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Tag Archives: „Atlantis“

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„Destiny Laboratory Attached to International Space Station“ /via NASA

 

Am 10. Februar 2001 installierten die Mannschaften der USRaumfähre “Atlantis” (Mission STS-98) und der Internationalen Raumstation (ISS) erfolgreich das US-Labormodul „Destiny“ an der Raumstation. Auf diesem Foto wird „Destiny“ vom Remote Manipulator System (RMS) des Space Shuttle von seiner Stauposition in der Nutzlastbucht der „Atlantisbewegt. Die Astronautin Marsha Ivins begann die Arbeit und benutzte den Roboterarm der „Atlantis“, um ein Andock-Anschluss, genannt Pressurized Mating Adapter 2 (PMA 2), zu entfernen, um Platz für „Destiny“ zu machen. Der Adapter wurde vom “Unity”-Modul der Station entfernt und in einer temporären Position auf dem Gittersegment der ISS zwischengelagert. Dann um 9:50 a.m. CST (16:50 Uhr MEZ) begannen die Astronauten Thomas Jones (USA/NASA) und Robert Curbeam (USA/NASA) einen Weltraumspaziergang, der den ganzen Tag dauerte zusammen mit IvinRoboterarmArbeit. Jones lieferte visuelle Signale an Ivins, als sie den Adapter an seine temporäre Position bewegte und Curbeam  Startschutzabdeckungen entfernte und Strom-und Kühlleitungen zwischen dem „Destiny“-Labor und der „Atlantis“ trennte. Um 12:57 p.m. war das Labor in Position an der ISS verriegelt und bald wurde eine Reihe von automatischen Schrauben angezogen, um sie dauerhaft an Ort und Stelle zu halten für jahrelangWeltraumforschung. Das Labor fügte 3.800 Kubikfuß Volumen zur Station hinzu und erhöhte den Lebensraum an Bord um 41 Prozent. Der 2005 NASA Authorization Act bezeichnete das US-Segment der Raumstation als nationales Labor. Als einziges Nationallabor im Orbit wird es das Leben auf der Erde verbessern, die Beziehungen zwischen NASA, anderen Bundesbehörden und der Privatwirtschaft pflegen und Wissenschafts-, Technologie-, Ingenieur- und Mathematikausbildung (STEM) vorantreiben durch Nutzung der einzigartigen Fähigkeiten der ISS als eine permanente  Mikrogravitationsplattform mit Exposition zum Weltraum.

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„Comet Atlantis“ /via NASA

 

Wie ein Komet, der durch die Erdatmosphäre streift, verließ die USRaumfähre “Atlantis” am 21. Juli 2011 zum letzten Mal den Weltraum und stieg ab für eine sanfte Landung beim NASAKennedy Space Center in Florida. Diese AstronautenFotografie, die aus der Sicht der Internationalen Raumstation (ISS) aufgenommen wurde, zeigt den Streifen einer ionisierten Plasmawolke, die durch den Abstieg des Space Shuttle in die Atmosphäre verursacht wurde. Zum Zeitpunkt der Aufbahme des Bildes, war die ISS nordwestlich von den Galapagosinseln positioniert, während die „Atlantis“ sich  rund 2.200 Kilometer (1.367 Meilen) nordöstlich vor der Ostküste der Yucatán-Halbinsel befand.  Der maximale Winkel des Shuttle-Abstiegs war etwa 20 Grad,  obwohl er viel steiler auf dem Bild erscheint, wegen des schrägen Blickwinkels von der ISS. Teile der Raumstation sind in der oberen rechten Ecke des Bildes sichtbar. Im Bildhintergrund schwebt Nachthimmelsleuchten über dem Erdhorizont. Nachthimmelsleuchten wird verursacht durch Ionisation und Dissoziation von Atomen und Molekülen (vor allem Sauerstoff und Stickstoff) hoch in der Atmosphäre (über 80 Kilometer oder 50 Meilen Höhe) durch die solare Ultraviolettstrahlung. Im Laufe der Jahre hat das Space-Shuttle-Programm viele Bilder und Erkenntnisse über die Weltraumumgebung der Erde gesammelt einschließlich der Polarlichterund über die Erde selbst. Die NASA erforscht die Rolle, die das Shuttle bei der Beobachtung unseres Heimatplaneten gespielt hat. In den 1980er und frühen 1990er Jahren umfaßte die NASA ein System für das Studium der Geowissenschaften. Wo Wissenschaftler Beobachtungen von einzelnen Punkten machen konnten, konnten Sensoren im Weltraum ganze Systeme der Erde mit einem größeren, aber flacheren Blickwinkel beleuchtendie globale Ozeanoberfläche, Pflanzenbewuchs über alle Kontinente, die Atmosphärenzusammensetzung, sowohl horizontal als auch vertikal. Wissenschaftler konnten letztlich die Mikro-und Makromaßstäbe zusammenfügen für ein tieferes Verständnis dafür, wie die Welt funktioniert. Ausgestattet mit einer 60Fuß -langen Nutzlastbucht, einem flinken Roboterarm, dem Remote Manipulator System (RMS) und zwei bis sieben Paaren von menschlichen Händen und Augen (abhängig von der Größe der Besatzung), wurde das Space Shuttle ein orbitales Labor und Observatorium für Erdsystemforschung. Das Shuttle konnte nicht ständig beobachten für Monate bis Jahre, so wie Satelliten es können. Aber die menschliche Note und die häufigen Flüge erlaubten einige intensive und vielfältige Studien. Über drei Jahrzehnte diente das Shuttle als kritische Testumgebung für Fernerkundungsinstrumente, die schließlich auf Satelliten fliegen würden. In der Tat, viele der Technologien des NASA-Earth Observing Systems (EOS) machten ihren Jungfernflug in der Ladebucht des Space Shuttle.

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„Amazing that >5000 parts from the rockets were refurbished & reused. One piece was on both 1st & last Shuttle launch.“ /via Chris Hadfield/CSA/NASA

 

Bild via Astronaut Chris Hadfield (Kanada/CSA) auf Twitter (@Cmdr_Hadfield). Der oberste Zylinder der linken Space-Shuttle-Feststoffrakete (Space Shuttle Solid Rocket Booster/SRB), der bei der ersten Space Shuttle-Mission STS-1 im Jahr 1981 („Columbia“) und der letzten Shuttle-Mission STS-135 im Jahr 2011 („Atlantis“) verwendet wurde, ist zu sehen.

 

Chris Hadfield auf Google+

Chris Hadfield auf Facebook

 

(Quelle:Wikipedia)

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via Thierry Legault

 

Diese Nahaufnahme von Fotograf Thierry Legaults Schnappschuss vergrößert die Raumfähre “Atlantis” und die Internationale Raumstation (ISS), als sie am 16. Mai 2010 die Sonne passierten. Dieses Foto wurde von Madrid/Spanien gemacht. Fotograf Thierry Legault nahm das atemberaubende Foto kurz bevor das Space Shuttle „Atlantis“ an die Raumstation andockte auf. Auf dem Foto können das Shuttle und die Raumstation deutlich als zwei separate Raumfahrzeuge gesehen werden. Auch die Flügel der „Atlantis“ können zusammen mit den Solarzellen der ISS wahrgenommen werden, als beide 200 Meilen (354 Kilometer) über der Erde flogen. Als Legault das Foto machte, flog die „Atlantis“ unterhalb der Raumstation zur Durchführung des Rendezvous Pitch Maneuver, so daß die Astronauten in der Station hochauflösende Fotos der Tausenden von hitzebeständigen Kacheln an der Unterseite der Raumfähre schiessen konnten.

 

Space.com:Shuttle and Space Station Photographed Crossing the Sun

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via NASA

 

Die US-Raumfahrtbehörde NASA und die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos starteten im Juni 1995 eine neue Ära in der internationalen Zusammenarbeit in der Raumfahrt, als die Raumfähre „Atlantis“ zum ersten Mal an die russische Raumstation „Mir“ andockte. Die Mission der „Atlantis“, STS-71, startete am 27. Juni 1995 um 19:32:19 UTC vom Kennedy Space Center in Florida und markierte den 100. bemannten US-Raumflug und die 22. bemannte Mission zur „Mir“. Zusammen waren „Atlantis“ und „Mir“ das größte kombinierte Raumfahrzeug, das jemals in der Umlaufbahn war, in Höhe von insgesamt fast einer halben Million Pfund. Für das Andocken positionierte Space Shuttle-Kommandant Robert Lee „Hoot“ Gibson die „Atlantis“ direkt unterhalb der „Mir“, so daß die Schwerkraft der Erde naturgemäß die Annäherung des Orbiters „hinauf“ zur „Mir“ bremste. Die Endanflug-Geschwindigkeit von etwa einem Zoll pro Minute endete 216 nautische Meilen über der russischen Baikalsee-Region, mit einem nahezu perfekten Andocken. Am 29. Juni um 13:00 UTC kam es zur Kopplung der beiden Raumfahrzeuge. Die Shuttle-„Mir“-Missionen umfassten 11 Space Shuttle- Flüge in den Jahren von 1994 bis 1998, wobei bei neun davon das Shuttle an die „Mir“ andockte und insgesamt sieben US-Astronauten Langzeitmissionen auf der „Mir“ mit einer Dauer von jeweils etwa einem halben Jahr und halfen den Weg zu ebnen für die Internationale Raumstation (ISS), die nun im Orbit ist.

 

 

NASA:Atlantis Meets Mir

 

 

(Quelle:Wikipedia)

 

Am 29.Juni 2013 wurde im Besucherzentrum des Kennedy Space Centers im USBundesstaat Florida eine neue Ausstellung mit der 2011 außer Dienst gestellten Raumfähre “Atlantis” eröffnet. Mit geöffneten Ladebuchttüren und in einer dreiundvierzig Grad Neigung können Besucher das NASASpace Shuttle bewundern. Im Juli 2011 war die “Atlantis” als letzte Raumfähre von einem Flug ins All zurückgekehrt (letzte Mission STS-135 8. Juli 2011 bis zum 21. Juli 2011).

Gestern ist mit der USRaumfähre “Atlantis” das letzte Space Shuttle ins Museum gerollt. Die fast 60 Meter lange Raumfähre wurde im US-Bundesstaat Florida auf einem Spezialtransporter mit 76 Rädern aus dem Vehicle Assembly Building (VAB) heraus gefahren. Danach ging es für das Shuttle mit rund drei Kilometern pro Stunde in das rund 16 Kilometer entfernte Besucherzentrum des Kennedy Space Centers. Die US-Raumfahrtbehörde NASA übertrug das Ereignis live im Internet. Die NASA hatte das Shuttle-Programm im vergangenen Jahr aus Kostengründen nach drei Jahrzehnten eingestellt. Die Raumfähren waren zu teuer, zu selten nutzbar und zu aufwändig in der Instandhaltung. Im Juli 2011 war die “Atlantis” als letzte Raumfähre von einem Flug ins All zurückgekehrt (letzte Mission STS-135 8. Juli 2011 bis zum 21. Juli 2011). Die “Discovery”, mit insgesamt 39 Mission und 365 Tagen im Weltraum die dienstälteste US-Raumfähre, war bereits im März 2011 eingemottet worden (letzte Mission STS-133 24. Februar bis zum 9. März 2011). Die “Endeavour” beendete Ende Mai vergangenen Jahres ihre letzte Mission (STS-134 16. Mai 2011 bis zum 1. Juni 2011). Die “Discovery” wurde ins Smithsonian-Institut in Washington, D.C. gebracht, die “Endeavour” ist seit Dienstag im California Science Center in Los Angeles/Kalifornien als Museumsstück für die Öffentlichkeit zu bewundern und der Prototyp “Enterprise” wurde ins Intrepid Sea-Air-Space Museum in New York City verlegt. Die US-Astronauten müssen vorerst mit russischen Sojus-Kapseln zur Internationalen Raumstation (ISS) fliegen. Die NASA entwickelt als Shuttle-Nachfolger ein bemanntes Raumschiff für Flüge zum Mond, zum Mars und darüber hinaus. Die “Orion”-Kapsel soll ab 2017 einsatzbereit sein.  Für Versorgungsflüge zur ISS hat die US-Raumfahrtbehörde NASA das US-Unternehmen SpaceX für 1,6 Milliarden US-Dollar beauftragt, zwölf ”Dragon”-Flüge im Rahmen des CRS-Programms (Commercial Resupply Services) durchzuführen. Neben Versorgungsflügen will SpaceX bis Mitte 2015 auch Menschen ins All befördern können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Quelle:n-tv.de: „Auch das letzte Space Shuttle «Atlantis» ins Museum gerollt“)

Jetzt wo die US-Raumfahrtbehörde NASA ihr Space Shuttle-Programm aus Kosten-und Sicherheitsgründen eingestellt hat und die Raumfähren „Discovery“, „Endeavour“ und „Atlantis“ als Ausstellungsstücke in Museen steckt, scheint es eine nette Idee zu sein, die 135 Shuttle-Missionen Revue passieren zu lassen. Los geht es dann mit der STS-1-Mission, dem Jungfernflug des Space Shuttle „Columbia“, dessen Start am 12. April 1981 stattfand. Es war der erste Weltraumeinsatz eines Space Shuttle und es war das erste Mal in der NASA-Geschichte, daß ein neues Raumfahrzeug ohne vorherige unbemannte Tests gestartet wurde. Abgesehen von Schäden am Hitzeschild verlief der erste Flug eines Space Shuttles reibungslos. Der erste Shuttle-Flug wurde von Kommandant John Young und dem Piloten Robert Crippen durchgeführt.
Das Hauptziel des Fluges war die Überprüfung der gesamten Flugsysteme. Diesen Test bestand die „Columbia“ hervorragend. Im Gegensatz zu vorhergehenden bemannten Raumfahrtprojekten wie „Mercury“, „Gemini“ und „Apollo“, bei denen mindestens ein unbemannter Testflug durchgeführt wurde, hat man beim Space Shuttle darauf verzichtet. Zwar wurden viele Systeme zuvor einzeln überprüft, aber es gab keinen Flug, bei dem das Zusammenspiel aller Systeme getestet wurde. So stellte dieser erste SpaceShuttle-Flug ein Novum in der bemannten Raumfahrt dar und bedeutete gleichzeitig ein erhöhtes Risiko. Die einzige Nutzlast der Mission war ein Flugüberwachungssystem Development Flight Instrumentation (DFI), bestehend aus Sensoren und Messinstrumenten, um Daten über alle entscheidenden Flugabschnitte aufzuzeichnen. Zwei Tage, sechs Stunden und einundzwanzig Minuten dauerte der erste Flug. 36 Mal umrundeten Orbiter und Crew dabei die Erde, bis sie nach 1,7 Millionen Kilometern im All wieder auf der Landebahn der Edwards Air Force Base aufsetzten. Die Nasa-Planer hatten diesen ausgetrockneten Salzsee im Norden von Los Angeles gewählt, weil die Raumfähre hier einen besonders langen Auslauf hat.
Die NASA bezeichnet STS-1 noch heute als den „kühnsten Testflug der Geschichte“ (“the boldest test flight in history”).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Quelle:Wikipedia.org, Spiegel Online)

Gestern am 21.07.2011 ist zum letzten Mal in der US-Raumfahrtgeschichte ein Space Shuttle aus dem All zur Erde zurückgekehrt. Die US-Raumfähre „Atlantis“ landete pünktlich um 11:57 Uhr MESZ mit den vier Astronauten, dem Kommandanten Christopher Ferguson, dem Piloten Douglas Hurley und den Missionsspezialisten Sandra Magnus und Rex Walheim, an Bord auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral/Florida. Die Abschiedsmission der „Atlantis“ (Bezeichnung STS-135) dauerte 13 Tage. Damit ist die Ära der bemannten US-Raumfahrt leider fürs erste beendet. Das Shuttle-Programm der NASA wird nach 30 Jahren aus Kosten-und Sicherheitsgründen eingestellt. US-Astronauten werden zukünftig mit russischen Sojus-Kapseln zur Internationalen Raumstation (ISS) transportiert. Frühestens 2015 sollen private US-Raumschiffe wieder bemannt ins All starten. Die NASA plant nun bemannte Raumflüge zu einem Asteroiden (2025) und zum Mars (2030). Die „Atlantis“ wird wie die beiden anderen Space Shuttles „Discovery“ und „Endeavour“ zum Museumsstück.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Quellen:Tagesschau.de, Raumfahrer.net, Astronomie.info, Zeit Online)

Die US-Raumfähre „Atlantis“ hat heute um 08:28 Uhr MESZ von der Internationalen Raumstation (ISS) abgedockt und befindet sich mit den vier Astronauten Christopher Ferguson, Douglas Hurley, Sandra Magnus und Rex Walheim auf dem Weg zur Erde. Nach dem Abdockmanöver, das rund 350 Kilometer über dem Pazifischen Ozean erfolgte, hielt das Space Shuttle 182 Meter von der ISS entfernt für 30 Minuten die Position, während man die Raumstation mithilfe der Steuerdüsen am russischen Segment um 90 Grad entlang der Vertikalachse drehte. Die Entscheidung für diese Manöver war getroffen worden, um so Fotos von Teilen der Station zu erhalten, die bisher nicht dokumentiert wurden. Nachdem die ISS in Position war, initiierte Pilot Doug Hurley dann die Umrundung des Komplexes. Während der nächsten Stunde machte die Besatzung unzählige Fotos von der Außenseite der Station und filmte jeden Winkel. Um 10:18 Uhr MESZ feuerten die Steuerdüsen des Space Shuttles ein weiteres Mal, um so den Orbiter endgültig von der Station zu trennen. Zuvor hatten sich die Besatzungsmitglieder der „Atlantis“ am Montag in einer emotionalen Zeremonie von der ISS-Crew verabschiedet. Die Astronauten umarmten die sechs amerikanischen, russischen und japanischen Bewohner der Station und überreichten ihnen Geschenke, darunter ein Shuttle-Modell mit den Unterschriften vieler Weltraum-Veteranen. „Wir schließen diese Klappe und auch ein Kapitel in der Geschichte unserer Nation“, sagte der US-Astronaut und ISS-Bewohner Ron Garan, als die Luken des Shuttles geschlossen wurden. Anschließend platzierten die Astronauten die US-Flagge auf der Rampe, die das Shuttle mit der ISS verbindet. Die „Atlantis“ soll am Donnerstag um 11.56 Uhr MESZ auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral/Florida landen. Damit endet dann das Space Shuttle-Programm der NASA nach 30 Jahren und 135 Einsätzen aus Kosten-und Sicherheitsgründen. Zukünftig werden US-Astronauten vorerst auf die russischen Sojus-Raumschiffe angewiesen sein, um zur ISS zu kommen. Erst 2015 soll eine neue US-Raumfähre, an der die NASA derzeit in Zusammenarbeit mit einer privaten Firma arbeitet, einsatzbereit sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Quellen:Raumfahrer.net, Astronomie.info, Zeit Online)

Besser spät als nie:mein Beitrag zum einzigen Außenbordeinsatz der laufenden letzten Mission (Bezeichnung STS-135) der US-Raumfähre „Atlantis“. Der Einsatz begann am Dienstag um 15:22 Uhr MESZ und wurde von den beiden Astronauten Ron Garan und Mike Fossum durchgeführt, die zur Langzeitbesatzung der Internationalen Raumstation (ISS) gehören. Garan und Fossum begaben sich für die erste Tagesaufgabe zu einem defekten Pumpenmodul, wo Fossum zwei Notfalladapter, COLTS, installierte. Diese Adapter ermöglichen den Astronauten das Modul in der Ladebucht auch dann sicher zu installieren, wenn die normalen Bolzen am Pumpenmodul nicht mehr zu benutzen sind. Garan installierte unterdessen am Roboterarm der ISS eine Fußhalterung und bestieg diese dann. Dann lösten beide die Halterungen, die das Pumpenmodul mit der externen Lagerplattform Nummer 2 verbanden. Garan hielt das Modul, während der Roboterarm ihn zur Ladebucht der „Atlantis“ manövrierte. Dort installierten Garan und Fossum das Pumpenmodul auf der Lightweight Multi Purpose Experiment Support Structure Carrier (LMC) am Ende der Ladebucht. Danach betrat Fossum die Fußhalterung am Roboterarm. Garan löste die Schrauben an der Robotic Refuel Mission (RRM) und übergab dieses an Fossum. Danach begaben sich die Astronauten zum kanadischen Roboter DEXTRE am US-Labor „Destiny“, um dort das RRM zu installieren.
Anschließend gab es für beide Astronauten kleinere Tätigkeiten. Ron Garan begab sich zum EXPRESS Logistics Carrier 2 (ELC-2), um dort das Materialexperiment MISSE-8 zu öffnen, das schon von der STS-134-Besatzung im Mai an der ELC-2 angebracht worden war. Mike Fossum justierte unterdessen am russischen Teil der ISS am neuen Greifpunkt des Stationsarms ein Erdungskabel neu. Abschließend installierten beide Astronauten noch eine Abdeckung am Pressurized Mating Adapter 3 (PMA-3). Um 21:53 Uhr MESZ endete dann offiziell der Außenbordeinsatz mit einer Gesamtzeit von 6 Stunden und 31 Minuten. Während der Außenbordeinsatz außerhalb der Station durchgeführt wurde, widmete sich der Rest der Besatzung wieder dem Transfer von Ausrüstung. Gegen Ende des Tages wurde die Besatzung noch informiert, daß die Überprüfung des Hitzeschildes der „Atlantis“vom Damage Assessment Team (DAT) abgeschlossen ist und der Schild offiziell für den Wiedereintritt in die Erdatmosphäre freigegeben wurde. Die US-Raumfahrtbehörde NASA hatte am Montag übrigens die letzte Mission der „Atlantis“ um einen Tag verlängert. Die zusätzliche Zeit solle genutzt werden, um an Bord der ISS Ausrüstung auszupacken und zu verstauen, teilte Nasa-Manager LeRoy Cain mit. Außerdem sollen verschiedene Systeme an der Station eingerichtet werden. Die Landung der „Atlantis“ auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral/Florida sei am 21. Juli geplant, voraussichtlich gegen 6 Uhr Ortszeit (12 Uhr MESZ).
Am Donnerstag wurde die „Atlantis“-Crew wegen einer Computerpanne aus dem Schlaf geholt. An einem der fünf Hauptcomputer des Space Shuttles war ein Problem festgestellt worden. Die Crew setzte daraufhin einen Reservecomputer ein. Schon am Sonntag war eine Computerpanne an Bord der „Atlantis“ aufgetreten. Das Problem war am Montag mit Hilfe eines Software-Updates gelöst worden.

 

 

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(Quellen:Raumfahrer.net, Astronomie.info, Spiegel Online)

Gestern um 17:07 Uhr MESZ hat die US-Raumfähre „Atlantis“ zum letzten Mal an die Internationale Raumstation (ISS) angedockt. An Bord befinden sich die vier Astronauten Christopher Ferguson (Kommandant), Douglas Hurley (Pilot), Sandra Magnus (Missionsspezialistin) und Rex Walheim (Missionsspezialist). Die letzte Mission der „Atlantis“ trägt die Bezeichnung STS-135. Die „Atlantis“ transportiert 3,5 Tonnen Proviant und Ausrüstung zur ISS, u.a. das Mehrzweck-Logistikmodul „Raffaello“ und ein Lightweight Multi-Purpose Carrier (LMC).
Die Endphase des Rendezvous mit der ISS begann um 14:29 Uhr MESZ mit dem Terminal Initiation Burn (TI-Burn), der das Space Shuttle auf direkten Kurs zur Station brachte. Nach weiteren kleineren Kurskorrekturen befand sich der Orbiter direkt unterhalb der ISS, auf der R-Bar. Von dort startete Kommandant Ferguson das Rendezvous Pitch Maneuver (RPM), welcher der ISS-Crew ermöglichen sollte, Aufnahmen vom Hitzeschild der „Atlantis“ zu machen. Auf diese Weise wurde geprüft, ob und wieweit der Hitzeschild beim Start beschädigt worden ist. Die Fotos wurden anschließend an die Bodenkontrolle übertragen, dort werden sie von Experten ausgewertet. Dann brachte Kommandant Ferguson die „Atlantis“ direkt vor die ISS auf die V-Bar. Von dort aus steuerte er sehr vorsichtig zum Andockadapter Nummer 2, wo das Shuttle dann um 17:07 Uhr MESZ festmachte. Nachdem eine feste Verbindung zwischen „Atlantis“ und ISS hergestellt wurde, begannen die Dichtheitstests des Andocksystems auf beiden Seiten. Nach dem erfolgreichen Andocken an die ISS, öffneten sich um 18.47 Uhr MESZ die Luken. Die Shuttle-Crew wurde dann von der ISS-Crew (ISS-Expedition 28 bestehend aus Kommandant Andrei Borissenko, Alexander Samokutajew, Sergei Wolkow, Satoshi Furukawa, Ron Garan und Mike Fossum) begrüßt. Die Shuttle-Crew besteht nur aus vier Personen, weil für einen Notfall kein Ersatz-Shuttle mehr bereit steht. Falls die „Atlantis“ nicht mehr sicher zur Erde zurückkehren könnte, müßte deren Crew auf der ISS bleiben und später mit Sojus-Raumschiffen heimkehren. Stichwort Notfall: die US-Raumfahrtbehörde NASA gab Entwarnung für ein Trümmerteil des Satelliten „Cosmos 375“, das sich der ISS und dem Shuttle näherte. Es seien keine Bahnkorrekturen nötig, um auszuweichen. Zuvor hatte die NASA vor dem Stück Weltraumschrott gewarnt, das der ISS gefährlich nahe kommen könnte. In einem solchen Fall hätte die Atlantis die Raumstation mit ihrer Schubkraft aus der Gefahrenzone bewegen müssen.

 

 

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(Quellen:Raumfahrer.net, Astronomie.info, Tagesschau.de)

Am gestrigen Freitag um 17:29 Uhr MESZ wurde (traurige) Raumfahrtgeschichte geschrieben. Mit der US-Raumfähre „Atlantis“ wurde nach 30 Jahren das letzte Space Shuttle auf seine letzte Mission (Bezeichnung STS-135) ins All geschickt. Trotz dunkler Wolken und leicht verspätet ist der Orbiter mit den vier Astronauten Christopher Ferguson (Kommandant), Douglas Hurley (Pilot), Sandra Magnus (Missionsspezialistin) und Rex Walheim (Missionsspezialist) an Bord vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral/Florida zur Internationalen Raumstation (ISS) gestartet.
Die „Atlantis“ transportiert 3,5 Tonnen Proviant und Ausrüstung zur ISS, u.a. das Mehrzweck-Logistikmodul „Raffaello“ und ein Lightweight Multi-Purpose Carrier (LMC). Während der 12-tägigen Mission wird auch ein Weltraumspaziergang absolviert werden, aber nur von der Besatzung der ISS. Ziel des Außenbordeinsatzes: die Installation eines defekten Pumpenmoduls, das letztes Jahr ausgefallen ist, auf dem LMC, sowie die Installation der Robotic Refuel Mission (RRM) an der Außenseite der ISS. Die „Atlantis“ soll Sonntag an der Station andocken und gemeinsam mit der Langzeitbesatzung die ISS auf die Zeit nach Einstellung des Shuttle-Programms vorbereiten. Im Gegensatz zu anderen Shuttle-Flügen wird bei dieser Mission keine weitere Raumfähre für einen möglichen Rettungsflug bereitstehen. Wenn die sichere Rückkehr der „Atlantis“ durch eine Beschädigung unmöglich ist, muß die Shuttle-Crew vorläufig auf der ISS bleiben und mit Sojus-Raumschiffen zurück zur Erde gebracht werden. Darum sind nur vier statt sieben Astronauten an Bord. Wenn die Mission planmäßig verläuft, wird die „Atlantis“ am 20. Juli wieder auf der Erde landen. Danach beendet die US-Raumfahrtbehörde NASA aus Kosten-und Sicherheitsgründen ihr Shuttle-Programm. Die „Atlantis“ wird als Museumsstück im Besucherzentrum des Kennedy Space Centers ausgestellt.
Die Zukunft der bemannten US-Raumfahrt steht buchstäblich in den Sternen. US-Astronauten werden dann erstmal mit russischen Sojus-Kapseln zur ISS transportiert werden. Die NASA will die Shuttles längerfristig durch Raumschiffe ersetzen, die eine größere Reichweite haben. Das große Ziel der NASA ist der Mars. Ob ich eine Mars-Landung noch miterlebe? Ich hoffe es. Es ist schade, daß die Menschen ihr Geld lieber in sinnlosen, menschenverachtenden Kriegen buchstäblich „verpulvern“. Dann steckt es doch lieber in die Raumfahrt.

 

 

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(Quelle:Raumfahrer.net)


(Fotos:NASA)

(Quelle:Raumfahrer.net)
Die US-Raumfähre „Endeavour“ ist am Mittwoch nach 16 Tagen sicher von ihrer 25. und letzten Mission (Bezeichnung STS-134) im All zur Erde zurückgekehrt. Mit den sechs Astronauten Mark Kelly, Gregory H. Johnson, Michael Fincke, Greg Chamitoff, Andrew Feustel und Roberto Vittori an Bord setzte das Space Shuttle um 08:35 Uhr MESZ mit einer Bilderbuch-Landung auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral/Florida auf. Die STS-134-Mission hatte Wartungs-und Reparaturarbeiten an der Internationalen Raumstation (ISS) zum Inhalt. Die „Endeavour“-Astronauten hatten während ihres Aufenthaltes auf der ISS vier Außenbordeinsätze absolviert und außerdem das Alpha-Magnet-Spektrometer 02 (AMS-02) installiert, das der Suche nach Antimaterie aus der Zeit des Urknalls im Universum dient.
Ihren Jungfernflug absolvierte die „Endeavour“ am 07. Mai 1992 (Mission STS-49). Während dieser neuntägigen Mission wurde der havarierte Satellit Intelsat 603 in einem spektakulären Weltraumspaziergang eingefangen, wobei zum ersten und einzigen Mal drei Astronauten die Luftschleuse verließen. Mit der „Endeavour“ begann am 04. Dezember 1998 (Mission STS-88) die lange Serie von Shuttleflügen zum Aufbau der ISS. Während der fast 12-Tägigen Mission transportierte das Shuttle das Unity-Modul ins All und die Crew befestigte dieses am russischen Sarja-Modul, das sich bereits im Orbit befand. Sie betrat als erste Besatzung die neue ISS. Nach ihrer letzten Mission wird die „Endeavour“ als Museumsstück im California Science Center in Los Angeles ausgestellt. Im Juli soll dann noch die US-Raumfähre „Atlantis“ zu ihrer letzten Mission (STS-135) ins All starten, danach beendet die US-Raumfahrtbehörde NASA ihr Space Shuttle-Programm. 

 

(Quelle:Raumfahrer.net)
Gestern fand der letzte Außenbordeinsatz der laufenden letzten Mission (STS-134) der US-Raumfähre „Endeavour“ statt. Dieser Spacewalk war dann auch der letzte, der von einer Space Shuttle-Crew durchgeführt wurde. Vor dem Einsatz der Astronauten Michael Fincke und Greg Chamitoff mußte das Orbiter Boom Sensor System (OBSS ) vom Roboterarm der „Endeavour“ an den Roboterarm der Internationalen Raumstation (ISS) übergeben werden. Um 06:15 Uhr MESZ begannen die Weltraumarbeiten. Um 07:42 Uhr MESZ war das OBSS sicher installiert. Mit dieser Montage ist das US-Segment der ISS nach 13 Jahren Konstruktion fertiggestellt. „Die Montage der Raumstation ist beendet“, sagte Space Shuttle-Kommandant Mark Kelly danach. Fincke und Chamitoff passten danach das OBSS für seine Arbeit mit mit dem Roboterarm der ISS an. Dafür verlegten sie einige Kabel, um am 15 Meter langen Ausleger eine Power & Data Grapple Fixture (PDGF) anzubringen. Vorher mußte die End Effector Grapple Fixture (EFGF), mit der der Roboterarm des Space Shuttles die Funktionen des OBSS steuert, entfernt werden, weil beide Systeme nicht kompatibel miteinander sind. Gegen Ende des Außenbordeinsatzes trennten sich Fincke und Chamitoff. Fincke begab sich zum EXPRESS Logistics Carrier 3 (ELC-3), um dort Schrauben an einem Ersatzarm des Roboters DEXTRE zu lösen. Chamitoff kontrollierte einen Haltegurt, mit der eine Werkzeugplattform an der Raumstation festgemacht wurde. Danach machte er ein Abschlussfoto, um das Ende der Konstruktionsarbeiten am US-Modul der ISS zu feiern. Gegen Ende des Einsatzes hielt Chamitoff eine kleine Rede: „Die „Endeavour“ war der erste Shuttle, der zum Bau der Station kam. Und so passt es, daß sie hier ist, um die Montage zu beenden.“ Weiter schwärmte er: „Diese Raumstation ist der Gipfel menschlicher Errungenschaften und internationaler Zusammenarbeit. Zwölf Jahre Bau und 15 Länder, und nun ist sie der strahlendste Stern am Himmel und hoffentlich die Türschwelle zu unserer Zukunft. In diesem Sinne Glückwunsch an alle zur Vollendung der Montage.“   Um 13:39 Uhr MESZ endete nach 7 Stunden und 24 Minuten der letzte Weltraumspaziergang dieser letzten „Endeavour“-Mission. „Genau um 05.02 Uhr (11.02 Uhr MESZ) übersprangen Fincke und Chamitoff die Tausend-Stunden-Marke, die Astronauten und Kosmonauten in Außeneinsätzen verbrachten, um die ISS zu schaffen und zu erhalten“, erklärte die US-Raumfahrtbehörde NASA. Dabei hätten beide den 159. Außeneinsatz an der ISS absolviert, mit deren Bau 1998 begonnen worden war.
Die «Endeavour» soll am 29. Mai von der ISS abdocken, um am 1. Juni zur Erde zurückzukehren. Die Raumfähren werden nach der „Atlantis“-Mission (STS-135) im Juli ausgemustert und in Museen ausgestellt.