überspringe Navigation

Tag Archives: Explosion

-das US-Schlachtschiff USS Maine (ACR-1) explodierte 1898 im Hafen von Havanna/Kuba. Dabei starben 266 Mann der Besatzung. Diese Explosion gilt als der Anlass für den Spanisch-Amerikanischen Krieg (eine militärische Auseinandersetzung zwischen den USA und dem Königreich Spanien vom 25. April bis 12. August 1898).
-die letzten Truppen der Sowjetunion zogen 1989 aus Afghanistan ab (Sowjetisch-Afghanischer Krieg zwischen 1979 und 1989).
-der italienische Philosoph, Mathematiker, Physiker und Astronom Galileo Galilei wurde 1564 in Pisa geboren.
-die Pionierin der US-Frauenrechtsbewegung Susan B. Anthony wurde 1820 in South Adams/Massachusetts geboren. Sie wurde „Napoleon der Frauenbewegung“ genannt. Sie war die erste Frau, die bei einer Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten als Wählerin registriert wurde und ihre Stimme bei der US-Wahl von 1872 abgab. Sie wurde deswegen im Juni 1873 wegen unrechtmäßiger Wahlbeeinflussung in einem Aufsehen erregenden Prozess verurteilt.

 

 

-Explosion in der Kohlegrube (Sago-Mine) von Tallmannsville in West Virginia 2006. 42 Stunden waren 13 US-Kumpel nach einer Explosion unter Tage eingeschlossen. Nur einer, Randal McCloy, überlebte.
-in den USA erklärte John F. Kennedy 1960 öffentlich, sich um die Präsidentschaftskandidatur (Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 1960) der Demokratischen Partei zu bewerben.
die philippinische Hauptstadt Manila wurde 1942 während des 2. Weltkriegs von der Kaiserlich Japanischen Armee während der Schlacht um die Philippinen erobert.
-der Prozess gegen Bruno Richard Hauptmann (ein deutscher Emigrant, der wegen der Entführung und der Ermordung von Charles Lindberghs Sohn Charles Lindbergh III zum Tode verurteilt und hingerichtet wurde) begann 1935.
-das Musical „Annie“ schloss 1983 am Broadway nach 2377 Aufführungen.

 

 

Bei einem Doppelanschlag in der irakischen Stadt Tadschi, die 20 Kilometer nördlich der Hauptstadt Bagdad liegt und größtenteils sunnitisch geprägt ist, sind mindestens 35 Menschen getötet worden, mindestens weitere 30 Menschen wurden laut einem Sprecher der Sicherheitskräfte verletzt. Die Anschläge richteten sich gegen den Sitz des Stadtrats und eine Behörde, die Ausweise ausstellt. Vor dem Gebäude explodierte demnach eine Autobombe. Als Menschen zur Hilfe eilten, detonierte ein weiterer Sprengsatz auf dem Parkplatz. Die Anschläge ereigneten sich um 12:00 Uhr Ortszeit (11:00 Uhr MESZ).
Dem Anschlag ging eine Serie von Angriffen auf Polizisten und Soldaten voraus, bei denen in den vergangenen Tagen mindestens zehn Personen getötet und 22 verletzt wurden.

 

 

 

Vodpod videos no longer available.

 

 

(Quellen:Tagesschau.de, ZDF-heute.de, N24.de)

(Quellen:N24.de, n-tv.de, Spiegel Online)
Die Hiobsbotschaften in Sachen Atomkraft nehmen kein Ende. Das durch
Erdbeben und Tsunami havarierte Fukushima I-AKW in Japan, die vom Missouri-Hochwasser bedrohten Kraftwerke Fort Calhoun und Cooper im US-Bundesstaat Nebraska, sowie das Los Alamos National Laboratory (LANL), eine Atomforschungsanlage im US-Bundesstaat New Mexico, die durch Buschbrände bedroht ist, weil auf dem Gelände unter anderem zehntausende Fässer mit radioaktivem Müll gelagert werden.
Gestern brannte es dann in der südfranzösischen Atomanlage Tricastin. Der Brand in einem Transformator eines derzeit für Wartungsarbeiten abgeschalteten Atomreaktors sei außerhalb der atomaren Zone der Anlage ausgebrochen und habe «keinerlei Strahlenbelastung für die Umwelt und die Bevölkerung» zur Folge gehabt, erklärte der französische Stromkonzern Électricité de France (EDF). Es sei niemand verletzt und der Brand umgehend gelöscht worden. Die Produktionseinheit Nummer 1, zu welcher der Transformator gehört, sei wegen Wartungsarbeiten zum Zeitpunkt des Vorfalls außer Betrieb gewesen, erklärte EDF.
Im AKW Tricastin gab es früher schon Pannen. Im Sommer 2008 liefen sechs Kubikmeter uranhaltige Flüssigkeit aus und gelangten in die Umwelt. Dann verkeilten sich beim Austausch von Brennelementen zwei der uranhaltigen Behälter und drohten wochenlang, auf die anderen Brennstoffcontainer zu stürzen. Auch 2009 wurden mehrere Zwischenfälle gemeldet.

 

 

 

 


(Foto:Nach Gefechten steigt Rauch vom jemenitischen Innenministerium in der Hauptstadt Sanaa auf.)

(Quelle:n-tv.de, taz.de)
Im Jemen hat die Luftwaffe von Präsident Ali Abdullah Salih nach Medienberichten einen Armeestützpunkt einer Eliteeinheit 75 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Sanaa bombardiert, der wenige Stunden zuvor von Aufständischen des oppositionellen Stammesscheichs Sadik al-Ahmar eingenommen worden war. Die Stammeskämpfer hatten den Stützpunkt angegriffen, um zu verhindern, daß Regimetruppen Verstärkungen nach Sanaa bringen. In der Hauptstadt liefern sich Regierungstruppen und Al-Ahmar-Milizen seit Montag heftige Gefechte. Die Salih-Verbände versuchen vergebens, die Residenz von Sadik al-Ahmar im Hasaba-Viertel zu stürmen. Bei den Kämpfen im Zentrum von Sanaa wurden bislang mehr als 100 Menschen getötet. In der Nacht zum Donnerstag starben nach Angaben des Verteidigungsministeriums 28 Menschen durch eine Explosion in einem Waffenlager. Auslöser der Kämpfe ist Salihs erneute Weigerung, ein Abkommen zu unterzeichnen, das seinen Rücktritt innerhalb eines Monats vorsieht. Im Jemen gibt es seit drei Monaten Demonstrationen gegen Salih, der seit mehr als 30 Jahren an der Macht ist.
Libyen, Syrien und der Jemen-das sind die Länder in denen sich der Arabische Frühling zum Bürgerkrieg entwickelt hat bzw.darauf zusteuert.

(Quellen:Tagesschau.de, ZDF-heute.de, N24.de)
-das wurde gestern (mal wieder) bewiesen, als im marokkanischen Marrakesch bei einem mutmaßlichen Selbstmordanschlag auf das Kaffeehaus „Argana“ am mittelalterlichen Marktplatz Djemaa el Fna mindestens 16 Menschen getötet und 23 weitere verletzt wurden. Laut Medienberichten sind unter den Toten 11 Ausländer, darunter sechs Franzosen und eine Niederländerin. Die Explosion ereignete sich zur Mittagszeit, als das Cafe besonders gut besucht war. Der Djemaa el Fna-Platz zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist mit seinen Gauklern und Händlern die wichtigste Sehenswürdigkeit in Marrakesch. Der UN-Sicherheitsrat hat das Attentat scharf verurteilt. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon zeigte sich „entsetzt“ von dem Anschlag. In Sicherheitskreisen wird das Terrornetzwerk Al-Qaida als Urheber vermutet.

Vodpod videos no longer available.


(Der Bahnsteig in der Minsker U-Bahn nach der Explosion Foto: „AFP“)

(Quellen:Tagesschau.de, Focus Online, Sueddeutsche.de, N24-Text 118, RTL-Text 121)
Am Montag gab es ja in Weißrussland in der Hauptstadt Minsk einen Bombenanschlag auf die U – Bahn – Station Oktjabrskaja. Dabei wurden 12 Menschen getötet und 190 verletzt. Nun haben die Behörden offenbar zwei Personen festgenommen, die die Tat begangen haben. Die Festgenommenen hätten ein Geständnis abgelegt, sagte der autoritär regierende Präsident Alexander Lukaschenko nach Angaben der unabhängigen weißrussischen Nachrichtenagentur „Belapan“. Die Männer hätten sich auch zu früheren Anschlägen in Weißrussland bekannt. Als Hintermänner des Terroranschlags vermutet der Präsident Regimegegner. Der Sprengsatz wurde per Fernzündung zur Explosion gebracht. Die Regimegegner beklagen, daß die Behörden die Situation ausnutzen würden, um den Druck auf die prowestliche Opposition zu erhöhen.Weißrussland ist übrigens das einzige Land in Europa, wo es noch die Todesstrafe gibt. Wenn man dann diesen Lukaschenko hört, daß die angeblichen Täter streng bestraft werden sollen, dann kann man sich ja ausmalen, was folgt. Wer garantiert denn, daß die Verhafteten tatsächlich Terroristen sind und keine Oppositionellen, die für einen schnellen Fahndungserfolg geopfert werden? Wer garantiert denn, daß dieser Diktator diesen Anschlag nicht selbst inszeniert hat, um einen Vorwand gegen die Opposition zu haben?

 

 


(Foto:US – Pastor Terry Jones)

(Quellen:Tagesschau.de, Bild.de, FAZ.net, Welt Online, Sueddeutsche.de, ARD-Text 124/131, ZDF-Text 131/135, N24-Text 115)
US – Präsident Barack Obama hat sowohl die Koranverbrennung in den USA als auch die Racheakte in Afghanistan danach scharf verurteilt. Per Mitteilung durch das Weisse Haus am Samstag erklärte er: „Die Schändung von jedem heiligen Text, einschließlich des Koran, ist ein Akt extremer Intoleranz und Bigotterie.“ Jedoch sei es auch schändlich, als Antwort darauf unschuldige Menschen anzugreifen und zu töten. Keine Religion toleriere das Abschlachten und Enthaupten unschuldiger Menschen, sagte Obama. Dafür gebe es keine Rechtfertigung. Die Koranverbrennung fand am 20. März in Gainesville im US – Bundesstaat Florida statt und dieser US – Pastor Terry Jones war auch anwesend. Am Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September 2001 wollte er schon einmal den Koran verbrennen, er tat dies aufgrund der heftigen Proteste dann doch nicht. Bei weiteren Demonstrationen sind heute im Osten Afghanistans erneut etwa 2000 Menschen auf die Straße gegangen. In Dschalalabad protestierten sie gegen die Koranverbrennung. Wie ein Sprecher der Provinzregierung erklärte, verlief die Aktion friedlich. Auch in der südafghanischen Stadt Kandahar versammelten sich wieder Hunderte Demonstranten. Dabei kam es erneut zu Ausschreitungen. Zwei Polizisten sind getötet und 20 weitere Menschen verletzt worden, sagte der Präsident des Provinzrats, Ahmad Wali Karsai. Außerdem wurden 14 Menschen bei der Explosion eines Benzinkanisters verletzt, den Demonstranten angezündet hatten, wie ein Sprecher des Gouverneurs mitteilte. Bereits am Samstag sind in Kandahar mindestens neun Menschen getötet und mindestens 80 verletzt worden. Am Freitag hatten aufgebrachte Demonstranten in Masar-i-Scharif ein UN – Büro gestürmt. Dabei starben sieben ausländische UN – Mitarbeiter und fünf Demonstranten.
Die Koranverbrennung und die Gewalt gegen die UN – Leute ist Im Grunde geht es gar nicht um die Koranverbrennung, sondern um den tiefen Graben zwischen westlicher Welt/Christentum und dem Islam. Und dieser Graben wird durch fehlerhafte Nahost – Politik immer tiefer. Manchmal denke ich, daß der Nahe Osten für viele im Westen nur eine gigantische Tankstelle ist. Ich habe jedenfalls Verständnis für die Wut, die viele Muslime gegenüber dem Westen empfinden. Die Lage in Afghanistan ist ein Beweis dafür, daß der Westen viel falsch gemacht hat. Es sind auch viele unschuldige Muslime getötet worden. Aber eine Auge – um – Auge – Einstellung wird die Beziehungen zwischen Christen und Muslimen nicht verbessern. Mir tun alle Menschen, die an diesem Wochenende in Afghanistan gestorben sind, leid. Die UN – Leute ebenso wie die Demonstranten. Dieser Terry Jones ist eine elende .

(Quellen:Tagesschau.de, Focus Online, Sueddeutsche.de, ARD-Text 120, ZDF-Text 120/122, N24-Text 115)
Die Idee einer Flugverbotszone in Libyen fand ich ja ganz gut, weil ich davon ausgegangen bin, daß dadurch das Blutvergießen an Zivilisten aufhört. Aber die massiven Luftangriffe der internationalen Gemeinschaft gegen Truppen des libyschen Diktators Muammar al-Gaddafi, die in der Nacht fortgesetzt worden sind, wecken die Befürchtung, daß in dem Land noch mehr unschuldige Zivilisten sterben werden. Es wurde auch wieder die Hauptstadt Tripolis angegriffen. Nachrichtenagenturen berichteten über Flugabwehrfeuer in der Hauptstadt. Ein britisches U-Boot feuerte Tomahawk-Marschflugkörper ab. Ein Marschflugkörper ist in ein Gebäude auf dem Gelände der Kaserne in Bab el Asisija im Süden von Tripolis, wo Staatschef Gaddafi seine Residenz hat, eingeschlagen. Arabische Fernsehsender meldeten, über dem Stützpunkt sei nach einer Explosion Rauch aufgestiegen. Wo Gaddafi sich während des Angriffs befand, war nicht bekannt. In dem Gebäude soll sich unter anderem ein militärisches Kontroll- und Kommandozentrum befinden.
Die USA, Frankreich und Großbritannien hatten am Samstag mit der Militäroperation „Odyssey Dawn“ („Odysee Morgendämmerung“) begonnen, die UN-Resolution 1973 umzusetzen, die den Gaddafi-Truppen verbietet, weiter die Zivilbevölkerung anzugreifen. Die libysche Luftverteidigung sei bereits deutlich geschwächt worden, teilte die US-Armee mit. Inzwischen beteiligen sich auch andere Nationen wie Italien, Dänemark und Qatar an den Einsätzen.

Libyens Führung hat übrigens am Sonntagabend eine einseitige Waffenruhe verkündet. Damit folge man einem Vorschlag der Afrikanischen Union. Das neue Angebot stößt aber wohl bei den USA und Großbritannien auf Skepsis. Immerhin hatte die libysche Regierung bereits am Freitag eine Waffenruhe verkündet, welche aber nicht eingehalten wurde. Trotzdem hätten die an dem Militäreinsatz beteiligten Länder darauf eingehen und in der Nacht keine Luftangriffe durchführen sollen. Dann hätte man ja sehen können, ob es dem Regime ernst ist. Ich glaube nicht, daß diese doch sehr massiven Angriffe von der Resolution gedeckt sind.

 

 

Tagesschau.de-Video:Westliche Staaten setzen Militäreinsatz gegen Gaddafi-Truppen fort-tagesschau 02:03 Uhr

 

 

 

 

(Quellen:Tagesschau.de, N24-Videotextseite 112, ARD-Videotextseite 120, ZDF-Videotextseiten 120/121)
Nachdem am Mittwochmorgen (Ortszeit) zwei weitere Brände im japanischen Atomkraftwerk Fukushima I ausgebrochen und die Strahlung extrem angestiegen war, mußten die letzten 50 Arbeiter kurzzeitig evakuiert werden. Die japanische Nachrichtenagentur „Kyodo“ und der japanische Fernsehsender NHK berichteten übereinstimmend, daß die Arbeiten unterbrochen worden waren. Die Feuer waren in den Reaktorblöcken 3 und 4 ausgebrochen und zudem wurde im Reaktor 3 möglicherweise die wichtige innere Schutzhülle beschädigt, so der japanische Regierungssprecher Yukio Edano. Fernsehbilder zeigten große weiße Dampf-oder Rauchwolken über Reaktor 3 aufsteigen. Im Reaktorblock 4 versuchen die Arbeiter die 135 Tonnen verbrauchte Brennstäbe, die dort lagern, zu kühlen. Die Wassertemperatur im Abklingbecken der Brennstäbe hatte sich bedrohlich erhöht . Das Becken für verbrauchte Brennelemente im Reaktor 4 könne nicht mehr mit Wasser gefüllt werden, teilte die Betreiberfirma TEPCO mit. Laut Atomaufsichtsbehörde geht der Pegelstand des Wassers zurück. Experten fürchten, daß dort bereits eine unkontrollierte Kettenreaktion eingesetzt hat. Zwischenzeitlich wurde geplant, aus Hubschraubern Wasser durch Löcher in das teilweise zerstörte Dach zu schütten, um die Brennstäbe abzukühlen. Nun habe man aber entschieden, Wasser durch Löschzüge in das Gebäude zu bringen. Ein erster Brand in Reaktorblock 4 war am Dienstag nach kurzer Zeit gelöscht worden. In der Außenwand dieses Reaktors klaffen große Löcher. Nach mittlerweile drei Explosionen und einem Brand sind die Reaktoren 1 bis 4 schwer beschädigt. In Reaktorblock 2 war bei einer Explosion am Dienstag wahrscheinlich die innere Schutzhülle beschädigt worden. Die japanische Atomsicherheitsbehörde teilte mit, in Reaktorblock 1 seien möglicherweise 70 Prozent der Brennstäbe beschädigt. Bei den Reaktoren 5 und 6 gibt es auch Probleme mit der Kühlung. Die beiden Blöcke waren vor dem Erdbeben am Freitag abgeschaltet worden, aber laut Regierungssprecher Edano gibt es Schwierigkeiten, die noch heißen Brennelemente der Reaktoren ausreichend zu kühlen. Inzwischen wird erwogen, Abdeckungsplatten dieser beiden Blöcke zu entfernen, teilte die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) mit. Auf diese Weise soll eine Anstauung von Wasserstoff-Gas und eine anschließende Knallgasreaktion, wie sie bei den Reaktoren 1, 2 und 3 geschah, verhindert werden.
Die Strahlung um Fukushima I hatte in der Nacht zu Mittwoch den Höchstwert von 1000 Millisievert (1 Sievert) erreicht, berichtete Edano. Am Morgen habe der Wert bei weiteren Messungen zwischen 600 und 800 Millisievert gelegen. Akute Strahlenschäden gelten ab einer Dosis von mehr als 500 Millisievert pro Stunde. Die französische Atomsicherheitsbehörde (ASN) stufte den Störfall am AKW Fukushima I auf Stufe 6 der bis 7 reichenden INES-Skala ein. Stufe 7 wurde bisher nur von der Katastrophe von Tschernobyl erreicht.

 

Fazit: vier Reaktoren schwer beschädigt, zwei fangen an Probleme zu machen, lebensbedrohliche Strahlung, Stufe 6 vor dem Super-GAU erreicht. Als Laie frage ich mich, ob der Zug vor dem Abgrund noch gestoppt werden kann? Sieht jedenfalls nicht so aus. Die sogenannten Experten, die bei der ARD und sonstwo im TV Antworten geben, verwirren mich nur noch mehr.

 

 

(Quelle:Tagesschau.de)
Ein Update der schlechten Nachrichten aus Japan: Weil die radioaktive Belastung in den Kontrollräumen des Atomkraftwerks Fukushima I gravierend angestiegen ist, wurden die letzten 50 Mitarbeiter abgezogen. 800 Mitarbeiter sollen das Gelände inzwischen verlassen haben. Mit Hilfe von Hubschraubern soll nun Wasser durch Löcher im teilweise zerstörten Dach geschüttet werden. Die japanische Regierung erklärte, aus vier Reaktoren sei radioaktive Strahlung ausgetreten. Um etwa 06:00 Uhr Ortszeit (etwa um 22:00 Uhr MEZ) war Reaktorblock 2 explodiert, laut AKW-Betreiberfirma TEPCO könnte dabei auch die innere Schutzhülle des Reaktors beschädigt worden sein. Im Reaktorblock 4, wo verbrauchte Brennelemente lagern, brach ein Feuer aus, das nach Regierungsangaben wieder gelöscht werden konnte. Nun drohe dort die Kühlung auszufallen, berichtete die japanische Nachrichtenagentur „Kyodo“ unter Berufung auf TEPCO. Reaktorblock 4 war kurz vor dem Erdbeben am Freitag wegen Wartungsarbeiten vom Netz genommen worden. Auch die Kühlung in den Reaktoren 5 und 6 bereitet wohl auch Probleme.
Außerdem hat ein starkes Nachbeben der Stärke 6,4 den Großraum Tokio erschüttert. Das Epizentrum lag in der Nähe des Vulkans Fuji, etwa 120 Kilometer südwestlich von Tokio in einer Tiefe von zehn Kilometern.

 

Ich empfehle für heute Abend um 21:00 Uhr im WDR Quarks & Co: GAU in Japan-Wie groß ist die Gefahr? mit Moderator Ranga Yogeshwar-unbedingt ansehen!

 

Quarks & Co-Video:Das Märchen vom billigen Atomstrom Was kostet der Strom aus Kernkraftwerken wirklich?

 

 

(Quelle:Tagesschau.de, Spiegel Online)
Die Lage im japanischen Atomkraftwerk Fukushima I entwickelt sich horrormäßig und sieht nun wie folgt aus: Am frühen Morgen um etwa 06:00 Uhr Ortszeit (etwa um 22:00 Uhr MEZ) hat sich in Reaktorblock 2 eine Explosion ereignet. Es war die dritte innerhalb von vier Tagen. Dabei könnte nach Angaben der AKW-Betreiberfirma TEPCO auch die innere Schutzhülle des Reaktors beschädigt worden sein. Es war offenbar erfolglos versucht worden, Reaktor 2 mit Meerwasser herunterzukühlen, nachdem vorher die Brennstäbe trocken gelegen hatten. 750 Arbeiter wurden evakuiert, 50 Mitarbeiter bemühen sich weiterhin darum, die Stabilität der Anlage zu sichern. Im Reaktorblock 4 brach ein Feuer aus, US-Soldaten konnten es aber löschen. In Teilen des Kraftwerks wurden Strahlenwerte gemessen, die den Grenzwert für ein Jahr um das 400fache überschreiten. Bei der Explosion herrschte Nordwind, so daß eine radioaktive Wolke bis zur Hauptstadt Tokio gelangen könnte. Wie die japanische Nachrichtenagentur „Kyodo“ berichtet, wurden bereits erhöhte radioaktive Werte in Tokio gemessen. Die Hauptstadt befindet sich 260 Kilometer südlich des havarierten Atomkraftwerks Fukushima I. Es leben dort mehr als 35 Millionen Menschen. Es soll dort bereits zu Hamsterkäufen kommen. Viele Bewohner hatten sich aus Angst vor dem Atomunfall schon auf den Weg in den weiter entfernten Süden des Landes gemacht.
Der japanische Ministerpräsident Naoto Kan hat vor einer hohen Strahlenbelastung rund um Fukushima I gewarnt und die Bevölkerung in den Evakuierungszonen um Fukushima I aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen. Die meisten Bewohner hätten diese Aufforderung bereits befolgt, sagte Kan. Die Sicherheitszone rund um das AKW wurde von 20 auf 30 Kilometer erweitert. Etwa 70000 Menschen wurden bereits aus dem 20-Kilometer-Radius evakuiert. In der nun um zehn Kilometer erweiterten Gefahrenzone halten sich noch etwa 140000 Bewohner auf. Außerdem wurde eine Flugverbotszone über Fukushima I mit einem Radius von 30 Kilometern eingerichtet.
Die Opferzahl nach dem Erdbeben der Stärke 9,0 und dem anschließenden Tsunami am Freitag liegt bei mindestens 10000 Toten.

Mein für die Notbesatzung, die sich jetzt noch in Fukushima I aufhält. Diese tapferen Leute werden ihren Einsatz wahrscheinlich mit ihrem Leben bezahlen. Ein Alptraum. Man wagt gar nicht mehr, die Nachrichten einzuschalten.

 

 

(Quelle:Spiegel Online)
Die japanischen Behörden haben nach ARD-Informationen bestätigt, daß es im Atomkraftwerk Fukushima I eine Kernschmelze gegeben hat. Es hatte offenbar eine Explosion gegeben, danach sei weißer Rauch aufgestiegen, berichtete der japanische Fernsehsender NHK. Die Ursache sei noch unbekannt. Fernsehbilder des Senders deuten darauf hin, daß bei der Explosion Teile der Gebäudehülle des Reaktors weggebrochen sind. Laut der AKW-Betreiberfirma TEPCO scheine es mehrere Verletzte zu geben, meldete die Nachrichtenagentur Jiji Press. Die Lage in dem AKW hatte sich nach dem Ausfall des Kühlsystems dramatisch zugespitzt. In der Nähe des AKW war radioaktives Cäsium festgestellt worden, dessen Strahlung tausendfach über dem Normalwert lag. Die japanische Regierung hat den Evakuierungsradius um die beschädigten Reaktoren Fukushima I und Fukushima II von zehn auf zwanzig Kilometer ausgeweitet. Die Regierung habe angeordnet, daß alle Menschen in diesem Umkreis das Gebiet verlassen müßten, berichteten japanische Medien. Die Behörden unternähmen alles, „um die Sicherheit der Bewohner sicherzustellen“, sagte Regierungssprecher Edano.

 

 

Ich verfolge die Nachrichten über dieses AKW schon den ganzen Morgen. Diese sogenannten Experten haben sich die ganze Zeit davor gedrückt, zuzugeben was offentlich ist: da droht ein zweites Tschernobyl Ich habe dazu nur eine Meinung:

 

 

(Quelle:Tagesschau.de)
In Ägypten gehen die Proteste gegen Präsident Husni Mubarak auch heute weiter. Tausende Regimegegner befinden sich weiter auf dem Tahrir-Platz im Zentrum von Kairo. Am Abend hatten sie bekräftigt, nicht aufgeben zu wollen, bevor Mubarak zurückgetreten sei. In der Nacht zu Samstag waren dort laut Augenzeugen wieder Schüsse zu hören. Im Norden der Sinai-Halbinsel verübten Unbekannte einen Anschlag auf eine nach Israel führende Gaspipeline. Zu der Explosion kam es an einer Gaskompressorstation in der Nähe der Ortschaft Al-Arisch, wie Augenzeugen berichteten. Von der Station führen Pipelines nach Jordanien und Israel. Der israelische Rundfunk berichtete, daß es vorübergehend keine Lieferungen an Israel und Jordanien gab. In der Bevölkerung gibt es Widerstand gegen das entsprechende Liefer-Abkommen mit Israel.
Hunderttausende Ägypter haben gestern friedlich für den sofortigen Rücktritt von Präsident Mubarak demonstriert und gebetet. Mubaraks Gegner riefen auf dem Tahrir-Platz: „Heute ist der letzte Tag.“ Die Opposition hatte den Freitag zum „Tag der Abreise“ erklärt. Viele Demonstranten skandierten „Hau ab“, und ein Geistlicher rief der Menge zu: „Wir wollen, daß der Kopf des Regimes verschwindet.“ Mubarak-Anhänger, die sich an den beiden Vortagen schwere Straßenschlachten mit Demonstranten geliefert hatten, ließen sich nicht blicken.
Nach einem Bericht der „New York Times“ haben US-Diplomaten überlegt, Mubarak für medizinische Untersuchungen nach Deutschland ausfliegen zu lassen. Auf diese Weise könne die Macht an den neuen Vizepräsidenten Omar Suleiman übergeben und Mubarak ein „würdevoller Abgang“ ermöglicht werden, heißt es. Eine andere Variante sei, daß Mubarak sich in sein Ferienhaus im Badeort Scharm El-Scheich zurückziehe.

 

 

Die Ägypter wollen ihren verhaßten Diktator Mubarak loswerden und die US-Regierung kungelt, daß der in der Bevölkerung gefürchtete Folterknecht und Suleiman, verantwortlich für CIA-Geheimgefängnisse in Ägypten, an die Macht kommt. Was stimmt an diesem Bild nicht?

 

 

Video:Gaspipeline im Norden des Sinai explodiert