überspringe Navigation

Tag Archives: Präsident Husni Mubarak

(Quelle:Tagesschau.de)
Nach 18 Tagen Massendemonstrationen hat die ägyptische Demokratie-Bewegung ihr Ziel erreicht: Präsident Husni Mubarak ist nach fast 30 Jahren im Amt zurückgetreten. Er übergab die Macht mit sofortiger Wirkung an den Militärrat unter Verteidigungsminister Mohamed Hussein Tantawi. Mubarak, der sich in seiner Ferienvilla im ägyptischen Badeort Scharm El-Scheich aufhalten soll, ließ seinen Entschluß durch Vizepräsident Omar Suleiman verkünden. Der Militärrat bestätigte am Abend in einer Erklärung im Staatsfernsehen die Übernahme der Macht. Hunderttausende Demonstranten haben auf dem Tahrir-Platz im Zentrum der Hauptstadt Kairo mit Jubel auf Mubaraks Rücktritt reagiert. Der Friedensnobelpreisträger und Oppositionspolitiker Mohammed el-Baradei erklärte: „Das Land ist nach Jahrzehnten der Unterdrückung befreit.“ Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) begrüßte den Schritt Mubaraks. Sie wünsche den Ägyptern eine Gesellschaft „ohne Korruption, Zensur, Verhaftung und Folter.“ Nun müsse es freie Wahlen geben. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton sagte, die EU sei bereit, Ägypten auf dem Weg zur Demokratie zu helfen.

 

 

An dieser Stelle möchte ich meinen vor dem ägyptischen Volk zum Ausdruck bringen. Die Ägypter sind jetzt sicher Vorbild für die Menschen im Nahen Osten, die sich auch nach Freiheit sehnen.

 

(Quelle:Tagesschau.de)
Gestern schien es so, als ob die wichtigste Forderung der ägyptischen Opposition-der sofortige Rücktritt von Präsident Husni Mubarak-erfüllt würde. Aber dann enttäuschte dieser sture Diktator mit seiner Rede an die Nation diese Erwartungen. In einer Fernsehansprache erklärte Mubarak, er werde Amtsvollmachten an Vizepräsident Omar Suleiman abgeben, einen vollständigen Amtsverzicht lehnte er aber ab. Mubarak sagte, daß er die Umsetzung der versprochenen Reformen und eine friedliche Übergabe der Macht überwachen wolle. Er versicherte, bei Neuwahlen nicht antreten zu wollen. Die Rede des Präsidenten löste bei den Hunderttausenden Demonstranten auf dem Tahrir-Platz im Zentrum der ägyptischen Hauptstadt Kairo Wut und Enttäuschung aus. Als Zeichen ihrer Mißbilligung schwenkten sie Schuhe über ihren Köpfen und schrien zudem: „Mubarak weg, Suleiman weg.“ Für heute kündigte die Opposition neue Massenproteste und einen Marsch zum Präsidentenpalast an. Der Friedensnobelpreisträger und Oppositionsführer Mohammed el-Baradei warnte vor einer Eskalation. Das Land werde explodieren, erklärte er. Nun müsse die Armee eingreifen.

 

Mubarak klebt an seiner Macht. In Ägypten gibt es wohl nur noch zwei Möglichkeiten: chinesische Lösung 1989 oder rumänische Lösung 1989.
Bei der ersten Möglichkeit wurde die Demokratie-Bewegung mit Panzern niedergewalzt, bei der zweite wurde der Diktator Nicolae Ceaușescu an die Wand gestellt. Ich plädiere für die zweite Variante.

 

(Quelle:FAZ.net)
Zuerstmal: Die Massenproteste gegen den ägyptischen
Präsidenten Husni Mubarak lassen nicht nach. Auf dem Tahrir-Platz im Zentrum von Kairo versammelten sich nach einer ruhigen Nacht wieder Tausende Menschen. Gestern hatten dort mehr als 200.000 Ägypter Mubaraks Rücktritt gefordert.
Und jetzt die wirklich sehr gute Nachricht: Mubarak will nicht in ein deutsches Krankenhaus einchecken: „Wir bedanken uns für das Angebot, aber der Präsident braucht keine medizinische Behandlung“,  erklärte Vizepräsident Omar Suleiman. In den vergangenen Tagen war ja spekuliert worden, daß der Rücktritt des Präsidenten durch einen Klinikaufenthalt hier in Deutschland beschleunigt werden könne. Und jetzt dann noch die Sch….s Nachricht: Die irakische Al-Qaida hat die Ägypter zum Heiligen Krieg aufgerufen.

 

 

Wenn ich schon „Heiliger Krieg“ höre, dann könnte ich Kann mir bitte jemand erklären, was an Krieg heilig sein soll?

(Quelle:Tagesschau.de)
In der ägyptischen Hauptstadt Kairo haben sich auch heute erneut Tausende Demonstranten auf dem zentralen Tahrir-Platz versammelt. Festnahmen und Drohungen gegen Journalisten sollen die Berichterstattung über die Demonstrationen zum Erliegen bringen. Am Montag wurde ausländischen Reportern der Zugang zum Tahrir-Platz verweigert. In der Nacht hatte das Militär einen Versuch abgebrochen, den Platz zu räumen. Auch in Alexandria gab es Proteste. Die Opposition beharrt trotz erster Gespräche mit der Regierung auf dem sofortigen Rücktritt von Präsident Husni Mubarak. Dessen Zukunft ist weiter ungewiss. Regierungssprecher Steffen Seibert wies Spekulationen über eine Reise nach Deutschland zurück: „Es gibt weder offiziell noch inoffiziell Anfragen einen solchen Aufenthalt betreffend.“ Der Plan der USA ist es, Mubarak für einen Gesundheitscheck nach Deutschland zu holen und ihm so einen würdevollen Abgang zu gewährleisten, berichtet „Spiegel Online“. Der ägyptische Präsident könnte in die Max-Grundig-Klinik
in Baden-Baden einchecken. Das Luxuskrankenhaus genießt einen hervorragenden Ruf. Momentan soll Mubarak im ägyptischen Badeort Scharm El-Scheich in einer Ferienvilla sein.

 

 

Der Einfachheit gehe ich mal davon aus, daß Mubarak tatsächlich hierher kommt. Geht’s noch? Die US-Regierung sagt, nehmt den und unsere Teflon-Merkel spurt. Und dann auch noch eine Luxusklinik? Mubaraks Folteropfer und die Demonstranten, die am Mittwoch von Mubaraks-Polizeischlägern verprügelt wurden, sind sicher nicht in Luxuskliniken behandelt worden. Vielleicht sollten wir auch noch anderen Despoten Unterschlupf gewähren? Da gibt es ja noch einige auf unserer friedlichen Welt. Vielleicht sollte man eine Anzeige in die Zeitung setzen:

 

 

(Quelle:Tagesschau.de)
Die Proteste auf dem Tahrir-Platz im Zentrum der ägyptischen Hauptstadt Kairo sind auch am zwölften Tag fortgesetzt worden. Wieder demonstrierten Zehntausende gegen Präsident Husni Mubarak. Wie am Freitag und Samstag blieben die Proteste friedlich. Das Militär verstärkte seine Präsenz. Auch das Leben in Kairo normalisierte sich etwas: Banken und Geschäfte hatten für mehrere Stunden geöffnet.
Bei den Gesprächen zwischen Opposition und Regierung ist die Gründung eines Komitees vereinbart worden, das innerhalb eines Monats Veränderungen an der Verfassung ausarbeiten soll und die Aufhebung des seit 1981 geltenden Ausnahmezustands, sobald es die Lage erlaube. Die oppositionelle Muslim-Bruderschaft hat nach dem Treffen ihren Unmut geäußert. Ein Sprecher der Muslim-Bruderschaft sagte dem TV-Sender „Al Dschasira“, man könne nicht von Verhandlungen sprechen. Die Organisation kündigte an, morgen über ihr weiteres Vorgehen zu entscheiden. Der ägyptische Vizepräsident Omar Suleiman (Bild) hatte heute erstmals führende Mitglieder der Muslim-Bruderschaft empfangen, um mit ihnen über Auswege aus der Krise zu sprechen. Nach Angaben der staatlichen Medien nahmen an dem Treffen auch säkuläre Parteien und unabhängige Persönlichkeiten, wie der einflussreiche christliche Mobilfunk-Unternehmer Naguib Sawiris, teil. Auch Hussam Badrawi, der am Vorabend ernannte neue Generalsekretär der Regierungspartei NPD von Präsident Mubarak, war eingeladen. Die Muslim-Bruderschaft, deren Mitglieder seit Tagen auf dem Tahrir-Platz demonstrieren, hatten sich zuvor geweigert, vor Mubaraks Rücktritt an Gesprächen teilzunehmen.
Friedensnobelpreisträger Mohammed el-Baradei, einer der Wortführer der Opposition, hat vor der Bildung einer Übergangsregierung unter der Leitung von Mubarak oder Suleiman gewarnt. Er befürchte, daß die Demonstrationen dann „wütender und bösartiger“ werden könnten. Zu Berichten, die USA könnten eine solche Regelung unterstützen, sagte el-Baradei: „Wenn das wahr ist, dann wäre das ein großer Rückschlag, das kann ich ihnen sagen.“

 

 

Tag 12 der Proteste und Mubarak ist noch immer im Amt und im Land.

Gab es im alten Ägypten nicht die Strafe, daß Verbrecher den Krokodilen zum Fraß vorgeworfen wurden? Das wäre doch ein netter Weg, den „Pharao“ loszuwerden.

 

Tagesschau-Video:Dialog in Ägypten: Vizepräsident Suleiman trifft Muslimbruderschaft

 

(Quelle:Tagesschau.de)
In Ägypten gehen die Proteste gegen Präsident Husni Mubarak auch heute weiter. Tausende Regimegegner befinden sich weiter auf dem Tahrir-Platz im Zentrum von Kairo. Am Abend hatten sie bekräftigt, nicht aufgeben zu wollen, bevor Mubarak zurückgetreten sei. In der Nacht zu Samstag waren dort laut Augenzeugen wieder Schüsse zu hören. Im Norden der Sinai-Halbinsel verübten Unbekannte einen Anschlag auf eine nach Israel führende Gaspipeline. Zu der Explosion kam es an einer Gaskompressorstation in der Nähe der Ortschaft Al-Arisch, wie Augenzeugen berichteten. Von der Station führen Pipelines nach Jordanien und Israel. Der israelische Rundfunk berichtete, daß es vorübergehend keine Lieferungen an Israel und Jordanien gab. In der Bevölkerung gibt es Widerstand gegen das entsprechende Liefer-Abkommen mit Israel.
Hunderttausende Ägypter haben gestern friedlich für den sofortigen Rücktritt von Präsident Mubarak demonstriert und gebetet. Mubaraks Gegner riefen auf dem Tahrir-Platz: „Heute ist der letzte Tag.“ Die Opposition hatte den Freitag zum „Tag der Abreise“ erklärt. Viele Demonstranten skandierten „Hau ab“, und ein Geistlicher rief der Menge zu: „Wir wollen, daß der Kopf des Regimes verschwindet.“ Mubarak-Anhänger, die sich an den beiden Vortagen schwere Straßenschlachten mit Demonstranten geliefert hatten, ließen sich nicht blicken.
Nach einem Bericht der „New York Times“ haben US-Diplomaten überlegt, Mubarak für medizinische Untersuchungen nach Deutschland ausfliegen zu lassen. Auf diese Weise könne die Macht an den neuen Vizepräsidenten Omar Suleiman übergeben und Mubarak ein „würdevoller Abgang“ ermöglicht werden, heißt es. Eine andere Variante sei, daß Mubarak sich in sein Ferienhaus im Badeort Scharm El-Scheich zurückziehe.

 

 

Die Ägypter wollen ihren verhaßten Diktator Mubarak loswerden und die US-Regierung kungelt, daß der in der Bevölkerung gefürchtete Folterknecht und Suleiman, verantwortlich für CIA-Geheimgefängnisse in Ägypten, an die Macht kommt. Was stimmt an diesem Bild nicht?

 

 

Video:Gaspipeline im Norden des Sinai explodiert

 

 

(Quelle:Tagesschau.de)
Ich finde die Berichterstattung aus Krisengebieten im Allgemeinen und im Moment speziell aus Ägypten wichtig und mein  gilt den Journalisten, die sich dorthin begeben, um über die (blutige und schmutzige) Wahrheit zu berichten. Darum macht es mich wütend und ich empfinde es als , daß sich während der gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den Anhängern von Präsident Husni Mubarak und den Regimegegnern die Aggressionen gegen ausländische Medienvertreter in der ägyptischen Hauptstadt Kairo gestern ausgeweitet haben. Zahlreiche TV-Sender wie z.B. ARD und ZDF sowie Zeitungsredaktionen aus aller Welt berichteten von gewaltsamen Übergriffen auf Journalisten und Festnahmen von Mitarbeitern. ZDF-Korrespondent Dietmar Ossenberg berichtete in der „heute“-Sendung, sein Team sei von „marodierenden Banden“ bedroht und „beim Drehen behindert“ worden. In Kairo werde versucht, „Berichterstattung mit aller Gewalt zu unterdrücken“. Ossenberg sagte, er habe zusammen mit seinen Mitarbeitern in der deutschen Botschaft Zuflucht gesucht. Auch sein ARD-Kollege Jörg Armbruster floh mit seinem Team in die Botschaft. „Die Mubarak-Anhänger verfolgten Journalisten bis ins Hotel“, sagte er in einer ARD-„Brennpunkt“-Sendung am Donnerstag. Journalisten würden geschlagen und von Mitgliedern des ägyptischen Geheimdienstes unter Druck gesetzt. Nachdem die Zerstörung des Studios gedroht habe und auch das Hotel nicht mehr sicher gewesen sei, hätten sich die ARD-Mitarbeiter zur Flucht in die Botschaft entschieden. Die griechische Nachrichtenagentur ANA berichtete, ein Zeitungskorrespondent und ein Fotograf aus Griechenland seien von regierungskritischen Demonstranten verletzt worden. Der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu zufolge wurden ein Fernsehjournalist des Senders TRT und ein Zeitungsfotograf bei Protesten auf dem Tahrir-Platz von Regierungsanhängern verprügelt. Beiden Teams sei die Ausrüstung gestohlen worden. Nach Angaben des polnischen TV-Senders TVP nahm die ägyptische Polizei drei seiner Mitarbeiter vorübergehend fest. Auch jeweils drei Journalisten der französischen Sender TF1 und France 24 wurden nach Informationen beider Sender verhaftet.
Auch heute wurden Journalisten in Kairo bedroht und bei ihrer Arbeit behindert. Medienvertreter am Tahrir-Platz wurden aufgefordert, nicht von den Balkonen aus zu filmen oder zu fotografieren. Das Militär drohte damit, andernfalls Ausrüstungen zu beschlagnahmen. Der Sender „Al Dschasira“ teilte mit, sein Büro in Kairo sei verwüstet worden.
Die Gewalt gegen Journalisten ist international verurteilt worden.UN-Generalsekretär Ban Ki-moon sagte, die Repressionen seien Bundespräsident Christian Wulff
(CDU) betonte, die Übergriffe müßten sofort gestoppt werden. Das US-Außenministerium sprach von Einschüchterungsversuchen.

 

 

Zum Video

 

 

(Quelle:Tagesschau.de)

Bei den Straßenschlachten zwischen den Anhängern von Präsident Husni Mubarak und Regimegegnern ist es in der ägyptischen Hauptstadt Kairo zu heftigen Feuergefechten mit schweren automatischen Waffen gekommen. „Im Moment scheint es so zu sein, als wenn die staatliche Ordnung zusammenbricht“, berichtete der ZDF-Korrespondent Dietmar Ossenberg. Nachrichtenagenturen berichten von mindestens zehn weiteren Toten. 800 Menschen sollen verletzt worden sein. Nach Angaben von Korrespondenten gab es im Zentrum sowie in vielen Vororten Brandstiftungen und Plünderungen. Laut dem Nachrichtensender Al-Arabija stürmten Mubarak-Anhänger in Kairo Hotels und machten Jagd auf Journalisten.
Der ägyptische Premierminister Ahmad Schafiq bat um Entschuldigung dafür, daß der Staat die gestrigen Ausschreitungen nicht verhindert hatte, er bestritt aber, in Angriffe auf Regimegegner verwickelt zu sein. Die Vorfälle würden aufgeklärt. Die ägyptische Armee versucht, Mubarak-Anhänger und Demonstranten zu trennen. Unterdessen hat Mubarak in einem ABC-Interview seine grundsätzliche Rücktritts-Bereitschaft bekräftigt. „Aber wenn ich heute zurücktrete, wird Chaos ausbrechen“, sagte er. „Ich kümmere mich nicht darum, was die Menschen sagen, sondern um Ägypten.“

 

 

Wie bitte?Wenn er heute zurücktritt bricht Chaos aus?Es ist bereits Chaos in Ägypten,Du Arsch!
Die Revolution in Ägypten erinnert mich an die rumänische Revolution von 1989. Damals wollte der Diktator Nicolae Ceaușescu auch nicht freiwillig abtreten.Tja,und dann haben sie den an die Wand gestellt. So kann’s gehen.Tritt lieber ab,Mubarak!

 

Zum Video

Zum Video

(Quellen:Tagesschau.de,Welt Online)
In Ägypten gehen die gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern und Gegnern von Präsident Husni Mubarak weiter. Bei Schießereien und Schlägereien auf dem Tahrir-Platz im Zentrum der Hauptstadt Kairo sind mindestens vier Menschen getötet und bis zu 1500 verletzt worden. Inzwischen sind Panzer der ägyptischen Armee auf dem Tahrir-Platz in Stellung gegangen, offenbar um das Leben der Demonstranten zu schützen. Soldaten schoben sich demnach zwischen die verfeindeten Gruppen und errichteten eine 80 Meter breite Pufferzone. Offenbar gab die Armee ihre passive Haltung, die sie seit Beginn der Gewalttätigkeiten eingenommen hatte, auf.
Gestern ist der Machtkampf in Kairo auf dramatische Weise eskaliert. Einen Tag nach der Rückzugs-Ankündigung von Mubarak stürmten dessen Anhänger, offenbar durch Zivilpolizisten unterwandert, teilweise mit Pferden und Kamelen beritten (!) Knüppel und Peitschen schwingend den Tahrir-Platz und lieferten sich stundenlange Straßenschlachten mit den Regimegegnern. Es flogen Steine, Flaschen und später sogar Molotowcocktails. Auch Journalisten wurden angegriffen und Gebäude gerieten in Brand. Kurz vor den Zusammenstößen hatte die Armee gestern die Opposition zur Einstellung der Proteste aufgerufen. Die Forderungen der Demonstranten seien erfüllt. Nun gelte es zum normalen Leben zurückzukehren.

 

 

Erst fordert die Armee, daß die Demonstranten nach Hause gehen, als das nicht geschieht, tauchen Mubaraks Schläger auf . Daß dieser Diktator friedliche Demonstranten zusammenschlagen läßt, dazu habe ich nur einen Kommentar: Und so einen Mann hat der Westen und vor allem die Amerikaner auch noch militärisch unterstützt:

Übrigens heute um 22:15 Uhr gibt es im ZDF Maybrit Illner mit ihrer gleichnamigen Polittalk-Sendung. Titel der Sendung: „Revolution in Nahost-Chance für die Freiheit oder die Islamisten?“.
Einer der Gäste ist der Journalist und Nahost-Experte Peter Scholl-Latour. Dies ist dann mein Programmtip.

 

 

Zum Video

Zum Video

(Quelle:Tagesschau.de)

Die Lage in Ägypten bleibt angespannt. Nach einer TV-Ansprache von Präsident Husni Mubarak am späten Dienstagabend, in der er ankündigte, bei der Präsidentenwahl im Herbst nicht mehr anzutreten und bis zum Ende seiner Amtszeit im September den Weg für die geforderten freien Wahlen mit Änderungen der Verfassung bereiten zu wollen, verlangt die Opposition weiter seinen Rücktritt. Ihr führendes Mitglied, der Ex-Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Behörde und Friedensnobelpreisträger Mohammed el-Baradei zeigte sich enttäuscht. „Wie immer hört er nicht auf sein Volk“. El-Baradei appellierte an Mubarak, die Macht an eine Übergangsregierung abzugeben. Der Sprecher der Muslim-Bruderschaft, Mohammed Mursi, sagte: „Dies erfüllt keine der Forderungen des Volkes“. Außerdem kämen diese Zugeständnisse zu spät. Viele Demonstranten auf dem Tahrir-Platz im Zentrum von Kairo kündigten die Fortsetzung der Proteste bis zur Amtsübergabe Mubaraks an.
Im Zentrum von Alexandria kam es zu kurzen Zusammenstößen zwischen Anhängern und Gegnern Mubaraks. Die Armee gab Warnschüsse ab.

 

 

Es sieht so aus, als ob der „Pharao“ Mubarak das ägyptische Volk hinhält und verarscht. Ein Diktator, der sich verzweifelt an die Macht klammert. Mubarak sollte besser heute als morgen abtreten. Wie sagte ein weiser Mann 1989: Eigentlich müßte man sagen: Der Diktator, der zu spät geht, den bestraft das Volk! In diesem Sinne, lieber Husni, bitte fliege nach Saudi-Arabien und gründe dort mit Ben Ali den .
Ach ja, bevor ich es vergesse: Vielleicht liest jemand von der Friedensbewegung diesen Eintrag. Wie wäre es mit einer großen
in Berlin. Das wäre echt klasse.

 

 

Zum Video

(Quelle:Tagesschau.de)
In Ägyptens Hauptstadt Kairo haben sich erneut Tausende Menschen zu neuen Protesten versammelt. Die Opposition hatte zum „Marsch der Millionen“ aufgerufen. Die Demonstranten fordern eine Woche nach Beginn der Proteste noch immer den Rücktritt von Präsident Husni Mubarak. Die von Vizepräsident Omar Suleiman in Aussicht gestellten Verfassungsreformen reichen der Opposition nicht aus. Auf Druck der
Proteste hatte Mubarak zuvor die Regierung teilweise umgebildet, aber
Schlüsselressorts wie Verteidigung und Äußeres bleiben unter der bisherigen Führung. Noch vor dem Ende der Ausgangssperre versammelten sich die Menschen auf dem Tahrir-Platz, dem Symbol der Massenproteste im Zentrum Kairos. Dort hatten viele Leute sogar die ganze Nacht ausgeharrt. Die ägyptische Armee kündigte an, keine Gewalt gegen die Demonstranten anzuwenden. Man erkenne die „Legitimität der Forderungen des Volkes“ an, sagte Militärsprecher Ismail Etman im Staatsfernsehen. Zur Behinderung der Anreise der Regimegegner haben die Sicherheitskräfte alle in die Hauptstadt führenden Straßen gesperrt, der öffentliche Nahverkehr wurde eingestellt. Alle innerstädtischen Schnellstraßen seien blockiert, so Sicherheitskreise. Der Bahnverkehr sei am zweiten Tag in Folge unterbrochen, so „Al Dschasira“. Zur Unterbindung der Kommunikation will die Regierung das Mobilfunknetz kappen.

 

 

Zum Video

 

(Quelle:Tagesschau.de)
Die politische Revolte in Ägypten droht in Anarchie umzuschlagen. In Kairo versuchten in der Nacht Bürgerwehren erneut, Plünderer und Brandstifter abzuwehren. Schüsse waren zu hören. Im Zentrum der Stadt versammelten sich trotz Ausgangssperre Hunderte Menschen mit der Forderung nach einem Regimewechsel. Bei den Unruhen starben bisher mindestens 150 Menschen. Die Polizei hatte sich in den vergangenen Tagen zurückgezogen. Von heute an solle sie wieder für Ordnung sorgen, so der scheidende Innenminister Habib al-Adli. Das könnte als Hinweis darauf angesehen werden, daß das Mubarak-Regime das Chaos der vergangenen Tage bewußt in Kauf genommen hatte, wie in den Medien spekuliert wurde. Außerdem wurde der Beginn der Ausgangssperre auf 15:00 Uhr vorgezogen.
Nach Medienberichten hat Präsident Mubarak seinen neuen Regierungschef Ahmad Schafiq mit einem politischen Reformkurs beauftragt. Der Präsident sprach sich im ägyptischen Staatsfernsehen für einen „Dialog mit allen Parteien“ aus. Die Korruption müsse bekämpft werden und das Vertrauen in die Wirtschaft müsse wiederhergestellt werden. Friedensnobelpreisträger Mohammed el-Baradei (Bildmitte) erklärte sich zum Wortführer der Opposition. Vor Demonstranten in Kairo sagte er: „Ich habe den Auftrag von den politischen Kräften erhalten, eine Regierung der nationalen Einheit zu bilden“.  El-Baradei ignorierte am Sonntagabend das Ausgangsverbot und demonstrierte gemeinsam mit mehreren Tausend Menschen. Dabei forderte er den Rücktritt von Präsident Husni Mubarak. „Euch gehört diese Revolution. Ihr seid die Zukunft“, sagte der Ex-Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Behörde (IAEA) el-Baradei auf dem Tahrir-Platz im Zentrum von Kairo. Unterdessen rief die Oppositionsbewegung für morgen zu einem Massenprotest auf. Die in Ägypten verbotene Muslim-Bruderschaft, die für eine Islamisierung des Landes eintritt, unterstützt el-Baradei. Deutsche Außenpolitiker haben vor dem Hintergrund der chaotischen Lage in Ägypten vor einer Machtübernahme durch islamische Fundamentalisten gewarnt.

 

 

 

Noch eine Anmerkung:in Sachen Fernsehberichterstattung über die Proteste im Nahen Osten hätte ich mehr erwartet,besonders von ARD und ZDF.Von den Privaten will ich gar nicht reden.Bei Anne Will gab’s gestern als Thema nur zu Guttenberg.Da hätte ich doch das Thema Ägypten bevorzugt.

 

 

Zum Video