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Tag Archives: Bartolomeo Vanzetti

-1939: Deutsch-sowjetischer Nichtangriffspakt – war ein auf zehn Jahre befristeter Vertrag zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion, der am 24. August 1939 (mit Datum vom 23. August 1939) in Moskau vom Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop und dem sowjetischen Volkskommissar für Auswärtige Angelegenheiten Wjatscheslaw Molotow in Anwesenheit Josef Stalins und des deutschen Botschafters Friedrich-Werner Graf von der Schulenburg unterzeichnet wurde. Der Pakt garantierte dem Deutschen Reich die sowjetische Neutralität bei einer kriegerischen Auseinandersetzung mit Polen und den Westmächten und gestattete andererseits der Sowjetunion, im 1. Weltkrieg verlorene Territorien des russischen Kaiserreichs wiederzugewinnen. Mit einem geheimen Zusatzprotokoll wurden die Interessensphären beider Staaten abgegrenzt: Finnland, Estland, Lettland fielen in das sowjetische Interessengebiet, Litauen in das deutsche. Das umstrittene Wilnaer Gebiet wurde dabei Litauen zugerechnet. Im polnischen Staatsgebiet sollten die Flüsse Narew, Weichsel und San die Interessensphären abgrenzen. Im Südosten Europas wurde Bessarabien zum sowjetischen Interessengebiet deklariert. Deutschland wiederum erklärte, an Bessarabien politisch nicht interessiert zu sein. Der Nichtangriffspakt wurde mit dem Deutsch-Sowjetischen Grenz- und Freundschaftsvertrag verändert und ergänzt. Dieser wurde am 28. September 1939 abgeschlossen, nachdem die Wehrmacht im Polenfeldzug das westliche Polen und die Rote Armee Ostpolen militärisch besetzt hatten. In einem begleitenden geheimen Abkommen wurde die Aufteilung Polens und des Baltikums vereinbart, sowie ein Austausch seiner deutschen, ukrainischen und weißrussischen Bevölkerung. Mit dem Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 brach die Reichsregierung den Vertrag.
-1927: Ferdinando Sacco und Bartolomeo Vanzetti, zwei aus Italien in die USA eingewanderte Arbeiter, die sich der anarchistischen Arbeiterbewegung angeschlossen hatten und wegen der Beteiligung an einem doppelten Raubmord in einem umstrittenen Prozess am 9. April 1927 zum Tode verurteilt wurden, wurden im Staatsgefängnis von Charlestown/Massachusetts auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet. Die Frage ihrer tatsächlichen Schuld oder Unschuld konnte bis in die Gegenwart nicht vollständig geklärt werden. Das Todesurteil vom 9. April 1927 hatte weltweite Massendemonstrationen zur Folge. Kritiker warfen der US-Justiz vor, es handele sich um einen politisch motivierten Justizmord auf der Grundlage fragwürdiger Indizien. Entlastende Hinweise seien unzureichend gewürdigt oder sogar unterdrückt worden. Hunderttausende von Menschen beteiligten sich an Petitionen und versuchten damit, einen Aufschub oder die Aussetzung der Urteilsvollstreckung zu erreichen. Im Jahr 1977 wurden beide postum durch den Gouverneur von Massachusetts, Michael Dukakis, rehabilitiert.
-2003: John Geoghan (war ein US-Pfarrer, der zur Schlüsselfigur für die Skandale um Sexuellen Missbrauch in der römisch-katholischen Kirche in den Vereinigten Staaten wurde. Geoghan wurde zu zehn Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.) wurde in der Haft im Souza-Baranowski Correctional Center in Shirley/Massachusetts durch einen Mithäftling erdrosselt.
-1926: der italienische Stummfilm-Schauspieler Rudolph Valentino starb in New York City/New York.
-1960: der US-Musical-Produzent Oscar Hammerstein starb in Doylestown/Pennsylvania.