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Tag Archives: Luftschläge

(Quellen:Tagesschau.de, N24.de, n-tv.de)
Kein Ende des Krieges in Libyen in Sicht-im Gegenteil. Die NATO hat ihren Militäreinsatz „Unified Protector“ in Libyen um drei Monate bis Ende September verlängert. Das beschloß der NATO-Rat in Brüssel. Das Mandat für den Libyen-Einsatz war zunächst auf 90 Tage bis zum 27. Juni befristet. Weil der libysche Staatschef Muammar al-Gaddafi trotz der massiven Luftangriffe nicht weichen will, hält die NATO die Fortführung ihrer Mission für notwendig. NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen sprach von einer „klaren Botschaft“ an Machthaber Gaddafi: „Wir sind entschlossen, unseren Einsatz zum Schutz der libyschen Bevölkerung fortzusetzen.“ Das heißt ja dann noch mehr Kollateralschäden. Laut der Führung in Tripolis kamen bei den Luftschlägen bisher mindestens 718 Menschen ums Leben. An dem internationalen Militäreinsatz gegen Libyen sind insgesamt 17 Staaten mit etwa 200 Flugzeugen und 18 Schiffen beteiligt. Er besteht aus einer Seeblockade, einem Waffenembargo und Luftschlägen, bisher rund 3500, gegen Gaddafis Truppen. Die Luftschläge gegen Libyen begannen am 19. März und sollten der Durchsetzung der UN-Resolution 1973 zur Schaffung einer Flugverbotszone und zum Schutz der Zivilbevölkerung vor Gaddafi-Truppen dienen. Inzwischen werden aber dadurch die Aufständischen unterstützt. Und obwohl keine Bodentruppen vorgesehen sind, haben Frankreich und Großbritannien vor kurzem beschlossen, Kampfhubschrauber nach Libyen zu entsenden.
Der südafrikanische Präsident Jacob Zuma hatte gestern nach der Rückkehr von seiner Vermittlungsmission in Tripolis erklärt, daß Gaddafi nicht bereit sei, Libyen zu verlassen. Bevor ein Dialog beginnen könne, müssten die NATO-Luftangriffe gestoppt werden, habe Gaddafi betont. Tripolis ist am Dienstagabend von sechs schweren Explosionen erschüttert worden. Laut einem „AFP“-Reporter überflogen am späten Abend erneut Kampfflugzeuge die Stadt. Danach folgten zwei Explosionen, gefolgt von vier weiteren im Abstand von wenigen Minuten. Die Ziele der Angriffe waren demnach zunächst unklar.

 

(Quellen:Tagesschau.de, ZDF-heute.de, N24.de)

  -anders kann man die Serie der NATO-Luftangriffe auf Libyens Hauptstadt Tripolis in der Nacht zum Dienstag wohl nicht bezeichnen. Ein „BBC“-Korrespondent sprach von den bisher schwersten Luftschlägen gegen Tripolis, „BBC“-Bilder zeigten schwere Explosionen. Es habe rund 20 Explosionen gegeben, auch in der Nähe von Bab al-Asisija, der Residenz von Staatschef Muammar al-Gaddafi. Die NATO teilte mit, Ziel sei ein Fahrzeugpark der Gaddafi-Truppen am Bab al-Asisija-Militärlager gewesen, NATO-Flugzeuge hätten eine Reihe von Lenkwaffen abgeschossen. Der libysche Regierungssprecher Moussa Ibrahim sagte, mindestens drei Menschen seien getötet, 150 verletzt worden.
Es wird in den Medien auch berichtet, daß sowohl Frankreich als auch Großbritannien Kampfhubschrauber nach Libyen entsenden wollen. Und laut Militärexperten ist der Einsatz von Hubschraubern nur im Zusammenhang mit Bodentruppen (!) sinnvoll.

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(Quellen:Tagesschau.de, ZDF-heute.de, N24.de)
Es sieht ganz so aus, als ob die NATO in Libyen bei einem Luftangriff auf die Hauptstadt Tripolis am späten Samstagabend Saif al-Arab al-Gaddafi, den jüngsten Sohn von Machthaber Muammar al-Gaddafi getötet hat. Auch drei Enkel von Gaddafi sollen bei dem Angriff ums Leben gekommen sein. Das wird zumindest von offizieller Seite in Libyen behauptet. Gaddafi und seine Frau hätten sich ebenfalls in dem Haus von Saif al-Arab al-Gaddafi aufgehalten. Es soll ihnen aber nichts passiert sein. Die NATO bestätigte einen Angriff auf ein „Kommando-und Kontroll-Gebäude“ im Stadtteil Bab al-Asisija
in Tripolis. Der britische Premierminister David Cameron sagte, die NATO wähle ihre Ziele für Luftschläge in Libyen strikt unter Einhaltung der Vorgaben der UN-Resolution 1973 aus. Als Reaktion auf diesen NATO-Angriff sind in Tripolis wohl die britische und italienische Botschaft sowie UN-Gebäude angegriffen worden. Darauhin wurde der libysche Botschafter in Großbritannien ausgewiesen. Wenn der Tod von Gaddafis Sohn wahr ist, glaube ich nicht, daß er aufgibt, der wird jetzt erst recht weiterkämpfen. Außerdem der Tod dreier Kinder ist ein Kriegsverbrechen. Die „gute“ NATO geht über Leichen, um Gaddafi wegzubekommen, so wie der „böse“ Gaddafi über Leichen geht, um an der Macht zu bleiben. Im Krieg gibt es nicht die Guten und die Bösen, es gibt nur Opfer und Zerstörung.

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(Quellen:Tagesschau.de, Welt Online, Online Presseportal)
Dies ist dann mein zweiter Blogeintrag heute zum Thema Libyen. Die NATO hat an die Zivilbevölkerung in Libyen appelliert, sich von den Truppen des Machthabers Muammar al-Gaddafi fernzuhalten. Dann könne die NATO bei ihren gezielten Angriffen auf diese Truppen und deren Kriegsgerät erfolgreicher sein, erklärte der Kommandeur des NATO-Militäreinsatzes in Libyen , der kanadische Generalleutnant Charles Bouchard. Gestern hatte die NATO zugegeben, daß die Luftschläge den Schutz der Zivilisten nicht sicherstellen könnten, weil Gaddafi-Truppen ihre Panzer mit Zivilisten als menschlichen Schutzschilden sicherten. Ich wüßte da wie man die Zivilisten schützt:
Jedenfalls hat der libysche Außenminister Abdul Ati al-Obeidi der NATO ein verlockendes Angebot gemacht. Sollte diese die Angriffe stoppen, wären Diskussionen über einen Übergang zur Demokratie möglich, sagte er dem Sender „BBC“. Das könnte auch ein Abdanken von Staatschef Muammar al-Gaddafi beinhalten, fügte er hinzu. Gleichzeitig warnte er Europa vor der Entsendung von Militärberatern. Eine Entsendung europäischer Verbindungsoffiziere würde den Konflikt noch verschlimmern, sagte al-Obeidi. Unser Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) sagte am Rande eines Treffens der Außenminister von EU und Golf-Kooperationsrat im Emirat Abu Dhabi, es sei notwendig, sich von dem Gedanken zu trennen, daß eine schnelle militärische Lösung wahrscheinlich sei. Wenn das so ist bitte einen Waffenstillstand schließen. Afghanistan, Irak und nun Libyen-die einzigen, die sich über diese Kriege freuen, sind Waffenhändler und Ölfirmen.


(Foto:Aiman az-Zawahiri)

(Quellen:Spiegel Online, Stern.de, Sueddeutsche.de, Welt Online, Der Westen, ZDF-Text 133, N24-Text 111, RTL-Text 121)
Die NATO und der Westen insgesamt sollte den Rebellen in Libyen besser keine Waffen liefern. Die Nummer zwei des Terrornetzwerks Al-Qaida, Aiman az-Zawahiri, hat sich zu Wort gemeldet und laut US-Fernsehsender „ABC“ zum Kampf gegen die Truppen des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi aufgerufen. Die arabischen Armeen müßten in Libyen eingreifen und helfen, Gaddafi zu vertreiben, bevor „die Hilfe des Westens…sich in eine Invasion verwandelt“. Wenn da Waffen geliefert würden, könnten die in Al-Quaida – Hände fallen. Die NATO hat Gaddafi Bedingungen für ein Ende der Luftschläge gestellt. Die Angriffe und Drohungen gegen Zivilisten müßten aufhören, andernfalls werde das „hohe Einsatztempo“ aufrechterhalten, so NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen beim Treffen der NATO-Außenminister in Berlin. Die USA, Großbritannien und Frankreich sehen mit Gaddafi keine Zukunft in Libyen und wollen so lange weitermachen, bis dieser die Führung abgegeben hat. Das machten US-Präsident Barack Obama, Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und Großbritanniens Premierminister David Cameron in einem gemeinsamen Artikel für vier große internationale Zeitungen klar. Das UN-Mandat für den Libyen-Einsatz umfasse zwar nicht den Sturz Gaddafis, schrieben die drei Staatschefs. Es sei jedoch undenkbar, dass „jemand, der versucht hat sein eigenes Volk zu massakrieren, an dessen zukünftiger Regierung beteiligt ist“, schrieben sie. „Seine Raketen und Geschosse regneten auf wehrlose Zivilisten herab. Die Stadt Misrata erleidet eine mittelalterliche Belagerung.“ Sollte die Staatengemeinschaft zulassen, dass Gaddafi an der Macht bleibe, wäre die Bevölkerung einer fürchterlichen Rache ausgesetzt. „Es wäre ein unzumutbarer Verrat.“ Sie würden „nicht aufgeben, bis die UN-Resolutionen umgesetzt sind“, bekräftigten Obama, Sarkozy und Cameron. Dazu möchte ich dies hier zitieren:

Dem gibt es nichts mehr hinzuzufügen.

Welt Online-Video:Bin Ladens Vize ruft zum Kampf gegen Gaddafi auf

(Quellen:Tagesschau.de, RP Online, ARD-Text 124, ZDF-Text 128, N24-Text 111/112)
War ja klar! Der USGeheimdienst unterstützt laut einem Zeitungsbericht der „New York Times“ seit Wochen mit verdeckten Aktionen die Aufständischen in Libyen in ihrem Kampf gegen den Diktator Muammar al-Gaddafi.  Die Agenten kundschaften mögliche Ziele für die Luftschläge der internationalen Streitkräfte aus und versuchten Kontakt zu den Rebellen zu knüpfen, berichtete die „New York Times“ unter Berufung auf US – Regierungsbeamte. Ein ehemaliger US – Geheimdienstmitarbeiter sagte der Nachrichtenagentur „AP“, daß in diesem Monat erneut Agenten nach Libyen entsandt worden seien. Sie hätten beispielsweise bei der Rettung des Waffenleitoffiziers des in Libyen abgestürzten US – Kampfjets geholfen. Wegen der Luftangriffe änderten die Regierungstruppen offenbar ihre Taktik. Immer häufiger verzichteten die Soldaten auf Panzer und schwere Geschütze und führen in Kleinbussen und Geländewagen zur Front, hieß es aus US – Geheimdienstkreisen. Diese Taktik erschwere Luftangriffe, da die Piloten der internationalen Streitkräfte nicht zwischen Aufständischen und Regierungstruppen unterscheiden könnten, sagte ein Vertreter der US – Geheimdienste. Die US – Regierung in Washington wollte sich nicht zu dem Bericht äußern. Präsidentensprecher Jay Carney sagte, es gebe nach wie vor keine Entscheidung darüber, die Regimegegner oder irgendeine andere Gruppe in Libyen mit Waffen zu versorgen. Die Aufständischen haben vergeblich versucht, die Hafenstadt Brega einzunehmen. Der Vorstoß geriet in heftiges Artilleriefeuer der Gaddafi – Truppen und mußte laut Nachrichtensender „BBC“ abgebrochen werden. Außerdem teilte NATO – Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen in Brüssel mit, daß die NATO offiziell das Kommando über den Militäreinsatz in Libyen hat.
Interessant ist, daß Libyens Außenminister Mussa Kussa offenbar Gaddafi die Gefolgschaft gekündigt hat und sich nach London abgesetzt hat. Das teilte die britische Regierung mit. Kussa sei als Außenminister zurückgetreten und wolle in Großbritannien um politisches Asyl bitten. Er sei geflohen, weil er gegen Angriffe auf die Zivilbevölkerung gewesen sei. Kussa wird laut dem britischen Außenminister William Hague keine diplomatische Immunität zugebilligt. Ein Sprecher der libyschen Regierung erklärte, Kussa sei auf einer „diplomatischen Reise“ und nicht geflüchtet. Nach Berichten Oppositioneller soll Gaddafi übrigens angeblich einen Wutanfall bekommen haben, als er von Kussas Flucht erfuhr. Und er soll einen Mordauftrag an Geheimdienstchef Abu Zaid Umar Durda erteilt haben, der Kussa in Großbritannien aufspüren soll.

 

 

 

 

(Quellen:Tagesschau.de, Welt Online, ARD-Text 120/121, ZDF-Text 129 )
Aus Libyen gibt es kaum neues zu berichten. Der Machthaber Muammar al-Gaddafi hat noch nicht kapituliert und es wird von dieser „Koalition der Willigen“ fröhlich weitergebombt. Auch am sechsten Tag in Folge gab es Luftschläge gegen Gaddafi-Truppen. Diese Luftschläge finden im Rahmen der Militäroperation „Odyssey Dawn“ („Odysee Morgendämmerung“) statt, welche die UN-Resolution 1973, zur Errichtung einer Flugverbotszone zum Schutz der Zivilisten vor Regimetruppen, durchsetzen soll. Wieder wurde die libysche Hauptstadt Tripolis von mehreren Explosionen erschüttert. Über der Stadt sei Luftabwehrfeuer zu sehen gewesen, berichtete ein Reporter der französischen Nachrichtenagentur „AFP“. Nach Angaben des libyschen Staatsfernsehens wurden „militärische und zivile Ziele“ getroffen. Auch Sabha, 750 Kilometer südlich von Tripolis, wurde Ziel von intensiven Luftangriffen. Gestern waren das erste Mal Ziele im Landesinneren bombadiert worden. In der Hafenstadt Misrata, 210 km östlich von Tripolis, haben Gaddafi-Truppen den Aufständischen schwere Verluste zugefügt. Die internationalen Luftangriffe der vergangenen Tage hätten die Panzereinheiten Gaddafis nicht ausreichend geschwächt, so der arabische Nachrichtensender „Al-Arabija“.
Die neue Nachricht ist, daß die NATO die Durchsetzung der Flugverbotszone über Libyen übernehmen wird. NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen (Foto) gab eine Einigung der 28 Mitgliedsstaaten bekannt. Über eine eventuelle Ausweitung der NATO-Rolle werde weiter beraten. Die Luftstreitkräfte der Staaten, die bereits gegen das Gaddafi-Regime vorgehen, können aber auch weiter unabhängig von der NATO weitere militärische Ziele bombadieren, um Zivilisten vor der libyschen Armee zu beschützen. Die Frage ist nur, wer beschützt die Zivilisten vor der NATO? Frankreichs Präsident Napoleon Nicolas Sarkozy hat auf dem EU-Gipfel in der belgischen Hauptstadt Brüssel auch anderen Diktatoren gedroht: „Jeder Herrscher muß verstehen, und vor allem jeder arabische Herrscher muß verstehen, daß die Reaktion der internationalen Gemeinschaft und Europas von nun an jedes Mal die Gleiche sein wird“, sagte er. „Wir werden an der Seite der Bevölkerung sein, die ohne Gewalt demonstriert.“

 

(Quellen:Tagesschau.de, Focus Online, Der Westen, ARD-Text 120/121/123, ZDF-Text 121, N24-Text 115)
Gewalt und kein Ende in Libyen– und es sind offenbar sowohl von libyschen Regierungstruppen als auch von den Koalitionstruppen Zivilisten getötet worden. Die Hauptstadt Tripolis ist auch in der Nacht und am Donnerstagmorgen das Ziel von Luftschlägen der Alliierten gewesen, die im Rahmen der Militäroperation „Odyssey Dawn“ („Odysee Morgendämmerung“) stattfinden, welche die UN-Resolution 1973 zur Einrichtung einer Flugverbotszone zum Schutz der Zivilisten vor Truppen des libyschen Diktators Muammar al-Gaddafi durchsetzen soll. In Tripolis waren Explosionen zu hören, Flugabwehrfeuer erleuchtete den Himmel. Der libysche Vizeaußenminister Chaled Kaaim sagte, Flugzeuge des Bündnisses hätten ein Treibstofflager getroffen. Laut dem US-Fernsehsender „CNN“ wurde nach libyschen Regierungsangaben am Morgen der Stadtteil Tadschura getroffen. Es gebe „eine beträchtliche Zahl von getöteten Zivilisten“, meldete die amtliche libysche Nachrichtenagentur „Dschana“. Nach Berichten von Zeugen und des libyschen Staatsfernsehens hatte der Beschuß einer Armeebasis im Gebiet von Tadschura, etwa 30 Kilometer östlich von Tripolis, gegolten. Laut „Dschana“ gab es drei Angriffe. Der dritte Beschuß sei erfolgt, als in dem Wohnviertel bereits Rettungsarbeiten anliefen. Das Staatsfernsehen berichtete außerdem von Angriffen auf Jafar, südwestlich von Tripolis. Die Allianz bombadierte auch Ziele in Sabha, 1000 Kilometer südlich von Tripolis. Aber auch die Gaddafi-Truppen haben gemordet. Trotz der Luftschläge gingen die Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Aufständischen weiter. Aus Misrata, 210 km östlich von Tripolis, meldeten die Bewohner, daß das Krankenhaus der Stadt angegriffen worden sei. Panzer hätten die Klinik beschossen, zwei Menschen sollen dabei gestorben sein. Nach Augenzeugenberichten befanden sich Scharfschützen der Gadafi-Truppen in der Stadt, die auf Zivilisten geschossen hätten. Die Rebellen baten um die Entsendung eines Lazarettschiffs. Auch in der südwestlich von Tripolis gelegenen Stadt Al-Sintan soll es Tote gegeben haben. Die internationale Koaltion kündigte an, die Angriffe auf die Regierungstruppen bei Misrata und Adschdabiya zu verstärken. In Adschdabiya, 160 Kilometer südlich von der Hafenstadt Bengasi, soll durch die Luftangriffe ein militärisches Patt herrschen. Regierungspanzer hätten im Osten und Westen der Stadt Stellung bezogen.
US-Konteradmiral Gerard P. Hueber erklärte, daß Gaddafis Luftwaffe de facto ausgeschaltet sei. Keines seiner Flugzeuge sei in den letzten 24 Stunden aufgestiegen. „Die Flugzeuge wurden zerstört oder flugunfähig gemacht“, sagte er. Dann verstehe ich nicht, daß weiter Tripolis bombadiert wird. Damit geht man das Risiko ein, unschuldige Zivilisten zu töten. Wenn dieser Krieg dort unten vorbei ist, werden die UNO oder „Amnesty International“ oder wer auch immer hoffentlich lückenlos aufklären, wie viele Zivilisten von Gaddafis Soldaten und von dieser “Koalition der Willigen” ermordet wurden. Ich denke nur, der Krieg wird leider noch lange präsent sein. Wie lautet Erwerbsregel 34 der Ferengi: Da gibt es jetzt sicher einige Waffenhändler, die schon so richtig geil sind.

 

 

 


(Foto:Dutzende Libyer schauen sich am Montag die Zerstörung rund 35 Kilometer westlich von Bengasi an: Französische Kampfjets hatten zuvor Angriffe geflogen.)

(Quellen:Tagesschau.de, Spiegel Online, Focus Online, Bild.de, ARD-Text 120/121, ZDF-Text 120/124, N24-Text 115)
Bei den Nachrichten aus Libyen kann man nur noch den Kopf schütteln, das ist jetzt richtig Krieg, da fehlen nur noch Bodentruppen. In der dritten Nacht in Folge haben die alliierten Truppen Luftschläge gegen militärische Ziele des Machthabers Muammar al-Gaddafi durchgeführt. Der arabische Fernsehsender „Al-Dschasira“ berichtete von Attacken auf Marine-Einrichtungen in der Hauptstadt Tripolis. Auch Luftabwehrstellungen der Gaddafi-Truppen bei der Rebellen-Hochburg Bengasi, eine Hafenstadt im Nordosten von Libyen, seien beschossen worden, auch Flughäfen in Surt und Sabha. In den Medien wurde berichtet, daß erstmals in diesem Konflikt ein US-Kampfjet vom Typ F-15 E abgestürzt ist. Die Piloten würden gerettet, so das US-Militär. Man gehe nicht davon aus, daß die Maschine von feindlichem Beschuß getroffen worden sei, sagte ein Sprecher des US-Afrikakommandos (Africom) in Stuttgart. Der UNSicherheitsrat lehnte einen Antrag Libyens auf eine Dringlichkeitssitzung wegen der „militärischen Aggression“ durch die Koalitionstruppen ab. Die Luftschläge finden im Rahmen der Militäroperation „Odyssey Dawn“ („Odysee Morgendämmerung“) statt und dienen der Durchsetzung der am Freitag vom Weltsicherheitsrat verabschiedeten UN-Resolution 1973, welche dem Diktator Gaddafi verbietet, weiterhin Krieg gegen die eigene Zivilbevölkerung zu führen. Am Montag hatten die an der Operation beteiligten Nationen 70 bis 80 Einsätze geflogen. An der Operation sind vor allem Truppen der USA, Frankreich und Großbritannien beteiligt.

Ich möchte an dieser Stelle noch einmal wiederholen, daß ich die Idee einer Flugverbotszone für gut halte, aber die Umsetzung für zu brutal. Eine Flugverbotszone sollte doch eigentlich zivile Opfer verhindern und jetzt sind in den letzten drei Tagen ziemlich massive Luftangriffe geflogen worden, wobei es wohl viele zivile Opfer gegeben haben könnte. Darüber weiß man ja nichts genaues. Die Alliierten verneinen dies, die libysche Führung behauptet es habe welche gegeben-Propaganda-Krieg eben. Ich hoffe nur, daß dieser Konflikt nicht noch mehr eskaliert und Gaddafi bald eine schwenkt. Angesichts dessen kann ich gut verstehen, warum sich die NATO bis jetzt nicht auf eine eigene Rolle bei diesem Konflikt einigen konnte. Bei den Luftschlägen gegen Libyen haben die Franzosen den größten Eifer gezeigt, der Großteil der Bombardements ging auf das Konto der USA. Während die Regierung in Washington sich möglichst schnell aus der Verantwortung stehlen Führung dieser Militäroperation zurückziehen möchte, will die französische Regierung von einer NATO-Leitung, die von anderen NATO-Ländern gefordert wurde, nichts wissen. Frankreichs Außenminister Alain Juppé verwies auf den schlechten Ruf der NATO in der islamischen Welt: „Für die Arabische Liga ist klar, daß es keine Führung der NATO geben sollte.“ Auch die Türkei verwies auf Vorbehalte im arabischen Lager.

Für heute Abend empfehle ich um 22:45 Uhr in der ARD die Sendung „Menschen bei Maischberger“. Thema: „Bomben auf Gaddafi, Japan in Not- Welt aus den Fugen?“. Gäste sind unter anderem Jürgen Todenhöfer, Franz Alt und Peter Scholl-Latour

 

 

 

(Quellen:Tagesschau.de, Sueddeutsche.de, Der Westen, ARD-Textseite 120, ZDF-Textseite 120, RTL-Textseite 124, N24-Textseite 115)
Gestern noch hatte das Regime des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi einen Waffenstillstand angekündigt und alle dachten jetzt ist Ruhe dort. Das war ja wohl nichts. Am Morgen hatten Regierungstruppen die ostlibysche Hafenstadt Bengasi, eine Hochburg der Aufständischen, angegriffen. Ein „Al-Dschasira“-Korrespondent berichtete, die Stadt sei von Kampfflugzeugen bombadiert worden, die Lage sei unübersichtlich. Ein Rebellensprecher bestätigte, daß angeblich ein Militärflugzeug der Aufständischen abgeschoßen wurde. Laut Medienberichten sollen Bodentruppen in Bengasi eingedrungen sein. Sie hätten dabei schwere Artillerie und Raketen gegen Wohngebiete eingesetzt. Zuvor hatte es im Südwesten von Bengasi Luftangriffe gegeben. Ein Kampfflugzeug hatte die Stadt in niedriger Höhe überflogen. Die Rebellen und die libysche Regierung haben sich gegenseitig eine Missachtung der Waffenruhe vorgeworfen, die das Gaddafi-Regime als Reaktion auf die UN-Resolution am Freitag erklärt hatte. In Briefen an US-Präsident Barack Obama, Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und Großbritanniens Premierminister David Cameron bezeichnete Libyens Staatschef Gaddafi die Resolution als „ungültig“. Sie stehe im Widerspruch zur UN-Charta, die jede Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines Staates verbiete, heißt es in einem der Schreiben. Die Staaten würden es „bereuen“, wenn sie sich in Libyen einmischen würden. Nach einem Online-Bericht der regierungsnahen französischen Zeitung „Le Figaro“ sollen bereits heute erste Luftschläge gegen das libysche Regime erfolgen. Frankreich, Großbritannien, Kanada und Norwegen seien die ersten Länder, die Angriffe fliegen würden, hieß es unter Berufung auf Verhandlungskreise der Libyen-Konferenz in Paris.

 

Die amerikanische UN-Botschafterin Susan Rice sagte CNN, falls Gaddafi nicht unverzüglich die Bedingungen der Resolution erfülle, müße er die Konsequenzen tragen. Wie es aussieht, folgen diesen markigen Worten auch Taten. Das finde ich gut, denn Gaddafi nimmt diese UN-Resolution offenbar nicht ernst.