibt, befürchte ich, daß deutsche Soldaten vielleicht diese beschützen müssen. Deutschland hatte sich ja bereit erklärt, Hilfslieferungen auf UN-Anfrage militärisch schützen zu wollen. Der Oberbefehlshaber des NATO-Militäreinsatzes in Libyen 2011, der kanadische Generalleutnant Charles Bouchard, beschuldigte die Gaddafi-Truppen, in Misrata auf Zivilisten zu schießen. Die Streitkräfte stünden auf den Dächern von Moscheen und feuerten von dort auf Menschen, sagte Bouchard dem kanadischen Fernsehen. Sie versteckten sich in der Nähe von Krankenhäusern und hätten gepanzerte Wagen in Schulen abgestellt. Manchmal zögen die Gaddafi-Verbündeten auch ihre Uniformen aus, damit niemand sie in der eingekesselten Rebellenbastion erkennen könne. Außerdem würden sie Frauen und Kinder als Schutzschilde mißbrauchen. Die NATO hat übrigens eingestanden, daß der Einsatz in Misrata schwierig sei. Die NATO habe viele schwere Waffen des Regimes vernichtet. Die militärischen Ressourcen von Gaddafi seien aber noch „erheblich“, sagte Admiral Giampaolo Di Paola, Vorsitzender des NATO-Militärausschusses. In Misrata und anderen Städten sei es sehr schwierig, Mörser und Raketenwerfer zu lokalisieren.

(Quellen:Tagesschau.de, N24-Videotextseite 112, ARD-Videotextseite 120, ZDF-Videotextseiten 120/121)
Nachdem am Mittwochmorgen (Ortszeit) zwei weitere Brände im japanischen Atomkraftwerk Fukushima I ausgebrochen und die Strahlung extrem angestiegen war, mußten die letzten 50 Arbeiter kurzzeitig evakuiert werden. Die japanische Nachrichtenagentur „Kyodo“ und der japanische Fernsehsender NHK berichteten übereinstimmend, daß die Arbeiten unterbrochen worden waren. Die Feuer waren in den Reaktorblöcken 3 und 4 ausgebrochen und zudem wurde im Reaktor 3 möglicherweise die wichtige innere Schutzhülle beschädigt, so der japanische Regierungssprecher Yukio Edano. Fernsehbilder zeigten große weiße Dampf-oder Rauchwolken über Reaktor 3 aufsteigen. Im Reaktorblock 4 versuchen die Arbeiter die 135 Tonnen verbrauchte Brennstäbe, die dort lagern, zu kühlen. Die Wassertemperatur im Abklingbecken der Brennstäbe hatte sich bedrohlich erhöht . Das Becken für verbrauchte Brennelemente im Reaktor 4 könne nicht mehr mit Wasser gefüllt werden, teilte die Betreiberfirma TEPCO mit. Laut Atomaufsichtsbehörde geht der Pegelstand des Wassers zurück. Experten fürchten, daß dort bereits eine unkontrollierte Kettenreaktion eingesetzt hat. Zwischenzeitlich wurde geplant, aus Hubschraubern Wasser durch Löcher in das teilweise zerstörte Dach zu schütten, um die Brennstäbe abzukühlen. Nun habe man aber entschieden, Wasser durch Löschzüge in das Gebäude zu bringen. Ein erster Brand in Reaktorblock 4 war am Dienstag nach kurzer Zeit gelöscht worden. In der Außenwand dieses Reaktors klaffen große Löcher. Nach mittlerweile drei Explosionen und einem Brand sind die Reaktoren 1 bis 4 schwer beschädigt. In Reaktorblock 2 war bei einer Explosion am Dienstag wahrscheinlich die innere Schutzhülle beschädigt worden. Die japanische Atomsicherheitsbehörde teilte mit, in Reaktorblock 1 seien möglicherweise 70 Prozent der Brennstäbe beschädigt. Bei den Reaktoren 5 und 6 gibt es auch Probleme mit der Kühlung. Die beiden Blöcke waren vor dem Erdbeben am Freitag abgeschaltet worden, aber laut Regierungssprecher Edano gibt es Schwierigkeiten, die noch heißen Brennelemente der Reaktoren ausreichend zu kühlen. Inzwischen wird erwogen, Abdeckungsplatten dieser beiden Blöcke zu entfernen, teilte die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) mit. Auf diese Weise soll eine Anstauung von Wasserstoff-Gas und eine anschließende Knallgasreaktion, wie sie bei den Reaktoren 1, 2 und 3 geschah, verhindert werden.
Die Strahlung um Fukushima I hatte in der Nacht zu Mittwoch den Höchstwert von 1000 Millisievert (1 Sievert) erreicht, berichtete Edano. Am Morgen habe der Wert bei weiteren Messungen zwischen 600 und 800 Millisievert gelegen. Akute Strahlenschäden gelten ab einer Dosis von mehr als 500 Millisievert pro Stunde. Die französische Atomsicherheitsbehörde (ASN) stufte den Störfall am AKW Fukushima I auf Stufe 6 der bis 7 reichenden INES-Skala ein. Stufe 7 wurde bisher nur von der Katastrophe von Tschernobyl erreicht.

 

Fazit: vier Reaktoren schwer beschädigt, zwei fangen an Probleme zu machen, lebensbedrohliche Strahlung, Stufe 6 vor dem Super-GAU erreicht. Als Laie frage ich mich, ob der Zug vor dem Abgrund noch gestoppt werden kann? Sieht jedenfalls nicht so aus. Die sogenannten Experten, die bei der ARD und sonstwo im TV Antworten geben, verwirren mich nur noch mehr.

 

 

(Quelle:Tagesschau.de)
Ein Update der schlechten Nachrichten aus Japan: Weil die radioaktive Belastung in den Kontrollräumen des Atomkraftwerks Fukushima I gravierend angestiegen ist, wurden die letzten 50 Mitarbeiter abgezogen. 800 Mitarbeiter sollen das Gelände inzwischen verlassen haben. Mit Hilfe von Hubschraubern soll nun Wasser durch Löcher im teilweise zerstörten Dach geschüttet werden. Die japanische Regierung erklärte, aus vier Reaktoren sei radioaktive Strahlung ausgetreten. Um etwa 06:00 Uhr Ortszeit (etwa um 22:00 Uhr MEZ) war Reaktorblock 2 explodiert, laut AKW-Betreiberfirma TEPCO könnte dabei auch die innere Schutzhülle des Reaktors beschädigt worden sein. Im Reaktorblock 4, wo verbrauchte Brennelemente lagern, brach ein Feuer aus, das nach Regierungsangaben wieder gelöscht werden konnte. Nun drohe dort die Kühlung auszufallen, berichtete die japanische Nachrichtenagentur „Kyodo“ unter Berufung auf TEPCO. Reaktorblock 4 war kurz vor dem Erdbeben am Freitag wegen Wartungsarbeiten vom Netz genommen worden. Auch die Kühlung in den Reaktoren 5 und 6 bereitet wohl auch Probleme.
Außerdem hat ein starkes Nachbeben der Stärke 6,4 den Großraum Tokio erschüttert. Das Epizentrum lag in der Nähe des Vulkans Fuji, etwa 120 Kilometer südwestlich von Tokio in einer Tiefe von zehn Kilometern.

 

Ich empfehle für heute Abend um 21:00 Uhr im WDR Quarks & Co: GAU in Japan-Wie groß ist die Gefahr? mit Moderator Ranga Yogeshwar-unbedingt ansehen!

 

Quarks & Co-Video:Das Märchen vom billigen Atomstrom Was kostet der Strom aus Kernkraftwerken wirklich?