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Tag Archives: Opfer

Das Militärgefängnis Guantánamo (Camp X-Ray, Camp Delta mit dem Sonderteil Camp Echo und Camp Iguana)- Dorthin waren am 11. Januar 2002 die ersten 20 Gefangenen eingeliefert worden. Sie waren in Afghanistan ergriffen worden, wo die Vereinigten Staaten nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 einmarschiert waren, und wurden verdächtigt, Mitglieder der Terrororganisation Al-Qaida zu sein, die in dem Land ihre Basis hatte.

Gegenwärtig befinden sich noch 171 Gefangene in Guantánamo. Von ihnen sollen 36 wegen Kriegsverbrechen vor Militärgerichte kommen, weitere 46 gelten als gefährlich und sollen bis auf weiteres festgehalten werden, ohne vor Gericht gestellt zu werden. 32 können freigelassen werden, wenn sich Länder bereitfinden, sie aufzunehmen. Die restlichen 57 stammen aus dem Jemen, sie sollen ebenfalls nicht angeklagt, aber auch nicht in ihre Heimat zurückgeschickt werden, weil die Lage dort zu instabil ist.

Das Militärgefängnis Guantánamo ist eine Schande für die US-Regierung (die von Ex-US-Präsident George W. Bush und die des gegenwärtigen Noch-Präsidenten Barack Obama, der versprochen hatte, das Lager zu schliessen), für alle befreundeten Regierungen, die geholfen haben , das Lager zu füllen und für die Medien, die meiner Meinung nach viel zu wenig darüber berichten.

„I think what’s going on in Guantanamo Bay and other places is a disgrace to the U.S.A. I wouldn’t say it’s the cause of terrorism, but it has given impetus and excuses to potential terrorists to lash out at our country and justify their despicable acts.“Jimmy Carter

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Quelle:NZZ Online)

Heute ist der 19. Dezember – Gedenktag des Bundesrates für die Opfer des Völkermordes an den Sinti und Roma in der Zeit des Nationalsozialismus. Dieser bildet den Kulminationspunkt einer langen Geschichte von Diskriminierung und Verfolgung. Die Zahl der Opfer wird zwischen 220.000 bis 500.000 geschätzt. Ab Februar 1943 wurde ein großer Teil der im Deutschen Reich lebenden Roma in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert („Auschwitz-Erlass“).

 

 

Dieser Dreckskerl und Massenmörder Anders Behring Breivik hatte für seine Terrortour letzte Woche Freitag nach Angaben seines Anwalts wohl noch umfassendere Pläne. Der Verteidiger Geir Lippestad sagte der norwegischen Zeitung „Aftenposten“, der 32-Jährige habe am vergangenen Freitag „noch mehrere Pläne in unterschiedlicher Größenordnung“ gehabt. Diese seien „genau so konkret“ gewesen wie die Bombe im Regierungsviertel der Hauptstadt Oslo und dem Massaker auf der Insel Utøya. Breivik hatte die Absicht,
zwei weitere Gebäude „zu bombadieren“. Lippestad teilte weiter mit, daß Breivik vor seinen Anschlägen unter Drogeneinfluss gestanden habe: „Er nahm Drogen, um das zu schaffen, was er dann getan hat.“
Derweil wird Breivik erneut vernommen. laut Polizei soll er vor allem zu neuen Ermittlungserkenntnissen befragt werden.
Der 32-jährige wird wohl erst 2012 vor Gericht kommen. Er solle sich dann für alle Morde einzeln verantworten, so die Ankündigung der Staatsanwaltschaft. Norwegens Generalstaatsanwalt Tor-Aksel Busch begründet den späten Prozessbeginn mit der Dimension der Tat. Der Fall sei so umfangreich, daß die Ausarbeitung der Anklageschrift viel Zeit in Anspruch nehmen werde. Busch bestätigte Überlegungen, daß Breivik möglicherweise wegen Verbrechens gegen die Menschlichkeit angeklagt wird. Das würde eine Verurteilung zu 30 Jahren Haft ermöglichen.
Der Attentäter hatte Freitag letzter Woche im Osloer Regierungsviertel eine Autobombe detonieren lassen, dabei starben acht Menschen. Zwei Stunden später begann er auf der 40 Kilometer entfernten Insel Utøya mit einem Massaker an Teilnehmern eines sozialdemokratischen Jugendlagers. Er tötete dort bis zu seiner Festnahme 68 Menschen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Quellen:Tagesschau.de, N24.de, n-tv.de)

Zum Gedenken an die 76 Opfer der kaltblütigen Anschläge in Norwegen wurde um 12:00 Uhr in vielen Ländern eine Schweigeminute eingelegt. Überall in Norwegen ließen die knapp fünf Millionen Bürger die Arbeit ruhen. Alle Eisenbahnzüge wurden zum Halten gebracht, in der Hauptstadt Oslo ruhte auch der Straßenverkehr, an den Flughäfen und an der Börse wurde die Arbeit während der Schweigeminute niedergelegt. An dem öffentlichen Gedenken beteiligten sich aus Solidarität mit Norwegen auch Schweden, Dänemark, Island und Finnland. Dort hatten die Regierungen die Bevölkerung dazu aufgerufen, die Opfer ebenfalls zu würdigen. An allen offiziellen Gebäuden standen die Landesfahnen auf Halbmast.
Heute Nachmittag hat der geständige Attentäter Anders Behring Breivik in Oslo vor einem Haftrichter auf „nicht schuldig“ plädiert. Die Anhörung fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Breivik hatte zuvor darauf gedrängt, seine Motive öffentlich darzulegen. Der 32-jährige hatte Freitagnachmittag in Oslo mit einer selbstgebauten Autobombe Teile der Innenstadt in eine Trümmerlandschaft verwandelt. Mindestens sieben Menschen wurden durch die Wucht der Explosion und Trümmer getötet. Das Büro von Premierminister Jens Stoltenberg wurde völlig verwüstet. Im Anschluß hatte Breivik auf der etwa 50 Kilometer von Oslo entfernten Fjordinsel Utøya mindestens 86 Teilnehmer eines sozialdemokratischen Jugendlagers getötet. Eine Stunde lang schoss er mit einem Schnellfeuergewehr gezielt auf die Jugendlichen. Zu den Opfern gehört auch der 51-jährige Polizist Trond Berntsen, ein Stiefbruder der norwegischen Prinzessin Mette-Marit. Laut der norwegischen Zeitung Dagbladet wurde er erschossen, als er seinen zehnjährigen Sohn schützen wollte.
In einem Geständnis bezeichnete dieser Verbrecher Breivik seine Taten als „grausam, aber notwendig“. Nach ersten Ermittlungen handelte der 32-Jährige wahrscheinlich als Einzeltäter. Über Netzwerke im Internet pflegte er Kontakte in die rechte Szene. Mehrere Jahre lang soll er seine Taten geplant haben. Das geht aus einem mehr als 1500 Seiten langen Pamphlet hervor, das dem bekennenden Fundamentalchristen und Islamhasser zugeschrieben wird und im Internet kursiert.
Die Polizei korrigierte übrigens die Opferzahl von 93 auf 76 nach unten.

 

 

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(Quellen:Tagesschau.de, ZDF-heute.de, N24.de)

Frauen genießen weltweit mehr Rechte als je zuvor, sind aber immer noch Opfer von Diskriminierung und Gewalt, vor allem im privaten Bereich. Das ist das Ergebnis des ersten Berichts der neuen UN-Behörde für Frauenangelegenheiten, UN Women, der am Mittwoch veröffentlicht wurde.
186 Staaten hätten eine Konvention zur Verurteilung von Diskriminierung von Frauen und zur Verteidigung der Gleichberechtigung ratifiziert, aber beispielsweise Vergewaltigung in der Ehe werde in 127 Ländern nicht bestraft, und 61 Länder schränkten das Abtreibungsrecht ein. Millionen Frauen erlebten in ihrem Leben Gewalt, die meist vom Partner ausgehe, vielen werde die Kontrolle über den eigenen Körper sowie der Schutz vor Gewalt verweigert.   Rund 600 Millionen Frauen und damit mehr als die Hälfte der arbeitenden Frauen seien zudem in prekären Arbeitsverhältnissen und an unsicheren Stellen beschäftigt, die häufig nicht der Gesetzgebung unterliegen.
Fortschritte wurden laut dem UN-Bericht vor allem beim Wahlrecht erzielt, das inzwischen in fast allen Ländern der Welt auch für Frauen gilt. Vor hundert Jahren war dies lediglich in zwei Ländern der Fall. Bei politischen Entscheidungen übten Frauen einen größeren Einfluss denn je aus, was zu einer wachsenden Anerkennung der Frauenrechte führe.
Der 169-seitige Bericht trägt den Titel „Progress of the World“s Women: In Pursuit of Justice“ („Fortschrittsbericht zur Lage der Frauen auf der Welt: Im Streben nach Gerechtigkeit“). UN Women hatte erst im Januar die Arbeit aufgenommen, Voritzende ist die frühere chilenische Präsidentin Michelle Bachelet. Ziel der UN-Organisation ist die Förderung der Gleichberechtigung und mehr Rechte für die Frauen.

 

 

 

 

(Quellen:NZZ.Online, Der Westen.de, AFP)

Bei einem Doppelanschlag in der irakischen Stadt Tadschi, die 20 Kilometer nördlich der Hauptstadt Bagdad liegt und größtenteils sunnitisch geprägt ist, sind mindestens 35 Menschen getötet worden, mindestens weitere 30 Menschen wurden laut einem Sprecher der Sicherheitskräfte verletzt. Die Anschläge richteten sich gegen den Sitz des Stadtrats und eine Behörde, die Ausweise ausstellt. Vor dem Gebäude explodierte demnach eine Autobombe. Als Menschen zur Hilfe eilten, detonierte ein weiterer Sprengsatz auf dem Parkplatz. Die Anschläge ereigneten sich um 12:00 Uhr Ortszeit (11:00 Uhr MESZ).
Dem Anschlag ging eine Serie von Angriffen auf Polizisten und Soldaten voraus, bei denen in den vergangenen Tagen mindestens zehn Personen getötet und 22 verletzt wurden.

 

 

 

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(Quellen:Tagesschau.de, ZDF-heute.de, N24.de)

(Quellen:Tagesschau.de, N24.de, n-tv.de)
Nachdem gestern in Afghanistan zwei Bundeswehrsoldaten durch einen Selbstmordanschlag getötet wurden, zu dem sich die Taliban bekannt haben, hat sich die NATO in der Nacht zum Sonntag offenbar auch die Hände schmutzig gemacht und Zivilisten getötet. Bei einem NATO-Luftangriff in der südafghanischen Provinz Helmand sind laut der Provinzregierung 14 Zivilisten ums Leben gekommen, darunter zwölf Kinder. Ein Sprecher des Provinzgouverneurs, Mohammed Daud Ahmadi, sagte, bei dem Angriff seien fünf Mädchen, sieben Jungen und zwei Frauen getötet worden, drei Kinder, eine Frau und zwei Männer seien verletzt worden. US-Truppen seien von Taliban-Kämpfern beschossen worden, sie hätten um Luftunterstützung gebeten. NATO-Flugzeuge hätten daraufhin zwei Wohnhäuser mit Zivilisten bombadiert. Ein Sprecher der ISAF sagte, man kenne die Vorwürfe und untersuche den Vorfall.
Die zivilen Opfer bei NATO-Angriffen lösen in der afghanischen Regierung und der Bevölkerung (verständlicherweise) Unmut und Wut aus. Ich denke mal, es wird wieder Proteste gegen die NATO geben, Demonstranten werden getötet, dann gibt es leider wieder einen Selbstmordanschlag bei dem NATO-oder Bundeswehrsoldaten sterben und so geht die Spirale der Gewalt weiter.

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(Quellen:Tagesschau.de, ZDF-heute.de, N24.de, Spiegel Online)
Heute gibt es die Meldung, daß die Terrororganisation Al-Qaida angeblich den Tod ihres Führers Osama bin Laden bestätigt hat. Das meldet das auf die Überwachung islamistischer Websites spezialisierte US-Unternehmen SITE. Gleichzeitig habe Al-Qaida Vergeltung für bin Ladens Tod angedroht. Die Tötung bin Ladens werde „zu einem Fluch für die Amerikaner“ und ihre Helfer werden, der sie in- und außerhalb ihrer Länder verfolgen werde. Die Freude in den USA werde in Trauer umschlagen und ihr Blut werde sich mit Tränen mischen, drohte Al-Qaida.
Bei einem Besuch in New York am Ground Zero hat US-Präsident Barack Obama gestern wenige Tage nach der Tötung von bin Laden der Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001 gedacht. Obama legte am Ground Zero einen Kranz nieder, wo vor fast zehn Jahren Al-Qaida-Terroristen zwei Flugzeuge in die Zwillingstürme des World Trade Center steuerten. Dabei starben mindestens 2746 Menschen. Nach der Kranzniederlegung sprach Obama mit Angehörigen der Opfer. Vorher hatte er mit New Norks früherem Bürgermeister Rudolph Giuliani die Feuerwache „Pride of Midtown“ in Manhattan besucht, die mit 15 Feuerwehrleuten die meisten Kräfte verloren hatte.
Es gibt neue Details zu den Umständen der Tötung von bin Laden in seinem Anwesen in der pakistanischen Garnisonsstadt Abbottabad, etwa fünfzig Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Islamabad. Nach Berichten des US-Nachrichtensenders „MSNBC“ hatte nur ein (!) Kurier von bin Laden Schüsse auf die US-Navy SEALs abgefeuert. Die Soldaten hätten das Feuer erwidert und den Mann und seine Ehefrau getötet. Als die Einheit das Anwesen durchsuchte, erschoss sie im dunklen Treppenhaus einen weiteren Mann, der (angeblich) die Hand verdächtig hinter dem Rücken hielt, sich aber als unbewaffnet (!) herausstellte. Auch ein getöteter Sohn bin Ladens, der die Treppe hinuntergestürmt sei, sowie bin Laden selbst, seien unbewaffnet gewesen.
Die Nachrichten über diese Operation Neptune’s Spear hören und lesen sich so, als wenn es doch eine Möglichkeit gegeben hätte, den Terrorchef festzunehmen. Nicht daß ich mit bin Laden Mitleid hätte, aber das wäre besser gewesen. Es gibt sicher viele Menschen, die an seinen Aussagen interessiert gewesen wären. Sogar der böse irakische Diktator Saddam Hussein wurde vor ein Gericht gestellt.
Al-Qaida soll (auch angeblich) darüber nachgedacht haben, zum zehnten Jahrestag der 9/11-Anschläge einen Zug entgleisen zu lassen. Das geht aus Computerdateien hervor, die die Spezialkräfte in bin Ladens Haus beschlagnahmt hatten.


(Dieses Foto zeigt die Leiche des am 15. Januar 2010 getöteten Bauernsohns Gul Mudin, dahinter posiert ein Mitglied des „Kill Teams“. Der „SPIEGEL“ veröffentlicht nun drei Fotos aus dem Besitz der Beschuldigten, die aus purer Mordlust unschuldige Afghanen umgebracht haben sollen.)


(Die Aufnahme stammt vom selben Tag, diesmal grinst der Soldat Jeremy Morlock in die Kamera.)

(Quellen:Tagesschau.de, Spiegel Online, Bild.de, Stern.de, ARD-Text 128, ZDF-Text 133, RTL-Text 131)
Es ist eine alte Weisheit, daß Krieg das Böse im Menschen entfesselt. So auch bei einer Gruppe von fünf US-Soldaten. Ein US-Militärgericht hat einen Soldaten wegen Mordes an drei unbewaffneten afghanischen Zivilisten zu 24 Jahren Haft verurteilt. Der 22-jährige Jeremy Morlock hatte sich vor einem Militärgericht in Fort Lewis im US-Bundesstaat Washington schuldig bekannt, gemeinsam mit vier Soldaten seiner Einheit zwischen Januar und Mai 2010 aus purer Mordlust unbewaffnete Zivilisten gejagt und ermordet zu haben. „Der Plan war, Leute zu töten“, sagte er. Laut Anklage töteten sie unbewaffnete Zivilisten mit Gewehren und Granaten, obwohl diese keinerlei Bedrohung darstellten. Anschließend sollen sie den Opfern Körperteile abgeschnitten haben, um sie als Trophäen mitzunehmen -unter anderem Fingerknochen und sie ließen sich mit einem ihrer toten Opfer grinsend fotografieren. Wie viele Zivilisten von der Gruppe, dem „Kill Team“, getötet wurden, ist bislang unklar. Weil Morlock gegen seine Mittäter ausgesagt hatte, konnte der Soldat nicht zu lebenslanger Haft verurteilt werden. Darunter ist auch der mutmaßliche Anstifter zu den Taten, Feldwebel Calvin Gibbs. Auch er ist des Mordes angeklagt, sein Prozess soll aber erst später beginnen.
Die US-Armee hatte sich übrigens nach Bekanntwerden des Falls und der Veröffentlichung der Fotos für das Verhalten der Soldaten entschuldigt. Die Handlungen auf den Bildern seien „widerwärtig für uns als Menschen.“ Sie stünden im Widerspruch zu den Standards und Werten der US-Streitkräfte. In einer Erklärung entschuldigte sich das Militär „für das Leid, das diese Fotos auslösen.“ Ich hoffe nur, daß es nicht eine Tages solche Berichte und Fotos über Bundeswehrsoldaten gibt. Krieg ist schmutzig.