überspringe Navigation

Tag Archives: Ermittler


(Quellen:DerWesten.de, Tagesschau.de,n-tv.de)
Sicher hat sich die Nachricht, daß es auf dem berühmten Segelschulschiff „Gorch Fock“ angeblich eine Meuterei gegeben haben soll, bis in den hintersten Winkel von Hintertupfing herumgesprochen. Ich schreibe „angeblich“, weil da bisher noch nichts bestätigt ist. Nach der illegal geöffneten Feldpost von Bundeswehrsoldaten aus Afghanistan und dem Tod eines Bundeswehrsoldaten durch einen Kameraden wäre das ein weiterer Fleck auf der weissen Weste von Strahlemann und Bundesvertuschungs…äh …. Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU). Der gutte Mann muß sich nun schon an drei Fronten verteidigen.
Zu den Vorgängen auf der „Gorch Fock“: Eine 25-jährige Marine-
Offiziersanwärterin starb am 07. November 2010, als sie wie üblich ungesichert in die Takelage stieg und beim Abstieg in 27 Metern Höhe den Halt verlor und auf das Oberdeck stürzte. Dies geschah im Hafen von Salvador da Bahia (Brasilien). Nach dem Tod der Kadettin hätten Besatzungsmitglieder ihren Vorgesetzten Versagen vorgeworfen. Zudem sei das Vertrauen zwischen der Stammmannschaft und den Offiziersanwärtern gestört gewesen. Viele der Offiziersanwärter „wollten nach dem schmerzhaften Verlust der Kameradin nicht mehr aufentern, andere wollten nicht mit der „Gorch Fock“ weitersegeln. Auf sie sei trotz des Todesfalls massiver Druck ausgeübt worden. Der Wehrbeauftragte Hellmut Königshaus (FDP) schrieb in einem Brief an den Verteidigungsausschuss über Meuterei-Vorwürfe gegen vier Auszubildende. Die Ermittler müssen auch Vorwürfen nachgehen, die Stammbesatzung habe Offiziersanwärter bedroht und sexuell belästigt.
Zu Guttenberg hat mit Konsequenzen gedroht, sollte sich der Meuterei-Vorwurf auf der „Gorch Fock“ bestätigen. In einem ZDF-Interview betonte er, daß „ein oberster Dienstherr keine Vorverurteilung vornimmt“. „Es wird immer wieder Verfehlungen in der Bundeswehr geben. Und man muß auch in der Bundeswehr mit Konsequenzen rechnen, wenn man Fehler macht und diese nachgewiesen
werden“. Vorwürfe, daß er sein Ministerium nicht im Griff habe, wies zu Guttenberg von sich. Sein Amt sei „in einem guten Zustand“.
Die „Gorch Fock“ ist inzwischen im Hafen von Ushuaia (Argentinien)
angekommen und liegt dort auf Reede. Ein Ermittlerteam der Marine soll Anfang kommender Woche in Argentinien seine Untersuchungen auf der „Gorch Fock“ beginnen. Das sagte ein Marine-Sprecher am Freitag in Glücksburg.

 

 

Ob sich das mit der Meuterei nun bestätigt oder nicht, das sei mal
dahingestellt. Aber für mich als einer von vielen nicht-maritim
interessierten Menschen und als Mensch mit extremer Höhenangst
stellt sich die Frage, wieso die Offiziersanwärter da ungesichert in der
Takelage herumturnen müssen? Das sind doch keine Stuntmen oder
Zirkusakrobaten. Wieso kann man nicht Mittel und Wege finden, die
Leute beim Auf- und Abstieg entsprechend zu sichern. Daß das nicht
möglich sei, kann ich nicht glauben. Da wird das Leben von Menschen
in Gefahr gebracht, nur um deren Mut zu testen. Ich habe gelesen, daß alle Segel ferngesteuert gesetzt, gerefft und ausgerichtet werden könnten, aber die Bedienung von Hand soll traditionelle Werte vermitteln.