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Tag Archives: Kampfflugzeuge

(Quellen:Tagesschau.de, N24.de, n-tv.de)
Kein Ende des Krieges in Libyen in Sicht-im Gegenteil. Die NATO hat ihren Militäreinsatz „Unified Protector“ in Libyen um drei Monate bis Ende September verlängert. Das beschloß der NATO-Rat in Brüssel. Das Mandat für den Libyen-Einsatz war zunächst auf 90 Tage bis zum 27. Juni befristet. Weil der libysche Staatschef Muammar al-Gaddafi trotz der massiven Luftangriffe nicht weichen will, hält die NATO die Fortführung ihrer Mission für notwendig. NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen sprach von einer „klaren Botschaft“ an Machthaber Gaddafi: „Wir sind entschlossen, unseren Einsatz zum Schutz der libyschen Bevölkerung fortzusetzen.“ Das heißt ja dann noch mehr Kollateralschäden. Laut der Führung in Tripolis kamen bei den Luftschlägen bisher mindestens 718 Menschen ums Leben. An dem internationalen Militäreinsatz gegen Libyen sind insgesamt 17 Staaten mit etwa 200 Flugzeugen und 18 Schiffen beteiligt. Er besteht aus einer Seeblockade, einem Waffenembargo und Luftschlägen, bisher rund 3500, gegen Gaddafis Truppen. Die Luftschläge gegen Libyen begannen am 19. März und sollten der Durchsetzung der UN-Resolution 1973 zur Schaffung einer Flugverbotszone und zum Schutz der Zivilbevölkerung vor Gaddafi-Truppen dienen. Inzwischen werden aber dadurch die Aufständischen unterstützt. Und obwohl keine Bodentruppen vorgesehen sind, haben Frankreich und Großbritannien vor kurzem beschlossen, Kampfhubschrauber nach Libyen zu entsenden.
Der südafrikanische Präsident Jacob Zuma hatte gestern nach der Rückkehr von seiner Vermittlungsmission in Tripolis erklärt, daß Gaddafi nicht bereit sei, Libyen zu verlassen. Bevor ein Dialog beginnen könne, müssten die NATO-Luftangriffe gestoppt werden, habe Gaddafi betont. Tripolis ist am Dienstagabend von sechs schweren Explosionen erschüttert worden. Laut einem „AFP“-Reporter überflogen am späten Abend erneut Kampfflugzeuge die Stadt. Danach folgten zwei Explosionen, gefolgt von vier weiteren im Abstand von wenigen Minuten. Die Ziele der Angriffe waren demnach zunächst unklar.

 


(Sicherheitskräfte gehen gegen Regierungsgegner vor: Der Jemen versinkt im Chaos Foto:„Reuters“)

(Quellen:Tagesschau.de, Spiegel Online, Stern.de)
In der südjemenitischen Stadt Taizz hat es in der Nacht zu Montag bei weiteren Protesten gegen Präsident Ali Abdullah Salih mindestens 20 Tote und rund 100 Verletzte gegeben. Laut Augenzeugen haben Sicherheitskräfte auf die Demonstranten geschossen und den sogenannten Freiheitsplatz im Zentrum von Taizz gestürmt, der seit Wochen von Regimegegnern besetzt war. Soldaten seien vor Morgengrauen mit Panzern auf den zentralen Platz vorgerückt, auf dem die Demonstranten ihre Zelte errichtet hatten, erklärte Sadek al-Schugaa, Leiter eines Feldlazaretts in Taizz, der nach eigenen Angaben den Überfall beobachtete. Dabei setzten die Sicherheitskräfte Wasserwerfer und Tränengas ein, Scharfschützen zielten von umliegenden Regierungsgebäuden auf flüchtende Zivilisten. In der Stadt Sindschibar setzte die Armee Kampfflugzeuge gegen mutmaßliche Al-Qaida-Mitglieder ein, so Berichte des arabischen Nachrichtensenders „Al-Arabija“. Bewohner berichteten, sie hätten am Südrand des Ortes Kampfjets in der Luft gesehen und laute Explosionen gehört. Soldaten hatten bis in den Morgen versucht, die Aufständischen aus Sindschibar zu vertreiben. Mindestens vier Menschen kamen ums Leben, erklärte ein Krankenhausmitarbeiter.
Seit vier Monaten gibt es jetzt Proteste gegen den seit 33 Jahren regierenden Salih. Dabei kamen mindestens 300 Menschen ums Leben. Für Salih gilt das Gleiche wie für Husni Mubarak, Muammar al-Gaddafi und Baschar al-Assad: Wenn die Lage im Jemen weiter eskaliert, dann hat Salih wohl bald NATO-Flugzeuge über Sanaa.


(Foto:Das libysche Staatsfernsehen zeigte Bilder von dem durch NATO-Angriff zerstörten Gebäude im Regierungskomplex von Machthaber Muammar al-Gaddafi)

(Quellen:Tagesschau.de, ZDF-heute.de, N24.de)
Auch an Ostern hat die NATO ungehemmt weiter in Libyen bombadiert. Das Zentrum der Hauptstadt Tripolis wurde in der Nacht von schweren Explosionen erschüttert. Dabei wurde auch ein Gebäude auf dem Militärkomplex Bab al-Asisija offenbar von zwei Raketen getroffen. Der Aufenthaltsort von Gaddafi während des Angriffs war nicht bekannt. Ein Regierungssprecher verurteilte den Angriff als Versuch, den Machthaber zu töten, hieß es im arabischen Nachrichtensender „Al-Dschasira“. 15 Menschen seien schwer verletzt worden.
Weiter umkämpft ist auch die belagerte Stadt Misrata, 210 Kilometer östlich von Tripolis. Ein Augenzeuge sagte, die Gaddafi-Truppen hätten die Stadt unter starken Beschuss genommen. Kampfflugzeuge der NATO und US-Drohnen griffen auch Ziele um Misrata an. Nach Angaben der Aufständischen haben sich die Regierungssoldaten in den Vororten verschanzt, statt sich zurückzuziehen, wie es am Samstag angekündigt wurde. Bei den Kämpfen in Misrata wurden am Wochenende mindestens 32 Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt. In dem Gebäude, was da zerstört wurde, soll sich eine Bibliothek befunden haben. Ziemlich viel Aufwand der NATO, um eine Bücherei abzureissen.

(Quellen:Tagesschau.de, Spiegel Online, Focus Online, ARD-Text 120, ZDF-Text 121)
Die internationalen Luftangriffe gegen die Truppen des libyschen Diktators Muammar al-Gaddafi sind am Morgen fortgesetzt worden. Das verlautete aus französischen Militärkreisen. Mehrere Kampfflugzeuge des Typs Rafale und Mirage 2000 griffen Panzer an. Drei USTarnkappenbomber griffen einen Militärflugplatz an, um einen Großteil der libyschen Luftwaffe zu zerstören, meldete der US-Fernsehsender CBS. Gaddafis Truppen ihrerseits setzten ihre Angriffe auf die Stadt Misrata, die etwa 200 Kilometer östlich von Tripolis liegt, fort. Wohngebiete lagen unter schwerem Feuer, berichtete der britische Fernsehsender BBC. Gaddafis Truppen sollen nach Augenzeugenberichten in das Zentrum von Misrata eingedrungen sein. Mehrere Menschen seien bei den Gefechten getötet worden, sagte ein Bewohner. Ein Sprecher der Rebellen sagte, im Stadtzentrum seien Panzer eingedrungen: „Es gibt so viele Opfer, daß wir sie nicht zählen können.“ Damit verletzt Gaddafi die UN-Resolution 1973, die am Freitag beschlossen wurde und die es ihm verbietet, Zivilisten anzugreifen. Gestern hatten Frankreich, Großbritannien und die USA mehr als 20 Ziele in Libyen angegriffen, um diese Resolution durchzusetzen. Laut dem libyschen Staatsfernsehen wurden dabei 48 Menschen getötet und 150 verletzt.

 

 

 

(Quellen:Tagesschau.de, Sueddeutsche.de, Der Westen, ARD-Textseite 120, ZDF-Textseite 120, RTL-Textseite 124, N24-Textseite 115)
Gestern noch hatte das Regime des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi einen Waffenstillstand angekündigt und alle dachten jetzt ist Ruhe dort. Das war ja wohl nichts. Am Morgen hatten Regierungstruppen die ostlibysche Hafenstadt Bengasi, eine Hochburg der Aufständischen, angegriffen. Ein „Al-Dschasira“-Korrespondent berichtete, die Stadt sei von Kampfflugzeugen bombadiert worden, die Lage sei unübersichtlich. Ein Rebellensprecher bestätigte, daß angeblich ein Militärflugzeug der Aufständischen abgeschoßen wurde. Laut Medienberichten sollen Bodentruppen in Bengasi eingedrungen sein. Sie hätten dabei schwere Artillerie und Raketen gegen Wohngebiete eingesetzt. Zuvor hatte es im Südwesten von Bengasi Luftangriffe gegeben. Ein Kampfflugzeug hatte die Stadt in niedriger Höhe überflogen. Die Rebellen und die libysche Regierung haben sich gegenseitig eine Missachtung der Waffenruhe vorgeworfen, die das Gaddafi-Regime als Reaktion auf die UN-Resolution am Freitag erklärt hatte. In Briefen an US-Präsident Barack Obama, Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und Großbritanniens Premierminister David Cameron bezeichnete Libyens Staatschef Gaddafi die Resolution als „ungültig“. Sie stehe im Widerspruch zur UN-Charta, die jede Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines Staates verbiete, heißt es in einem der Schreiben. Die Staaten würden es „bereuen“, wenn sie sich in Libyen einmischen würden. Nach einem Online-Bericht der regierungsnahen französischen Zeitung „Le Figaro“ sollen bereits heute erste Luftschläge gegen das libysche Regime erfolgen. Frankreich, Großbritannien, Kanada und Norwegen seien die ersten Länder, die Angriffe fliegen würden, hieß es unter Berufung auf Verhandlungskreise der Libyen-Konferenz in Paris.

 

Die amerikanische UN-Botschafterin Susan Rice sagte CNN, falls Gaddafi nicht unverzüglich die Bedingungen der Resolution erfülle, müße er die Konsequenzen tragen. Wie es aussieht, folgen diesen markigen Worten auch Taten. Das finde ich gut, denn Gaddafi nimmt diese UN-Resolution offenbar nicht ernst.

 

 

 

(Quellen:Tagesschau.de, Spiegel Online, Focus Online, ARD-Videotextseiten 128/129, ZDF-Videotextseite 128)
Nicht nur in Japan ist die Nachrichtenlage sehr dramatisch, sondern auch in Libyen, wo die Streitkräfte von Staatschef Muammar al-Gaddafi die Aufständischen unter Druck setzen. Sie haben im libyschen Staatsfernsehen die Rebellen in der Hafenstadt Bengasi, die im Nordosten des Landes liegt und eine Hochburg der Regimegegner ist, aufgefordert, die Stadt zu verlassen. Die Einwohner sollten sich ab Mitternacht (23:00 Uhr MEZ) aus Gegenden raushalten, in denen sich Bewaffnete aufhielten und Waffen gelagert seien, berichtet der Fernsehsender „Al-Libya“. Die Regierungstruppen seien auf dem Weg in Richtung Bengasi.Diktator Gaddafi sagte in einem Interview mit einem libanesischen Fernsehsender, daß er keine Kämpfe um Bengasi erwarte.
Einwohner von Bengasi meldeten, daß die Lage vorerst trotz dieses Ultimatums ruhig bliebe. Gestern wurde die ostlibysche Stadt Adschdabiya offenbar von Gaddafi-Truppen pausenlos beschossen, um die Regierungsgegner dort zu vertreiben. Nach Angaben von Vize-Außenminister Chaled Kaaim ist Adschdabiya wieder unter der Kontrolle der Regierungstruppen. Bereits am 7. März soll die libysche Hafenstadt Al-Sawija (etwa 50 Kilometer westlich der Haupstadt Tripolis), wo Regimegegner tagelang erbitterten Widerstand geleistet hatten, von Regierungssoldaten überrollt worden sein. Unbestätigten Berichten zufolge verschleppte der Geheimdienst Gaddafis nach dem Fall der Stadt zahlreiche Regimegegner, unter ihnen auch Zivilisten. Unter Einsatz von schweren Waffen und Kampfflugzeugen brachten Regierungstruppen am 11. März den strategisch wichtigen Ölhafen Ras Lanuf wieder unter ihre Kontrolle. Die Kämpfe um den Mittelmeerhafen waren tagelang mit wechselndem Erfolg geführt worden. Auch die ostlibysche Hafenstadt Brega wurde am 13. März von Gaddafi-Truppen besetzt. Vorher war die Stadt schweren Artillerie-und Luftangriffen ausgesetzt gewesen. Eine Offensive von Regimetruppen in der libyschen Hafenstadt Misrata (etwa 210 Kilometer östlich von Tripolis) schlugen die Rebellen gestern nach eigenen Angaben zurück. Vier Menschen seien getötet worden. Einwohner von Misrata berichteten, heute seien die Kommunikationsverbindungen unterbrochen worden und Gaddafis Einheiten hätten mit dem Beschuss der Stadt begonnen. Misrata werde von drei Seiten mit Panzern und Artillerie beschossen. Den Truppen von Staatschef Gaddafi sei es aber bislang nicht gelungen, ins Zentrum einzudringen. Auf Webseiten, die den Aufständischen nahe stehen, berichteten sie, daß sich eine Einheit der Regierungstruppen in der ostlibyschen Hafenstadt Tobruk ergeben habe.
Der UNSicherheitsrat hat noch keine Entscheidung über die Einrichtung einer Flugverbotszone in Libyen getroffen. Laut Diplomaten soll es aber einen Resolutionsentwurf geben. An dem Antrag könnten die 15 Mitglieder noch Änderungen vornehmen. Eine Abstimmung darüber könnte es noch heute geben. Der Text wird von Frankreich und Großbritannien unterstützt. Darin wird die Schaffung einer Flugverbotszone gefordert, um die Zivilisten zu schützen. Deutschland steht dem Vorhaben ablehnend gegenüber.

 

 

Während sich die Weltpresse auf die Katastrophe in Japan konzentriert, nutzt Gaddafi die Gunst der Stunde und lässt den Aufstand niederwalzen. Dem Westen kommt das wohl gelegen. Gaddafi ist ja ein wichtiger Verbündeter.