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Tag Archives: John Stith Pemberton

-1945: V-E-Day („Victory in Europe Day“/„Sieg-in-Europa-Tag“), bezeichnet den 8. Mai 1945 als Ende des 2. Weltkrieges in Europa. In vielen europäischen Ländern wird er als Tag der Befreiung gefeiert. In einigen Ländern wie Frankreich, Tschechien und der Slowakei ist er öffentlicher Feiertag.  In den Verhandlungen mit den Alliierten am 6. und 7. Mai wurde der 8. Mai als Zeitpunkt des Inkrafttretens der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte (die zum Ende der militärischen Feindseligkeiten der Alliierten gegen Deutschland führte, wurde am 7. Mai 1945 im Hauptquartier der US-Streitkräfte in Reims unterzeichnet) festgesetzt. Die Gegenzeichnung der Kapitulationserklärung durch die Oberbefehlshaber der Teilstreitkräfte der Wehrmacht zog sich bis in die frühen Morgenstunden des 9. Mai hin. Da die Kapitulation in Moskau ebenfalls erst am 9. Mai bekannt gegeben wurde, wird in der Sowjetunion und ihren Nachfolgestaaten dieses Datum als der Tag des Sieges begangen.
-1973: Ende der Besetzung von Wounded Knee. Diese begann am 27. Februar 1973, als Mitglieder der militanten indianischen Gruppe American Indian Movement (AIM) die Ortschaft Wounded Knee Pine Ridge Reservation im US-Bundesstaat South Dakota besetzten und elf Geiseln nahmen. Mit der Aktion wollten sie die Absetzung des Stammesvorsitzenden von Pine-Ridge, Dick Wilson, erreichen. Durch die gute Medienarbeit des AIM waren viele Reporter amerikanischer und internationaler Medien am Ort des Geschehens und berichteten täglich für ein weltweites Publikum. Als die Forderung nach der Absetzung der gewählten, aber der Korruption und Vetternwirtschaft verdächtigten Regierung von Pine Ridge erfolglos blieb und das FBI stattdessen einen Belagerungsring um die Besetzer in Wounded Knee zog, riefen diese nach mehrmaligem Scheitern von Verhandlungen mit einem stellvertretenden Attorney General der USA schließlich die unabhängige Oglala-Nation aus. Die Besetzung dauerte 71 Tage. Am 8. Mai kapitulierten die Aufständischen, nachdem der besonders in den Nachtstunden aufflackernde Beschuss durch ein Großaufgebot von FBI-Agenten und Nationalgarde am 26. April 1973 zum Tod des Oglala Lakota Buddy Lamont durch einen Scharfschützen geführt hatte.
-1886: der Amerikaner John Stith Pemberton erfand das Getränk Coca-Cola. Der Kriegsveteran und Pharmazeut aus Atlanta braute mit Wein, Kolanüssen, Damiana und einem Extrakt aus den Blättern der Cocapflanze einen Sirup als Mittel gegen Müdigkeit, Kopfschmerzen und Depressionen, das er Pemberton’s French Wine Coca nannte. Vorbild hierfür war der beliebte Vin Mariani. Sein Ziel war es, durch das enthaltene Kokain einen Ersatz für das damals beliebte, aber mit Nebenwirkungen behaftete Morphin zu finden. Nachdem am 25. November 1885 Atlanta und Fulton County beschlossen hatten, die Prohibition am 1. Juli 1886 versuchsweise für zwei Jahre einzuführen, war Pemberton gezwungen, den Wein aus dem Getränk zu nehmen, und erfand so Coca-Cola. Den Namen leitete er aus den Zutaten Kokablatt (coca leaves) und Kolanuss (cola nut) ab. Mit Sodawasser gemischt wurde der Sirup erstmals am 8. Mai 1886 als Getränk in Jacob’s Pharmacy in Atlanta für 5 Cent pro Glas verkauft.
-1970: das Album „Let It Be“ von der britischen Rockband „The Beatles“ wurde veröffentlicht.