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Tag Archives: Tonkin-Zwischenfall

-1964: Tonkin-Zwischenfall – bezeichnet man die Ereignisse im Golf von Tonkin, vor der Küste des damaligen Nordvietnams, im August 1964, bei denen ein US-Kriegsschiff, der Zerstörer USS „Maddox“ angeblich in ein Gefecht mit nordvietnamesischen Schnellbooten verwickelt wurde.  Am Mittag des 2. August traf die in Gefechtsbereitschaft stehende „Maddox“ bei ihrer Fahrt entlang der Küste auf drei nordvietnamesische Schnellboote. Deren Versuche, den Zerstörer zu umkreisen und vor der Küste zu stellen, misslangen jedoch. Die „Maddox“ fuhr auf das offene Meer hinaus und forderte umgehend Luftunterstützung von dem in der Nähe befindlichen Flugzeugträger USS „Ticonderoga“ an, wo sich einsatzbereite Angriffsflugzeuge bereits in der Luft befanden. Nach amerikanischer Darstellung wurde eines der Schnellboote manövrierunfähig geschossen und die beiden anderen beschädigt, während die „Maddox“ mehreren Torpedos ausweichen konnte und nur leichte Treffer durch Maschinengewehrfeuer hinnehmen musste. Daraufhin zog sich das Schiff aus den Gewässern zurück. Am Abend des 4. August, gab US-Verteidigungsminister Robert McNamara eine Meldung von Admiral Ulysses S. Grant Sharp, Kommandeur der Einsatzgruppe Pazifik, an den damaligen US-Präsidenten Lyndon B. Johnson weiter, wonach die beiden Zerstörer „Maddox“ und die USS „Turner Joy“ weiter südlich unter erneutem Torpedobeschuss lägen. Auf die Nachfrage des Präsidenten konnte er die Angreifer nicht genau identifizieren, erklärte aber, daß die Torpedos vermutlich von nordvietnamesischen Schiffen kämen. Wenige Stunden später gab Johnson den Befehl zu Vergeltungsschlägen mit Luftangriffen auf nordvietnamesische Hafenanlagen und Flugabwehrstellungen. Der Zwischenfall wurde von der US-Regierung unter Johnson als Begründung für die sogenannte Tonkin-Resolution angeführt, welche die offizielle Beteiligung der USA an den damals stattfindenden Feindseligkeiten zwischen den beiden Landesteilen vorsah, die sich in der Folge zum Vietnamkrieg (1965–75) ausweiteten. Spätere Aussagen von Beteiligten lassen darauf schließen, daß am 4. August kein Gefecht stattgefunden hatte bzw. daß die „Maddox“ und die „Turner Joy“ auf nicht vorhandene Gegner gestoßen waren. 1971 veröffentlichte der Pentagon-Mitarbeiter Daniel Ellsberg einen als „Pentagon-Papiere“ bekannt gewordenen Bericht, der die Darstellung des Zwischenfalls durch die frühere Regierung als bewusste Falschinformation entlarvte. Zu diesem Zeitpunkt hatten der Krieg in Vietnam und die US-Beteiligung bereits ihren Höhepunkt erreicht. Am 30. November 2005 gab der US-Geheimdienst NSA geheime Dokumente frei und bestätigte damit indirekt, aber offiziell, daß der Vietnamkrieg infolge einer bewussten Falschmeldung an US-Präsident Johnson begann.
-1990: 2. Golfkrieg – begann mit der gewaltsamen Annexion Kuwaits durch den Irak. Ungefähr 100.000 irakische Soldaten mit Panzertruppen und Infanterie und Unterstützung durch Flugzeuge drangen in Kuwait ein und eroberten strategische Positionen im Land, einschließlich des Palastes des Emirs. Der Scheich Jaber Al Ahmad Al Sabah floh mit seiner Familie nach Saudi-Arabien. Soldaten plünderten medizinische Versorgungseinrichtungen und bemächtigten sich der Medien. Tausende westlicher Touristen behielt der Irak als Geiseln zurück und versuchte später, sie als Verhandlungsmasse einzusetzen. Der Irak stellte zunächst eine „befreite“ kuwaitische Marionettenregierung unter Alaa Hussein Ali auf – die er aber schnell auflöste – und erklärte am 8. August die Annexion Kuwaits. Ab dem 16. Januar 1991 begann eine Koalition angeführt von den Vereinigten Staaten und legitimiert durch die Resolution 678 des UN-Sicherheitsrates mit Kampfhandlungen zur Befreiung Kuwaits („Operation Desert Storm“/“Operation Wüstensturm“).
-1943: John F. Kennedy (war von 1961 bis 1963 der 35. Präsident der Vereinigten Staaten und Mitglied der Demokratischen Partei. Die Hintergründe seiner Ermordung 1963 sind bis heute umstritten) nahm im 2. Weltkrieg als Kommandant des Schnellbootes PT-109 an einer geheimen Nachtaktion bei den Salomonen teil. PT-109 wurde während der Operation von dem japanischen Zerstörer „Amagiri“ gerammt und sank. Zwei Mitglieder von Kennedys Crew starben. Kennedy selbst wurde an seinem Rücken verletzt.
-1923: Warren G. Harding (war ein US-Politiker und der 29. Präsident der Vereinigten Staaten. Dieses Amt hatte er von 1921 bis 1923 inne) starb während der laufenden Amtszeit in San Francisco/Kalifornien.
-1876: der US-Western- beziehungsweise Revolverheld Bill Hickok (genannt „Wild Bill“) wurde in Deadwood/South Dakota von Jack McCall im Saloon No 10 hinterrücks ermordet.

 

 

-die ersten regulären US-Kampftruppen landeten 1965 auf Drängen von William Westmoreland, dem Oberkommandierenden in Vietnam,  in Đà Nẵng/Südvietnam, um den dortigen Stützpunkt zu schützen. Zuvor war das südvietnamesische Regime bereits mit einem kontinuierlich verstärkten Kontingent von „Militärberatern“ gegen die Guerilla der kommunistisch dominierten Vietcong unterstützt worden. Den Vorwand für den Kriegseintritt der USA bildete der fingierte Tonkin-Zwischenfall, welcher eine bewusste Falschmeldung war und der Regierung von US-Präsident Lyndon B. Johnson den Anlass gab, den US-Kongress davon zu überzeugen, ein offenes Eingreifen zu legitimieren.
Februarrevolution 1917 beendete die Zarenherrschaft in Russland-nach gregorianischer Zeitrechnung begann die Revolution am 8. März. Unmittelbare Ursachen der Februarrevolution waren die Auswirkungen des 1. Weltkrieges, die die bereits in der Revolution von 1905 zutagegetretenen sozialen Spannungen der Vorkriegszeit weiter zugespitzt hatten.
-unter dem Kommando von Matthew Calbraith Perry (ein US-amerikanischer Seeoffizier, zuletzt im Rang eines Commodore) landeten 1854 die Schwarzen Schiffe „Mississippi“, „Plymouth“, „Saratoga“ und „Susquehanna“ zum zweiten Mal in Japan, um die Öffnung Japans gegenüber dem Westen zu erzwingen (Vertrag von Kanagawa).
-der US-italienische Baseballspieler Joe DiMaggio starb 1999 in Hollywood/Florida.