überspringe Navigation

Tag Archives: Fernsehansprache

-Amtseinführung von US-Präsident Franklin D. Roosevelt
(Demokratische Partei) 1933. Er wurde nach seiner ersten Amtszeit dreimal wiedergewählt (1936, 1940, 1944)–er ist damit der einzige Präsident der USA, der länger als zwei Wahlperioden amtierte. Aufgrund der kritischen außenpolitischen Lage, bedingt durch den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, entschied sich Roosevelt, für eine dritte und vierte Amtszeit zu kandidieren, und setzte sich somit über die von George Washington eingeführte freiwillige Selbstbeschränkung hinweg. Erst seit einer Verfassungsergänzung (22nd Amendment to the U.S. Constitution) im Jahre 1947 gibt es seit 1951 eine formale Begrenzung auf zwei Amtszeiten.
-US-Präsident Ronald Reagan übernahm 1987 in einer für das amerikanische Volk übers Fernsehen ausgestrahlten Rede Verantwortung für die Iran-Contra-Affäre.
-die American Automobile Association (AAA)-ist mit 46 Mio. Mitgliedern der größte Verkehrsclub der USA-wurde 1902 in Chicago/Illinois gegründet.

 

 

(Quellen:Tagesschau.de, Zeit Online, yahoo news.com, ARD-Text 123/124, RTL-Text 123)
Die überraschende Nachricht war gestern für mich, daß in der Elfenbeinküste der abgewählte Präsident Laurent Gbagbo nach diesem monatelangen Machtkampf endlich festgenommen werden konnte. Truppen des international anerkannten Präsidenten Alassane Ouattara hätten Gbagbo in der Hafenstadt und Wirtschaftsmetropole Abidjan in Gewahrsam genommen, sagte der französische Botschafter Jean-Marc Simon der französischen Nachrichtenagentur „AFP“. Anschließend sei Gbagbo in Ouattaras Hauptquartier im „Golf Hôtel“ in Abidjan gebracht worden. Die Ouattara – Truppen hatten vor der Festnahme Gbagbos Residenz in Abidjan, wo dieser sich seit einer Woche in einem Bunker verschanzt hatte, mit Unterstützung franzöischer Soldaten angegriffen. Ein französischer Regierungsvertreter in Paris erklärte, französische Truppen seien nicht in die Festnahme verwickelt gewesen. Der ivorische UN – Botschafter Youssoufou Bamba betonte in einer kurzen Erklärung am Rande der Sicherheitsratssitzung bei den Vereinten Nationen in New York, daß Soldaten aus dem Land selbst Gbagbo festgenommen hätten.
Gbagbo selbst rief gestern seine Anhänger in einer kurzen Ansprache im Fernsehsender „TCI“, der von Ouattara – Anhängern betrieben wird, dazu auf, die Waffen niederzulegen. Die Elfenbeinküste müsse schnell zur Normalität zurückkehren, sagte er. Ouattara seinerseits kündigte in einer Fernsehansprache die juristische Aufarbeitung des monatelangen Machtkampfes an. Gbagbo soll vor Gericht gestellt werden und ihm soll ein fairer Prozess zukommen. Ouattara warnte seine eigenen Anhänger vor Racheakten. Da bin ich wirklich gespannt. Hoffentlich hat das Land jetzt nicht einen Diktator durch einen neuen ersetzt. Ich kann mir schon denken, wie dieser „faire Prozess“ aussieht.
Seit den Wahlen im November 2010 tobte der Machtkampf in der Elfenbeinküste, weil Gbagbo sich geweigert hatte, die Macht an Wahlsieger Ouattara abzugeben. Gbagbos Festnahme ist jedenfalls international begrüßt worden. US – Außenministerin Hillary Clinton bezeichnete seine Festnahme als Signal für die autoritären Herrscher der Welt. Freie Wahlen könnten nicht ignoriert werden.