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Tag Archives: Tahrir-Platz

In Ägypten haben die Jugendbewegung und die Muslimbruderschaft für den heutigen Freitag zu Massenkundgebungen aufgerufen. Tausende Menschen sind dem Aufruf gefolgt, um sich an den Protesten am „Freitag der Abrechnung“ zu beteiligen. Auf dem zentralen Tahrir-Platz in der Hauptstadt Kairo fordern sie rasche Reformen. Die Demonstranten beklagen den schleppenden Wandel und und werfen der Militärregierung vor, zu wenig für die strafrechtliche Verfolgung jener zu tun, die für die Schüsse auf Demonstranten verantwortlich sind.
In der Hafenstadt Sues war die Lage bereits Mitte der Woche eskaliert, nachdem Offiziere freigelassen worden waren, die an den tödlichen Attacken der Polizei auf Demonstranten während der Revolution beteiligt gewesen sein sollen.
Die Übergangsregierung hatte betont, die Bürger hätten das Recht zu demonstrieren. Sie sollten aber friedlich bleiben, „um die Errungenschaften der Revolution nicht zu gefährden“, meldeten ägyptische Medien nach einer Kabinettssitzung.
Der Weg zu einer echten Demokratie in Ägypten wird wohl „kein leichter sein“. „Dieser Weg wird steinig und schwer“, um mal Xavier Naidoo zu zitieren.

 

 

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(Quellen:Tagesschau.de, ZDF-heute.de, n-tv.de)

(Quelle:Sueddeutsche.de)
Die Revolution in Ägypten hat viele Helden. Einer dieser Helden ist der ägyptische Google-Manager Wael Ghonim. Der 31-jährige Internet-Aktivist gründete im Juni 2010 unter dem Pseudonym „El Shaheed“ die Facebook-Seite
„We are all Khaled Said“ (deutsch: „Wir sind alle Khaled Said“). Ghonim wollte damit an den ägyptischen Blogger Khaled Said erinnern, der im Juni 2010 in einem Internetcafe in der Hafenstadt Alexandria nach Augenzeugenberichten von zwei Zivilpolizisten aufgesucht und brutal zusammengeschlagen wurde. Die Polizisten hätten Saids Kopf gegen eine Marmortischplatte und später gegen ein Eisengatter geschlagen. Sie sollen auch dann weitergemacht haben, als er bewußtlos am Boden lag. Nach 20 Minuten Prügel sei der 28-jährige tot gewesen. Ghonims Internetseite fand rasch Unterstützung, vor allem von jüngeren Ägyptern. Diese rief Ghonim nach dem Vorbild der Revolution in Tunesien im Internet zu einer Demonstration gegen das Mubarak-Regime auf. Nachdem Zehntausende Demonstranten dem Aufruf am 25. Januar gefolgt waren, nahmen Zivilpolizisten Ghonim am 28. Januar bei einer weiteren Demonstration in der Nähe des Tahrir-Platzes, der sich im Zentrum der ägyptischen Hauptstadt Kairo befindet, fest. Seine Festnahme wurde von Protestteilnehmern gefilmt und im Internet verbreitet. Danach bemühten sich zahlreiche Demonstranten und Medienvertreter um Ghonims Freilassung. Google richtete eine Hotline für Zeugen ein. Nach 12 Tagen Haft wurde Ghonim am 7. Februar wieder freigelassen. Etwa gleichzeitig war das Internet in Ägypten wieder zugänglich, das vorher vom Regime teilweise gesperrt worden war. Am 8. Februar wurde die Freilassung des Internet-Aktivisten von Hunderttausenden auf dem Tahrir-Platz gefeiert. Er rief sie auf, bis zur Erfüllung ihrer Forderungen weiter zu demonstrieren. Dort traf Ghonim auch zum ersten Mal die Mutter des ermordeten Bloggers Said. In einem „Newsweek“-Interview am 7. Februar bestätigte Wael Ghonim, daß er hinter dem Pseudonym „El Shaheed“ stecke. Im ägyptischen Privatsender „Dream TV“ schilderte er, wie er die zwölf Tage seiner Haft in völliger Dunkelheit verbracht habe. „Ich hatte die Augen verbunden, ich hörte nichts, ich wußte nichts“, sagte er. „Ich bin kein Held, ich habe zwölf Tage lang geschlafen.“ Und weiter sagte er:“Die Helden, das sind jene, die auf die Straße gegangen sind, die an den Demonstrationen teilgenommen haben, die ihr Leben geopfert haben, die geschlagen und verhaftet wurden, die sich derartigen Gefahren ausgesetzt haben.“ Am Ende des Gesprächs zeigte „Dream TV“ Bilder junger Menschen, die bei den Protesten der vergangenen Wochen getötet wurden. Als Ghonim die Bilder der Todesopfer sah, reagierte er sichtlich schockiert. Weinend bat er die Angehörigen der Opfer um Verzeihung: „Ich will allen Müttern, allen Vätern, die einen Sohn verloren haben, sagen, ich entschuldige mich, es ist nicht unsere Schuld.“

 

 

Wael Ghonim- mein vor diesem Mann!

 

 

 

(Quelle:FAZ.net)
Zuerstmal: Die Massenproteste gegen den ägyptischen
Präsidenten Husni Mubarak lassen nicht nach. Auf dem Tahrir-Platz im Zentrum von Kairo versammelten sich nach einer ruhigen Nacht wieder Tausende Menschen. Gestern hatten dort mehr als 200.000 Ägypter Mubaraks Rücktritt gefordert.
Und jetzt die wirklich sehr gute Nachricht: Mubarak will nicht in ein deutsches Krankenhaus einchecken: „Wir bedanken uns für das Angebot, aber der Präsident braucht keine medizinische Behandlung“,  erklärte Vizepräsident Omar Suleiman. In den vergangenen Tagen war ja spekuliert worden, daß der Rücktritt des Präsidenten durch einen Klinikaufenthalt hier in Deutschland beschleunigt werden könne. Und jetzt dann noch die Sch….s Nachricht: Die irakische Al-Qaida hat die Ägypter zum Heiligen Krieg aufgerufen.

 

 

Wenn ich schon „Heiliger Krieg“ höre, dann könnte ich Kann mir bitte jemand erklären, was an Krieg heilig sein soll?

(Quelle:Tagesschau.de)
In der ägyptischen Hauptstadt Kairo haben sich auch heute erneut Tausende Demonstranten auf dem zentralen Tahrir-Platz versammelt. Festnahmen und Drohungen gegen Journalisten sollen die Berichterstattung über die Demonstrationen zum Erliegen bringen. Am Montag wurde ausländischen Reportern der Zugang zum Tahrir-Platz verweigert. In der Nacht hatte das Militär einen Versuch abgebrochen, den Platz zu räumen. Auch in Alexandria gab es Proteste. Die Opposition beharrt trotz erster Gespräche mit der Regierung auf dem sofortigen Rücktritt von Präsident Husni Mubarak. Dessen Zukunft ist weiter ungewiss. Regierungssprecher Steffen Seibert wies Spekulationen über eine Reise nach Deutschland zurück: „Es gibt weder offiziell noch inoffiziell Anfragen einen solchen Aufenthalt betreffend.“ Der Plan der USA ist es, Mubarak für einen Gesundheitscheck nach Deutschland zu holen und ihm so einen würdevollen Abgang zu gewährleisten, berichtet „Spiegel Online“. Der ägyptische Präsident könnte in die Max-Grundig-Klinik
in Baden-Baden einchecken. Das Luxuskrankenhaus genießt einen hervorragenden Ruf. Momentan soll Mubarak im ägyptischen Badeort Scharm El-Scheich in einer Ferienvilla sein.

 

 

Der Einfachheit gehe ich mal davon aus, daß Mubarak tatsächlich hierher kommt. Geht’s noch? Die US-Regierung sagt, nehmt den und unsere Teflon-Merkel spurt. Und dann auch noch eine Luxusklinik? Mubaraks Folteropfer und die Demonstranten, die am Mittwoch von Mubaraks-Polizeischlägern verprügelt wurden, sind sicher nicht in Luxuskliniken behandelt worden. Vielleicht sollten wir auch noch anderen Despoten Unterschlupf gewähren? Da gibt es ja noch einige auf unserer friedlichen Welt. Vielleicht sollte man eine Anzeige in die Zeitung setzen:

 

 

(Quelle:Tagesschau.de)
Die Proteste auf dem Tahrir-Platz im Zentrum der ägyptischen Hauptstadt Kairo sind auch am zwölften Tag fortgesetzt worden. Wieder demonstrierten Zehntausende gegen Präsident Husni Mubarak. Wie am Freitag und Samstag blieben die Proteste friedlich. Das Militär verstärkte seine Präsenz. Auch das Leben in Kairo normalisierte sich etwas: Banken und Geschäfte hatten für mehrere Stunden geöffnet.
Bei den Gesprächen zwischen Opposition und Regierung ist die Gründung eines Komitees vereinbart worden, das innerhalb eines Monats Veränderungen an der Verfassung ausarbeiten soll und die Aufhebung des seit 1981 geltenden Ausnahmezustands, sobald es die Lage erlaube. Die oppositionelle Muslim-Bruderschaft hat nach dem Treffen ihren Unmut geäußert. Ein Sprecher der Muslim-Bruderschaft sagte dem TV-Sender „Al Dschasira“, man könne nicht von Verhandlungen sprechen. Die Organisation kündigte an, morgen über ihr weiteres Vorgehen zu entscheiden. Der ägyptische Vizepräsident Omar Suleiman (Bild) hatte heute erstmals führende Mitglieder der Muslim-Bruderschaft empfangen, um mit ihnen über Auswege aus der Krise zu sprechen. Nach Angaben der staatlichen Medien nahmen an dem Treffen auch säkuläre Parteien und unabhängige Persönlichkeiten, wie der einflussreiche christliche Mobilfunk-Unternehmer Naguib Sawiris, teil. Auch Hussam Badrawi, der am Vorabend ernannte neue Generalsekretär der Regierungspartei NPD von Präsident Mubarak, war eingeladen. Die Muslim-Bruderschaft, deren Mitglieder seit Tagen auf dem Tahrir-Platz demonstrieren, hatten sich zuvor geweigert, vor Mubaraks Rücktritt an Gesprächen teilzunehmen.
Friedensnobelpreisträger Mohammed el-Baradei, einer der Wortführer der Opposition, hat vor der Bildung einer Übergangsregierung unter der Leitung von Mubarak oder Suleiman gewarnt. Er befürchte, daß die Demonstrationen dann „wütender und bösartiger“ werden könnten. Zu Berichten, die USA könnten eine solche Regelung unterstützen, sagte el-Baradei: „Wenn das wahr ist, dann wäre das ein großer Rückschlag, das kann ich ihnen sagen.“

 

 

Tag 12 der Proteste und Mubarak ist noch immer im Amt und im Land.

Gab es im alten Ägypten nicht die Strafe, daß Verbrecher den Krokodilen zum Fraß vorgeworfen wurden? Das wäre doch ein netter Weg, den „Pharao“ loszuwerden.

 

Tagesschau-Video:Dialog in Ägypten: Vizepräsident Suleiman trifft Muslimbruderschaft

 

(Quelle:Tagesschau.de)
In Ägypten gehen die Proteste gegen Präsident Husni Mubarak auch heute weiter. Tausende Regimegegner befinden sich weiter auf dem Tahrir-Platz im Zentrum von Kairo. Am Abend hatten sie bekräftigt, nicht aufgeben zu wollen, bevor Mubarak zurückgetreten sei. In der Nacht zu Samstag waren dort laut Augenzeugen wieder Schüsse zu hören. Im Norden der Sinai-Halbinsel verübten Unbekannte einen Anschlag auf eine nach Israel führende Gaspipeline. Zu der Explosion kam es an einer Gaskompressorstation in der Nähe der Ortschaft Al-Arisch, wie Augenzeugen berichteten. Von der Station führen Pipelines nach Jordanien und Israel. Der israelische Rundfunk berichtete, daß es vorübergehend keine Lieferungen an Israel und Jordanien gab. In der Bevölkerung gibt es Widerstand gegen das entsprechende Liefer-Abkommen mit Israel.
Hunderttausende Ägypter haben gestern friedlich für den sofortigen Rücktritt von Präsident Mubarak demonstriert und gebetet. Mubaraks Gegner riefen auf dem Tahrir-Platz: „Heute ist der letzte Tag.“ Die Opposition hatte den Freitag zum „Tag der Abreise“ erklärt. Viele Demonstranten skandierten „Hau ab“, und ein Geistlicher rief der Menge zu: „Wir wollen, daß der Kopf des Regimes verschwindet.“ Mubarak-Anhänger, die sich an den beiden Vortagen schwere Straßenschlachten mit Demonstranten geliefert hatten, ließen sich nicht blicken.
Nach einem Bericht der „New York Times“ haben US-Diplomaten überlegt, Mubarak für medizinische Untersuchungen nach Deutschland ausfliegen zu lassen. Auf diese Weise könne die Macht an den neuen Vizepräsidenten Omar Suleiman übergeben und Mubarak ein „würdevoller Abgang“ ermöglicht werden, heißt es. Eine andere Variante sei, daß Mubarak sich in sein Ferienhaus im Badeort Scharm El-Scheich zurückziehe.

 

 

Die Ägypter wollen ihren verhaßten Diktator Mubarak loswerden und die US-Regierung kungelt, daß der in der Bevölkerung gefürchtete Folterknecht und Suleiman, verantwortlich für CIA-Geheimgefängnisse in Ägypten, an die Macht kommt. Was stimmt an diesem Bild nicht?

 

 

Video:Gaspipeline im Norden des Sinai explodiert

 

 

(Quellen:Tagesschau.de,Welt Online)
In Ägypten gehen die gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern und Gegnern von Präsident Husni Mubarak weiter. Bei Schießereien und Schlägereien auf dem Tahrir-Platz im Zentrum der Hauptstadt Kairo sind mindestens vier Menschen getötet und bis zu 1500 verletzt worden. Inzwischen sind Panzer der ägyptischen Armee auf dem Tahrir-Platz in Stellung gegangen, offenbar um das Leben der Demonstranten zu schützen. Soldaten schoben sich demnach zwischen die verfeindeten Gruppen und errichteten eine 80 Meter breite Pufferzone. Offenbar gab die Armee ihre passive Haltung, die sie seit Beginn der Gewalttätigkeiten eingenommen hatte, auf.
Gestern ist der Machtkampf in Kairo auf dramatische Weise eskaliert. Einen Tag nach der Rückzugs-Ankündigung von Mubarak stürmten dessen Anhänger, offenbar durch Zivilpolizisten unterwandert, teilweise mit Pferden und Kamelen beritten (!) Knüppel und Peitschen schwingend den Tahrir-Platz und lieferten sich stundenlange Straßenschlachten mit den Regimegegnern. Es flogen Steine, Flaschen und später sogar Molotowcocktails. Auch Journalisten wurden angegriffen und Gebäude gerieten in Brand. Kurz vor den Zusammenstößen hatte die Armee gestern die Opposition zur Einstellung der Proteste aufgerufen. Die Forderungen der Demonstranten seien erfüllt. Nun gelte es zum normalen Leben zurückzukehren.

 

 

Erst fordert die Armee, daß die Demonstranten nach Hause gehen, als das nicht geschieht, tauchen Mubaraks Schläger auf . Daß dieser Diktator friedliche Demonstranten zusammenschlagen läßt, dazu habe ich nur einen Kommentar: Und so einen Mann hat der Westen und vor allem die Amerikaner auch noch militärisch unterstützt:

Übrigens heute um 22:15 Uhr gibt es im ZDF Maybrit Illner mit ihrer gleichnamigen Polittalk-Sendung. Titel der Sendung: „Revolution in Nahost-Chance für die Freiheit oder die Islamisten?“.
Einer der Gäste ist der Journalist und Nahost-Experte Peter Scholl-Latour. Dies ist dann mein Programmtip.

 

 

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(Quelle:Tagesschau.de)
In Ägyptens Hauptstadt Kairo haben sich erneut Tausende Menschen zu neuen Protesten versammelt. Die Opposition hatte zum „Marsch der Millionen“ aufgerufen. Die Demonstranten fordern eine Woche nach Beginn der Proteste noch immer den Rücktritt von Präsident Husni Mubarak. Die von Vizepräsident Omar Suleiman in Aussicht gestellten Verfassungsreformen reichen der Opposition nicht aus. Auf Druck der
Proteste hatte Mubarak zuvor die Regierung teilweise umgebildet, aber
Schlüsselressorts wie Verteidigung und Äußeres bleiben unter der bisherigen Führung. Noch vor dem Ende der Ausgangssperre versammelten sich die Menschen auf dem Tahrir-Platz, dem Symbol der Massenproteste im Zentrum Kairos. Dort hatten viele Leute sogar die ganze Nacht ausgeharrt. Die ägyptische Armee kündigte an, keine Gewalt gegen die Demonstranten anzuwenden. Man erkenne die „Legitimität der Forderungen des Volkes“ an, sagte Militärsprecher Ismail Etman im Staatsfernsehen. Zur Behinderung der Anreise der Regimegegner haben die Sicherheitskräfte alle in die Hauptstadt führenden Straßen gesperrt, der öffentliche Nahverkehr wurde eingestellt. Alle innerstädtischen Schnellstraßen seien blockiert, so Sicherheitskreise. Der Bahnverkehr sei am zweiten Tag in Folge unterbrochen, so „Al Dschasira“. Zur Unterbindung der Kommunikation will die Regierung das Mobilfunknetz kappen.

 

 

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(Quelle:Tagesschau.de)
Die politische Revolte in Ägypten droht in Anarchie umzuschlagen. In Kairo versuchten in der Nacht Bürgerwehren erneut, Plünderer und Brandstifter abzuwehren. Schüsse waren zu hören. Im Zentrum der Stadt versammelten sich trotz Ausgangssperre Hunderte Menschen mit der Forderung nach einem Regimewechsel. Bei den Unruhen starben bisher mindestens 150 Menschen. Die Polizei hatte sich in den vergangenen Tagen zurückgezogen. Von heute an solle sie wieder für Ordnung sorgen, so der scheidende Innenminister Habib al-Adli. Das könnte als Hinweis darauf angesehen werden, daß das Mubarak-Regime das Chaos der vergangenen Tage bewußt in Kauf genommen hatte, wie in den Medien spekuliert wurde. Außerdem wurde der Beginn der Ausgangssperre auf 15:00 Uhr vorgezogen.
Nach Medienberichten hat Präsident Mubarak seinen neuen Regierungschef Ahmad Schafiq mit einem politischen Reformkurs beauftragt. Der Präsident sprach sich im ägyptischen Staatsfernsehen für einen „Dialog mit allen Parteien“ aus. Die Korruption müsse bekämpft werden und das Vertrauen in die Wirtschaft müsse wiederhergestellt werden. Friedensnobelpreisträger Mohammed el-Baradei (Bildmitte) erklärte sich zum Wortführer der Opposition. Vor Demonstranten in Kairo sagte er: „Ich habe den Auftrag von den politischen Kräften erhalten, eine Regierung der nationalen Einheit zu bilden“.  El-Baradei ignorierte am Sonntagabend das Ausgangsverbot und demonstrierte gemeinsam mit mehreren Tausend Menschen. Dabei forderte er den Rücktritt von Präsident Husni Mubarak. „Euch gehört diese Revolution. Ihr seid die Zukunft“, sagte der Ex-Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Behörde (IAEA) el-Baradei auf dem Tahrir-Platz im Zentrum von Kairo. Unterdessen rief die Oppositionsbewegung für morgen zu einem Massenprotest auf. Die in Ägypten verbotene Muslim-Bruderschaft, die für eine Islamisierung des Landes eintritt, unterstützt el-Baradei. Deutsche Außenpolitiker haben vor dem Hintergrund der chaotischen Lage in Ägypten vor einer Machtübernahme durch islamische Fundamentalisten gewarnt.

 

 

 

Noch eine Anmerkung:in Sachen Fernsehberichterstattung über die Proteste im Nahen Osten hätte ich mehr erwartet,besonders von ARD und ZDF.Von den Privaten will ich gar nicht reden.Bei Anne Will gab’s gestern als Thema nur zu Guttenberg.Da hätte ich doch das Thema Ägypten bevorzugt.

 

 

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