überspringe Navigation

Tag Archives: Unruhen

Unruhen in Los Angeles 1992 – begannen am 29. April 1992, als vier Polizisten, drei Weiße und ein Latino, die in Los Angeles der Misshandlung des Afroamerikaners Rodney King beschuldigt worden waren, von einem Gericht freigesprochen wurden. Die daraus vor allem in der afroamerikanischen Bevölkerungsgruppe resultierende Empörung löste in Teilen Los Angeles‘ für einige Tage einen Gewaltausbruch mit bürgerkriegsähnlichen Zuständen aus. Am Ende waren 53 bekannt gewordene Todesfälle zu beklagen, mehrere Tausend Menschen wurden verletzt und es entstanden Sachschäden in Höhe von ca. einer Milliarde US-Dollar. Unter den 53 Todesopfern waren 48 Männer und 5 Frauen.
Befreiung des Konzentrationslagers Dachau (rund 20 Kilometer nordwestlich von München) 1945 während des 2. Weltkrieges durch US-Truppen.
-US-Präsident Richard Nixon gab 1974 die Watergate-Tonbänder (Watergate-Affäre) frei. Richard Nixon reagierte verspätet auf eine Prozess-Vorladung, die im Juli 1973 ausgestellt worden war, sagte er würde 46 Abschriften der Gespräche im Weißen Haus im Zusammenhang mit Watergate veröffentlichen.
-der US-Schauspieler Jerry Seinfeld wurde 1954 in Brooklyn/New York geboren.
-der US-Jazzmusiker Duke Ellington wurde 1899 in Washington D.C. geboren.

 

Nach schweren Unruhen in Wukan, einem Fischerdorf mit 20.000 Einwohnern rund 200 Kilometer östlich von Hongkong in der Provinz Guangdong, haben die Behörden den umstrittenen Landverkauf wohl vorläufig gestoppt. Die Unruhen hatten hier schon im September begonnen. Die Bevölkerung protestierte damals gegen ihre Lokalregierung und den Zwangsverkauf von Ackerland an Wohnungsbauunternehmen. Nach Behördenangaben wurden damals sechs Polizeiwagen zerstört und zehn Polizisten verletzt. Mit Polizeigewalt und Verhandlungen stellte die Regierung die Ruhe wieder her. Danach kam es den gesamten November über zu weiteren Massenprotesten, bei denen sie ihre führenden Funktionäre, den Parteichef und seinen Stellvertreter, vertrieben und ihr Dorf nach außen hin verbarrikadierten. Verhandlungen zwischen den Behörden und den revoltierenden Dorfbewohnern blieben ergebnislos. Am vorvergangenen Freitag demonstrierte die Staatsmacht dann Härte und ließ die fünf Verhandlungsführer verhaften. Xue Jinbo, ein Vertreter der Dorfbewohner starb in Polizeigewahrsam-nach Behördenangaben an Herzversagen. Seine Angehörigen wollen das nicht glauben. Sie konnten sich den Leichnam angeblich ansehen. Ein Dorfbewohner berichtet: „Sein rechter Daumen war gebrochen. Ebenso sein Kiefer und seine Stirn. Er hatte Verletzungen am Hals und Blut in der Nase.“ Sein ganzer Körper sei voller Wunden gewesen.
Die Sicherheitskräfte schnitten den Ort von der Außenwelt ab. Nicht einmal Lebensmittel oder Wasser könnten zu den Bewohnern gebracht werden, berichtet der Korrespondent der britischen Zeitung „Daily Telegraph“, Malcolm Moore.
Die Lokalregierung verkaufte im Juni 2009 für den Bau von fünf Immobilien- und Industrieprojekten große Flächen an zwei einflussreiche Bauunternehmen, Country Garden und Fengtian. Den Fischern und Bauern wurden dafür einfach 80 Prozent ihrer Böden weggenommen, auf eine angemessene Entschädigung warten sie bis heute vergebens.
 

 

 

 

 

 

 

(Quellen:Tagesschau.de, Deutsche Welle-World.de, RP Online)

Die Krawalle in England dauerten die vierte Nacht in Folge an. In der Hauptstadt London blieb es relativ ruhig. Die Polizeikräfte dort waren von 6.000 auf 16.009 erhöht worden und sorgten dafür, daß es nicht wieder zu Brandstiftungen und Plünderungen kam. Schwerpunkt der Ausschreitungen war Manchester. Dort lieferten sich Hunderte Jugendliche Straßenschlachten mit der Polizei. Geschäfte wurden ausgeraubt und in Brand gesteckt. Bis zum späten Abend wurden fast 50 Randalierer festgenommen. Krawalle gab es auch in Salford, Wolverhampton, Nottingham, Leicester, Liverpool, Birmingham, West Bromwich, Bristol und Gloucester.
Am Rande der Ausschreitungen in Birmingham sind drei Männer von einem Auto erfasst und getötet worden. Der Vorfall habe sich in der Nacht zu Mittwoch an einer Tankstelle in der Innenstadt von Birmingham ereignet. Die Männer wollten laut dem britischen Sender „BBC“ offenbar ihre Nachbarschaft während der Unruhen schützen. Ein Auto erfasste und überfuhr sie. Alle drei Männer starben im Krankenhaus an ihren schweren Verletzungen. Wenig später wurden in der Nähe ein Auto sichergestellt und ein Mann festgenommen. Die Polizei leitete Ermittlungen wegen Mordes ein. Gestern war im Zusammenhang mit den Protesten erstmals ein Mensch gestorben. Ein 26-jähriger Mann, der während der Unruhen am Montag angeschossen und im Londonder Stadtteil Croydon in seinem Auto gefunden worden war, starb laut Polizei im Krankenhaus. Als man ihn aufgefunden habe, seien zwei weitere Personen anwesend gewesen und festgenommen worden, weil sie Diebesgut bei sich trugen. Seit dem Beginn der Unruhen am Samstag nahm die britische Polizei landesweit mehr als 1.100 Personen fest. Allein in London waren es mehr als 750. Gegen mehr als 160 mutmaßliche Randalierer wurde Anklage erhoben.
Auslöser der Ausschreitungen war der Tod des vierfachen Familienvaters Mark Duggan, der letzten Donnerstag im Londoner Stadtteil Tottenham von einem Polizisten erschossen worden war. Nach Angaben der unabhängigen Polizeiaufsichtsbehörde IPCC vom Dienstag wurden keine Beweise dafür gefunden, daß Duggan zuvor selber auf die Beamten schoss. Die Pistole, die in dem Taxi gefunden wurde, in dem Duggan erschossen wurde, sei nicht benutzt worden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mir tun die bis jetzt fünf Toten leid und die Menschen, die durch diese verbrecherischen Plünderer möglicherweise ihre Existenz verloren haben.

 

 

(Quellen:Tagesschau.de, ZDF-heute.de)

(Quelen:Tagesschau.de, Stern.de, Zeit Online, ARD-Text 127, ZDF-Text 135)
Bei einer Demonstration in Syrien gab es gestern gewaltsame Zusammenstöße zwischen Regimegegnern und Sicherheitskräften. Nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten wurden dabei mindestens fünf Menschen getötet und 44 verletzt. Mehrere Tausend Menschen hatten in der Stadt Dar’a, die im Südwesten des Landes liegt, für politische Reformen und gegen Korruption protestiert. Sicherheitskräfte hatten daraufhin das Feuer eröffnet. Sie sollen mit Wasserwerfern und Schlagstöcken gegen die Demonstranten vorgegangen seien. Die Einheiten seien äußerst brutal gewesen, erklärten die Aktivisten. Die Korruptionsvorwürfe der Oppositionellen richteten sich gegen Präsident Baschar al-Assad und seinen Clan. Demonstriert wurde am Freitag auch in der Hauptstadt Damaskus, Aleppo, Homs, Baniyas und anderen Städten. Bei einer Trauerfeier für die getöteten Demonstranten kam es dann in Dar’a heute zu neuen Protesten. Mindestens Zehntausend Menschen folgten den Särgen mit zwei Männern, die am Freitag ums Leben gekommen waren und riefen: „Gott, Syrien, Freiheit“ sowie „Wer sein eigenes Volk tötet, ist ein Verräter“. Sicherheitskräfte setzten Tränengas ein, um die Menge auseinanderzutreiben. Augenzeugen zufolge nahm die Geheimpolizei mindestens eine Person fest. Nach den schwersten Unruhen in Syrien seit Jahren hat die Regierung Dar’a offenbar abgeriegelt. Die Menschen könnten die Stadt zwar verlassen, sagte der syrische Menschenrechtsaktivist Mase Darwisch unter Berufung auf Bewohner von Dar’a. Es wurde aber niemand mehr in die Stadt hineingelassen.

 

 

An die UNO: Bitte auch eine Flugverbotszone für Syrien!!! Und den Jemen und Bahrain und und und. Da gibt es noch viele Despoten, die vom Westen als Verbündete betrachtet werden und die auf Demonstranten, die Freiheit und Demokratie einfordern, schießen lassen.

 

 

(Quelle:Tagesschau.de)

Trotz einer Ausgangssperre haben Tausende Ägypter in der Nacht ihre Proteste gegen das Regime von Präsident Husni Mubarak fortgesetzt. Mubarak war es in seiner ersten TV-Ansprache seit Beginn der Unruhen am Dienstag nicht gelungen, die Lage zu beruhigen. Der 82-jährige kündigte an, eine neue Regierung einsetzen zu wollen, selbst aber im Amt zu bleiben.
Zudem versprach er „neue Schritte hin zu mehr Demokratie“ sowie bessere Lebensstandards. Im Fernsehen sagte er: „Wir müssen vorsichtig sein, daß kein Chaos ausbricht, denn dadurch entsteht keine Demokratie“.
Das Vorgehen gegen die Demonstranten verteidigte er. Diese forderten
nach der Rede weiter den Rücktritt des Präsidenten. „Mubarak muß das Land verlassen“, skandierten Regierungsgegner.
Vor Mubaraks Fernsehansprache waren die Proteste eskaliert. In Kairo zündeten Demonstranten die Zentrale der Regierungspartei NPD an. Viele Polizeiwachen wurden in Brand gesteckt, Polizeifahrzeuge wurden demoliert. Die Armee umstellte das Ägyptische Museum in Kairo, um es vor Plünderungen zu schützen. Bei schweren Straßenschlachten zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten in mehreren Städten gab es mindestens 13 Tote und mehr als 1000 Verletzte.
USPräsident Barack Obama hat Präsident Mubarak zu „konkreten Schritten“ für mehr Freiheit aufgefordert. Es müße politische, soziale und wirtschaftliche Reformen geben. Der Zugang zum Internet müße wiederhergestellt werden. Um den Informationsfluß unter den Demonstranten zu behindern, hatten die ägyptischen Behörden offenbar Internet und Mobilfunk gestört. Das Weiße Haus hatte zuvor erklärt, die USA erwägen, eine
Kürzung der Auslandshilfe von jährlich 1, 5 Milliarden Dollar, sollte Mubarak keine entsprechenden Schritte einleiten.

Mich erinnern die Ereignisse im Nahen Osten an den Herbst 1989, als die Diktaturen im Ostblock zusammengebrochen sind und offenbar bin ich nicht der einzige, der diese Assoziation hat. Wenn die USA und die anderen westlichen Länder diese Diktatoren nicht als Verbündete im Kampf gegen den Terror unterstützten, dann gäbe es keinen Terrorismus. Diese Despoten unterdrücken ihre Bevölkerungen, welche dann den Fundamentalisten nachlaufen und mit denen sympathisieren. Vor allen Dingen die jungen Leute wollen Lumpen wie Mubarak oder Ben Ali weghaben, weil sie unter diesen Regimen keine Perspektiven sehen. Vielleicht ist meine Rechnung ja zu einfach, aber keine Diktatoren im Nahen Osten=keine Terroristen. Wir können doch nicht nach Afghanistan gehen und dort von Freiheit und Demokratie schwafeln und gleichzeitig Typen wie Mubarak helfen.

Zum Video

Zum Video


(Quellen:Zeit Online,Tagesschau.de)
Tunesien war bisher nur ein Thema für Pauschalurlauber, mit den politischen Gegebenheiten des nordafrikanischen Landes haben sich wohl wenige beschäftigt. Durch die gegenwärtigen politischen Unruhen richtet sich der Fokus der Weltmedien auf das nordafrikanische Land.
Tunesien wurde 1956 nach mehr als 70 Jahren von der Kolonialmacht
Frankreich unabhängig. Die Regierung der neuen Republik unter
Regierungschef Habib Bourguiba trennte Staat und Religion, schaffte das islamische Recht ab und leitete politische und wirtschaftliche Reformen ein. In den 70er Jahren erlebte das Land einen rasanten Aufschwung, der durch eine Rezession jedoch beendet wurde, was Streiks und blutige Straßenschlachten zur Folge hatte. Die wirtschaftlichen Probleme und soziale Spannungen führten 1987 zum Putsch. Der gerade ernannte Ministerpräsident Zine el Abidine Ben Ali setzte den greisen Bourguiba ab. Ben Ali ging rigoros gegen den islamischen Fundamentalismus vor und schaffte es, die Wirtschaft wieder anzukurbeln.
Tunesien wurde zu einem der Staaten mit dem höchsten Lebensstandard in Afrika. Seine Macht konnte Ben Ali bei Wahlen 1994 und 1999 behaupten. Eine Verfassungsänderung steigert Ben Alis Machtfülle noch weiter und erlaubt ihm Kandidaturen auch 2004 und 2009. 2008 verhinderte er mit einem Sondergesetz einen Gegenkandidaten der Opposition. Die Wirtschaftskrise in Europa wirkte sich auch auf Tunesien aus. Hohe Arbeitslosenzahlen lösten Ende 2010 gewaltsame Proteste aus. Dutzende Menschen starben.

Chronologie der Unruhen:

17. 12. 2010: Ein arbeitsloser Hochschulabsolvent zündet sich aus Protest gegen das Regime auf dem Marktplatz von Sidi Bouzid an. Der 26-Jährige hatte versucht, sich als Gemüsehändler durchzuschlagen, um seine Geschwister zu erhalten. Die Behörden hatten immer wieder seine Waren beschlagnahmt, weil er keine Lizenz hatte.
24. 12. : Erste Unruhen. Die Polizei schießt auf Demonstranten in einem Ort in der Nähe von Sidi Bouzid. Es gibt die ersten beiden Toten.
28. 12. : Ben Ali spricht von „politischer Instrumentalisierung“.
03. 01. 2011 : Ausweitung der Demonstrationen auf Thala.
05. 01. : Der junge Mann, der sich in Sidi Bouzid angezündet hatte, stirbt an seinen Verletzungen.
08. – 10. 01. : Gewaltsame Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Polizei in mehreren Orten des Landes, vor allem in Kasserine, Thala und Regueb. Behörden sprechen von 21 Toten, Gewerkschafter von mehr als 50.
10. 01. : Ben Ali spricht von „terroristischen Akten“ und kündigt aber 300.000 neue Arbeitsplätze bis 2012 an.
11. 01. : Die Unruhen greifen auf die Universität Tunis über. Schulen und Universitäten werden geschlossen.
12. 01. : Ben Ali entlässt den Innenminister, verspricht die Freilassung festgenommener Demonstranten und eine Anti-Korruptions-Kommission. Mehrere Tote in verschiedenen Orten des Landes, unter ihnen zwei Doppelstaatsbürger aus der Schweiz und aus Frankreich. Nächtliche Ausgangssperre in Tunis.
13. 01. : Dritte Fernsehansprache von Ben Ali: Die Polizei soll nicht mehr auf Demonstranten schießen. Die Internetzensur wird aufgehoben. Er werde bei der Präsidentenwahl 2014 nicht mehr antreten. Dennoch wieder mindestens 13 Tote in Tunis.
14. 01. : Massendemonstration in Tunis. „Ben Ali raus!“ ruft die Menge. Der Präsident löst die Regierung auf, kündigt vorgezogene Neuwahlen innerhalb von sechs Monaten an und verhängt den Ausnahmezustand über das ganze Land. Am Abend setzt er sich ins Exil ab. Premierminister Mohamed Ghannouchi erklärt sich zum Interims-Präsidenten und bezeichnet eine Rückkehr Ben Alis als „unmöglich“.
15. 01. : Der Verfassungsrat ernennt den Parlamentspräsidenten Fouad Mebazaa (77) interimsmäßig zum Staatsoberhaupt. Dieser kündigt eine Übergangsregierung an, in der alle Oppositionsparteien vertreten sein sollen. Neuwahlen sollen innerhalb von zwei Monaten ausgeschrieben werden. Bei einem Gefängnisbrand im tunesischen Küstenort Monastir sind bis zu 50 Menschen ums Leben gekommen.

 

Auch heute war die Lage in Tunesien angespannt. In der Hauptstadt
Tunis demonstrierten am Mittag mehr als 1000 Oppositionelle. Die
Polizei löste das Treffen mit Tränengas und Wasserwerfern auf. Als
Begründung hieß es, es herrsche Versammlungsverbot. Auch in
anderen Städten im Land verlangten Demonstranten die Auflösung
der RCD-Partei des gestürzten Präsidenten. Auch der Rücktritt von
Ministerpräsident Ghannouchi, der schon unter Ben Ali im Amt war,
wurde gefordert.

 
Wer etwas mehr über die aktuelle Lage in Tunesien erfahren will, dem
empfehle ich diesen Blog zu lesen.