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Tag Archives: Niederlage

-der irakische Diktator Saddam Hussein wurde 2003 von US-Besatzungstruppen festgenommen. Nach US-Darstellung wurde er nach einem Verrat eines früheren Gefolgsmannes, eines ehemaligen irakischen Geheimdienstlers, in dem Dorf Dur rund 15 Kilometer von seiner Heimatstadt Tikrit entfernt von US-Soldaten gefangen genommen. Demnach habe sich der einstmals mächtigste Mann des Landes zuletzt in einem engen gemauerten Erdloch vor einer ärmlichen Hütte versteckt gehalten. Als die Soldaten das Erdloch mit vorgehaltener Waffe inspizierten, habe sich Saddam Hussein ihnen kampflos und müde ergeben. Bei ihm soll Bargeld im Wert von etwa 750.000 US-Dollar gefunden worden sein. Der von der US-Führung verbreitete Hergang der Festnahme und der konkrete Zeitpunkt wurde durch den Anwalt Saddam Husseins sowie ihn selbst bestritten. Der ehemalige US-Soldat Nadim Abou Rabeh sagte im März 2005, daß die Szene mit dem so genannten Erdloch gestellt worden sei, Saddam Hussein in einem Haus gelebt habe und die US-Soldaten bei der Festnahme auf Widerstand gestoßen seien.
-der polnische Politiker und General Wojciech Jaruzelski (von 1981 bis 1985 Ministerpräsident der Volksrepublik Polen) verhängte 1981 das Kriegsrecht, um den wachsenden Einfluss der Gewerkschaft Solidarność (Vorsitzender Lech Wałęsa), die 1980 aus einer Streikbewegung heraus entstand, zu brechen und weil diese für den 17. Dezember Massendemonstrationen geplant hatte.
-die Schlacht um das Chosin-Reservoir (vom 26. November bis 13. Dezember 1950) endete. Diese Schlacht fand während des Koreakriegs statt, kurz nachdem die Chinesen in den Konflikt eingetreten waren. Eine große Anzahl chinesischer Soldaten gelangte über den Fluss Yalu in das Umland des Changjin-Stausees und kesselte dort die UN-Truppen (vor allem der USA) ein. Es folgte eine brutale Schlacht in eisiger Kälte. Obwohl die US-Streitkräfte in der Unterzahl den chinesischen Truppen große Verluste zufügten, mussten sie sich sehr schnell aus Nordkorea zurückziehen.
-Unions-Truppen erlitten 1862 eine Niederlage in der Schlacht von Fredericksburg (Virginia) während des US-Bürgerkriegs. Generalmajor Ambrose Burnside beabsichtigte, den Rappahannock bei Fredericksburg auf Pontonbrücken zu überqueren, die Nord-Virginia-Armee auf dem jenseitigen Ufer zu schlagen und Richmond einzunehmen. Da sich der Übergang über den Fluss jedoch aufgrund fehlender Pontonbrücken um mehrere Tage verzögerte, konnten die Konföderierten auf dem gegenüberliegenden Ufer Stellung beziehen. Am 13. Dezember kam es zur Schlacht. Alle Angriffe Burnsides scheiterten.
-US-Schauspieler Dick Van Dyke wurde 1925 in West Plains/ Missouri geboren.

 

 


(Auf dem Vormarsch: Ouattara – Anhänger in der Elfenbeinküste Foto: „AFP“)

(Quellen:Tagesschau.de, Focus Online, ARD-Text 124/125/126, ZDF-Text 130/131, N24-Text 117)
Im westafrikanischen Staat Elfenbeinküste tobt ein Konflikt, der ebenso schlimm wie der Bürgerkrieg in Libyen ist. Seit der Präsidentschaftswahl Oktober und November 2010 ist es zwischen Anhängern des abgewählten Präsidenten Laurent Gbagbo und des neugewählten Präsidenten Alassane Ouattara zu gewaltsamen Auseinandersetzungen gekommen. Gbagbo weigert sich trotz der klaren Niederlage, die Macht dem international anerkannten Wahlsieger Ouattara zu übergeben. Gbagbo geht dabei seit Monaten mit Waffengewalt gegen seine Widersacher vor und attackiert auch immer wieder die mittlerweile etwa 10000 UN – Friedenssoldaten im Land. Bislang sind nach UN – Schätzungen 462 Menschen bei den monatelangen Kämpfen in dem Land getötet worden. Eine Million Menschen sollen bereits geflohen sein, die meisten aus der umkämpften Stadt Abidjan. Vermittlungsbemühungen blieben bisher erfolglos. Der Machtkampf in dem Land steht offenbar vor einer Entscheidung. Truppen beider Seiten lieferten sich heute in Abidjan erneut schwere Gefechte. Medien berichteten, daß in den Wohnvierteln der Stadt Schüsse zu hören waren. Truppen von Ouattara hatten in der Wirtschaftsmetropole die Residenz von Gbagbo angegriffen, sagte ein Sprecher Ouattaras dem US – Nachrichtensender „CNN“. Über dem Präsidentenpalast stand eine Rauchsäule. Das staatliche Fernsehen sei unter Kontrolle. Es werde nur noch „Stunden, vielleicht Tage“ dauern, bis Gbagbo stürzen wird, sagte ein Sprecher Ouattaras. Ouattara rief die Armee auf, die Waffen niederzulegen und einen Bürgerkrieg zu vermeiden. Seine Truppen hätten Abidjan erreicht, ein weiteres Blutvergießen sei sinnlos. Er ordnete auch die Schließung aller Land -, Luft – und Seegrenzen des Landes an. Die im Land stationierten UN – Truppen übernahmen die Kontrolle über den Flughafen Abidjan. Bei den Gefechten wurde wohl auch eine schwedische UN – Mitarbeiterin getötet, so das Außenministerium in Stockholm. Möglicherweise sei sie durch eine fehlgeleitete Kugel getroffen worden. Auch das französische Militär griff Medienberichten zufolge in den Konflikt ein. In Abidjan patrouillierten französische Soldaten, wie eine Korrespondentin des französischen Fernsehsenders „BFM“ aus der Stadt berichtete. Die Afrikanische Union rief Gbagbo auf, sein Amt aufzugeben, um weiteres Blutvergießen zu verhindern. Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) forderte ebenfalls Gbagbos Rücktritt und verurteilte die anhaltenden Kämpfe.
Laurent Gbagbo – noch so ein Diktator, der über Leichen seines Volkes geht, um an der Macht zu kleben. Das Land exportiert auch wenig Öl, das ist wohl der Grund, warum dieser Krieg in den Medien nicht so präsent ist wie der in Libyen.