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Tag Archives: Freitagsgebet


(Über Teilen Sanaas steigt nach Kämpfen Rauch auf.Foto: „dpa“)

(Quellen:Tagesschau.de, ZDF-heute.de, N24.de)
Bei einem Angriff auf die Moschee der Residenz des jemenitischen Präsidenten Ali Abdullah Salih in Sanaa sind am Freitag mehrere Politiker verletzt worden. Der Sprecher von Salihs Partei Allgemeiner Volkskongress (GPC), Tarek Schami, sagte, auch Ministerpräsident Ali Mohammed Mudschawwar, sowie der Parlamentspräsident Jahja al-Rai, mehrere Minister und weitere Politiker seien bei dem Granat-Angriff verletzt worden. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen wurden vier Offiziere der Salih-treuen Republikanischen Garde getötet. Berichte eines Oppositionssenders, wonach der Präsident getötet worden sein soll, wurden von der Regierungspartei zurückgewiesen. Salih, der laut Meldungen des arabischen Nachrichtensenders „Al-Arabija“ nur leichte Verletzungen am Hinterkopf davongetragen haben soll, und die Politiker hätten sich zum Zeitpunkt des Angriffs zum Freitagsgebet in der Moschee des Präsidentenpalastes aufgehalten. Die Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und Kämpfern des Haschid-Stammes waren eskaliert. Die vierte Nacht in Folge gab es in Sanaa Gefechte, auch tagsüber wurden die Kämpfe fortgesetzt. Sie weiteten sich vom Norden Sanaas in den Süden aus, wo Regierungssoldaten die Residenz eines Bruders von Stammesführer Scheich Sadik al-Ahmar mit schweren Waffen und Raketen beschossen. Vorher hatten sich die Kämpfe auf das Stadtviertel El Hassaba im Norden von Sanaa konzentriert, wo Ahmar seine Residenz hat. In dieser Woche sind bisher nach Oppositionsangaben 50 Regierungsgegner getötet worden. Die jemenitische Regierung wirft dem Haschid-Stamm vor, einen am 27. Mai vereinbarten Waffenstillstand gebrochen zu haben. Vor dem Waffenstillstand hatte es eine Woche Kämpfe zwischen Stammesmilizen und Regimetruppen gegeben, nachdem Salih sich geweigert hatte, ein von den Golfstaaten vorgeschlagenes Abkommen mit der Opposition zu unterzeichnen. Mit dem Abkommen sollte er seinen Machtverzicht besiegeln. Die Opposition fordert seit Januar den Rücktritt des seit 1978 regierenden Präsidenten Salih. Seit Beginn der Proteste sollen mehr als 350 Menschen getötet worden sein. Das Land steht am Rande eines Bürgerkrieges.
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(Quellen:Berliner Morgenpost Online,FAZ.net)
Bei regierungskritischen Protesten im Jemen sind mindestens vier Menschen getötet und sieben weitere verletzt worden. Laut Augenzeugen hätten Soldaten eines Kontrollpostens am Freitag in Harf Sofjan im Norden des Jemen mit einem schweren Maschinengewehr auf Tausende Demonstranten geschossen, die nach dem Freitagsgebet an einer Kundgebung gegen den seit 32 Jahren regierenden Präsidenten Ali Abdullah Salih teilnahmen. Und auch in Semla, rund 170 Kilometer nördlich der Hauptstadt Sanaa, hätten Soldaten in eine Menge aus Demonstranten geschossen, sagte ein Vertreter der schiitischen Aufständischen der Nachrichtenagentur „AFP“. In Sanaa zogen Zehntausende Oppositionelle vor die Universität und verlangten den Rücktritt des Präsidenten und auch in der Hafenstadt Aden gab es ebenfalls Demonstrationen gegen die Regierung.

 

In den letzten zwei Monaten sind von Tunesien bis Bahrain zu viele Menschen bei Protesten für ihre Freiheit gestorben. Ich hoffe, daß in zehn oder zwanzig Jahren die Welt auf diesen Jahresanfang 2011 zurückblickt und der Tod dieser Demonstranten nicht umsonst war, sondern im Nahen Osten echte Demokratien entstanden sind und keine Scheindemokratien. Nur in einer wirklichen Demokratie gibt es Freiheit. Und nichts ist wichtiger als Freiheit. Das müssen die Menschen dort unten begreifen.

 

Euronews-Video:Konflikt im Jemen spitzt sich zu