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Tag Archives: Space Telescope

Light and dark
„Hubble Looks at Light and Dark in the Universe“ /via ESA/NASA

 

Dieses neue Bild des NASA/ESAHubbleWeltraumteleskops zeigt eine Vielzahl von faszinierenden kosmischen Phänomenen. Von hellen Sternen umgeben sehen wir in Richtung der oberen Mitte des Rahmens ein kleines junges stellares Objekt (Young Stellar Object/YSO) bekannt als SSTC2D J033038.2+303212. Im Sternbild Perseus gelegen ist dieser Stern in den frühen Stadien seines Lebens und formt sich immer noch in einen ausgewachsenen Stern. In diesem Bild der Hubble-Advanced Camera for Surveys (ACS) scheint er einen trüben Schornstein, der Material nach außen und unten ausströmt, zu haben, eingerahmt von hellen Gas-Ausbrüchen, die von dem Stern selbst fließen. Dieser junge Stern ist eigentlich umgeben von einer hellen Scheibe von Material, das um ihn wirbelt, während er sich formt – eine Scheibe, die wir aus unserer Perspektive von der Seite sehen. Aber dieser kleine helle Fleck wird in den Schatten gestellt durch seinen kosmischen Nachbarn in Richtung der Unterseite des Rahmens, ein Büschel aus hellem, feinem Gas, das herumwirbelt und dunkles Material in den Weltraum auszuspucken scheint. Die helle Wolke ist ein Reflexionsnebel, bekannt als [B77] 63, eine Wolke aus interstellarem Gas, das Licht von den in ihr eingebetteten Sternen reflektiert. Es gibt tatsächlich eine Reihe von hellen Sternen innerhalb [B77] 63, vor allem der Emissionslinien-Stern LkHA 326 und sein naher Nachbar LZK 18. Diese Sterne erleuchten das umgebende Gas und formen es in die büschelige Gestalt, wie auf diesem Bild zu sehen. Aber der dramatischste Teil des Bildes scheint eine dunkle Rauchwolke zu sein, die sich von [B77] 63 und seinen Sternen nach außen stapelt – ein dunkler Nebel genannt Dobashi 4173. Dunkelnebel sind unglaublich dichte Wolken von stockdunklem Material, das die Flicken des Himmels hinter ihm verdunkelt, scheinbar  große Risse und unheimlich leere Stellen am Himmel erzeugend. Die Sterne, auf dieser extremen Schwärze gesprenkelt, liegen tatsächlich zwischen uns und Dobashi 4173.

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via NASA

 

Am 24. April 1990 wurde das NASA-HubbleWeltraumteleskop an Bord der US-Raumfähre “Discovery” mit der STS-31-Mission in den Weltraum gestartet. Hauptaufgabe dieser Mission war es, das Hubble-Weltraumteleskop auszusetzen, das erste der großen NASA-Observatorien, das in den Orbit gebracht wurde. STS-31 war der zehnte Start des Space Shuttle „Discovery“.An Bord waren die Astronauten Charles Bolden (Pilot, jetzt Administrator der NASA), Steven Hawley (Missionsspezialist), Loren Shriver (Kommandant), Bruce McCandless (Missionsspezialist) und Kathryn Sullivan (Missionsspezialistin, jetzt NOAAAdministrator). Auf diesem Foto vom 25. April 1990, das mit einer HandHasselblad-Kamera aufgenommen wurde, kann das meiste des riesigen Hubble-Weltraumteleskops gesehen werden, wie es vom Remote Manipulator System (RMS) der „Discovery“ ins All ausgesetzt wurde, gefolgt vom Einsatz eines Teils seiner Solarpaneele und Antennen. Dieses war unter den ersten Fotos, das die NASA am 30. April von der fünftägigen STS-31-Mission veröffentlichte. 

NASA:Hubble Space Telescope Reaches Orbit

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via NASA/ESA

 

Dieses neue Bild des NASA-HubbleWeltraumteleskops ist zentriert auf NGC 5793eine Spiralgalaxie mehr als 150 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Waage. Diese Galaxie hat zwei besonders markante Merkmale: ein schönes Staubband und ein intensiv helles Zentrum viel heller als das unserer eigenen Galaxie, oder auch das der meisten Spiralgalaxien, die wir beobachten. NGC 5793 ist eine Seyfertgalaxie. Diese Galaxien haben unglaublich leuchtende Zentren, von denen man annimmt, daß sie von hungrigen supermassiven Schwarzen Löchern verursacht werden – Schwarze Löcher, die Milliarden mal die Größe der Sonne haben können – die Gas und Staub aus ihrer Umgebung ziehen und verschlingen. Diese Galaxie ist aus vielen Gründen von großem Interesse für die Astronomen.Zum einen scheint sie Objekte, bekannt als Maser, zu beherbergen. Während Laser sichtbares Licht emittieren, emittieren Maser Mikrowellenstrahlung. Der Begriff „Maser“ ist die Abkürzung für Microwave Amplification by Stimulated Emission of Radiation (Mikrowellenverstärkung durch stimulierte Emission von Strahlung). Maseremission wird verursacht durch Partikel, die Energie aus ihrer Umgebung absorbieren und dann diese wieder abgeben im Mikrowellenbereich des Spektrums. Natürlich vorkommende Maser, wie die in NGC 5793 beobachtet, können uns viel über ihre Umwelt erzählen, wir  sehen diese Art von Maser in Bereichen, in denen Sterne entstehen. In NGC 5793 gibt es auch intensive Megamaser, die Tausendemal heller als die Sonne sind.

 

NASA:Hubble Peers at the Heart of NGC 5793

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via NASA/JPL-Caltech

 

Wenige kosmische Perspektiven regen die Phantasie wie der Orionnebel, eine immense stellare Kinderstube rund 1.500 Lichtjahre entfernt. Diese atemberaubende Falschfarben-Darstellung erstreckt sich über etwa 40 Lichtjahre in der gesamten Region und wurde erstellt unter Verwendung von Infrarotdaten des NASA-Spitzer-Weltraumteleskops. Im Vergleich zu seiner visuellen Wellenlängen-Erscheinung ist der hellste Teil des Nebels ebenfalls zentriert über Orions jungen, massereichen, heißen Sternen, bekannt als TrapezSternenhaufen. Aber das Infrarotbild erkennt auch viele Protosterne des Nebels, immer noch in dem Prozess der Entstehung, hier in roten Farbtönen gesehen. In der Tat rote Flecken entlang des staubigen dunklen Fadens auf der linken Seite der hellen Gruppe enthalten den Protostern HOPS-68, in dessen protostellarer Hülle vor kurzem Kristalle des Silikat-Minerals Olivin entdeckt wurden.

 

NASA:Spitzer’s Orion

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via NASA/ESA

 

Diese Langzeitbelichtungsfotografie des NASA-HubbleWeltraumteleskops vom massiven Galaxienhaufen Abell 2744 (Vordergrund) ist die tiefste, die je von einer Ansammlung von Galaxien gemacht wurde. Sie zeigt einige der schwächsten und jüngsten Galaxien, die  jemals im Weltraum nachgewiesen wurden. Die immense Schwerkraft in Abell 2744 funktioniert als Linse, die den Weltraum verbiegt und Bilder von weiter entfernten Hintergrundgalaxien erscheinen heller und vergrößert. Die weiter entfernten Galaxien erscheinen wie sie vor mehr als 12 Milliarden Jahren waren, kurz nach dem Urknall. Das Hubble-Bild zeigt fast 3.000 dieser Hintergrundgalaxien mit Bildern von Hunderten von Vordergrundgalaxien in der Gruppe verschachtelt. Ihre Bilder erscheinen nicht nur heller, sondern auch verschmiert, gedehnt und über das Feld dupliziert. Aufgrund des Gravitationslinsen-Phänomens erscheinen die Hintergrundgalaxien vergrößert, 10 bis 20 mal größer, als sie normalerweise erscheinen. Darüber hinaus ist das schwächste dieser stark vergrößerten Objekte 10 bis 20 mal schwächer als alle bisher beobachteten Galaxien. Ohne den Schub von Gravitationslinsen, wären die vielen Hintergrundgalaxien unsichtbar. Das Hubble-Bild wird kombiniert werden mit Bildern vom NASA-Spitzer-Weltraumteleskop und vom ChandraRöntgenteleskop, um neue Einblicke in die Entstehung und Entwicklung von Galaxien und ihrer begleitenden Schwarzen Löcher zu bieten.

 

NASA:Hubble Frontier Field Abell 2744

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via NASA/ESA/Hubble

 

Mehr als 110 Millionen Lichtjahre vonn der Erde entfernt im Sternbild Antlia (Die Luftpumpe) befindet sich die Spiralgalaxie IC 2560, die hier im Bild des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops zu sehen ist. Auf diese Entfernung ist es eine relativ nahe Spiralgalaxie und sie ist Teil der Antlia-Gruppe, eine Gruppe von über 200 Galaxien durch die Schwerkraft zusammengehalten. Diese Gruppe ist ungewöhnlich, im Gegensatz zu den meisten anderen Galaxienhaufen, scheint es keine dominierende Galaxie in ihr zu geben. In diesem Bild ist es leicht, die Spiralarme und vergitterte Struktur von IC 2560 zu erkennen. Diese Spirale bezeichnen Astronomen eine Seyfertgalaxie Typ 2, eine Art Spiralgalaxie durch einen extrem hellen Kern und sehr starke Emissionslinien von bestimmten Elementen gekennzeichnet – Wasserstoff, Helium, Stickstoff und Sauerstoff. Das helle Zentrum der Galaxie ist vermutlich verursacht worden durch den Ausstoß großer Mengen von super-heißem Gas aus der Region um ein zentrales Schwarzes Loch.  Es gibt eine Geschichte hinter der Namensgebung von dieser skurrilen Konstellation – Antlia hieß ursprünglich Antlia pneumatica durch den französischen Astronom Nicolas Louis de Lacaille, zu Ehren der Erfindung der Luftpumpe im 17. Jahrhundert.

 

NASA:Hubble Catches a Spiral in the Air Pump

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via ESA/Hubble & NASA

 

Auf den ersten Blick scheint dieses Bild vom Hubble-Weltraumteleskop zwei Weltraum-Giganten verstrickt in einer verbitterterten himmlischen Schlacht einzufangen, mit zwei Galaxien verflochten und verschmelzend zu einer Galaxie. Aber das zeigt, wie einfach es ist, das Durcheinander von funkelnden Sternen misszuverstehen und einen falschen Eindruck zu bekommen – es ist alles eine Trick-Perspektive. Zufälligerweise scheinen diese Galaxien aus unserer Sicht auf einer Linie zu sein. Die irreguläre Zwerggalaxie PGC 16389 im Vordergrund – hier als eine Wolke aus Sternen zu sehen – bedeckt ihre Nachbargalaxie APMBGC 252+125-117, die auf der Kante stehend als ein Streifen erscheint. Dieses Weitfeld-Bild erfasst auch viele andere weiter entfernte Galaxien, einschließlich einer recht prominenten von oben sichtbaren Spiralgalaxie auf der rechten Seite des Bildes.

 

Hubble Peers at a Cosmic Optical Illusion

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via NASA/JPL-Caltech/UCLA

 

Der Flammennebel befindet sich östlich von Orion, ein Sternbild am leichtesten während der Winterabende in der nördlichen Hemisphäre sichtbar. Diese Ansicht des Emissionsnebels wurde vom NASA-Weltraumteleskop Wide-Field Infrared Survey Explorer (WISE) aufgenommen. Dieses Bild zeigt eine riesige Wolke aus Gas und Staub, wo neue Sterne geboren werden. Drei vertraute Nebel sind in der zentralen Region sichtbar: der Flammennebel, der Pferdekopfnebel und NGC 2023. Der Flammennebel ist der hellste und größte im Bild. Er wird durch einen Stern im Inneren beleuchtet, der 20-mal die Masse der Sonne besitzt und der so hell für unsere Augen wäre wie die anderen Sterne im Oriongürtel, wenn es nicht den umgebenden Staub gäbe, wodurch er 4 Milliarden mal schwächer erscheint, als er tatsächlich ist.

 

NASA:The Flame Nebula

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via ESA/NASA/Hubble-Weltraumteleskop

 

Dieser auffallende kosmische Wirbel ist das Zentrum der Linsenförmigen Galaxie NGC 524, gesehen mit dem NASA/ESA-Hubble-Weltraumteleskop. Diese Galaxie befindet sich im Sternbild Fische, etwa 90 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt. Man glaubt, daß Linsenförmige Galaxien ein Zwischenzustand in der galaktischen galaktischen Evolution sind – sie sind weder Elliptische Galaxien noch Spiralgalaxien. Spiralgalaxien sind Galaxien mittleren Alters mit riesigen Windrad-Armen, die Millionen von Sternen enthalten. Zusammen mit diesen Sternen sind große Wolken aus Gas und Staub, die, wenn sie dicht genug sind, die Kindergärten sind, in denen neue Sterne geboren werden. Wenn das Gas entweder verbraucht ist oder in den Weltraum verschwindet, verblassen die Arme allmählich und die Spiralform beginnt zu schwächen. Was am Ende dieses Prozesses bleibt, ist eine Linsenförmige Galaxie – eine helle Scheibe voller alter, roter Sterne, umgeben von dem wenigen Gas und Staub, was die Galaxie geschafft hat, sich anzuklammern. Dieses Bild zeigt die Form von NGC 524 im Detail, geformt durch das verbleibende Gas, das die zentrale Ausbuchtung der Galaxie umgibt. Beobachtungen dieser Galaxie haben gezeigt, daß sie etwas spiralartige Bewegung enthält, was ihre komplizierte Struktur erklärt.

 

 

NASA:Hubble Eyes a Mysterious Old Spiral

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via ESA/NASA/Hubble-Weltraumteleskop

 

Dieses schöne Bild zeigt die Spiralgalaxie NGC 4517. Etwas größer als unsere Milchstraße ist sie eine Edge-On-Galaxie (wenn sie in Bezug auf unsere Blickrichtung eine hohe Schräglage aufweist – Bahnneigung, im Extremfall 90° – und deshalb „von der Seite“ gesehen wird) gekrönt von einem sehr hellen Stern. Der Stern ist eigentlich viel näher zu uns als die Galaxie, das erklärt, warum er im Bild so groß und hell zu sein scheint. NGC 4517 liegt etwa 40 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Virgo (Jungfrau). Sie hat ein helles Zentrum, aber dies ist in diesem Hubble-Bild nicht sichtbar. Ihre Bahnneigung hat dazu geführt, daß sie in vielen Studien zu Kugelsternhaufen (sind eine enge, kugelförmige Ansammlung sehr vieler Sterne, die die Zentren von Galaxien wie Satelliten umkreisen) als Beobachtungsobjekt enthalten war. Die Galaxie wurde 1784 von dem britischen Astronomen William Herschel entdeckt, der diese Region als „einen ziemlich hellen Stern genau nördlich des Zentrums eines ausgedehnten milchigen Strahls gelegen“ beschrieb. Natürlich ist der von Herschel gesehene „milchige Strahl“ eigentlich diese Spiralgalaxie, aber mit seiner Beobachtungs-Ausstattung aus dem 17. Jahrhundert. konnte er nur sagen, daß dort eine unscharf, verschwommene Struktur unterhalb des viel helleren Sterns ist.

 

Spacetelescope.org: A spiral galaxy crowned by a star

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via NASA/ESA/Hubble-Heritage-Projekt

 

Der Komet ISON schwimmt während seiner Annäherung an die Sonne gegen einen scheinbar unendlichen Hintergrund zahlreicher Galaxien und einer Handvoll Vordergrund-Sterne. Der eisige Besucher, mit seinem langen hauchdünnen Schweif, scheint wie eine Kaulquappe durch einen tiefen Teich von himmlischen Wundern zu schwimmen. In Wirklichkeit ist der Komet noch viel, viel näher. Der nächste Stern zur Sonne ist über 60.000 mal weiter weg und die nächste große Galaxie zur Milchstraße ist über dreißig Milliarden Mal weiter entfernt. Diese gewaltigen Dimensionen sind verloren in dieser Tiefen-Raum-Aufnahme des Hubble-Weltraumteleskops, die unsere Sicht des Universums von der unmittelbaren Nähe zur äußersten Ferne visuell verbindet. In diesem zusammengesetzten Bild wurden Hintergrund-Sterne und Galaxien separat in rotem und gelb-grünem Licht fotografiert. Weil der Komet sich zwischen den Aufnahmen relativ zu den Hintergrund-Objekten bewegte, war sein Aussehen unscharf. Das verschwommene Kometen-Foto wurde durch eine einzelne, schwarz-weiß-Aufnahme ersetzt. Die Bilder wurden am 30. April 2013 mit der Wide Field Camera 3 (WFC3) aufgenommen.
Das Hubble-Weltraumteleskop ist ein Projekt der internationalen Zusammenarbeit zwischen der NASA und der Europäischen Weltraumorganisation. Das Goddard Space Flight Center der NASA in Greenbelt/Maryland verwaltet das Teleskop. Das Space Telescope Science Institute (STScI) in Baltimore/Maryland leitet Hubble-Forschungsprojekte. Das STScI wird durch die Association of Universities for Research in Astronomy Inc. in Washington, D.C. betrieben.

 

NASA:NASA’s Hubble – Galaxies, Comets, and Stars! Oh My!

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via European Space Agency

 

Das Sternbild Virgo (Jungfrau) ist die größte Konstellation der Tierkreise und die zweitgrößte insgesamt nach Hydra (Wasserschlange). Ihr attraktivstes Merkmal jedoch ist die schiere Anzahl von Galaxien, die in ihr liegen. In diesem Bild, unter einer Menge von Spiralgalaxien, Elliptischen Galaxien und Irregulären Galaxien, befindet sich NGC 4866, eine Linsenförmige Galaxie etwa 80 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt gelegen. Linsenförmige Galaxien liegen in Bezug auf Form und Eigenschaften zwischen Spiralgalaxien und Elliptischen Galaxien. Von dem Bild können wir die helle zentrale Ausbuchtung von NGC 4866, welche hauptsächlich alte Sterne enthält, erkennen, aber Spiralarme sind nicht sichtbar. Die Galaxie ist von der Erde entfernt als fast hochkant zu sehen, das bedeutet, daß die Scheibenstruktur – ein Merkmal nicht vorhanden in Elliptischen Galaxien – deutlich sichtbar ist. Schwache Staubbahnen sind in diesem Bild über NGC 4866 zu erkennen, einen Teil des Lichts der Galaxie verdeckend. Auf der rechten Seite der Galaxie ist ein sehr heller Stern, der innerhalb der Halo von NGC 4866 zu liegen scheint. Allerdings befindet dieser Stern sich tatsächlich viel näher zu uns, vor der Galaxie, entlang unserer Sichtlinie. Derartige Sicht-Illusionen sind bei der Beobachtung häufig und können Astronomen anfänglich täuschen hinsichtlich der wahren Natur und Position von Objekten wie z. B. Galaxien, Sternen und Haufen. Dieses scharfe Bild von NGC 4866 wurde aufgenommen von der Advanced Camera for Surveys (ACS), einem Instrument des NASA/ESA –Hubble-Weltraumteleskops.

 

NASA:NASA’s Hubble Sees a Stranger in the Crowd

 

Oberflächlich gesehen ähnlich einer Rakete, rast der Komet ISON in Richtung der Sonne gegenwärtig mit 48.000 mph (77248,512 km/h). Seine schnelle Bewegung wurde in diesem Zeitraffer-Film erfasst, der aus einer Folge von Bildern, aufgenommen am 8. Mai 2013 vom NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskop, gemacht wurde. Zu der Zeit, als die Bilder aufgenommen wurden, war der Komet 403 Millionen Meilen von der Erde entfernt, zwischen den Umlaufbahnen von Mars und Jupiter, Der Film zeigt eine Abfolge von Hubble-Beobachtungen über einen 43-minütigen Zeitraum aufgenommen und komprimiert diese in nur fünf Sekunden. Der Komet reist 34.000 Meilen in diesem kurzen Video oder 7 Prozent der Entfernung zwischen Erde und Mond. Der Tiefraum-Besucher streift lautlos vor den Hintergrund-Sternen. Anders als bei einem Feuerwerk verbrennt der Komet nicht, ist aber in Wirklichkeit ziemlich kalt. Sein raketenähnlicher Schweif verströmt Gas und Staub aus dem eisigen Kern, welcher umgeben ist von einer hellen sternenähnlichen Koma. Der Druck des Sonnenwindes fegt das Material zu einem Schweif, wie eine Brise einen Windsack bläst. Während der Komet sich erwärmt als er sich näher zur Sonne bewegt, wird seine Rate der Sublimation (ein Prozess ähnlich zur Evaporation in dem Feststoffe direkt in Gas übergehen) zunehmen. Der Komet wird heller und sein Schweif wird mehr wachsen. Es wird erwartet, daß der Komet von Anfang November 2013 bis Mitte Januar 2014 mit bloßem Auge zu sehen ist, wobei er kurzzeitig sogar Vollmondhelligkeit erreichen könnte. Der Komet ISON wurde am 21. September 2012 von den Amateurastronomen Witali Newski aus Weißrussland und Artjom Nowitschonok aus Russland auf CCD-Aufnahmen, die sie mit einem 40-Zentimeter-Teleskop des International Scientific Optical Network (ISON) gewannen, als schwacher Nebelfleck im Sternbild Krebs entdeckt. Der Komet wurde nach dieser Organisation benannt.

 

 

NASA:Comet ISON Brings Holiday Fireworks

 

(Quelle:Wikipedia)