überspringe Navigation

Tag Archives: Plünderungen


Eine wichtige Nachricht aus dem Libyen-Krieg. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International warf sowohl Truppen des flüchtigen Ex-Staatschefs Muammar al-Gaddafi als auch den Rebellen Folter vor und forderte die Anerkennung der Rechte von Gefangenen. So hätten Insassen in dem berüchtigten Gefängnis Abu Salim in Tripolis über Vergewaltigung und Folter zu Zeiten berichtet, als die Haftanstalt noch vom Gaddafi-Regime kontrolliert worden sei. Aber auch jetzt, nach Machtübernahme der Rebellen, habe eine Delegation vor Ort 125 Menschen in einer überfüllten Zelle angetroffen, in der die Gefangenen kein Platz gehabt hätten, sich zu bewegen. Zudem hätten die Rebellen schwarze Einwanderer festgenommen und geschlagen, weil sie vermuteten, daß es sich um Söldner handle. Ein Reporter des britischen Senders BBC berichtete über 17 Leichen von offenbar gefolterten und erschossenen Rebellen, die in ein Krankenhaus im Bezirk Mitiga eingeliefert worden seien. Ein Arzt habe angegeben, die Männer seien in einer Schule, die von den Gaddafi-Truppen als vorübergehendes Gefängnis genutzt worden sei, gefoltert und dann getötet worden. Aber auch Gaddafi-Kämpfer scheinen Opfer von Erschießungen geworden sein. Ein anderer Korrespondent der BBC entdeckte im Zentrum von Tripolis zwei Leichen von Gaddafi-Kämpfern, deren Hände auf dem Rücken zusammengebunden waren. Und ein AP-Korrespondent berichtet von etwa zwei Dutzend Leichen, die verstreut auf einer Grasfläche lagen, wo Gaddafi-Anhänger über Monate hinweg kampiert hatten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Quellen:Tagesschau.de, ZDF-heute.de)

Die Krawalle in England dauerten die vierte Nacht in Folge an. In der Hauptstadt London blieb es relativ ruhig. Die Polizeikräfte dort waren von 6.000 auf 16.009 erhöht worden und sorgten dafür, daß es nicht wieder zu Brandstiftungen und Plünderungen kam. Schwerpunkt der Ausschreitungen war Manchester. Dort lieferten sich Hunderte Jugendliche Straßenschlachten mit der Polizei. Geschäfte wurden ausgeraubt und in Brand gesteckt. Bis zum späten Abend wurden fast 50 Randalierer festgenommen. Krawalle gab es auch in Salford, Wolverhampton, Nottingham, Leicester, Liverpool, Birmingham, West Bromwich, Bristol und Gloucester.
Am Rande der Ausschreitungen in Birmingham sind drei Männer von einem Auto erfasst und getötet worden. Der Vorfall habe sich in der Nacht zu Mittwoch an einer Tankstelle in der Innenstadt von Birmingham ereignet. Die Männer wollten laut dem britischen Sender „BBC“ offenbar ihre Nachbarschaft während der Unruhen schützen. Ein Auto erfasste und überfuhr sie. Alle drei Männer starben im Krankenhaus an ihren schweren Verletzungen. Wenig später wurden in der Nähe ein Auto sichergestellt und ein Mann festgenommen. Die Polizei leitete Ermittlungen wegen Mordes ein. Gestern war im Zusammenhang mit den Protesten erstmals ein Mensch gestorben. Ein 26-jähriger Mann, der während der Unruhen am Montag angeschossen und im Londonder Stadtteil Croydon in seinem Auto gefunden worden war, starb laut Polizei im Krankenhaus. Als man ihn aufgefunden habe, seien zwei weitere Personen anwesend gewesen und festgenommen worden, weil sie Diebesgut bei sich trugen. Seit dem Beginn der Unruhen am Samstag nahm die britische Polizei landesweit mehr als 1.100 Personen fest. Allein in London waren es mehr als 750. Gegen mehr als 160 mutmaßliche Randalierer wurde Anklage erhoben.
Auslöser der Ausschreitungen war der Tod des vierfachen Familienvaters Mark Duggan, der letzten Donnerstag im Londoner Stadtteil Tottenham von einem Polizisten erschossen worden war. Nach Angaben der unabhängigen Polizeiaufsichtsbehörde IPCC vom Dienstag wurden keine Beweise dafür gefunden, daß Duggan zuvor selber auf die Beamten schoss. Die Pistole, die in dem Taxi gefunden wurde, in dem Duggan erschossen wurde, sei nicht benutzt worden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mir tun die bis jetzt fünf Toten leid und die Menschen, die durch diese verbrecherischen Plünderer möglicherweise ihre Existenz verloren haben.

 

 

(Quellen:Tagesschau.de, ZDF-heute.de)

In der Nacht auf Dienstag gab es in London die dritte Nacht in Folge Ausschreitungen und diese haben sich auch auf andere englische Großstädte ausgeweitet. In etlichen Vierteln der britischen Hauptstadt kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Randalierern und Polizei. Augenzeugen berichteten von „kriegsähnlichen Bildern“. In Croydon, Peckham und Lewisham im Süden Londons standen Gebäude in Flammen, während plündernde Jugendliche durch die Straßen von Hackney im Osten der britischen Hauptstadt, Clapham im Süden, Camden im Norden und Ealing im Westen zogen. Auch in Liverpool, Birmingham, und Bristol gingen vermummte Randalierer auf die Straßen und setzten Fahrzeuge und Häuser in Brand. Offenbar ist erstmals ein Mensch ums Leben gekommen. Ein 26-jähriger Mann, der während der Unruhen am Montag im Stadtteil Croydon angeschossen und in seinem Auto gefunden worden war, sei im Krankenhaus gestorben, teilte die britische Polizei mit. Als die Polizei den Mann auffand, seien zwei weitere Personen anwesend gewesen und festgenommen worden, weil sie Diebesgut bei sich trugen. Premierminister David Cameron unterbrach seinen Urlaub und hat den Nationalen Sicherheitsrat zusammengerufen, um die Lage zu besprechen. Nach Polizeiangaben wurden bis zum Montagabend mehr als 250 Randalierer festgenommen. Mehr als 40 Polizisten wurden verletzt. Die Polizei setzte zusätzlich 1.700 Beamte ein, konnte die Lage aber dennoch nicht unter Kontrolle bringen.
Die Krawalle hatten in der Nacht zum Sonntag im Problemviertel Tottenham begonnen. Randalierer hatten Büros, Wohnungen, Supermärkte und Polizeiautos in Brand gesetzt und Geschäfte ausgeplündert. Am Donnerstag zuvor war dort der 29-jährige Mark Duggan von einem Polizisten erschossen worden. Unklar war zunächst, ob der Familienvater, der der Banden- und Drogenszene zugerechnet wird, das Feuer eröffnet hatte. An der Darstellung der Polizei, daß der Mann geschossen habe, gab es am Montag Zweifel. Ergebnisse ballistischer Tests sollen im Tagesverlauf veröffentlicht werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Diese Unruhen, die offenbar auch wohl soziale Gründe haben, sind schockierend und da kann man eigentlich nur sagen, Gewalt ist keine Lösung. Das ist pure sinnlose Zerstörungswut. Mich erinnern diese Bilder an die Unruhen in Los Angeles 1992. Diese hatten auch soziale Hintergründe. Damals gab es 53 Tote. Hoffen wir, daß die Krawalle in England nicht in so eine Katastrophe münden.

 

 

(Quellen:Tagesschau.de, ZDF-heute.de)

(Quelle:Tagesschau.de)

Bei den Straßenschlachten zwischen den Anhängern von Präsident Husni Mubarak und Regimegegnern ist es in der ägyptischen Hauptstadt Kairo zu heftigen Feuergefechten mit schweren automatischen Waffen gekommen. „Im Moment scheint es so zu sein, als wenn die staatliche Ordnung zusammenbricht“, berichtete der ZDF-Korrespondent Dietmar Ossenberg. Nachrichtenagenturen berichten von mindestens zehn weiteren Toten. 800 Menschen sollen verletzt worden sein. Nach Angaben von Korrespondenten gab es im Zentrum sowie in vielen Vororten Brandstiftungen und Plünderungen. Laut dem Nachrichtensender Al-Arabija stürmten Mubarak-Anhänger in Kairo Hotels und machten Jagd auf Journalisten.
Der ägyptische Premierminister Ahmad Schafiq bat um Entschuldigung dafür, daß der Staat die gestrigen Ausschreitungen nicht verhindert hatte, er bestritt aber, in Angriffe auf Regimegegner verwickelt zu sein. Die Vorfälle würden aufgeklärt. Die ägyptische Armee versucht, Mubarak-Anhänger und Demonstranten zu trennen. Unterdessen hat Mubarak in einem ABC-Interview seine grundsätzliche Rücktritts-Bereitschaft bekräftigt. „Aber wenn ich heute zurücktrete, wird Chaos ausbrechen“, sagte er. „Ich kümmere mich nicht darum, was die Menschen sagen, sondern um Ägypten.“

 

 

Wie bitte?Wenn er heute zurücktritt bricht Chaos aus?Es ist bereits Chaos in Ägypten,Du Arsch!
Die Revolution in Ägypten erinnert mich an die rumänische Revolution von 1989. Damals wollte der Diktator Nicolae Ceaușescu auch nicht freiwillig abtreten.Tja,und dann haben sie den an die Wand gestellt. So kann’s gehen.Tritt lieber ab,Mubarak!

 

Zum Video

Zum Video