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Tag Archives: Space Shuttle-Programm

STS-4 war die Bezeichnung für die vierte Mission und den vierten Flug der US-Raumfähre „Columbia“ der US-Raumfahrtbehörde NASA. Der Start erfolgte am 27. Juni 1982. Die Mannschaft: Kommandant Thomas Mattingly und Pilot Henry Hartsfield. STS-4 war der letzte Testflug des Space-Shuttle-Programms. Bei diesem letzten Erprobungsflug des Space Shuttles standen die abschließenden Tests der Raumfährensysteme auf dem Programm. Vor allem wurden das Verhalten bei thermischen Belastungen, das Lageregelungssystem und der Roboterarm (Canadarm) getestet. Während der umfangreichen Thermaltests wurde die „Columbia“ während der Mission immer wieder anders auf die Sonne ausgerichtet. Zunächst zeigte die Unterseite für anderthalb Tage in Richtung Sonne. Anschließend sollte die Mannschaft feststellen, ob die Nutzlastbuchttüren einwandfrei arbeiteten. Offensichtlich hatte das einseitige Aufwärmen zu Dehnungen der Struktur geführt, denn die Tore ließen sich zunächst nicht problemlos schließen. Beim nächsten Versuch konnten die zwei Tore am fünften Flugtag (1. Juli) verriegelt werden, nachdem sich die „Columbia“ zehn Stunden wie ein Grillspieß um die Längsachse gedreht hatte. Ein weiterer Test bestand darin, das Heck des Orbiters für insgesamt zweieinhalb Tage zur Sonne zeigen zu lassen. Außerdem wurde zum zweiten Mal mit dem Roboterarm des Orbiters ein Gerät ergriffen und aus dem Frachtraum gehoben: das kistenförmige IECM-Experiment (Induced Environment Contamination Monitor) flog bereits bei STS-3 mit, kam jedoch nicht zum Einsatz.
Einen Großteil der Nutzlastbucht nahm, neben der DFI-Palette (Development Flight Instrumentation) zur Messung des Orbiterzustands, die erste militärische Versuchsanordnung ein, die eine US-Raumfähre ins All beförderte. Die als geheim eingestufte Apparatur mit der Bezeichnung „DOD 82-1“ befand sich im Auftrag des US-Verteidigungsministeriums an Bord. Die Nutzlast des Pentagons, die während des Fluges im Frachtraum der Columbia verankert blieb, bestand aus einem Infrarotteleskop, einem UV-Sensor und einem Sextanten. Auf diesem Flug wurde auch der erste aktive GAS-Behälter (GetAway Special) mit dem Shuttle befördert, der neun Experimente enthielt. Die Astronauten führten zudem medizinische Experimente an sich durch und trainierten das Anziehen der Raumanzüge für Außenbordeinsätze in zukünftigen Shuttle-Missionen.
Nach einer Woche endete die Mission am 4. Juli, dem Unabhängigkeitstag der USA. Die „Columbia“ landete auf der Edwards Air Force Base in Kalifornien

 

 

 

 

 

 

 

(Quellen:Wikipedia, Spacefacts.de)

Jetzt wo die US-Raumfahrtbehörde NASA ihr Space Shuttle-Programm aus Kosten-und Sicherheitsgründen eingestellt hat und die Raumfähren „Discovery“, „Endeavour“ und „Atlantis“ als Ausstellungsstücke in Museen steckt, scheint es eine nette Idee zu sein, die 135 Shuttle-Missionen Revue passieren zu lassen. Los geht es dann mit der STS-1-Mission, dem Jungfernflug des Space Shuttle „Columbia“, dessen Start am 12. April 1981 stattfand. Es war der erste Weltraumeinsatz eines Space Shuttle und es war das erste Mal in der NASA-Geschichte, daß ein neues Raumfahrzeug ohne vorherige unbemannte Tests gestartet wurde. Abgesehen von Schäden am Hitzeschild verlief der erste Flug eines Space Shuttles reibungslos. Der erste Shuttle-Flug wurde von Kommandant John Young und dem Piloten Robert Crippen durchgeführt.
Das Hauptziel des Fluges war die Überprüfung der gesamten Flugsysteme. Diesen Test bestand die „Columbia“ hervorragend. Im Gegensatz zu vorhergehenden bemannten Raumfahrtprojekten wie „Mercury“, „Gemini“ und „Apollo“, bei denen mindestens ein unbemannter Testflug durchgeführt wurde, hat man beim Space Shuttle darauf verzichtet. Zwar wurden viele Systeme zuvor einzeln überprüft, aber es gab keinen Flug, bei dem das Zusammenspiel aller Systeme getestet wurde. So stellte dieser erste SpaceShuttle-Flug ein Novum in der bemannten Raumfahrt dar und bedeutete gleichzeitig ein erhöhtes Risiko. Die einzige Nutzlast der Mission war ein Flugüberwachungssystem Development Flight Instrumentation (DFI), bestehend aus Sensoren und Messinstrumenten, um Daten über alle entscheidenden Flugabschnitte aufzuzeichnen. Zwei Tage, sechs Stunden und einundzwanzig Minuten dauerte der erste Flug. 36 Mal umrundeten Orbiter und Crew dabei die Erde, bis sie nach 1,7 Millionen Kilometern im All wieder auf der Landebahn der Edwards Air Force Base aufsetzten. Die Nasa-Planer hatten diesen ausgetrockneten Salzsee im Norden von Los Angeles gewählt, weil die Raumfähre hier einen besonders langen Auslauf hat.
Die NASA bezeichnet STS-1 noch heute als den „kühnsten Testflug der Geschichte“ (“the boldest test flight in history”).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Quelle:Wikipedia.org, Spiegel Online)

Die US-Raumfähre „Atlantis“ hat heute um 08:28 Uhr MESZ von der Internationalen Raumstation (ISS) abgedockt und befindet sich mit den vier Astronauten Christopher Ferguson, Douglas Hurley, Sandra Magnus und Rex Walheim auf dem Weg zur Erde. Nach dem Abdockmanöver, das rund 350 Kilometer über dem Pazifischen Ozean erfolgte, hielt das Space Shuttle 182 Meter von der ISS entfernt für 30 Minuten die Position, während man die Raumstation mithilfe der Steuerdüsen am russischen Segment um 90 Grad entlang der Vertikalachse drehte. Die Entscheidung für diese Manöver war getroffen worden, um so Fotos von Teilen der Station zu erhalten, die bisher nicht dokumentiert wurden. Nachdem die ISS in Position war, initiierte Pilot Doug Hurley dann die Umrundung des Komplexes. Während der nächsten Stunde machte die Besatzung unzählige Fotos von der Außenseite der Station und filmte jeden Winkel. Um 10:18 Uhr MESZ feuerten die Steuerdüsen des Space Shuttles ein weiteres Mal, um so den Orbiter endgültig von der Station zu trennen. Zuvor hatten sich die Besatzungsmitglieder der „Atlantis“ am Montag in einer emotionalen Zeremonie von der ISS-Crew verabschiedet. Die Astronauten umarmten die sechs amerikanischen, russischen und japanischen Bewohner der Station und überreichten ihnen Geschenke, darunter ein Shuttle-Modell mit den Unterschriften vieler Weltraum-Veteranen. „Wir schließen diese Klappe und auch ein Kapitel in der Geschichte unserer Nation“, sagte der US-Astronaut und ISS-Bewohner Ron Garan, als die Luken des Shuttles geschlossen wurden. Anschließend platzierten die Astronauten die US-Flagge auf der Rampe, die das Shuttle mit der ISS verbindet. Die „Atlantis“ soll am Donnerstag um 11.56 Uhr MESZ auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral/Florida landen. Damit endet dann das Space Shuttle-Programm der NASA nach 30 Jahren und 135 Einsätzen aus Kosten-und Sicherheitsgründen. Zukünftig werden US-Astronauten vorerst auf die russischen Sojus-Raumschiffe angewiesen sein, um zur ISS zu kommen. Erst 2015 soll eine neue US-Raumfähre, an der die NASA derzeit in Zusammenarbeit mit einer privaten Firma arbeitet, einsatzbereit sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Quellen:Raumfahrer.net, Astronomie.info, Zeit Online)

Gestern um 17:07 Uhr MESZ hat die US-Raumfähre „Atlantis“ zum letzten Mal an die Internationale Raumstation (ISS) angedockt. An Bord befinden sich die vier Astronauten Christopher Ferguson (Kommandant), Douglas Hurley (Pilot), Sandra Magnus (Missionsspezialistin) und Rex Walheim (Missionsspezialist). Die letzte Mission der „Atlantis“ trägt die Bezeichnung STS-135. Die „Atlantis“ transportiert 3,5 Tonnen Proviant und Ausrüstung zur ISS, u.a. das Mehrzweck-Logistikmodul „Raffaello“ und ein Lightweight Multi-Purpose Carrier (LMC).
Die Endphase des Rendezvous mit der ISS begann um 14:29 Uhr MESZ mit dem Terminal Initiation Burn (TI-Burn), der das Space Shuttle auf direkten Kurs zur Station brachte. Nach weiteren kleineren Kurskorrekturen befand sich der Orbiter direkt unterhalb der ISS, auf der R-Bar. Von dort startete Kommandant Ferguson das Rendezvous Pitch Maneuver (RPM), welcher der ISS-Crew ermöglichen sollte, Aufnahmen vom Hitzeschild der „Atlantis“ zu machen. Auf diese Weise wurde geprüft, ob und wieweit der Hitzeschild beim Start beschädigt worden ist. Die Fotos wurden anschließend an die Bodenkontrolle übertragen, dort werden sie von Experten ausgewertet. Dann brachte Kommandant Ferguson die „Atlantis“ direkt vor die ISS auf die V-Bar. Von dort aus steuerte er sehr vorsichtig zum Andockadapter Nummer 2, wo das Shuttle dann um 17:07 Uhr MESZ festmachte. Nachdem eine feste Verbindung zwischen „Atlantis“ und ISS hergestellt wurde, begannen die Dichtheitstests des Andocksystems auf beiden Seiten. Nach dem erfolgreichen Andocken an die ISS, öffneten sich um 18.47 Uhr MESZ die Luken. Die Shuttle-Crew wurde dann von der ISS-Crew (ISS-Expedition 28 bestehend aus Kommandant Andrei Borissenko, Alexander Samokutajew, Sergei Wolkow, Satoshi Furukawa, Ron Garan und Mike Fossum) begrüßt. Die Shuttle-Crew besteht nur aus vier Personen, weil für einen Notfall kein Ersatz-Shuttle mehr bereit steht. Falls die „Atlantis“ nicht mehr sicher zur Erde zurückkehren könnte, müßte deren Crew auf der ISS bleiben und später mit Sojus-Raumschiffen heimkehren. Stichwort Notfall: die US-Raumfahrtbehörde NASA gab Entwarnung für ein Trümmerteil des Satelliten „Cosmos 375“, das sich der ISS und dem Shuttle näherte. Es seien keine Bahnkorrekturen nötig, um auszuweichen. Zuvor hatte die NASA vor dem Stück Weltraumschrott gewarnt, das der ISS gefährlich nahe kommen könnte. In einem solchen Fall hätte die Atlantis die Raumstation mit ihrer Schubkraft aus der Gefahrenzone bewegen müssen.

 

 

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(Quellen:Raumfahrer.net, Astronomie.info, Tagesschau.de)


(Fotos:NASA)

(Quelle:Raumfahrer.net)
Die US-Raumfähre „Endeavour“ ist am Mittwoch nach 16 Tagen sicher von ihrer 25. und letzten Mission (Bezeichnung STS-134) im All zur Erde zurückgekehrt. Mit den sechs Astronauten Mark Kelly, Gregory H. Johnson, Michael Fincke, Greg Chamitoff, Andrew Feustel und Roberto Vittori an Bord setzte das Space Shuttle um 08:35 Uhr MESZ mit einer Bilderbuch-Landung auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral/Florida auf. Die STS-134-Mission hatte Wartungs-und Reparaturarbeiten an der Internationalen Raumstation (ISS) zum Inhalt. Die „Endeavour“-Astronauten hatten während ihres Aufenthaltes auf der ISS vier Außenbordeinsätze absolviert und außerdem das Alpha-Magnet-Spektrometer 02 (AMS-02) installiert, das der Suche nach Antimaterie aus der Zeit des Urknalls im Universum dient.
Ihren Jungfernflug absolvierte die „Endeavour“ am 07. Mai 1992 (Mission STS-49). Während dieser neuntägigen Mission wurde der havarierte Satellit Intelsat 603 in einem spektakulären Weltraumspaziergang eingefangen, wobei zum ersten und einzigen Mal drei Astronauten die Luftschleuse verließen. Mit der „Endeavour“ begann am 04. Dezember 1998 (Mission STS-88) die lange Serie von Shuttleflügen zum Aufbau der ISS. Während der fast 12-Tägigen Mission transportierte das Shuttle das Unity-Modul ins All und die Crew befestigte dieses am russischen Sarja-Modul, das sich bereits im Orbit befand. Sie betrat als erste Besatzung die neue ISS. Nach ihrer letzten Mission wird die „Endeavour“ als Museumsstück im California Science Center in Los Angeles ausgestellt. Im Juli soll dann noch die US-Raumfähre „Atlantis“ zu ihrer letzten Mission (STS-135) ins All starten, danach beendet die US-Raumfahrtbehörde NASA ihr Space Shuttle-Programm. 

(Quelle:Raumfahrer.net)
Die US-Raumfähre „Discovery“ ist am gestern nach fast 14 Tagen von ihrer letzten Mission im Weltraum wieder sicher zur Erde zurückgekehrt. Der Orbiter landete planmäßig um 17:57 Uhr MEZ auf dem Runway 15 am Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida. Das Space Shuttle mit den sechs Besatzungsmitgliedern Steven Lindsey, Eric Boe, Steve Bowen, Benjamin Drew, Michael Barratt und Nicole Stott hatte am Montag von der ISS abgedockt, mit der die „Discovery“ seit dem 26. Februar verbunden war. „Ein großartiger Job“, lobte die Bodenkontrolle nach der Landung. Mit 39 Einsätzen in 27 Jahren ist die „Discovery“ das älteste Shuttle mit den meisten Flügen. Sie verbrachte insgesamt 365 Tage im Weltall. Die „Discovery“ wird künftig im Smithonian Museum in Washington zu bewundern sein. Dieses Jahr stehen auch noch die letzten Missionen der „Endeavour“ am 19. April (Missionsbezeichnung:STS-134)
und der „Atlantis“ am 28. Juni (Missionsbezeichnung:STS-135) an. Danach beendet die US-Raumfahrtbehörde NASA ihr gesamtes Space Shuttle-Programm und US-Astronauten werden dann auf russische Raketen zum Transport ins All angewiesen sein.

 

Ich hoffe, daß die NASA so bald wie möglich einen Ersatz für das Space Shuttle baut und nicht nur noch per Anhalter durch die Galaxis fliegt. Die Menschheit will zum Mars und ich würde den ersten Flug dorthin gerne noch miterleben. Um dieses Ziel zu erreichen, muß ein neues Shuttle gebaut werden. Vielleicht wäre es gut, wenn die USA dabei mit anderen Nationen zusammenarbeiten würden. Im Moment ist das amerikanische Raumfahrtprogramm am Boden.