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Tag Archives: Fatwa

-das Valentinstag-Massaker 1929-so bezeichnet man die Erschießung von sieben Personen am 14. Februar 1929, die Teil eines Bandenkrieges in Chicago war. Es wurden sieben Mitglieder bzw. Assoziierte aus dem Umfeld der North Side Gang erschossen. Obwohl keine Prominenten unter den Opfern waren, erlangte die Tat auf Grund ihrer Brutalität große Aufmerksamkeit in den Medien.
-Irans Staatschef Ajatollah Khomeini verurteilte 1989 den indisch-britischen Schriftsteller Salman Rushdie mittels einer Fatwa zum Tode. Begründet wurde diese Fatwa damit, Rushdies Buch „Die satanischen Verse“ sei „gegen den Islam, den Propheten und den Koran“. Khomeini rief die Moslems in aller Welt zur Vollstreckung auf. Religiöse Autoritäten in Saudi-Arabien und die Scheiks der berühmten ägyptischen Al-Azhar-Moschee verurteilten die Fatwa als illegal und dem Islam widersprechend. Dies begründeten sie anhand der Tatsache, daß die Scharia es nicht gestatte, einen Menschen ohne ein Gerichtsverfahren zum Tode zu verurteilen und es außerdem außerhalb der islamischen Welt (bzw. Staaten, in denen die Scharia angewendet wird) sowieso keine Rechtskraft habe. Auf der Islamischen Konferenz im März 1989 haben alle Mitgliedsstaaten der Organisation der Islamischen Konferenz (Iran ausgeschlossen) der Fatwa widersprochen.
Slobodan Milošević (ein jugoslawisch-serbischer Politiker, von 1989 bis 1997 Präsident Serbiens und von 1997 bis 5. Oktober 2000 Präsident der Bundesrepublik Jugoslawien) begann 2002 vor dem Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) in Den Haag/Niederlande seine Verteidigung gegen die Anklage der Kriegsverbrechen. Milošević erkannte das Gericht nicht als legitim an. Ihm wurde erlaubt, sich selbst zu verteidigen.
Klon-Schaf Dolly starb 2003. Dolly war das erste Säugetier, das durch ein Klonierungsverfahren gezeugt wurde, bei dem ausdifferenzierte, adulte Zellen als Spender der Erbinformation dienen.

 

 


(Alltag: Frauen in Saudi-Arabien müssen mit dem Taxi fahren, wollen sie ohne ihre Männer unterwegs sein.Foto:„AP“)

(Quellen:n-tv.de, Spiegel Online, Stern.de)
Der „Arabische Frühling“ hat Saudi-Arabien bis jetzt noch nicht richtig erfasst. Aber am Freitag gab es dort so etwas wie ein zartes Pflänzlein. Dutzende Frauen beteiligten sich am „Tag des Autofahrens“ in Saudi-Arabien und setzten sich trotz eines Verbots hinter das Steuer.   Das Autofahren von Frauen ist hier bei uns ja selbstverständlich, aber in Saudi-Arabien ist es verboten. Genauer gesagt gibt es in dem Land kein Gesetz, daß Frauen das Fahren verbietet, aber nur eine als Fahrverbot interpretierte Fatwa, ein islamisches Rechtsgutachten. Frauen müssen sich entweder von den Männern aus ihrer Familie fahren lassen oder Chauffeure engagieren. Frauenrechtlerinnen in Saudi-Arabien hatten den 17. Juni zum „Tag des Autofahrens“ erklärt. Sie hatten Frauen aufgerufen, sich trotz des geltenden Frauenfahrverbotes ans Steuer eines Autos zu setzen und durch die Innenstadt von Riad zu fahren. Die Bewegung „Women2Drive“ will die Kampagne so lange fortsetzen, bis ein königliches Dekret den Frauen ausdrücklich erlaubt, sich selbst ans Steuer zu setzen.  Der König Abdullah ibn Abd al-Asis Al Saʿud selber unterstützt angeblich die Aufhebung des Fahrverbotes, macht diese jedoch von der Zustimmung der Allgemeinheit abhängig. Gestern
fuhren laut Augenzeugenberichten in der östlichen Hafenstadt Dammam
mehrere Frauen in Begleitung von Verwandten die Uferstraße entlang und auch in der Hauptstadt Riad, sowie auf der Schnellstraße zwischen Dschidda und Riad, waren nach Angaben von Aktivisten mehrere Autofahrerinnen unterwegs. Diese seien weder von der Polizei noch von der Religionspolizei belästigt worden.
Als Mann wünsche ich den Frauen in Saudi-Arabien mehr Gleichberechtigung. Und als Mann schäme ich mich, daß es auf dieser Welt Staaten gibt, in denen Frauen unterdrückt werden und keine Rechte haben.