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Tag Archives: Domodedowo

(Quelle:Tagesschau.de)
Was viele sich gedacht (oder befürchtet haben) ist wohl bestätigt worden. Der Terroranschlag am Flughafen Moskau-Domodedowo geht auf das
Konto von Tschetschenen. Der tschetschenische Rebellenführer Doku Umarow
hat in einer Videobotschaft die Verantwortung für das Selbstmordattentat übernommen. Er habe die Tat angeordnet, sagte der auch „Bin Laden Russlands“ genannte Umarow. Der Anschlag sei die Vergeltung für „russische Verbrechen im Kaukasus„, sagte Umarow. Die Muslime in der Region befänden sich „im Krieg gegen die russische Besatzungsarmee“, so Umarow weiter. Er drohte Russland mit weiteren Selbstmordanschlägen. Bei dem Flughafen-Anschlag am 24. Januar 2011 waren 36 Menschen getötet worden. 2010 hatte Umarow sich übrigens bereits zu einem Anschlag in der Moskauer Metro mit 40 Todesopfern bekannt. Wenn man die Greueltaten der russischen Truppen in Tschetschenien bedenkt, dann gibt es nur eins dazu zu sagen:

 


(Quelle:Spiegel Online)
Der Terroranschlag auf den internationalen Flughafen Domodedowo in Moskau gestern war wohl das Thema in den Medien. ARD und ZDF
haben auch brav Sondersendungen gebracht. Bei dem Selbstmordanschlag gab es mindestens 35 Tote. Unter den Todesopfern sind nach Angaben des russischen Zivilschutzministeriums acht Ausländer, darunter ein Deutscher, zwei Briten und ein Bulgare. Daß ein Deutscher zu den Toten gehört, hat das Auswärtige Amt bestätigt. Wie die „Kölnische Rundschau“ aus Polizeikreisen erfuhr, handelt es sich um einen 34-jährigen Kölner, der mehrere Jahre in Moskau bei dem weltweit tätigen Heiztechnikunternehmen Vaillant angestellt war. Nach Informationen der Rundschau wollte er am Montagnachmittag einen Geschäftspartner am Flughafen abholen. Das russische Zivilschutzministerium hat die ersten Namen der Todesopfer auf seiner Internetseite veröffentlicht. Bei dem Anschlag gab es 180 Verletzte, darunter eine Deutsche, deren Zustand stabil sei, ein Franzose und ein Italiener. Russische Ermittler gehen davon aus, daß der Selbstmordattentäter einen Sprengstoffgürtel getragen hat. Medienberichten zufolge war die Bombe mit Schrauben und Metallkugeln gefüllt, um ihre Wirkung zu verstärken. Polizisten fanden am Montagabend den Kopf des mutmaßlichen Attentäters. Es handele sich um einen Mann im Alter zwischen 30 und 35 Jahren mit südländischem Aussehen, sagte ein Ermittler der Nachrichtenagentur Interfax. Über die mögliche Identität war zunächst nichts bekannt. Der Selbstmordattentäter stamme vermutlich aus dem Konfliktgebiet Nordkaukasus, hatte Interfax zuvor unter Berufung auf Sicherheitskreise
gemeldet. In den vergangenen Jahren verübten wiederholt islamische Extremisten aus der Unruheregion Terrorakte in Moskau. So hatte sich der tschetschenische Rebellenführer Doku Umarow zu den Anschlägen auf die Moskauer U-Bahn am 29. März 2010 mit 40 Toten bekannt.
Aus Furcht vor weiteren Anschlägen versetzten die Moskauer Behörden auch die beiden anderen internationalen Flughäfen Scheremetjewo und Wnukowo sowie die Metro in Alarmbereitschaft. „Nach den uns vorliegenden vorläufigen Informationen war es ein Terrorangriff“, erklärte Präsident Medwedew am Montagabend im Staatsfernsehen. Er ordnete landesweit für alle Sicherheitskräfte Alarmbereitschaft an. Auf Flughäfen und Bahnhöfen gilt ab sofort eine erhöhte Sicherheitsstufe. Offenbar hätten zu laxe Sicherheitsvorkehrungen zu dem Anschlag geführt, gestand er ein. Diese Einschätzung erhält besondere Brisanz durch eine Meldung der Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Demnach hatten die Sicherheitsdienste bereits vergangene Woche Hinweise auf einen möglichen Anschlag in einem der Hauptstadtflughäfen erhalten.
UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat den Anschlag scharf verurteilt. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach von einem „feigen Anschlag“, USPräsident Barack Obama von einem „abscheulichen Terrorakt“, NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen sagte Moskau eine enge Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terror zu.

Damit es keine Mißverständnisse gibt: und die Toten und Verletzten tun mir leid, aber jetzt hat Moskau endlich einen Grund, den Kaukasus mit Krieg zu überziehen. Ich sage nur: Grosny! Die Stadt wurde in zwei Tschetschenienkriegen zu 80 Prozent von den Russen zerstört. Jetzt kann Moskau ja gleich Nuklearwaffen einsetzen. Damals hat der Westen ja zugeschaut. Daß der Westen auf diesen Terrorismus-Zug aufspringt und Hilfe anbietet ist klar: man braucht ja US-Militärbasen in Asien und da muß man mit den Russen zusammenhalten. Nur daß die im Kaukasus ihre Freiheit von Russland und Putin haben wollen, was wir eigentlich unterstützen sollten.