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Tag Archives: Gedenken

Am 27.01.2012 hat der deutsche Publizist und Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki eine Rede vor dem Deutschen Bundestag gehalten. Anlass war der Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau 1945 gegen Ende des 2. Weltkriegs.

„Was die ‚Umsiedlung‘ der Juden genannt wurde, war bloß eine Aussiedlung – die Aussiedlung aus Warschau. Sie hatte nur ein Ziel, sie hatte nur einen Zweck: den Tod.“ – sagte Marcel Reich-Ranicki zur am 22. Juli 1942 begonnenen Deportation der Juden aus Warschau in das Vernichtungslager Treblinka

 

 

 

(Quelle:Tagesschau.de)

Heute ist der 50. Jahrestag des Baus der Berliner Mauer. Noch vor dem Mauerbau hatte der Staatsratsvorsitzende der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), Walter Ulbricht, Pläne zur Errichtung einer Staatsgrenze am Brandenburger Tor geleugnet. Auf die Frage einer Journalistin antwortete er auf einer internationalen Pressekonferenz in Ost-Berlin am 15. Juni 1961: „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.“ Der Plan zum Bau der Mauer in Berlin war ein Staatsgeheimnis der DDR-Regierung. Erst am 10. August 1961, drei Tage vor dem Mauerbau, bekam der Bundesnachrichtendienst (BND) erste Hinweise auf einen Mauerbau. In der Nacht zum 13. August 1961 begannen die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR, 5000 Angehörige der Deutschen Grenzpolizei (später Grenztruppen der DDR), 5000 Angehörige der Schutz- und Kasernierten Volkspolizei und 4500 Angehörige der Betriebskampfgruppen die Straßen und Gleiswege nach West-Berlin abzuriegeln. Sowjetische Truppen hielten sich in Gefechtsbereitschaft und waren an den alliierten Grenzübergängen präsent. Alle noch bestehenden Verkehrsverbindungen zwischen den beiden Teilen Berlins wurden unterbrochen. Dies betraf allerdings nur noch die U-Bahn und die S-Bahn.
In der folgenden Woche verstärkten die USA ihre Präsenz in West-Berlin. 1.500 US-Soldaten wurden nach West-Berlin verlegt, obwohl der damalige US-Präsident John F. Kennedy den Bau der Mauer zunächst akzeptiert hatte. Der Bau der Mauer wurde im September 1961 abgeschlossen. Bis dahin desertierten allein von den eingesetzten Sicherungskräften 85 Mann nach West-Berlin, außerdem gab es 216 gelungene Fluchtversuche von 400 Menschen. In den 28 Jahren der Teilung Berlins wurden zwischen 136 und 245 Menschen getötet. Die genaue Zahl der Todesopfer an der Berliner Mauer ist nicht bekannt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Den Bau der Mauer habe ich nicht mitbekommen, da ich erst sieben Jahre später geboren wurde. Den Fall der Mauer habe ich allerdings (wenn auch nur über TV) beobachten können. Ich werde nie, auch nach über 20 Jahren nicht, diese Begeisterung und Euphorie jener Tage vergessen, als im November 1989 die Mauer plötzlich Geschichte war. Ich bin froh, daß die Mauer gefallen ist (und damit die Gefahr eines Atomkriegs zwischen West und Ost beseitigt war). Mein Respekt gilt deshalb all den Menschen, die zum friedlichen Fall der Mauer beigetragen haben-dem Volk der DDR, das damals für die Freiheit auf die Straße gegangen ist.

 

 

(Quellen:Tagesschau.de, ZDF-heute.de)