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Tag Archives: Tagesschau.de-Video

Zum Gedenken an die 76 Opfer der kaltblütigen Anschläge in Norwegen wurde um 12:00 Uhr in vielen Ländern eine Schweigeminute eingelegt. Überall in Norwegen ließen die knapp fünf Millionen Bürger die Arbeit ruhen. Alle Eisenbahnzüge wurden zum Halten gebracht, in der Hauptstadt Oslo ruhte auch der Straßenverkehr, an den Flughäfen und an der Börse wurde die Arbeit während der Schweigeminute niedergelegt. An dem öffentlichen Gedenken beteiligten sich aus Solidarität mit Norwegen auch Schweden, Dänemark, Island und Finnland. Dort hatten die Regierungen die Bevölkerung dazu aufgerufen, die Opfer ebenfalls zu würdigen. An allen offiziellen Gebäuden standen die Landesfahnen auf Halbmast.
Heute Nachmittag hat der geständige Attentäter Anders Behring Breivik in Oslo vor einem Haftrichter auf „nicht schuldig“ plädiert. Die Anhörung fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Breivik hatte zuvor darauf gedrängt, seine Motive öffentlich darzulegen. Der 32-jährige hatte Freitagnachmittag in Oslo mit einer selbstgebauten Autobombe Teile der Innenstadt in eine Trümmerlandschaft verwandelt. Mindestens sieben Menschen wurden durch die Wucht der Explosion und Trümmer getötet. Das Büro von Premierminister Jens Stoltenberg wurde völlig verwüstet. Im Anschluß hatte Breivik auf der etwa 50 Kilometer von Oslo entfernten Fjordinsel Utøya mindestens 86 Teilnehmer eines sozialdemokratischen Jugendlagers getötet. Eine Stunde lang schoss er mit einem Schnellfeuergewehr gezielt auf die Jugendlichen. Zu den Opfern gehört auch der 51-jährige Polizist Trond Berntsen, ein Stiefbruder der norwegischen Prinzessin Mette-Marit. Laut der norwegischen Zeitung Dagbladet wurde er erschossen, als er seinen zehnjährigen Sohn schützen wollte.
In einem Geständnis bezeichnete dieser Verbrecher Breivik seine Taten als „grausam, aber notwendig“. Nach ersten Ermittlungen handelte der 32-Jährige wahrscheinlich als Einzeltäter. Über Netzwerke im Internet pflegte er Kontakte in die rechte Szene. Mehrere Jahre lang soll er seine Taten geplant haben. Das geht aus einem mehr als 1500 Seiten langen Pamphlet hervor, das dem bekennenden Fundamentalchristen und Islamhasser zugeschrieben wird und im Internet kursiert.
Die Polizei korrigierte übrigens die Opferzahl von 93 auf 76 nach unten.

 

 

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(Quellen:Tagesschau.de, ZDF-heute.de, N24.de)

Die 27-jährige Soulsängerin Amy Winehouse ist tot. Sie wurde am Samstag leblos in ihrer Wohnung im Norden Londons aufgefunden worden, wie britische Medien übereinstimmend berichteten. Polizeibeamte wurden laut einem Bericht des Senders „Sky News“ vom Rettungsdienst kurz nach 16.00 Uhr zur Wohnung von Winehouse gerufen. Als die Beamten eingetroffen seien, hätten sie die Musikerin tot vorgefunden. Zu den Todesumständen ist bisher nichts bekannt.
Die Musiklegenden Jimi Hendrix, Janis Joplin, Kurt Cobain – und jetzt Amy Winehouse. Mit 27 Jahren viel zu jung gestorben. Willkommen im Club 27. Die Medien, die wegen ihrer Drogen-und Alkoholeskapaden gelästert und wie die Geier auf ihren Tod gewartet haben, weinen nun Krokodilstränen. Eine ekelhafte Scheinheiligkeit.

 

 

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(Quellen:Tagesschau.de, Welt Online)

Gestern um 17:07 Uhr MESZ hat die US-Raumfähre „Atlantis“ zum letzten Mal an die Internationale Raumstation (ISS) angedockt. An Bord befinden sich die vier Astronauten Christopher Ferguson (Kommandant), Douglas Hurley (Pilot), Sandra Magnus (Missionsspezialistin) und Rex Walheim (Missionsspezialist). Die letzte Mission der „Atlantis“ trägt die Bezeichnung STS-135. Die „Atlantis“ transportiert 3,5 Tonnen Proviant und Ausrüstung zur ISS, u.a. das Mehrzweck-Logistikmodul „Raffaello“ und ein Lightweight Multi-Purpose Carrier (LMC).
Die Endphase des Rendezvous mit der ISS begann um 14:29 Uhr MESZ mit dem Terminal Initiation Burn (TI-Burn), der das Space Shuttle auf direkten Kurs zur Station brachte. Nach weiteren kleineren Kurskorrekturen befand sich der Orbiter direkt unterhalb der ISS, auf der R-Bar. Von dort startete Kommandant Ferguson das Rendezvous Pitch Maneuver (RPM), welcher der ISS-Crew ermöglichen sollte, Aufnahmen vom Hitzeschild der „Atlantis“ zu machen. Auf diese Weise wurde geprüft, ob und wieweit der Hitzeschild beim Start beschädigt worden ist. Die Fotos wurden anschließend an die Bodenkontrolle übertragen, dort werden sie von Experten ausgewertet. Dann brachte Kommandant Ferguson die „Atlantis“ direkt vor die ISS auf die V-Bar. Von dort aus steuerte er sehr vorsichtig zum Andockadapter Nummer 2, wo das Shuttle dann um 17:07 Uhr MESZ festmachte. Nachdem eine feste Verbindung zwischen „Atlantis“ und ISS hergestellt wurde, begannen die Dichtheitstests des Andocksystems auf beiden Seiten. Nach dem erfolgreichen Andocken an die ISS, öffneten sich um 18.47 Uhr MESZ die Luken. Die Shuttle-Crew wurde dann von der ISS-Crew (ISS-Expedition 28 bestehend aus Kommandant Andrei Borissenko, Alexander Samokutajew, Sergei Wolkow, Satoshi Furukawa, Ron Garan und Mike Fossum) begrüßt. Die Shuttle-Crew besteht nur aus vier Personen, weil für einen Notfall kein Ersatz-Shuttle mehr bereit steht. Falls die „Atlantis“ nicht mehr sicher zur Erde zurückkehren könnte, müßte deren Crew auf der ISS bleiben und später mit Sojus-Raumschiffen heimkehren. Stichwort Notfall: die US-Raumfahrtbehörde NASA gab Entwarnung für ein Trümmerteil des Satelliten „Cosmos 375“, das sich der ISS und dem Shuttle näherte. Es seien keine Bahnkorrekturen nötig, um auszuweichen. Zuvor hatte die NASA vor dem Stück Weltraumschrott gewarnt, das der ISS gefährlich nahe kommen könnte. In einem solchen Fall hätte die Atlantis die Raumstation mit ihrer Schubkraft aus der Gefahrenzone bewegen müssen.

 

 

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(Quellen:Raumfahrer.net, Astronomie.info, Tagesschau.de)

In Ägypten haben die Jugendbewegung und die Muslimbruderschaft für den heutigen Freitag zu Massenkundgebungen aufgerufen. Tausende Menschen sind dem Aufruf gefolgt, um sich an den Protesten am „Freitag der Abrechnung“ zu beteiligen. Auf dem zentralen Tahrir-Platz in der Hauptstadt Kairo fordern sie rasche Reformen. Die Demonstranten beklagen den schleppenden Wandel und und werfen der Militärregierung vor, zu wenig für die strafrechtliche Verfolgung jener zu tun, die für die Schüsse auf Demonstranten verantwortlich sind.
In der Hafenstadt Sues war die Lage bereits Mitte der Woche eskaliert, nachdem Offiziere freigelassen worden waren, die an den tödlichen Attacken der Polizei auf Demonstranten während der Revolution beteiligt gewesen sein sollen.
Die Übergangsregierung hatte betont, die Bürger hätten das Recht zu demonstrieren. Sie sollten aber friedlich bleiben, „um die Errungenschaften der Revolution nicht zu gefährden“, meldeten ägyptische Medien nach einer Kabinettssitzung.
Der Weg zu einer echten Demokratie in Ägypten wird wohl „kein leichter sein“. „Dieser Weg wird steinig und schwer“, um mal Xavier Naidoo zu zitieren.

 

 

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(Quellen:Tagesschau.de, ZDF-heute.de, n-tv.de)

Der Arabische Frühling ist an Saudi-Arabien vorbeigezogen, dieses Regime dort unterdrückt noch immer die Menschen (Frauen z.B. dürfen dort nicht Auto fahren), es hat Truppen nach Bahrain geschickt, als dort die Menschen für Demokratie auf die Straße gegangen sind. Nun will unsere Regierung laut einem Spiegel-Bericht bis zu 200 Panzer dorthin verkaufen. Für mich wird damit das Engagement der Demokratiebewegung im Nahen Osten mit Füßen getreten. Schlimmer noch: diese Waffen könnten irgendwann gegen Demonstranten eingesetzt werden.
Der Spiegel berichtet, daß der Bundessicherheitsrat vergangene Woche den Export von 200 deutschen Panzern des Typs Leopard 2 an Saudi-Arabien grundsätzlich gebilligt hatte. Die Saudis haben Interesse an mehr als 200 Stück auf Basis der modernsten Leopard-Variante, dem Typ 2A7+. Kommt der Deal zustande, kann die deutsche Rüstungsindustrie mit einem Milliardengeschäft rechnen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters hat Saudi-Arabien bereits 44 Kampfpanzer aus Deutschland gekauft. Die Opposition fordert nun Aufklärung über den geplanten Verkauf. Regierungssprecher Steffen Seibert verwies in Berlin auf die „übliche und auch notwendige Geheimhaltung“ bei Exportgenehmigungen durch den Bundessicherheitsrat. Er fügte hinzu, daß die Bundesregierung bei ihren Entscheidungen auch die Interessen Israels im Blick habe.
In den vergangenen Jahrzehnten hatten die verschiedenen Bundesregierungen den Wunsch der Saudis nach dem Leopard 2 immer mit dem Hinweis auf eine Gefährdung Israels abgelehnt. Für das hochtechnisierte Israel ist eine saudische Panzertruppe inzwischen wohl keine Gefahr mehr.

 

 

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(Quellen:Tagesschau.de, N24.de, Spiegel Online)


(Foto:Den Attentätern gelang es nach ersten Erkenntnissen, nicht über die Zufahrt, sondern über die Gartenanlage auf das Gelände vorzudringen. )

(Quellen:Tagesschau.de, ZDF-heute.de, N24.de)
Ein mit Mörsern, Sturmgewehren und Sprengstoffwesten bewaffnetes Taliban-Kommando hatte gestern Abend das Hotel Intercontinental in der afghanischen Hauptstadt Kabul gestürmt. Die insgesamt acht Terroristen suchten gezielt nach Ausländern und lieferten sich fast fünf Stunden Gefechte mit den afghanischen Sicherheitskräften. Erst der massive Eingriff von ISAF-Truppen konnte am frühen Morgen den Angriff der Attentäter niederschlagen. Mindestens 19 Menschen
wurden dabei getötet. Bei den elf zivilen Todesopfern des Angriffs handelt es sich unter anderem um fünf Hotelangestellte, drei afghanische Polizisten sowie einen Richter aus einer nicht näher bezeichneten Provinz, sagte der Sprecher des afghanischen Nationalen Sicherheitsdirektorats, Latifullah Maschal. Ausländer seien zwar nicht getötet worden, allerdings seien zwei von ihnen unter den 14 Verletzten.
Lokale Medien berichteten, afghanische Regierungsvertreter hätten sich in dem Hotel aufgehalten, um an einer Konferenz teilzunehmen, bei der es um die Übergabe der Verantwortung von der NATO an afghanische Sicherheitskräfte ging. Die Konferenz sollte ursprünglich am Mittwochmorgen beginnen.

 

 

 

 

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(Quellen:Tagesschau.de, ZDF-heute.de)
Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag hatte am Montag Haftbefehle gegen Libyens Staatschef Muammar al-Gaddafi, sowie seinem Sohn Saif al-Islam al-Gaddafi und seinen Schwager, dem Geheimdienstchef Abdullah al-Senussi, erlassen. Ihnen werden Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen, darunter Morde an Hunderten von Zivilisten, Folter, die Verfolgung unschuldiger Menschen und die Organisierung von Massenvergewaltigungen zur Einschüchterung der Bevölkerung.
Die libysche Führung hatte bereits angekündigt, einen möglichen Strafbefehl gegen Gaddafi ignorieren zu wollen. Das UN-Tribunal sei ein „Baby der Europäischen Union, um afrikanische Führer zu verfolgen“, sagte der stellvertretende Außenminister Chalid Kaim in Tripolis. Diese libyschen Rebellen haben natürlich erfreut auf den Haftbefehl reagiert. „Jetzt gibt es für Gaddafi keinen Fluchtort mehr“, sagte der Sprecher des Nationalen Übergangsrats in Bengasi, Mustafa al-Gherijani. Am liebsten wolle er Gaddafi selbst gefangen nehmen, und zwar in Libyen. „Wir wollen ihn auch in Libyen vor Gericht stellen, damit jeder Libyer das Gefühl hat, daß auch ihm persönlich Gerechtigkeit widerfahren ist, und damit diese Akte geschlossen werden kann.“
Eine weitere Nachricht im Zusammenhang mit Libyen. Die Bundesregierung ist offenbar bereit, die NATO indirekt zu unterstützen und Bauteile für die Bomben zu liefern, mit denen dann Zivilisten umgebracht werden. Ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums erklärte, daß ein Antrag der NATO-Versorgungsagentur (NATO Maintenance and Supply Agency/NAMSA) auf Unterstützung vorliege. „Es ist die grundsätzliche Bereitschaft signalisiert worden, unterstützend tätig zu werden“, so der Ministeriumssprecher. Spiegel Online berichtete, daß die Anfrage Technik und Bauteile für Bomben und andere Militärtechnik betreffe. Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière habe bereits zugestimmt. Dann kann die NATO ihre „Friedensmission“ in Libyen ja mit solider deutscher Waffentechnik fortsetzen. Prima! Und beim Tod von Zivilisten können wir dann nicht mehr unsere Hände in Unschuld waschen.

 

 

 

 

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(Quellen:Tagesschau.de, ZDF-heute.de)
Am Samstag gab es in Afghanistan im Distrikt Asra in der Provinz Logar einen Autobombenanschlag auf ein Krankenhaus. Dabei wurden mindestens 35 Menschen getötet und 53 verletzt. Die meisten Todesopfer seien Frauen und Kinder. Ein Flügel des Krankenhauses sei weitgehend zerstört worden, hieß es. Die Wachen hätten noch versucht, den Selbstmordattentäter daran zu hindern, mit seiner Geländelimousine auf das Krankenhausgelände zu fahren, so ein Vertreter des Gesundheitsministeriums. Doch der Fahrer habe nicht angehalten.
Die Taliban haben jede Verantwortung für diesen feigen Anschlag zurückgewiesen. „Wir ermitteln gerade, wer hinter dem Anschlag steckt“, sagte Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid. Präsident Hamid Karsai verurteilte den Anschlag. Dies sei das Werk „barbarischer und ignoranter Feinde Afghanistans“.
Wie kann man so einen Meldung wohl noch kommentieren? Wenn Terroristen einen Anschlag auf ein Krankenhaus verüben, dann ist das nur noch abartig und pervers.

 

 

 

 

 

 

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(Quellen:Tagesschau.de, ZDF-heute.de)
Die USA werden bis zum Sommer nächsten Jahres 33.000 der 100.000 in Afghanistan stationierten US-Soldaten abziehen. Der Teilabzug werde
in zwei Schritten vollzogen. In einer Rede an die Nation hatte US-Präsident Barack Obama angekündigt, daß bis Ende diesen Jahres 10.000 US-Soldaten abgezogen werden, 23.000 sollen bis 2012 folgen. „Dies ist der Anfang und nicht das Ende unserer Anstrengungen diesen Krieg zu beenden“, so Obama. Obama sagte, daß die USA weiterhin weltweit Terroristen bekämpfen wollten. Der Gesamtumfang des Abzugs entspricht der Unterstützung, die der Präsident Ende 2009 nach Afghanistan geschickt hatte.
Abgeordnete der Republikaner und der Demokraten im US-Kongress haben Obamas Pläne zum Truppenabzug kritisiert. Den Demokraten geht der Abzug nicht weit und schnell genug, die Republikaner sehen die Erfolge
(wobei ich mir die Frage stelle: welche Erfolge) in Afghanistan durch einen ihrer Meinung nach übereilten Abzug gefährdet. Wegen der hohen Kriegskosten, der schwachen Wirtschaft und der riesigen Staatsverschuldung war Obama immer mehr unter Druck geraten, die Soldaten schnell nach Hause zu bringen.
Die USA und die ausländischen Truppen sind jetzt 10 Jahre in Afghanistan und was als Erfolg verkauft wird ist nichts als ein Witz. Für Afghanistan gibt es keine perfekte Lösung. Ich finde es besser, wenn alle US-Truppen und die ISAF komplett aus dem Land abziehen. Wenn die Taliban tatsächlich versuchen sollten, eine neue Schreckensherrschaft in Afghanistan zu errichten, hoffe ich, daß die Afghanen sich ein Beispiel an den Menschen in Tunesien oder Ägypten nehmen und die Taliban dann zum Teufel jagen. Der Arabische Frühling zeigt, daß die Menschen ihr Schicksal in die eigenen Hände nehmen können und keine Besatzungstruppen brauchen.

 

 

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(Quellen:Tagesschau.de, ZDF-heute.de, N24.de)
Der chinesische Künstler und Regimekritiker Ai Weiwei kam am Mittwoch nach fast zweieinhalb Monaten Haft gegen Kaution auf freien Fuß. Die Freilassung wurde laut staatlicher Nachrichtenagentur Xinhua mit „Schuldeingeständnissen“ in Steuerfragen und dem Gesundheitszustand des Künstlers begründet. Ai habe seine „Vergehen zugegeben“ und damit eine „gute Haltung“ bewiesen.
Weiwei war am 3. April am Flughafen von Peking verhaftet worden, als er nach Hongkong fliegen wollte. Seitdem wurde er an einem unbekannten Ort festgehalten. Die Festnahme war international scharf kritisiert worden. Die Bundesregierung und die US-Regierung hatten die sofortige Freilassung Weiweis gefordert. Die chinesische Regierung hatte ohne Angaben von Details lediglich mitgeteilt, daß Ai Weiwei „Wirtschaftsverbrechen“ vorgeworfen würden. Laut Menschenrechtsgruppen haben chinesische Behörden schon in anderen Fällen den Vorwurf von Wirtschaftsverbrechen gegen Bürgerrechtler erhoben. Weiweis Familie hatte den gegen ihn erhobenen Vorwurf des Steuerbetrugs zurückgewiesen.
Ai Weiwei wurde nun ausgerechnet wenige Tage vor den ersten deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen, zu denen auch der chinesische Premierminister Wen Jiabao in Berlin erwartet wird, freigelassen. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch
(HRW) rechnet mit schweren Auflagen für Ai Weiwei. Er werde wahrscheinlich einige Zeit lang mit lästigen Beschränkungen seiner Aktivitäten und seines Kontakts zur Außenwelt konfrontiert sein, sagte eine Sprecherin von HRW, Sophie Richardson.

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(Quellen:oekonews.at, Telepolis-heise.de, IWR.de-News)
Hallo,Protest! In den USA säuft ein Atomkraftwerk ab und die großen Medien berichten überhaupt nichts darüber. Wie finde ich denn das? Es geht um das Kernkraftwerk Fort Calhoun im US-Bundesstaat Nebraska, das vom Hochwasser im Missouri-River bedroht ist. Medienberichten zufolge sind mehrere Dämme des Missouri gebrochen, sodaß die Fluten ungehindert in Richtung Kraftwerk strömen konnten. Das Kraftwerk sei derzeit völlig vom Wasser umschlossen. Eine akute Gefahr soll angeblich von dem AKW nicht ausgehen. Es wurde im April für einen Brennelementewechsel heruntergefahren und ist noch nicht wieder am Netz. Am 7. Juni fiel nach dem Beginn der Missouri-Flut das Kühlsystem in einem Abklingbecken für 90 Minuten aus, eine Ersatzpumpe konnte die weitere Erwärmung des Beckens verhindern. Der Betreiber Omaha Public Power District (OPPD) erklärt, daß auch bei einem weiteren Ansteigen des Hochwassers die Sicherheit gewährleistet sei. Mit einem provisorischen Damm aus Sandsäcken und mobilen Barrieren ist das Kernkraftwerk Cooper, in der Nähe von Brownville/Nebraska, gesichert. Das Kraftwerks-Personal bereitet sich darauf vor, bei einem weiteren Anstieg des Missouris das Innere der Reaktor-Gebäude mit Barrikaden zu sichern. 5000 Tonnen Sand seien dafür angeliefert worden. Laut dem Betreiber Nebraska Public Power District (NPPD) gibt es auch angeblich keine Gefahr für Angestellte und die Allgemeinheit. Am gestrigen Sonntag wurde bereits wegen des Hochwassers ein „ungewöhnliches Ereignis“ erklärt. Meteorologen erwarten diese Woche weitere Regenfälle und einen weiteren Anstieg des Missouri-Pegels. Schlimm ist, daß es keine ausreichende Berichterstattung darüber gibt. Es scheint so, als ob unsere Medien absichtlich so spärlich darüber berichten.

 

 

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(Das Regime zeigte ausländischen Journalisten das angeblich von der NATO zerstörte Haus. Foto:„AP“)

(Quellen:Tagesschau.de, ZDF-heute.de, N24.de)
Wichtige Nachrichten aus Libyen über den Krieg. Offenbar hat die NATO bei einem Luftschlag auf die Hauptstadt Tripolis am Samstag auch ein Wohnhaus bombadiert. Dabei wurden mehrere Zivilisten getötet. Die NATO hat das eingeräumt.

Ein Geschoss habe nicht „das geplante Ziel getroffen“, teilte die NATO mit. „Obwohl wir die Einzelheiten des Zwischenfalls noch ermitteln, scheint es so, daß ein Fehler in einem Waffensystem diesen Zwischenfall verursacht hat“, heißt es in einer Erklärung des Oberbefehlshabers des NATO-Libyen-Einsatzes, General Charles Bouchard. „Die NATO bedauert den Verlust unschuldiger Menschenleben.“ Der Angriff galt der NATO zufolge einem Raketenlager. Die libysche Regierung warf der NATO vor, ein Wohngebiet in Tripolis angegriffen zu haben. Dabei seien mindestens neun Menschen getötet worden, unter ihnen zwei Kinder, erklärte die Regierung.
Bereits am Samstag hatte sich die NATO für einen versehentlichen Beschuss der libyschen Rebellen entschuldigt. Nach NATO-Angaben wurden mehrere Militärfahrzeuge in der Nähe der ostlibyschen Hafenstadt Brega von NATO-Flugzeugen beschossen. Die Fahrzeuge seien als Gefahr für die Zivilbevölkerung eingestuft worden. „Wir bedauern den möglichen Verlust von Menschenleben bei diesem unglückseligen Zwischenfall“, hieß es weiter. Nach Rebellen-Angaben waren 16 Aufständische verletzt worden.
Die NATO wollte in Libyen die UN-Resolution 1973 zum Schutz der Zivilbevölkerung vor Gaddafi-Truppen umsetzen. Die NATO bringt aber selbst Zivilisten um. darum ist dieser ganze Einsatz nur noch absurd und verbrecherisch. Saif al-Islam al-Gaddafi, einer der Söhne von Staatschef Muammar al-Gaddafi, hatte in einem Interview vorgeschlagen, in Libyen international überwachte Wahlen abzuhalten. Dieser Vorschlag wurde von den USA einfach so zurückgewiesen. Lieber will die NATO noch mehr unschuldige umbringen.

 

 

 

 

 

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