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Tag Archives: Ermittlungen

(Quellen:N24.de, n-tv.de, Spiegel Online)
Die Hiobsbotschaften in Sachen Atomkraft nehmen kein Ende. Das durch
Erdbeben und Tsunami havarierte Fukushima I-AKW in Japan, die vom Missouri-Hochwasser bedrohten Kraftwerke Fort Calhoun und Cooper im US-Bundesstaat Nebraska, sowie das Los Alamos National Laboratory (LANL), eine Atomforschungsanlage im US-Bundesstaat New Mexico, die durch Buschbrände bedroht ist, weil auf dem Gelände unter anderem zehntausende Fässer mit radioaktivem Müll gelagert werden.
Gestern brannte es dann in der südfranzösischen Atomanlage Tricastin. Der Brand in einem Transformator eines derzeit für Wartungsarbeiten abgeschalteten Atomreaktors sei außerhalb der atomaren Zone der Anlage ausgebrochen und habe «keinerlei Strahlenbelastung für die Umwelt und die Bevölkerung» zur Folge gehabt, erklärte der französische Stromkonzern Électricité de France (EDF). Es sei niemand verletzt und der Brand umgehend gelöscht worden. Die Produktionseinheit Nummer 1, zu welcher der Transformator gehört, sei wegen Wartungsarbeiten zum Zeitpunkt des Vorfalls außer Betrieb gewesen, erklärte EDF.
Im AKW Tricastin gab es früher schon Pannen. Im Sommer 2008 liefen sechs Kubikmeter uranhaltige Flüssigkeit aus und gelangten in die Umwelt. Dann verkeilten sich beim Austausch von Brennelementen zwei der uranhaltigen Behälter und drohten wochenlang, auf die anderen Brennstoffcontainer zu stürzen. Auch 2009 wurden mehrere Zwischenfälle gemeldet.

 

 

 

 


(Quellen:Tagesschau.de,Spiegel Online)
Es gibt derzeit so viele Skandale, da weiß man ja gar nicht, welcher
widerwärtiger ist. Etwa daß die Bevölkerung systematisch mit Dioxin vergiftet wird, oder aber daß sich unsere Bundeswehrsoldaten in Afghanistan,
die dort nicht für Frieden und Freiheit sind sondern für Öl, gegenseitig erschießen (die Rede ist da von „Posing“) während im selben Zeitraum ominöserweise Feldpost von Bundeswehrsoldaten aus Afghanistan geöffnet wird (dafür sollen wohl nun Afghanen verantwortlich gemacht werden) oder aber ist der Skandal um die „Gorch Fock“ (angebliche Meuterei von Offiziersanwärtern, Mobbing derselbigen durch die Stammbesatzung, der Kapitän Norbert Schatz wurde inzwischen von Super-Gutti abgelöst, die sofortige Rückkehr der „Gorch Fock“ nach Deutschland wurde angeordnet) am ekelhaftesten? Für mich sind es die Vorgänge um den im Dezember 2010 erschossenen Bundeswehrsoldaten. Immerhin kam da ein Mensch ums Leben und für mich sieht es so aus, als ob da etwas vertuscht werden soll.
Das Unglück ereignete sich am 17. Dezember 2010, kurz vor dem
Besuch von Bundeskanzlerin Merkel in Afghanistan. Ein 21-Jähriger Hauptgefreiter wurde nach Bundeswehr-Angaben mit einer Schußwunde schwer verletzt in einem Außenposten in der Provinz Baghlan aufgefunden. Bei einer Notoperation starb der Mann. Am Abend des 17. Dezember hatte die Bundeswehr mitgeteilt, der Hauptgefreite sei durch einen Schuß am Kopf verletzt worden. „Zur Ursache sind Untersuchungen eingeleitet. Nach derzeitigem Stand ist von einem Unfall auszugehen.“ Kurz später hatte es in verschiedenen Medienberichten geheißen, der 21-Jährige sei gestorben, als sich beim Reinigen seiner Waffe ein Schuß  gelöst habe. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach damals von einem tragischen Unglücksfall. Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zun Guttenberg selbst sagte der Nachrichtenagentur DPA am 19. Dezember , die Familie des Toten werde alle erdenkliche Hilfe bekommen, es sei aber „auch eine Herzensfrage, diesen Kameraden, von dem das Unglück ausging, und seine Familie aufzufangen.“ Weitere Details nannte er nicht. Fünf Tage später teilte ein Sprecher seines Ministeriums mit, die Ermittlungen zu dem Todesfall seien noch nicht abgeschlossen. Nach dem Todesfall hätten die Feldjäger den Vorfall noch im Dezember untersucht und einen entsprechenden Bericht an das Einsatzführungskommando weitergeleitet. Dieser sei aber offenbar nicht an das Verteidigungsministerium weitergegeben worden. Zu Guttenberg will diesen Bericht erst am 20. Januar 2011 erhalten haben, einen Tag, nachdem die Tagesthemen darüber berichtet haben. Der Minister vertrat die Ansicht, er habe „frühzeitig“ darauf hingewiesen, daß der tödliche Schuß „aus der Waffe eines Kameraden“ gekommen sei.
Dem bereits am 27. Dezember 2010 fertiggestellten Bericht zufolge starb der Hauptgefreite, durch „die Nichteinhaltung von Sicherheitsbestimmungen und die Unachtsamkeit“ des Schützen. Gleichwohl sei „auszuschließen, daß es sich um eine vorsätzliche Tat handelt“, heißt es in der Zusammenfassung der Ermittlungen.

 

 

Übrigens noch ein kleiner Skandal am Rande: die im Dezember 2010 in Afghanistan aufgezeichnete Talk-Show von Johannes B. Kerner kostet die
Bundeswehr, also den Steuerzahler, rund 17.000 Euro. „Etwa 12.000 Euro waren Transportkosten“, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums dem „Kölner Express“. Die Bundeswehr habe unter anderem die Kosten für zwei der insgesamt 5,78 Tonnen Material übernommen.