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Tag Archives: Latakia


“Latakia (and Tartus), where Syria meets the Mediterranean. Serving as an important port city for thousands of years.“ /via Chris Hadfield/CSA/NASA (Click here for bigger picture)

 

Bild via Astronaut Chris Hadfield (Kanada/CSA) auf Twitter (@Cmdr_Hadfield). Latakia (ist die einzige große syrische Hafenstadt am Mittelmeer und zugleich Hauptstadt des Gouvernements Latakia) und Tartus (ist eine Stadt an der Mittelmeer-Küste in Syrien und Hauptstadt des Gouvernement Tartus ) sind zu sehen. Latakia liegt 50 Kilometer südlich der türkischen Grenze in einem schmalen, landwirtschaftlich intensiv genutzten Küstenstreifen, der im Osten durch die Bergkette des Dschebel Aansariye begrenzt wird. Die Entfernung von Damaskus beträgt rund 350 Kilometer, von Aleppo 180 Kilometer. Die nächstgelegenen Städte sind Dschisr asch-Schugur, etwa 70 Kilometer nordöstlich, jenseits des Ansariyah-Berges am Orontes, und Dschabla, ein Fischerort 20 Kilometer südlich an der Küste. Tartus ist nach Latakia die zweitgrößte Hafenstadt des Landes. Sie liegt gegenüber der Insel Arwad, etwa 90 Kilometer südlich von Latakia und 65 Kilometer nördlich von Tripoli/Libanon. Die russische Kriegsmarine unterhält ihren einzigen Stützpunkt im Mittelmeer in der Marinebasis Tartus.

 

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(Quelle:Wikipedia)

(Quellen:Tagesschau.de, ZDF-heute.de, n-tv.de, Spiegel Online, NZZ.Online)
In der syrischen Stadt Homs hat die Armee nach Angaben eines Menschenrechtsvertreters eine Wohngegend mit Panzern beschossen. „Homs bebt, überall sind Explosionen zu hören vom Beschuss durch Panzer sowie schweres Maschinengewehrfeuer“. Die Verhaftungswelle in Syrien wurde offenbar fortgesetzt. In Baniyas sollen laut Menschenrechtlern mehr als 450 Menschen festgenommen worden sein, in Latakia und in Idlib gab es auch Verhaftungen. Als Reaktion auf die Gewalt gegen Demonstranten in Syrien hatte die EU gestern Sanktionen gegen 13 ranghohe Regimemitglieder verhängt, darunter ist auch der Bruder von Präsident Baschar al-Assad, Maher al-Assad. Die EU bereitet wohl auch Maßnahmen gegen Präsident Assad persönlich vor. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton drohte jedenfalls Assad mit einer Ausweitung der Sanktionen, sollte die Gewalt gegen Oppositionelle nicht enden. Die syrische Regierung verweigert UN-Mitarbeitern den Zugang in die südsyrische Stadt Dar’a. Das teilte ein Sprecher des UN-Nothilfebüros (OCHA) mit. Die UN-Erkundungsteams sollen in Dar’a feststellen, welche und wieviel Hilfsgüter benötigt werden und wie sie nach Dar’a geliefert werden können. Assad hatte der Mission noch vor einer Woche zugestimmt.

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(Für Freiheit und Reformen auf der Staße Demonstranten in überwiegend kurdischen Städten. Foto: „AFP“)

(Quellen:Focus Online, Welt Online, Sueddeutsche.de, N24-Text 115, RTL-Text 134)
In Syrien haben Sicherheitskräfte bei Protesten gegen Präsident Baschar al-Assad nach Angaben von Oppositionellen mindestens zwölf Menschen erschossen. Nach den Freitagsgebeten gingen wieder Tausende Menschen auf die Straße. Sie forderten politische Freiheiten und Achtung der Menschenrechte. Sicherheitskräfte lösten in mehreren Städten Demonstrationen mit Gewalt auf. In Al-Sanamien bei der südsyrischen Stadt Dar’a und in Duma, einem Vorort von Damaskus, schossen Sicherheitskräfte auf die Demonstranten. In Duma hätten die Sicherheitskräfte zunächst mit Steinen geworfen und mit Knüppeln auf die Demonstranten eingeschlagen, bevor sie mit Tränengas und später mit scharfer Munition geschossen hätten, berichtete ein Aktivist. „Ich habe drei Tote und sechs Verwundete gesehen“, sagte er. In den überwiegend kurdischen Städten Kamischli und Hassake in Nordosten Syriens haben Tausende ihre Solidarität mit den vor mehreren Tagen erschossenen Demonstranten in Latakia und Dar’a bekundet. Sie forderten in ihren Parolen Freiheit und die Einheit des syrischen Volkes. Auch in Dar’a, Homs, Baniyas und Latakia sowie in mehreren Vororten von Damaskus folgten zahlreiche Menschen dem Protestaufruf der Opposition. Aktivisten hatten landesweit zu einem „Tag der Märtyrer“ aufgerufen, um den Menschen zu gedenken, die seit Beginn der Proteste vor zwei Wochen von den Sicherheitskräften getötet wurden. Assad hatte am Mittwoch in einer Rede Reformen versprochen, blieb mit seinen Ankündigungen jedoch hinter den Erwartungen zurück, die seine Berater geschürt hatten.
Der April begann, wie der März endete: Gewalt gegen Demonstranten, die friedlich ihre Bürgerrechte einfordern.

 


(Demonstration bei einem Trauermarsch in Dar’a. Foto: „Reuters“)

(Quellen:Tagesschau.de, Zeit Online, Stern.de, ZDF-Text 133, N24-Text 116)
Es scheint so, daß in Syrien die Proteste der Regimegegner Erfolg haben. Dort will die Regierung in der Hauptstadt Damaskus wohl das Ende der seit 1963 geltenden Notstandsgesetze beschließen. Die Behörden hätten die Entscheidung bereits getroffen, es sei aber noch unklar, wann sie in Kraft trete, sagte Bouthaina Shaaban, Beraterin von Präsident Baschar al-Assad, der französischen Nachrichtenagentur „AFP“. Shaaban kündigte eine Rede von Präsident Assad an. Er werde sich „sehr bald“ an sein Volk wenden und die Lage im Land „erklären“, sagte sie „AFP“. Bei der Ansprache wolle er auch die angekündigten Reformen konkretisieren. Zuvor hatte die Regierung bereits versucht, mit der Freilassung von 260 politischen Gefangenen und 17 festgenommenen Demonstranten die Lage zu beruhigen. Beim Großteil der freigelassenen Häftlinge handele es sich um Islamisten, auch 14 Kurden seien darunter, sagte der Präsident der syrischen Menschenrechtsliga, Abdel Karim Rihaui. Wegen der anhaltenden Demonstrationen hatte das Regime in Damaskus bereits am Donnerstag Reformen angekündigt, aber keinen genauen Zeitrahmen genannt. So bereite die Regierung ein Gesetz vor, das politische Parteien neben der herrschenden Baath-Partei zulassen wird. Zudem wolle der Präsident Korruption stärker bekämpfen. Für öffentliche Beschäftigte werde es mehr Geld geben. Eine Kommission werde die blutigen Vorfälle in Dar’a, eine Stadt in Südsyrien, untersuchen und dabei „die Anliegen der Bürger anhören“. Die Sprecherin von Präsident Baschar al-Assad sagte, die Forderungen der Demonstranten seien „legitim, sie sind die Forderungen aller Syrer“. Die syrische Opposition wies die Ankündigung als nicht ausreichend zurück. Die Oppositionellen fordern politische Reformen und Bürgerrechte – sowie die Aufhebung des Ausnahmezustands. Bei erneuten Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften in der Hafenstadt Latakia, 350 Kilometer nordwestlich von Damaskus, waren laut Oppositionsangaben fünf bis sieben Menschen getötet worden. Nach Shaabans Angaben starben dort am Samstag zwölf Menschen. Laut Berichten von Regimegegnern schossen Scharfschützen einer Spezialeinheit von den Dächern mehrerer Gebäude in der Stadt. Die syrische Führung hat derweil das Aufgebot der Armee in Latakia aufgestockt. Auch in Dar’a, wo es in der vergangenen Woche Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gab, versammelten sich Hunderte Menschen im Zentrum und forderten mehr Freiheit. Dort wurden am Mittwoch nach Angaben von Augenzeugen und Bürgerrechtlern mindestens Hundert Menschen getötet. „Das Regime hat hier ein Massaker an der Bevölkerung verübt“, sagte ein Augenzeuge. Ein Vertreter der Opposition sagte, es wurden mindestens 80 Menschen erschossen. Am Freitag hatten Sicherheitskräfte in Al-Sanamien nach Angaben der Opposition 23 Demonstranten erschossen. Nach offiziellen Angaben wurden in Syrien bisher mehr als 30 Menschen getötet. Syrische und ausländische Menschenrechtsorganisationen berichteten von zahlreichen Festnahmen. „Amnesty International“ veröffentlichte eine Liste mit Menschen, die seit Monatsbeginn festgenommen wurden. Danach handelt es sich um Aktivisten, Studenten, Intellektuelle und Journalisten. Es sei aber davon auszugehen, daß die wahre Zahl der Festnahmen sehr viel höher liege.
USAußenministerin Hillary Clinton sagte übrigens, die USA planten trotz der massiven Angriffe der syrischen Sicherheitskräfte auf Demonstranten keinen Eingriff in Syrien. Es gebe einen Unterschied zwischen dem Einsatz von Flugzeugen mit willkürlichen Bombardements der eigenen Städte und Polizeiaktionen mit Gewaltanwendung, sagte Clinton. Mit anderen Worten: Assad darf ungestraft auf Demonstranten, die Demokratie und Bürgerrechte fordern, schießen lassen. Erst wenn er Bomber einsetzt, gibt es was auf die Finger. Auf jeden Fall wünsche ich den Syrern, daß es nicht noch mehr Tote gibt und die Regierung es ernst meint mit politischen Reformen.