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Tag Archives: „Stern“

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via ESA/NASA/Hubble-Weltraumteleskop

 

Dieses schöne Bild zeigt die Spiralgalaxie NGC 4517. Etwas größer als unsere Milchstraße ist sie eine Edge-On-Galaxie (wenn sie in Bezug auf unsere Blickrichtung eine hohe Schräglage aufweist – Bahnneigung, im Extremfall 90° – und deshalb „von der Seite“ gesehen wird) gekrönt von einem sehr hellen Stern. Der Stern ist eigentlich viel näher zu uns als die Galaxie, das erklärt, warum er im Bild so groß und hell zu sein scheint. NGC 4517 liegt etwa 40 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Virgo (Jungfrau). Sie hat ein helles Zentrum, aber dies ist in diesem Hubble-Bild nicht sichtbar. Ihre Bahnneigung hat dazu geführt, daß sie in vielen Studien zu Kugelsternhaufen (sind eine enge, kugelförmige Ansammlung sehr vieler Sterne, die die Zentren von Galaxien wie Satelliten umkreisen) als Beobachtungsobjekt enthalten war. Die Galaxie wurde 1784 von dem britischen Astronomen William Herschel entdeckt, der diese Region als „einen ziemlich hellen Stern genau nördlich des Zentrums eines ausgedehnten milchigen Strahls gelegen“ beschrieb. Natürlich ist der von Herschel gesehene „milchige Strahl“ eigentlich diese Spiralgalaxie, aber mit seiner Beobachtungs-Ausstattung aus dem 17. Jahrhundert. konnte er nur sagen, daß dort eine unscharf, verschwommene Struktur unterhalb des viel helleren Sterns ist.

 

Spacetelescope.org: A spiral galaxy crowned by a star

Das Hubble-Weltraumteleskop machte ein Bild des Sterns Eta Carinae. Dieses Bild besteht aus ultraviolettem und sichtbarem Licht des High Resolution Channel von Hubbles Advanced Camera for Surveys. Das Sichtfeld beträgt ca. 30 Bogensekunden Durchmesser. Der größere der beiden Sterne im Eta Carinae-System ist ein großer und instabiler Stern, der sich dem Ende seines Lebens nähert und das Ereignis, daß die Astronomen des 19. Jahrhunderts beobachteten, war eine stellare Nahtod-Erfahrung. Wissenschaftler nennen diese Ausbrüche Supernova Impostors („Supernovagaukler“), weil sie ähnlich zu Supernovae erscheinen, aber kurz vor Zerstörung ihrer Sterne stoppen. Obwohl die Astronomen des 19. Jahrhunderts keine Teleskope hatten, die leistungsfähig genug waren, um den Ausbruch 1843 im Detail zu sehen, können die Auswirkungen heute studiert werden. Die riesigen Wolken aus Materie, ausgeworfen vor anderthalb Jahrhunderten, bekannt als Homunkulusnebel , sind ein regelmäßiges Ziel für Hubble seit seinem Start im Jahr 1990. Dieses Bild, mit der Advanced Camera for Surveys High Resolution Channel aufgenommen, ist noch das detaillierteste und zeigt, wie das Material aus dem Stern nicht in einer einheitlichen Art und Weise ausgeworfen wurde, sondern eine riesige Hantelform bildete.
Eta Carinae ist einer der nächsten Sterne zur Erde, der wahrscheinlich in relativ naher Zukunft (wenn auch in astronomischen Zeitskalen die „nahe Zukunft“ noch eine Million Jahre entfernt sein könnte) in einer Supernova explodieren wird. Wenn dies geschieht, ist ein beeindruckender Blick von der Erde zu erwarten, weit heller noch als sein letzter Ausbruch:SN 2006gy, die hellste jemals beobachtete Supernova, kam von einem Stern des gleichen Typs, allerdings von einer Galaxie etwa 238 Millionen Lichtjahre von uns entfernt.

 

 

 

 

(Quelle:NASA)

Jeder fünfte Erwachsene zwischen 18 und 30 Jahren kann einer Forsa-Umfrage zufolge nichts mit dem Begriff Auschwitz anfangen. 21 Prozent der 18 bis 30-Jährigen wissen demzufolge nicht, daß der Name für ein Konzentrations- und Vernichtungslager der Nationalsozialisten steht. Die an diesem Mittwoch veröffentlichte Umfrage des Forsa-Instituts wurde im Auftrag des Magazins „Stern“ durchgeführt. Von den über 30-Jährigen wissen 95 Prozent etwas mit dem Begriff anzufangen. Insgesamt kannten 90 Prozent der befragten 1.002 Bundesbürger das Konzentrations- und Vernichtungslager. Etwa jeder Dritte konnte korrekt sagen, daß das Lager in Polen gebaut worden war. Knapp die Hälfte der Befragten hat noch nie eine KZ-Gedenkstätte besucht. Am morgigen Freitag wird in Deutschland und anderen Ländern des Holocausts gedacht. Das Datum erinnert an den 27. Januar 1945, den Befreiungstag des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau.

 

 

 

 

 

 

 

 

(Quelle:Sueddeutsche.de)