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Tag Archives: Hinrichtung

-mit einer Jupiter-Rakete wurde 1958 der erste US-Satellit Explorer 1 in den Weltraum befördert.
-der ehemalige libysche Geheimdienstoffizier Abdel Basit Ali al-Megrahi wurde in einem Prozess in den Niederlanden 2001 wegen seiner Beteiligung an dem Lockerbie-Anschlag (Pan-Am-Flug 103) vom 21. Dezember 1988 zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.
-der US-Soldat Eddie Slovik wurde während des 2. Weltkriegs 1945 wegen Fahnenflucht hingerichtet. Obwohl die US Army im 2. Weltkrieg 21.049 Soldaten wegen Fahnenflucht verurteilte, davon 49 zum Tode, vollstreckte man nur das Urteil gegen Slovik. Er war der erste aus diesem Grund exekutierte Soldat seit dem Amerikanischen Bürgerkrieg (1861–1865). Seitdem hat es beim US-Militär keine weiteren Hinrichtungen wegen Desertion gegeben.
-der US-Schriftsteller Norman Mailer wurde 1923 in Long Branch/New Jersey geboren.
-der österreichische Komponist Franz Schubert wurde 1797 in Wien geboren.

 

 

-in Frankreich wurde König Ludwig XVI. im Zuge der Französischen Revolution (1789 bis 1799) von den Revolutionären 1793 mit der Guillotine in Paris hingerichtet.
Wladimir Iljitsch Lenin (war ein kommunistischer Politiker, marxistischer Theoretiker und gilt als Begründer der Sowjetunion) starb 1924 in Gorki bei Moskau.
Alger Hiss (ein US-Rechtsanwalt und US-Regierungsbeamter, den man nach dem 2. Weltkrieg der Spionage bezichtigte) wurde in den USA 1950 wegen Meineids zu 5 Jahren Haft verurteilt.
-US-Präsident Jimmy Carter gewährte 1977 eine bedingungslose Vergebung für Hunderttausende von Männern, die den Kriegsdienst im Zuge des Vietnamkriegs verweigert hatten.
-Indienststellung des Überschall-Passagierflugzeugs „Concorde“ 1976.
-Aufnahme der Jazz-Komposition „One O’Clock Jump“ 1942 von US-Jazz-Komponist Count Basie (Bandleader des Count Basie Orchestra).

 

 

 

 

-Hinrichtung des ehemaligen irakischen Diktators Saddam Hussein 2006.
-bei einem Brand im Iroquois Theater in Chicago/ Illinois starben im Jahr 1903 602 Menschen. Dies ist in der US-Geschichte der bisher schlimmste Brand in einem einzelnen Gebäude und zählt zu den schwersten Brandkatastrophen weltweit.
-der russische kommunistische Politiker Wladimir Iljitsch Lenin verkündete 1922 die Gründung der Sowjetunion. Am 30. Dezember 1922 schlossen sich die Russische Sozialistische Föderative Sowjetrepublik (RSFSR), die Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik (USSR), die Weißrussische Sozialistische Sowjetrepublik (WSSR) und die Transkaukasische Sozialistische Föderative Sowjetrepublik zur Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR) zusammen.
-erster Sitzstreik der nordamerikanischen Gewerkschaft United Auto Workers (UAW) 1936 (Streik in Flint/Michigan). Die UAW wurde im Mai 1935 gegründet und zählt mit rund 465.000 Mitgliedern aus der Automobilindustrie, der Luftfahrtindustrie, dem Landmaschinenbau und dem Gesundheitswesen zu den einflussreichsten Gewerkschaften in den USA und Kanada.
-Premiere des Musicals „Kiss Me, Kate“ (von US-Komponist Cole Porter) 1948 im Century Theatre in New York.
-US-Profigolfer Tiger Woods wurde 1975 in Cypress/Kalifornien geboren.
-der US-Rock ’n‘ Roll- und Bluesmusiker Bo Diddley wurde 1928 in McComb/Mississippi geboren.

 

 

Trotz weltweiter Proteste ist dann leider um fünf Uhr morgens deutscher Zeit der als Mörder verurteilte Afroamerikaner Troy Davis im US-Bundesstaat Georgia durch eine Giftspritze hingerichtet worden. Der Oberste Gerichtshof hatte einen Aufschub der umstrittenen Hinrichtung abgelehnt. 20 Jahre saß Troy Davis im Gefängnis. Er wurde für einen 1989 verübten Mord an dem jungen weißen Polizisten Mark Macphail verurteilt, er hatte in den 20 Jahren immer wieder seine Unschuld beteuert. Drei Mal wurde seine Hinrichtung verschoben, gestern Abend noch einmal um wenige Stunden. Davis Hinrichtung wird international kritisiert. Der Fall ist deshalb so populär, weil viele Frage offen sind. Sieben von neun Zeugen haben ihre Aussagen inzwischen widerrufen, es gibt keine Tatwaffe und keine Fingerabdrücke.

 

 

 

 

 

 

„Warum töten wir Menschen, die Menschen töten, um den Menschen zu zeigen, dass Töten falsch ist?“ – (Amnesty International)

Ich muß dazu mein Statement abgeben: ich bin absolut gegen die Todesstrafe. in diesem Fall ist wohl sogar ein unschuldiger Mensch exekutiert worden. Die Todesstrafe, egal in welchem Land sie nun verhängt wird, ob in den USA, Japan, Israel, Iran oder Saudi-Arabien, ist eine Schande für alle Menschen. Diese Strafe stellt nur Rachegedanken zufrieden, aber Morde werden dadurch nicht verhindert. Sie ist keine Lösung für diese Art gesellschaftlicher Probleme. Ich bin Trekkie und glaube an eine Zukunft, in der Probleme anders gelöst werden können und in der solche Strafen der Vergangenheit angehören.

 

 

(Quelle:Tagesschau.de)


(Quelle:Tagesschau.de)
Die Frau auf dem Bild ist die Iranerin Sakineh Mohammadi Ashtiani.
Ashtiani wurde im Iran wegen Ehebruchs und Beihilfe zur Ermordung ihres Ehemannes für schuldig befunden und zum Tod durch Steinigung verurteilt. Ihre für Juli 2010 angesetzte Hinrichtung wurde nach internationalen Protesten zunächst ausgesetzt.

Chronologie im Fall Ashtiani:
2005: Ebrahim Ghaderzadeh, der Ehemann von Sakineh Mohammadi Ashtiani, starb 2005. Die örtliche Polizei behauptete, Ashtiani habe ihm ein Beruhigungsmittel verabreicht und Issa Taheri, der Cousin von Ebrahim Ghaderzadeh, habe ihn im Badezimmer mit einem tödlichen Stromstoß ermordet. Issa Taheri hat den Mord gestanden und alle Schuld auf sich genommen.
15. 05. 2006 : Sakineh Mohammadi Ashtiani wurde von einem Gericht in Täbris
der „unerlaubten Beziehung“ mit zwei Männern (Ali und Nasser Nojoumi) für schuldig befunden. Daraufhin wurde sie zu 99 Peitschenhieben verurteilt; diese Strafe wurde vollzogen.
September 2006 : Ashtianis Fall wurde erneut verhandelt, als vor einem Berufungsgericht gegen einen der beiden Männer wegen Beteiligung am Tode von Ashtianis Ehemann verhandelt wurde. Sie zog das Geständnis, das sie während der Verhöre vor Beginn des Verfahrens abgelegt hatte, zurück. Sie gab an, zu dem Geständnis gezwungen worden zu sein und bestritt, daß sie Ehebruch begangen habe. Ashtiani wurde in diesem Prozess wegen Ehebruchs zum Tod durch Steinigung verurteilt.
27. 05. 2007 : Das iranische Oberste Gericht bestätigte das Todesurteil gegen Sakineh Mohammadi Ashtiani. Die Kommission für Amnestien lehnte zwei Gnadengesuche ab, so daß nur eine Begnadigung durch Ayatollah Ali Khamenei die Hinrichtung verhindern könnte. Der oberste Richter der Provinz Ost-Aserbaidschan, Malek Ajdar Sharifi, erklärte, die Strafe werde vorerst nicht vollzogen. Dabei sei das Urteil „endgültig und anzuwenden“, jedoch wegen „humanitärer Bedenken“ des obersten Richters des Landes erst einmal verschoben worden.
Juli 2010: Einer von Ashtianis Kindern gestarteten Kampagne gelang es, die sofortige Hinrichtung von Sakineh Mohammadi Ashtiani zu verhindern. Das Todesurteil wurde jedoch nicht aufgehoben.
10. 10. 2010: Festnahme der Bild am Sonntag-Reporter Marcus Hellwig und Jens Koch einen Tag nach ihrer Einreise in den Iran ohne offizielle Akkreditierung. Sie hatten versucht, in der iranischen Provinz Aserbaidschan den Sohn und den Anwalt von Sakineh Mohammadi Ashtiani zu interviewen.
02. 01. 2011: Auf einer Pressekonferenz vor ausländischen Journalisten in Täbris gab sie vor, aus eigenem Willen vor die Kameras zu treten, „um zu der Welt zu sprechen“. Sie wolle reden, weil viele Menschen ihren Fall „ausgebeutet und behauptet hätten, sie sei gefoltert worden, was eine Lüge ist.“ Sie wolle „diejenigen verklagen, die Schande über mich und das Land gebracht haben.“

Im Moment herrscht Verwirrung im Fall Ashtiani. Gestern hieß es, die
Todesstrafe wegen Ehebruchs sei wahrscheinlich aufgehoben worden.
Hintergrund war ein Brief entsprechenden Inhalts, der im Iran veröffentlicht wurde. Diesen hatte Sohre Elahian, die Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses im Teheraner Parlament, an die neue brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff geschickt.  Mittlerweile wurde das durch die iranische Justiz dementiert. Sie unterstrich, daß das Todesurteil wegen Ehebruchs nicht ausgesetzt wurde.

 

 

Ich bin absolut gegen die Todesstrafe, egal ob es sich nun um die USA oder den Iran handelt. Diese Bestrafung hat im 21. Jahrhundert
einfach nichts verloren. Und einen Menschen zu steinigen, das ist nur noch als zu bezeichnen. Bei allem Respekt für das iranische Volk, aber ich bin froh, daß ich hier lebe und nicht in diesem Mittelalter.

 

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