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Tag Archives: Spitzer Space Telescope

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via NASA/JPL-Caltech

 

Wenige kosmische Perspektiven regen die Phantasie wie der Orionnebel, eine immense stellare Kinderstube rund 1.500 Lichtjahre entfernt. Diese atemberaubende Falschfarben-Darstellung erstreckt sich über etwa 40 Lichtjahre in der gesamten Region und wurde erstellt unter Verwendung von Infrarotdaten des NASA-Spitzer-Weltraumteleskops. Im Vergleich zu seiner visuellen Wellenlängen-Erscheinung ist der hellste Teil des Nebels ebenfalls zentriert über Orions jungen, massereichen, heißen Sternen, bekannt als TrapezSternenhaufen. Aber das Infrarotbild erkennt auch viele Protosterne des Nebels, immer noch in dem Prozess der Entstehung, hier in roten Farbtönen gesehen. In der Tat rote Flecken entlang des staubigen dunklen Fadens auf der linken Seite der hellen Gruppe enthalten den Protostern HOPS-68, in dessen protostellarer Hülle vor kurzem Kristalle des Silikat-Minerals Olivin entdeckt wurden.

 

NASA:Spitzer’s Orion

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via NASA/JPL-Caltech

 

Ein „Monster“, das hinter einer Decke aus kosmischem Staub lauert, ist auf diesem Halloween-Bild des NASA-Spitzer-Weltraumteleskops aus dem Jahr 2004 enthüllt. Ähnlich einem Ghul mit zwei hohlen Augen und einem schreienden Mund wurde diese Wolke aus neugeborenen Sternen von der wärmesuchenden Infrarotkamera von Spitzer entdeckt. Dieser Nebel, genannt DR 6 Nebel, befindet sich in der Ebene unserer Milchstraße und ist die Heimat einer Gruppe von etwa 10 massiven neugeborenen Sternen mit einer Größe von 10 bis 20 Mal der Masse unserer Sonne. Die „Augen“ und der „Mund“ des Nebels wurden ausgeschnitzt durch intensive Hitze und Winde, die auswärts der Sterne schießen (im zentralen Balken oder der „Nase“ gelegen). Das grüne verbliebene Material in „Augen“ und „Mund“ besteht aus Gas, während die roten Regionen und Ranken außerhalb die Staubwolke bilden, die ursprünglich die jungen Sterne geboren hatte. Im zentralen Balken des Nebels ist eine zweite Generation von Sternen im Prozess der Formung. Diese Sterne werden wiederum ihre stellare Kinderstube formen und letztlich die Geburt einer weiteren Generation von Sternen beeinflussen. Spitzer bietet Astronomen eine beispiellose Kombination von Feinheit und räumlicher Auflösung, um diesen Zyklus im Detail zu studieren. DR 6 befindet sich 3.900 Lichtjahre entfernt im Sternbild Schwan. Die Entfernung von einem Ende des zentralen Balkens zum anderen ist  etwa 3,5 Lichtjahre oder ungefähr die gleiche Entfernung von unserer Sonne zu ihrem nächsten Nachbarn Alpha Centauri. Dieses Bild wurde am 27. November 2003 durch die Infrared Array Camera (IRAC) von Spitzer aufgenommen. Es wurde zusammengesetzt aus Bildern in vier Wellenlängen: 3,6 Mikron (blau), 4,5 Mikron (grün), 5,8 Mikron (orange) und 8 Mikrometer (rot).

 

Star Formation Region DR 6

PIA13900
via NASA/JPL-Caltech

 

Die verschiedenen Spiralarm-Segmente der Sonnenblumen-Galaxie, auch als Messier 63 (NGC 5055) bekannt, zeigen sich anschaulich in diesem Bild, das in Infrarotlicht vom NASA-Spitzer-Weltraumteleskop aufgenommen wurde. Infrarotlicht ist empfindlich gegenüber den Staubbahnen in Spiralgalaxien, welche in Aufnahmen im sichtbaren Licht dunkel erscheinen. Spitzers Ansicht zeigt komplexe Strukturen, die die Spiralarm-Muster der Galaxie nachzeichnen. Messier 63 ist 37 Millionen Lichtjahre entfernt – nicht weit von der bekannten Whirlpool-Galaxie und der damit verbundenen Gruppe von Messier 51-Galaxien. Der Staub, glühend rot in diesem Bild, kann den ganzen Weg zurückverfolgt werden hinunter in den Galaxie-Kern. Dort bildet er einen Ring um die dichteste Region von Sternen in der Mitte. Die staubigen Flecken sind dort, wo neue Sterne geboren werden. Die kurze Diagonale auf der unteren rechten Seite der Galaxie-Scheibe ist eigentlich eine wesentlich entfernte Galaxie, die mit ihrem Rand uns zugewandt ist. Blau zeigt Infrarotlicht mit Wellenlängen von 3,6 Mikron, Grün stellt 4,5-Mikron-Licht dar und Rot 8,0-Mikron-Licht. Der Anteil von Sternenlicht, der bei 3,6 Mikrometer gemessen wurde, wurde von dem 8,0-Mikron-Bild abgezogen, um die Sichtbarkeit der Staub-Merkmale zu verbessern.

 

 

Spitzer’s Sunflower Galaxy