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Tag Archives: Schiiten


(Bei dem Anschlag wurde auch das Haus des Goouverneurs von Diwanija schwer beschädigt. Foto: „Reuters“)

(Quellen:Tagesschau.de, n-tv.de, Spiegel Online)
In der irakischen Stadt Diwanija , 160 Kilometer südlich der Hauptstadt Bagdad, sind bei einem Terroranschlag auf das Haus des Provinzgouverneurs Salam Hussein Alwan mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen. Die beiden Autobomben detonierten kurz hintereinander vor dem Haus des Gouverneurs, so ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Der erste Attentäter habe sein Fahrzeug direkt vor dem Eingang des Anwesens in die Luft gesprengt, drei Minuten später sei die zweite Bombe hochgegangen. Unter den Toten waren demnach zahlreiche Polizisten, rund 30 weitere Menschen wurden bei dem Anschlag verletzt. Der Gouverneur blieb nach Angaben seines Büros unverletzt. Ein Mitarbeiter des Gouverneurs machte die Terrororganisation Al-Qaida für den Anschlag verantwortlich.
Die Terroranschläge im Irak sind die Ernte eines Krieges, der 2003 von US-Präsident George W. Bush mit Hilfe von Lügen angezettelt wurde. Mag ja sein, daß das irakische Volk jetzt frei ist vom Diktator Saddam Hussein, dafür werden die Iraker von der Hydra des Terrorismus heimgesucht. Ein schlechter Tausch-danke George W.Bush.

 

 

 

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(Quellen:Focus Online, NZZ.Online, RheinPool)
In Bahrain ist die Jung-Dichterin Ayat al-Ghermezi von einem Staatssicherheitsgericht zu einer einjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Ayat al-Ghermezi hatte während der Pro-Demokratie-Proteste ein Gedicht verlesen, das zur „Verwerfung der Unterdrückung/Mit Frieden als unserem Mittel“ aufrief. Das Sondergericht in Manama erblickte darin ein «Schüren des Hasses gegen das herrschende System», berichtete die staatliche Nachrichtenagentur „BNA“.
Nach eigenen Angaben wurde die 20-jährige Ayat al-Ghermezi in der Untersuchungshaft geschlagen und mit Elektroschocks gefoltert. Sie war am 30. März festgenommen worden, als sie sich den Behörden gestellt hatte. Zuvor hatten vermummte Einsatzpolizisten das Haus ihrer Eltern gestürmt und mit der Ermordung ihres Bruders gedroht, falls sie nicht bei der Polizei erscheine.

Im März hatten Demonstranten politische Reformen und ein Ende der Diskriminierung der schiitischen Bevölkerungsmehrheit unter dem sunnitischen Königshaus verlangt. Gegen die Demonstranten setzte das Regime brutale Gewalt ein, selbst Truppen aus dem Nachbarland Saudi-Arabien wurden eingesetzt. Dabei wurden mindestens 31 Menschen durch die Sicherheitskräfte getötet und Hunderte weitere verhaftet.
Am Samstag haben zum ersten Mal seit der gewaltsamen Unterdrückung der Proteste im März wieder Tausende Menschen für Reformen demonstriert. Sie forderten unter anderem eine repräsentative, gewählte Regierung und eine unabhängige Justiz. Die Sicherheitskräfte griffen gegen die friedliche Demonstration nicht ein. Das Regime hatte am 1. Juni den Ausnahmezustand aufgehoben, den es nach der Unterdrückung der Proteste verhängt hatte.

 

 

(Quellen:Berliner Morgenpost Online,FAZ.net)
Bei regierungskritischen Protesten im Jemen sind mindestens vier Menschen getötet und sieben weitere verletzt worden. Laut Augenzeugen hätten Soldaten eines Kontrollpostens am Freitag in Harf Sofjan im Norden des Jemen mit einem schweren Maschinengewehr auf Tausende Demonstranten geschossen, die nach dem Freitagsgebet an einer Kundgebung gegen den seit 32 Jahren regierenden Präsidenten Ali Abdullah Salih teilnahmen. Und auch in Semla, rund 170 Kilometer nördlich der Hauptstadt Sanaa, hätten Soldaten in eine Menge aus Demonstranten geschossen, sagte ein Vertreter der schiitischen Aufständischen der Nachrichtenagentur „AFP“. In Sanaa zogen Zehntausende Oppositionelle vor die Universität und verlangten den Rücktritt des Präsidenten und auch in der Hafenstadt Aden gab es ebenfalls Demonstrationen gegen die Regierung.

 

In den letzten zwei Monaten sind von Tunesien bis Bahrain zu viele Menschen bei Protesten für ihre Freiheit gestorben. Ich hoffe, daß in zehn oder zwanzig Jahren die Welt auf diesen Jahresanfang 2011 zurückblickt und der Tod dieser Demonstranten nicht umsonst war, sondern im Nahen Osten echte Demokratien entstanden sind und keine Scheindemokratien. Nur in einer wirklichen Demokratie gibt es Freiheit. Und nichts ist wichtiger als Freiheit. Das müssen die Menschen dort unten begreifen.

 

Euronews-Video:Konflikt im Jemen spitzt sich zu

 

 

(Quelle:Tagesschau.de)
Einen Tag nach der gewaltsamen Auflösung von Protesten sind in Bahrain gestern Tausende Menschen auf die Straße gegangen. „Das Volk will den Sturz des Regimes“, riefen zahlreiche Demonstranten in der Hauptstadt Manama. Erst am Montag waren Sicherheitskräfte des Golfstaats mit Tränengas gegen regierungskritische Demonstranten in mehreren schiitischen Dörfern vorgegangen. Ein Demonstrant wurde dabei getötet. Am Dienstag wurde bei der Begräbnisprozession für den getöteten Demonstranten ein weiterer Mensch von Sicherheitskräften erschossen, als diese mit Tränengas und scharfer Munition gegen die Prozession vorgingen.
Anders als in anderen Golfstaaten ist die Mehrheit der Bahrainer schiitischen Glaubens. Sie fühlen sich als Bürger zweiter Klasse. Denn obwohl sie fast 70 Prozent der Bevölkerung stellen, liegt die politische Macht in den Händen der sunnitischen Herrscherfamilie. Das ist einer der Hauptgründe des Protestes, der auf Reformen und mehr politische Mitwirkung abzielt.

 

 

In Bahrain fährt auch die Formel 1. Es wäre besser, wenn dieses Sportereignis nicht mehr dort stattfindet, wo Demonstranten erschossen werden.