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Tag Archives: Feuer

-in den letzten Monaten des 2. Weltkriegs wurde das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau (in Polen) 1945 durch sowjetische Truppen befreit.
-Unterzeichnung des Pariser Abkommens 1973, welches den Ausstieg der USA aus dem aus dem Vietnamkrieg zur Folge hatte. Offiziell wird es „Abkommen über die Beendigung des Krieges und die Wiederherstellung des Friedens in Vietnam“ genannt. Es wurde von Nordvietnam, den USA und Südvietnam unterzeichnet.
-die Besatzung der US-Weltraumkapsel „Apollo 1“ starb 1967 während eines Bodentests. Während eines Tests auf der Startrampe am 27. Januar 1967 brach ein Feuer in der Kapsel aus, in dem die drei Astronauten Edward Higgins WhiteVirgil Grissom und Roger B. Chaffee ums Leben kamen.
-der Komponist Wolfgang Amadeus Mozart wurde 1756 in Salzburg (damals Fürsterzbistum Salzburg, heute Österreich) geboren.
-der US-Komponist Jerome David Kern wurde 1885 in New York geboren.

 

 

 

 

(Quellen:N24.de, n-tv.de, Spiegel Online)
Die Hiobsbotschaften in Sachen Atomkraft nehmen kein Ende. Das durch
Erdbeben und Tsunami havarierte Fukushima I-AKW in Japan, die vom Missouri-Hochwasser bedrohten Kraftwerke Fort Calhoun und Cooper im US-Bundesstaat Nebraska, sowie das Los Alamos National Laboratory (LANL), eine Atomforschungsanlage im US-Bundesstaat New Mexico, die durch Buschbrände bedroht ist, weil auf dem Gelände unter anderem zehntausende Fässer mit radioaktivem Müll gelagert werden.
Gestern brannte es dann in der südfranzösischen Atomanlage Tricastin. Der Brand in einem Transformator eines derzeit für Wartungsarbeiten abgeschalteten Atomreaktors sei außerhalb der atomaren Zone der Anlage ausgebrochen und habe «keinerlei Strahlenbelastung für die Umwelt und die Bevölkerung» zur Folge gehabt, erklärte der französische Stromkonzern Électricité de France (EDF). Es sei niemand verletzt und der Brand umgehend gelöscht worden. Die Produktionseinheit Nummer 1, zu welcher der Transformator gehört, sei wegen Wartungsarbeiten zum Zeitpunkt des Vorfalls außer Betrieb gewesen, erklärte EDF.
Im AKW Tricastin gab es früher schon Pannen. Im Sommer 2008 liefen sechs Kubikmeter uranhaltige Flüssigkeit aus und gelangten in die Umwelt. Dann verkeilten sich beim Austausch von Brennelementen zwei der uranhaltigen Behälter und drohten wochenlang, auf die anderen Brennstoffcontainer zu stürzen. Auch 2009 wurden mehrere Zwischenfälle gemeldet.

 

 

 

 


(Foto:Jemen – Soldaten auf der Seite der Regierungsgegner)

(Quellen:Spiegel Online, Focus Online, ZDF-Text 122)
Klar, der Fokus der Nachrichten liegt jetzt auf der Atomkatastrophe in Japan und dem Krieg in Libyen, aber trotzdem würde ich mir doch eine intensivere Berichterstattung aus Bahrain, Syrien und dem Jemen wünschen, wo die Menschen ja auch für Demokratie auf die Straße gegangen sind und wo es ja auch Tote gab. Zum Beispiel gestern im Jemen. Dort sind bei neuerlichen Protesten gegen Präsident Ali Abdullah Salih schon wieder mehrere Menschen getötet worden. Die Angaben schwanken zwischen fünf und sieben Toten. In der jemenitischen Hauptstadt Sana’a kam es zu schweren Gefechten zwischen Regierungstruppen und Soldaten, die sich der Opposition angeschlossen hatten und ein Zeltlager der Protestbewegung beschützten. Nach den Kämpfen zogen wieder Zehntausende Demonstranten auf die Straßen von Sana’a. Auch in der südjemenitischen Hafenstadt Aden kam es zu Massenprotesten. Wie Ärzte und Augenzeugen der Nachrichtenagentur „AFP“ sagten, trieb die Armee eine Menschenmenge mit Schüssen auseinander, wobei mehrere Demonstranten getötet wurden.
Jedenfalls hätte es wenigstens darüber mehr Berichte geben können.

 

 


(Feuer auf dem Gelände von Fukushima I – in der Nähe von Reaktor 4)

(Quellen:Tagesschau.de, FAZ.net, ARD-Text 120, ZDF-Text 121)
Tja, jetzt ist es offiziell: in Japan wurde das Unglück im Katastrophen – Reaktor Fukushima I auf die höchste Stufe der Internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse (INES – Skala) eingeordnet. Statt Stufe 5 gilt für die Katastrophe nun Stufe 7. teilte die japanische Atomaufsichtsbehörde (NISA) mit. Stufe 7 steht für einen Atomunfall, bei dem Radioaktivität in erheblichem Maße austritt und schwerste Auswirkungen für Menschen und Umwelt entstehen. Die endgültige Bewertung müsse die Internationale Atomenergiebehörde in Wien treffen. Damit hat die Atomkatastrophe in Fukushima I die gleiche Einordnung wie die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl 1986, was ja statistisch gesehen nur alle 10000 Reaktorjahre passieren soll. Schätze die Japaner haben mit Fukushima I den Jackpot geknackt. Ein Sprecher dieser AKW (Mafia) – Betreiberfirma von Fukushima I, TEPCO, sagte, daß die austretende Radioaktivität in Fukushima I irgendwann sogar die von Tschernobyl übersteigen könnte.
Anzumerken wäre noch, daß gestern Morgen (Ortszeit) auf dem Gelände von Fukushima I in der Nähe von Reaktor 4 ein Feuer ausbrach, das laut TEPCO klein gewesen und rasch gelöscht worden sei. Es habe keine Auswirkungen auf die Arbeiten zur Kühlung der Reaktoren gehabt. Der Brand ereignete sich den Angaben zufolge in einem Behälter für Batterien, der in einem Gebäude nahe dem Reaktor aufbewahrt wurde.

 

 


(Ouattara – Soldaten in Abidjan Foto: „AFP“)

(Quellen:Tagesschau.de, Stern.de, ARD-Text 126/127, N24-Text 114)
Sieht so aus als ob die Kämpfe in der Hafenstadt und Wirtschaftsmetropole Abidjan in der Elfenbeinküste weitergehen. Dort wurde der Angriff der Truppen des international anerkannten Präsidenten Alassane Ouattara auf die Residenz des abgewählten Präsidenten Laurent Gbagbo zurückgeschlagen. Ouattara – Einheiten seien am Mittwoch auf das Gelände des Anwesens, das im Stadtteil Cocody liegt, vorgedrungen, sagte ein Sprecher der Ouattara – Truppen. Dann seien sie durch Beschuss aus schweren Waffen zum Rückzug gezwungen worden. Ziel des Angriffs sei es Gbagbo gefangenzunehmen. Dieser befand sich nach Korrespondenten – Angaben von Ouattara – Truppen eingekesselt in einem Bunker seiner Residenz. Nach französischen Angaben halten sich noch rund 200 Kämpfer mit Gbagbo verschanzt. Insgesamt befehlige er noch rund 1000 Mann. Offenbar sind sie bestens bewaffnet. Gbagbos Soldaten hatten auch die französische Botschaft beschossen, deshalb erwiderten französische Soldaten das Feuer. Nachdem auch die Residenz des japanischen Botschafters von Gbagbo – Truppen angegriffen wurde, haben mehrere Botschafter Frankreich um Hilfe bei der Evakuierung ihrer Mitarbeiter gebeten. Die Sicherheitslage in der Elfenbeinküste ist extrem angespannt, die Versorgungslage schlecht. Bewaffnete Söldner stürmten gestern die Residenz des japanischen Botschafters und entführten Mitarbeiter, zahlreiche Diplomaten und ausländische Journalisten flohen auf das Botschaftsgelände der USA.
Die Bewohner von Abidjan leiden schon seit Wochen unter dem blutigen Machtkampf. In den Straßen liegen Leichen, die Krankenhäuser können kaum noch arbeiten, die Geschäfte sind geplündert. In der Elfenbeinküste tobt seit den Wahlen im November 2010 der Machtkampf zwischen Gbagbo und Ouattara. Eine Million Menschen sind auf der Flucht, berichten internationale Organisationen. Auch bei diesem Konflikt leidet mal wieder die Bevölkerung am meisten. Ich wünsche den Ivorern einen baldigen Frieden.

 

 

 

(Quelle:Tagesschau.de)
Ein Update der schlechten Nachrichten aus Japan: Weil die radioaktive Belastung in den Kontrollräumen des Atomkraftwerks Fukushima I gravierend angestiegen ist, wurden die letzten 50 Mitarbeiter abgezogen. 800 Mitarbeiter sollen das Gelände inzwischen verlassen haben. Mit Hilfe von Hubschraubern soll nun Wasser durch Löcher im teilweise zerstörten Dach geschüttet werden. Die japanische Regierung erklärte, aus vier Reaktoren sei radioaktive Strahlung ausgetreten. Um etwa 06:00 Uhr Ortszeit (etwa um 22:00 Uhr MEZ) war Reaktorblock 2 explodiert, laut AKW-Betreiberfirma TEPCO könnte dabei auch die innere Schutzhülle des Reaktors beschädigt worden sein. Im Reaktorblock 4, wo verbrauchte Brennelemente lagern, brach ein Feuer aus, das nach Regierungsangaben wieder gelöscht werden konnte. Nun drohe dort die Kühlung auszufallen, berichtete die japanische Nachrichtenagentur „Kyodo“ unter Berufung auf TEPCO. Reaktorblock 4 war kurz vor dem Erdbeben am Freitag wegen Wartungsarbeiten vom Netz genommen worden. Auch die Kühlung in den Reaktoren 5 und 6 bereitet wohl auch Probleme.
Außerdem hat ein starkes Nachbeben der Stärke 6,4 den Großraum Tokio erschüttert. Das Epizentrum lag in der Nähe des Vulkans Fuji, etwa 120 Kilometer südwestlich von Tokio in einer Tiefe von zehn Kilometern.

 

Ich empfehle für heute Abend um 21:00 Uhr im WDR Quarks & Co: GAU in Japan-Wie groß ist die Gefahr? mit Moderator Ranga Yogeshwar-unbedingt ansehen!

 

Quarks & Co-Video:Das Märchen vom billigen Atomstrom Was kostet der Strom aus Kernkraftwerken wirklich?

 

 

(Quelle:Tagesschau.de, Spiegel Online)
Die Lage im japanischen Atomkraftwerk Fukushima I entwickelt sich horrormäßig und sieht nun wie folgt aus: Am frühen Morgen um etwa 06:00 Uhr Ortszeit (etwa um 22:00 Uhr MEZ) hat sich in Reaktorblock 2 eine Explosion ereignet. Es war die dritte innerhalb von vier Tagen. Dabei könnte nach Angaben der AKW-Betreiberfirma TEPCO auch die innere Schutzhülle des Reaktors beschädigt worden sein. Es war offenbar erfolglos versucht worden, Reaktor 2 mit Meerwasser herunterzukühlen, nachdem vorher die Brennstäbe trocken gelegen hatten. 750 Arbeiter wurden evakuiert, 50 Mitarbeiter bemühen sich weiterhin darum, die Stabilität der Anlage zu sichern. Im Reaktorblock 4 brach ein Feuer aus, US-Soldaten konnten es aber löschen. In Teilen des Kraftwerks wurden Strahlenwerte gemessen, die den Grenzwert für ein Jahr um das 400fache überschreiten. Bei der Explosion herrschte Nordwind, so daß eine radioaktive Wolke bis zur Hauptstadt Tokio gelangen könnte. Wie die japanische Nachrichtenagentur „Kyodo“ berichtet, wurden bereits erhöhte radioaktive Werte in Tokio gemessen. Die Hauptstadt befindet sich 260 Kilometer südlich des havarierten Atomkraftwerks Fukushima I. Es leben dort mehr als 35 Millionen Menschen. Es soll dort bereits zu Hamsterkäufen kommen. Viele Bewohner hatten sich aus Angst vor dem Atomunfall schon auf den Weg in den weiter entfernten Süden des Landes gemacht.
Der japanische Ministerpräsident Naoto Kan hat vor einer hohen Strahlenbelastung rund um Fukushima I gewarnt und die Bevölkerung in den Evakuierungszonen um Fukushima I aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen. Die meisten Bewohner hätten diese Aufforderung bereits befolgt, sagte Kan. Die Sicherheitszone rund um das AKW wurde von 20 auf 30 Kilometer erweitert. Etwa 70000 Menschen wurden bereits aus dem 20-Kilometer-Radius evakuiert. In der nun um zehn Kilometer erweiterten Gefahrenzone halten sich noch etwa 140000 Bewohner auf. Außerdem wurde eine Flugverbotszone über Fukushima I mit einem Radius von 30 Kilometern eingerichtet.
Die Opferzahl nach dem Erdbeben der Stärke 9,0 und dem anschließenden Tsunami am Freitag liegt bei mindestens 10000 Toten.

Mein für die Notbesatzung, die sich jetzt noch in Fukushima I aufhält. Diese tapferen Leute werden ihren Einsatz wahrscheinlich mit ihrem Leben bezahlen. Ein Alptraum. Man wagt gar nicht mehr, die Nachrichten einzuschalten.