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Tag Archives: 2003

-2003: der irakische Diktator Saddam Hussein wurde von US-Besatzungstruppen („Operation Red Dawn“) festgenommen. Nach US-Darstellung wurde er nach einem Verrat eines früheren Gefolgsmannes, eines ehemaligen irakischen Geheimdienstlers, in dem Dorf Dur rund 15 Kilometer von seiner Heimatstadt Tikrit entfernt von US-Soldaten gefangen genommen. Demnach habe sich der einstmals mächtigste Mann des Landes zuletzt in einem engen gemauerten Erdloch vor einer ärmlichen Hütte versteckt gehalten. Als die Soldaten das Erdloch mit vorgehaltener Waffe inspizierten, habe sich Saddam Hussein ihnen kampflos und müde ergeben. Bei ihm soll Bargeld im Wert von etwa 750.000 US-Dollar gefunden worden sein. Der von der US-Führung verbreitete Hergang der Festnahme und der konkrete Zeitpunkt wurde durch den Anwalt Saddam Husseins sowie ihn selbst bestritten. Der ehemalige US-Soldat Nadim Abou Rabeh sagte im März 2005, daß die Szene mit dem so genannten Erdloch gestellt worden sei, Saddam Hussein in einem Haus gelebt habe und die US-Soldaten bei der Festnahme auf Widerstand gestoßen seien. In jedem Fall blieb Saddam Hussein bei seiner Ergreifung gänzlich unverletzt und machte einen recht heruntergekommenen Eindruck, wie Fotos während der ersten ärztlichen Untersuchung nach seiner Inhaftierung belegten.
-1981: der polnische Politiker und General Wojciech Jaruzelski (von 1981 bis 1985 Ministerpräsident der Volksrepublik Polen) verhängte in Warschau das Kriegsrecht, um den wachsenden Einfluss der Gewerkschaft Solidarność (Vorsitzender Lech Wałęsa), die 1980 aus einer Streikbewegung heraus entstand, zu brechen und weil diese für den 17. Dezember Massendemonstrationen geplant hatte.
-1950: die Schlacht um das Chosin-Reservoir (vom 26. November bis 13. Dezember 1950) endete. Diese Schlacht fand während des Koreakriegs statt, kurz nachdem die Chinesen in den Konflikt eingetreten waren. Eine große Anzahl chinesischer Soldaten gelangte über den Fluss Yalu in das Umland des Changjin-Stausees und kesselte dort die UN-Truppen (vor allem der USA) ein. Es folgte eine brutale Schlacht in eisiger Kälte. Obwohl die US-Streitkräfte in der Unterzahl den chinesischen Truppen große Verluste zufügten, mussten sie sich sehr schnell aus Nordkorea zurückziehen.
-1862: Unions-Truppen erlitten eine Niederlage in der Schlacht von Fredericksburg/Virginia während des US-Bürgerkriegs. Generalmajor Ambrose Burnside beabsichtigte, den Rappahannock bei Fredericksburg auf Pontonbrücken zu überqueren, die Nord-Virginia-Armee auf dem jenseitigen Ufer zu schlagen und Richmond einzunehmen. Da sich der Übergang über den Fluss jedoch aufgrund fehlender Pontonbrücken um mehrere Tage verzögerte, konnten die Konföderierten auf dem gegenüberliegenden Ufer Stellung beziehen. Am 13. Dezember kam es zur Schlacht. Alle Angriffe Burnsides scheiterten.
-1925: der US-Schauspieler Dick Van Dyke wurde in West Plains/Missouri geboren. 

 

 

-1978: Massensuizid von Jonestown – der Sekten-Gründer Jim Jones und 909 seiner Anhänger des “Peoples Temple” starben bei einem Massenmord und Massenselbstmord in Jonestown im Urwald von Guyana/Südamerika. Nachdem seit Mitte der 1960er Jahre vermehrt kritische Presseberichte über den “Peoples Temple” erschienen waren, zogen sich Jones und viele seiner Anhänger 1977 in den Nordwesten Guyanas, nach Jonestown zurück. Nach Berichten über Misshandlungen, schwere Körperverletzungen und Freiheitsberaubung von “Peoples Temple”-Mitgliedern, die aus Guyana geflohen waren, entschloss sich der demokratische US-Kongressabgeordnete Leo J. Ryan, die Angelegenheit vor Ort zu untersuchen. Er, drei Reporter und ein “Peoples Temple”-Mitglied wurden am 18. November 1978 von “Peoples Temple”-Mitgliedern im nahen Port Kaituma vor ihrer Rückkehr in die USA ermordet, zwölf weitere Personen wurden zum Teil schwer verletzt. Unmittelbar nach der Rückkehr der Todesschützen in die Urwaldsiedlung wurde ein Massenselbstmord organisiert, wobei suizidunwillige “Peoples Temple”-Mitglieder ermordet wurden.
-2003: nach einer Entscheidung des Obersten Gerichts des US-Bundesstaats Massachusetts war Massachusetts der erste Staat in den USA, der die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare öffnete.
-1928: Premiere des Disney-Films “Steamboat Willie” im Universal’s Colony Theater in New York City.

 

 

-1982: Einweihung des Vietnam Veterans Memorial in Washington, D.C.. Das Vietnam Veterans Memorial ist eine nationale Gedenkstätte der Vereinigten Staaten von Amerika zu Ehren der Angehörigen der US-Streitkräfte, die im Vietnamkrieg gefallen sind oder als Folge des Krieges als vermisst gelten. Die Gedenkstätte besteht aus drei Teilen, der Memorial Wall, den Three Servicemen und dem Women’s Memorial.
-2001: Flucht der Taliban aus der afghanischen Hauptstadt Kabul (Sturz der Talibanregierung)
-1998: US-Präsident Bill Clinton stimmte zu, 850.000 US-Dollar an Paula Jones zu zahlen. Paula Jones war Regierungsangestellte und Mitarbeiterin von Bill Clinton während seiner Amtszeit als Gouverneur im US-Bundesstaat Arkansas. Im Mai 1994 reichte sie beim United States District Court for the Eastern District of Arkansas eine Klage ein, bei der sie Clinton der sexuellen Belästigung beschuldigte.
-2003: im US-Bundesstaat Alabama wurde der Oberste Richter Roy S. Moore entlassen. Moore hatte zwei Jahre vorher ein christliches Monument im Alabama Judicial Building aufstellen lassen. Später hatte Moore sich geweigert, einer Gerichtsanordnung zu folgen und es wieder abzubauen.
-1997: Premiere des Musicals “Der König der Löwen” (“The Lion King”) im New Amsterdam Theater am Broadway in New York.

 

-1989: Fall der Berliner Mauer – Öffnung der Berliner Mauer und Öffnung der innerdeutschen Grenze.
-1938: Novemberpogrome („Reichs-Kristallnacht” oder “Reichspogromnacht”) – waren vom nationalsozialistischen Regime organisierte und gelenkte Gewaltmaßnahmen gegen Juden im gesamten Deutschen Reich. Dabei wurden vom 7. bis 13. November 1938 etwa 400 Menschen ermordet oder in den Selbstmord getrieben. Über 1.400 Synagogen, Betstuben und sonstige Versammlungsräume sowie tausende Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe wurden zerstört. Ab dem 10. November wurden ungefähr 30.000 Juden in Konzentrationslagern inhaftiert, von denen Hunderte ermordet wurden oder an den Haftfolgen starben. Die Pogrome markieren den Übergang von der Diskriminierung der deutschen Juden seit 1933 zur systematischen Verfolgung, die knapp drei Jahre später in den Holocaust an den europäischen Juden im Machtbereich der Nationalsozialisten mündete.
-1965: Stromausfall in Nordamerika – im Nordosten der USA und in vielen Teilen Kanadas fiel um 17.16 Uhr Eastern Time der Strom aus. Betroffen waren die Bundesstaaten Connecticut, Massachusetts, New Hampshire, Rhode Island, Vermont, New York, New Jersey sowie Teile von Ontario. Etwa 30 Millionen Menschen in einem Gebiet von ca. 207.000 km² waren bis zu 12 Stunden ohne Versorgung.. Erst nach sechs Tagen wurde der Auslöser, ein defektes Strom-Relais in Ontario gefunden.
-1953: der walisische Schriftsteller Dylan Thomas starb in New York City.
-2003: der US-Schauspieler Art Carney starb in Chester/Connecticut.

 

 

 

 

 

 

-1945: die Charta der Vereinten Nationen trat in Kraft, nachdem ChinaFrankreich, die Sowjetunion, Großbritannien, die Vereinigten Staaten von Amerika und die Mehrheit der Gründungsstaaten die Charta ratifiziert hatten. Die Vereinten Nationen (UN) wurden am 26. Juni 1945 in San Francisco/Kalifornien von 50 Staaten als Nachfolgeorganisation des Völkerbundes gegründet.
-1952: Dwight D. Eisenhower (war von 1953–1961 der 34. Präsident der Vereinigten Staaten) versprach während seiner Wahlkampfkampagne, den Koreakrieg zu beenden.
-2002: die Täter der Beltway Sniper Attacks wurden verhaftet – der 41-jährige John Allen Muhammad und der 17-jährige Lee Boyd Malvo wufrden schlafend in ihrem Auto, einem blauen Chevrolet Caprice, Baujahr 1990, von einem Trucker auf einem Parkplatz in Maryland entdeckt, der die Polizei alarmierte. Im Wagen fanden die Beamten ein Gewehr und ein Stativ. Beide Männer wurden deshalb wegen unerlaubten Waffenbesitzes verhaftet. Die Beltway Sniper Attacks waren eine Reihe von Angriffen auf die Zivilbevölkerung durch zwei Heckenschützen im Oktober 2002, betroffen war das Gebiet um Washington, D.C. und die Interstate 95 in Virginia. John Allen Muhammad und Lee Boyd Malvo hatten mittels eines mit einer Zieleinrichtung ausgestatteten halbautomatischen Sturmgewehrs auf Passanten geschossen. Mindestens zehn Menschen wurden getötet und drei schwer verletzt, drei weitere Morde konnten den Tätern allerdings nicht nachgewiesen werden. Die Täter traten mehrmals telefonisch oder schriftlich über Notizen am Tatort mit den Behörden in Kontakt. Über das Motiv der Taten gibt es dennoch widersprüchliche Aussagen, darunter Terrorismus, die Erpressung von 10 Millionen Dollar sowie die Verschleierung des geplanten Mordes an der Ehefrau eines der beiden Täter.
-2003: British Airways beendete die Flüge des Überschall-Passagierflugzeugs “Concorde”.
-2005: die US-Bürgerrechtlerin Rosa Parks starb in Detroit/Michigan. Rosa Parks wurde am 1. Dezember 1955 in Montgomery/Alabama verhaftet, weil sie sich weigerte, ihren Sitzplatz im Bus für einen weißen Fahrgast zu räumen. Dies löste den Montgomery Bus Boycott aus, der neben den Protesten im Fall Emmett Till als Anfang der schwarzen Bürgerrechtsbewegung gilt, die das Ende der „Jim-Crow“-Gesetze herbeiführte.
-1991: der US-Produzent Gene Roddenberry (Drehbuchautor, Fernseh- und Filmproduzent und Schöpfer von “Star Trek”) starb in Santa Monica/Kalifornien.

 

-2001: der Tag nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 – waren vier koordinierte Selbstmordattentate auf wichtige zivile und militärische Gebäude in den Vereinigten Staaten von Amerika. Drei Verkehrsflugzeuge wurden von jeweils fünf, eines von vier Tätern zwischen 8:10 Uhr und etwa 9:30 Uhr Ortszeit auf Inlandsflügen entführt. Die Täter lenkten zwei davon in die Türme des World Trade Centers (WTC) in New York City, American-Airlines-Flug 11 in den Nordturm, United-Airlines-Flug 175 in den Südturm und eines, American-Airlines-Flug 77,  in das Pentagon in Arlington (Virginia). Das vierte Flugzeug, United-Airlines-Flug 93, das wahrscheinlich ein Regierungsgebäude in Washington, D.C. treffen sollte, brachte der Pilot der Entführer während Kämpfen mit Passagieren bei Shanksville (Pennsylvania) zum Absturz. Die Anschläge verursachten den Tod von etwa 3000 Menschen und gelten als terroristischer Massenmord. Etwa 15.100 von etwa 17.400 Personen konnten sich aus den WTC-Gebäuden retten. Die 19 Flugzeugentführer gehörten zur islamistischen Terrororganisation al-Qaida. Die USA und ihre Verbündeten reagierten mit dem Krieg in Afghanistan seit 2001, um al-Qaida zu zerschlagen, deren Anführer Osama bin Laden zu fassen oder zu töten und das Regime der Taliban zu entmachten. Die USA begründeten auch den Irakkrieg 2003 unter anderem mit den Anschlägen. Bin Laden bekannte sich 2004 erstmals dazu, die Anschläge initiiert zu haben. Osama bin Laden wurde am frühen Morgen des 2. Mai 2011 bei der von US-Präsident Barack Obama befohlenen Erstürmung seines Anwesens in Abbottabad/Pakistan von Spezialeinheiten der Navy Seals im zweiten Stock erschossen (“Operation Neptune’s Spear”).
-1943: Benito Mussolini (war Diktator des Königreiches Italien von 1922 bis 1943 und der Italienischen Sozialrepublik von 1943 bis 1945) wurde im 2. Weltkrieg von deutschen Fallschirmjägern aus dem Campo Imperatore in den Abruzzen befreit („Unternehmen Eiche“). Nach der Landung der Alliierten auf Sizilien („Operation Husky“) setzte der Große Faschistische Rat Mussolini am 25. Juli 1943 mit einfachem Mehrheitsbeschluss ab. Mussolini wurde, als er seine Demission vom Amt des Ministerpräsidenten einreichen wollte, auf Befehl von König Viktor Emanuel III. verhaftet und an wechselnden Orten interniert, um eine eventuelle Befreiungsaktion zu erschweren. Inzwischen verhandelte Marschall Pietro Badoglio mit den USA und schloss mit ihnen den Waffenstillstand von Cassibile, der am 8. September 1943 öffentlich gemacht wurde. Deutsche Truppen besetzten daraufhin Italien („Fall Achse“).
-1960: Präsidentschaftskandidat John F. Kennedy (Demokratische Partei – war von 1961 bis 1963 der 35. Präsident der Vereinigten Staaten) hielt in der „Greater Houston Ministerial Association“, einer Gruppe von protestantischen Geistlichen, eine Rede über seine Ansicht von Religion.
-1953: John F. Kennedy heiratete Jacqueline Bouvier in Newport/Rhode Island.
-1977: Steve Biko (war ein bekannter Student und Bürgerrechtler in Südafrika. Er gilt als ein Begründer der Black-Consciousness-Bewegung) starb in Pretoria/Südafrika in einem Gefängniskrankenhaus, nachdem ihm in einem Gefängnis in Port Elizabeth durch Foltermaßnahmen während Verhöre schwere Kopfverletzungen zugefügt wurden.
-2003: der US-Country-Sänger Johnny Cash starb in Nashville/Tennessee.

 

-1920: US-Außenminister Bainbridge Colby beglaubigte die Ratifizierung des US-Bundesstaates Tennessee zum 19. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten, der der US-Bundesregierung und den US-Bundesstaaten untersagte, einer Person aufgrund ihres Geschlechts den Zugang zu einer Wahl zu verbieten. Der Zusatz sollte besonders das Frauenwahlrecht erweitern.
-2003: das Columbia Accident Investigation Board (CAIB) veröffentlichte ihren finalen Untersuchungsbericht zur Katastrophe der USRaumfähre „Columbia“, die nach zweiwöchigem Flug am 1. Februar 2003 beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre auseinanderbrach (Mission STS-107). Alle sieben Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben. Einen Tag nach dem Unglück berief NASA-Chef Sean O’Keefe einen unabhängigen Untersuchungsausschuss ein. Die CAIB-Kommission sollte klären, wie es zu dem Unglück gekommen war. Zum Vorsitzenden wurde US-Marineadmiral Harold W. Gehman ernannt, der drei Jahre zuvor aus dem aktiven Dienst ausgeschieden und zuletzt Oberster Alliierter Befehlshaber Atlantik der NATO war. In dem Bericht wurde als Ursache das beim Start abgefallene Stück Isolierschaum des Außentanks angegeben. Es habe ein Loch in die Vorderkante des linken Flügels geschlagen, durch welches beim Wiedereintritt extrem heißes Plasma eingetreten sei, das die Raumfähre habe auseinanderbrechen lassen.
-1974: der US-Pilot Charles Lindbergh starb in Kipahulu/Maui/Hawaii.

 

 

-1939: Deutsch-sowjetischer Nichtangriffspakt – war ein auf zehn Jahre befristeter Vertrag zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion, der am 24. August 1939 (mit Datum vom 23. August 1939) in Moskau vom Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop und dem sowjetischen Volkskommissar für Auswärtige Angelegenheiten Wjatscheslaw Molotow in Anwesenheit Josef Stalins und des deutschen Botschafters Friedrich-Werner Graf von der Schulenburg unterzeichnet wurde. Der Pakt garantierte dem Deutschen Reich die sowjetische Neutralität bei einer kriegerischen Auseinandersetzung mit Polen und den Westmächten und gestattete andererseits der Sowjetunion, im 1. Weltkrieg verlorene Territorien des russischen Kaiserreichs wiederzugewinnen. Mit einem geheimen Zusatzprotokoll wurden die Interessensphären beider Staaten abgegrenzt: Finnland, Estland, Lettland fielen in das sowjetische Interessengebiet, Litauen in das deutsche. Das umstrittene Wilnaer Gebiet wurde dabei Litauen zugerechnet. Im polnischen Staatsgebiet sollten die Flüsse Narew, Weichsel und San die Interessensphären abgrenzen. Im Südosten Europas wurde Bessarabien zum sowjetischen Interessengebiet deklariert. Deutschland wiederum erklärte, an Bessarabien politisch nicht interessiert zu sein. Der Nichtangriffspakt wurde mit dem Deutsch-Sowjetischen Grenz- und Freundschaftsvertrag verändert und ergänzt. Dieser wurde am 28. September 1939 abgeschlossen, nachdem die Wehrmacht im Polenfeldzug das westliche Polen und die Rote Armee Ostpolen militärisch besetzt hatten. In einem begleitenden geheimen Abkommen wurde die Aufteilung Polens und des Baltikums vereinbart, sowie ein Austausch seiner deutschen, ukrainischen und weißrussischen Bevölkerung. Mit dem Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 brach die Reichsregierung den Vertrag.
-1927: Ferdinando Sacco und Bartolomeo Vanzetti, zwei aus Italien in die USA eingewanderte Arbeiter, die sich der anarchistischen Arbeiterbewegung angeschlossen hatten und wegen der Beteiligung an einem doppelten Raubmord in einem umstrittenen Prozess am 9. April 1927 zum Tode verurteilt wurden, wurden im Staatsgefängnis von Charlestown/Massachusetts auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet. Die Frage ihrer tatsächlichen Schuld oder Unschuld konnte bis in die Gegenwart nicht vollständig geklärt werden. Das Todesurteil vom 9. April 1927 hatte weltweite Massendemonstrationen zur Folge. Kritiker warfen der US-Justiz vor, es handele sich um einen politisch motivierten Justizmord auf der Grundlage fragwürdiger Indizien. Entlastende Hinweise seien unzureichend gewürdigt oder sogar unterdrückt worden. Hunderttausende von Menschen beteiligten sich an Petitionen und versuchten damit, einen Aufschub oder die Aussetzung der Urteilsvollstreckung zu erreichen. Im Jahr 1977 wurden beide postum durch den Gouverneur von Massachusetts, Michael Dukakis, rehabilitiert.
-2003: John Geoghan (war ein US-Pfarrer, der zur Schlüsselfigur für die Skandale um Sexuellen Missbrauch in der römisch-katholischen Kirche in den Vereinigten Staaten wurde. Geoghan wurde zu zehn Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.) wurde in der Haft im Souza-Baranowski Correctional Center in Shirley/Massachusetts durch einen Mithäftling erdrosselt.
-1926: der italienische Stummfilm-Schauspieler Rudolph Valentino starb in New York City/New York.
-1960: der US-Musical-Produzent Oscar Hammerstein starb in Doylestown/Pennsylvania.

 

 

-1977: der US-Sänger, Musiker und Schauspieler Elvis Presley („King of Rock ’n’ Roll“) starb in Memphis/Tennessee.
-1948: der US-Baseballspieler Babe Ruth starb in New York City/New York.
-2003: Idi Amin (war von 1971 bis 1979 ugandischer Diktator. Amin galt als Inbegriff eines brutalen Gewaltherrschers. Zwischen 300.000 und 400.000 Menschen sollen seiner achtjährigen Gewaltherrschaft zum Opfer gefallen sein) starb in Dschidda/Saudi-Arabien.
-1954: das wöchentlich erscheinende US-Sportmagazin „Sports Illustrated“ wurde erstmals herausgegeben. Heute gehört die „Sports Illustrated“
zu Time Inc., einem Tochterunternehmen des Medienunternehmens Time Warner und wird von durchschnittlich 23 Millionen Menschen gelesen. Die Zeitschrift wählt jährlich den Sportler des Jahres in den Vereinigten Staaten.
-1958: die US-Sängerin und Schauspielerin Madonna wurde in Bay City/Michigan geboren.

 

 

-1945: US-Präsident Harry S. Truman verkündete in Washington, D.C. die Kapitulation Japans, welche den 2. Weltkrieg in Asien beendete. Tennō Hirohito verkündete den „Kaiserlichen Erlass über das Kriegsende“ des Vortages am 15. August 1945 im Rundfunk. Formell unterzeichnet wurde die japanische Kapitulationserklärung am 2. September 1945.
-2003: großflächiger Stromausfall im Nordosten der USA sowie in Teilen Kanadas. Der Ausfall war die Folge einer Marktaufsplitterung und mangelnder Investitionen nach der Deregulierung des Strommarktes. Jahrzehntealte Netze mit schlechter Wartung konnten die ständig steigende Last nicht mehr verkraften. Der Zusammenbruch war schon seit Jahren vorausgesagt worden.
-1935: US-Präsident Franklin D. Roosevelt unterzeichnete in Washington, D.C. den „Social Security Act“ (die Social Security bezeichnet die staatliche Rentenversicherung im Sozialversicherungssystem der USA und wurde als Teil des New Deal von Roosevelt im Jahre 1935 als öffentliches Rentensystem eingeführt).
-1969: nach einer Eskalation des Nordirlandkonflikts in Derry kam es zum Einsatz britischer Truppen in Nordirland.
-1980: August-Streiks in Polen – Jerzy Borowczak, Bogdan Felski und Ludwik Prondziński riefen unter Führung von Bogdan Borusewicz einen Streik auf der Danziger Leninwerft aus (gefordert wurden u. a. die Rückkehr zur Arbeit von Anna Walentynowicz, eine Lohnerhöhung, der Bau eines Denkmals für die Opfer vom Aufstand vom Dezember 1970).
-1945: der US-Schauspieler Steve Martin wurde in Waco/Texas geboren.

 

-1953: nach weiteren verlustreichen Kämpfen und zähen Verhandlungen im Koreakrieg (war eine Auseinandersetzung zwischen Truppen der „Demokratischen Volksrepublik Korea“ – Nordkorea – zusammen mit der Volksrepublik China auf der einen Seite und der „Republik Korea“  – Südkorea – zusammen mit UNO-Truppen, vor allem den USA, auf der anderen Seite. Er wurde am 25. Juni 1950 mit dem Überfall Nordkoreas auf Südkorea begonnen, und beide Parteien eroberten wechselseitig beinahe die gesamte Koreanische Halbinsel. Letzten Endes führte er wieder zu den Ausgangspositionen zurück, zementierte aber die Teilung Koreas. Dabei wurde fast die gesamte Industrie des Landes zerstört, und die Zivilbevölkerung erlitt große Verluste. Ihm waren 940.000 Soldaten und etwa 3 Millionen Zivilisten zum Opfer gefallen) schlossen die UNO und Nordkorea in Panmunjeom ein Waffenstillstandsabkommen. Es bestätigte im Wesentlichen den 38. Breitengrad als Grenze zwischen Nord- und Südkorea und legte eine vier Kilometer breite demilitarisierte Zone entlang der Grenze fest. Ein Friedensvertrag wurde bis heute nicht abgeschlossen.
-1974: vom Rechtsausschuss des US-Repräsentantenhauses wurde ein Amtsenthebungsverfahren (Verfassung der Vereinigten Staaten  – Artikel II, Abschnitt 4) gegen US-Präsident Richard Nixon eingeleitet. Der erste Gesetzesartikel wurde mit 28 gegen 10 Stimmen verabschiedet.
-1996: während der XXVI. Olympischen Spiele in Atlanta/Georgia/USA kam es im Centennial Olympic Stadium zu einem Bombenattentat, bei dem zwei Menschen getötet und 111 verletzt wurden. Als Täter wurde Eric Rudolph, ein Aktivist der Terrororganisation „Army of God“, zu lebenslanger Haft verurteilt. verurteilt.
-1980: Mohammad Reza Pahlavi (war vom 17. September 1941 bis zum Sturz durch die Islamische Revolution am 11. Februar 1979 Schah Schahinschah (Großkönig oder Kaiser) von Persien – Iran – und letzter Herrscher auf dem Pfauenthron) starb in Kairo/Ägypten.
-2003: der US-Schauspieler Bob Hope starb in Toluca Lake/Kalifornien.

 

-1933: der US-Pilot Wiley Post vollendete nach einem Flug von 7 Tagen 18 Stunden und 49 Minuten den ersten Alleinflug um die Erde. Sein Flugzeug Lockheed 5C Vega „Winnie Mae“ war dazu mit dem ersten Autopiloten ausgerüstet. Post war am 15. Juli 1933 von Long Island gestartet.
-1934: John Dillinger (war die erste Person, die vom FBI als Staatsfeind Nr. 1 bezeichnet wurde – Er und seine Bande waren auf Bankraub spezialisiert. Das FBI setzte auf ihn das bis dahin höchste Kopfgeld der modernen Zeit aus – 25.000 US-Dollar) wurde in Chicago/Illinois beim Verlassen eines Kinos von den FBI-Agenten Charles Winstead, Clarence O. Hurt und Herman E. Hollis unter der Führung von Melvin Purvis erschossen, nachdem er von einer Bekannten verraten worden war.
-2003: Udai und Qusai, die für ihre Grausamkeit gefürchtet Söhne des irakischen Diktators Saddam Hussein, kamen bei einem US-Angriff auf ihren Unterschlupf in Mosul nach heftigen Kämpfen ums Leben.
-2004: der 9/11 Commission Report wurde freigegeben. Dieser Untersuchungsbericht zu den Terroranschlägen am 11. September 2001 in den USA legte sein Hauptgewicht auf die Zeit vor den Anschlägen und stellte dar, wie es den Attentätern gelungen ist, die Flugzeuge zu entführen und in die Ziele zu lenken. Dazu wurden auch die Schutzvorkehrungen an den Grenzen, insbesondere die Beiträge der Geheimdienste, und in den Flughäfen kritisch untersucht. Der Report wurde durch die National Commission on Terrorist Attacks Upon the United States erstellt.
-1822: der katholische Priester und bedeutende Naturforscher Gregor Mendel (er entdeckte die nach ihm benannten mendelschen Regeln der Vererbung) wurde in Heinzendorf (heute Ortsteil von Vražné) bei Odrau/Österreichisch-Schlesien geboren.
-1957: der US-Erfinder Walter Frederick Morrison erhielt ein Patent für den Frisbee (Segelscheibe oder Wurfscheibe genannt, ist ein meist aus Kunststoff gefertigtes, scheibenförmiges Sport- und Freizeitgerät. Es wird durch aerodynamischen Auftrieb und Kreiselbewegung in der Luft gehalten).

 

 

-1972: der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten (US-Supreme Court) erklärte 40 Todesstrafengesetze für nichtig, setzte die Todesstrafe im ganzen Land aus und wandelte die Todesurteile von 629 Gefangenen in lebenslängliche Haftstrafen um (Todesstrafe in den Vereinigten Staaten). Die US-Bundesstaaten überarbeiteten ihre Todesstrafengesetze, um Willkür bei der Verhängung eines Todesurteils auszuschließen. Es wurden Richtlinien festgelegt, die es einem Richter oder den Geschworenen ermöglichen, erschwerende oder strafmildernde Faktoren zu berücksichtigen. Weiterhin wurden zwei unterschiedliche Phasen der Gerichtsverhandlung eingeführt – eine, in der über Schuld oder Nicht-Schuld des Angeklagten entschieden wird, und eine zweite, in der im Falle eines Schuldspruchs die Höhe der Strafe bestimmt wird. Außerdem wurden automatische Rechtsmittel festgelegt, nach denen Urteil und Strafe in der Berufung noch einmal geprüft werden können. 1976 wurde die Todesstrafe wieder in Kraft gesetzt.
-1967: Jerusalem wurde unter israelischer Kontrolle nach dem Sechstagekrieg (zwischen Israel und den arabischen Staaten Ägypten, Jordanien und Syrien dauerte vom 5. Juni bis zum 10. Juni 1967 – als Teilaspekt des Nahostkonfliktes war er nach dem Israelischen Unabhängigkeitskrieg – 1948 – und der Sueskrise – 1956 – der dritte arabisch-israelische Krieg. Israel konnte große Gebiete unter seine Kontrolle bringen: Die Sinai-Halbinsel, den Gazastreifen und das Westjordanland mit der historischen Altstadt von Jerusalem sowie die Golanhöhen) wiedervereinigt.
-1995: während der STS-71-Mission (der dritte Flug im Rahmen des Shuttle-„Mir“-Programms) des US-Space Shuttle „Atlantis“ fand die erste Kopplung einer US-Raumfähre an die Raumstation „Mir“ statt.
2002: die US-Schauspielerin und Pop- und Jazzsängerin Rosemary Clooney starb in Beverly Hills/Kalifornien.
-2003: die US-Schauspielerin Katharine Hepburn starb in Old Saybrook/Connecticut.

 

 

-1889: die Johnstown-Flut – Dammbruch-Katastrophe der South-Fork-Talsperre (im US-Bundesstaat Pennsylvania), nach heftigen, mehrere Tage andauernden Regenfällen brach der Damm der Talsperre, die für Familien aus Pittsburgh ein beliebter Naherholungsort war. Die Flutwelle (20 Millionen m³ Wasser), die bis zu 15 Metern Höhe erreichte, raste 23 km talabwärts und überflutete die Stadt Johnstown. Dabei wurden ca. 2.200 Menschen getötet und es gab einen Schaden von 17 Millionen Dollar. Es war die erste Katastrophe, bei der das Amerikanische Rote Kreuz unter der Leitung von Clara Barton eingesetzt wurde. Hilfe für die Opfer kam aus den ganzen Vereinigten Staaten und aus 18 ausländischen Staaten. Es war eine der größten Katastrophen in der amerikanischen Geschichte.
-1962: Adolf Eichmann (SS-Obersturmbannführer, war während der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland bzw. 2. Weltkrieges als Leiter des für die Organisation der Vertreibung und Deportation der Juden zuständigen Eichmannreferats des Reichssicherheitshauptamtes/RSHA in Berlin zentral mitverantwortlich für die Ermordung von schätzungsweise sechs Millionen Menschen im weitgehend von Deutschland besetzten Europa. Im Mai 1960 wurde er von israelischen Agenten in Argentinien entführt und anschließend nach Israel gebracht, wo ihm der Prozess gemacht wurde – Eichmann-Prozess – zwei Jahre später wurde er zum Tode verurteilt) wurde in Ramla bei Tel Aviv hingerichtet.
-1819: der US-Dichter Walt Whitman wurde in West Hills/Long Island/New York geboren.
-2003: Eric Rudolph (wurde bekannt als der Attentäter des Bombenanschlags auf die Olympischen Spiele 1996 in Atlanta/Georgia) wurde in Murphy/North Carolina verhaftet.
-1930: der US-Schauspieler Clint Eastwood wurde in San Francisco/Kalifornien geboren.

 

-1980: Ausbruch des Vulkans Mount St. Helens – der Ausbruch des Mount St. Helens im Süden des US-Bundesstaates Washington war einer der stärksten Vulkanausbrüche des 20. Jahrhunderts. Ein Gebiet von etwa 500 Quadratkilometern war direkt betroffen. 57 Menschen starben, darunter der Vulkanologe David A. Johnston, der gerade die Gase einer Fumarole maß. Asche und Gaswolken wurden bis in eine Höhe von 18 km, also über die Troposphäre hinaus in die Stratosphäre geschleudert. Der Aschenauswurf dauerte neun Stunden und konnte drei Tage später im Osten der USA registriert werden. Ein Teil der Asche gelangte in den Jetstream und umrundete so die Erde in zwei Wochen.
-1896: der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten entschied, daß Rassentrennung durch die Staaten erlaubt ist, solange die Einrichtungen für Schwarze und Weiße vergleichbar sind (Plessy v. Ferguson – eine Grundsatzentscheidung in der Geschichte des US-Supreme Court). Das Gericht hatte darüber zu entscheiden, ob ein Gesetz des Staates Louisiana, das getrennte Abteile für Bürger weißer und schwarzer Hautfarbe in Eisenbahnzügen vorschrieb, gegen die Verfassung der Vereinigten Staaten verstieße. Es verneinte dies mit 7 zu 1 Richterstimmen und erklärte damit die Bereitstellung getrennter Einrichtungen für Weiße und Schwarze unter bestimmten Voraussetzungen für zulässig.
-1920: Johannes Paul II. (war vom 16. Oktober 1978 bis zu seinem Tod 26 Jahre und 5 Monate lang Papst der römisch-katholischen Kirche) wurde unter seinem bürgerlichen Namen Karol Józef Wojtyła in in Wadowice/Polen geboren.
-1897: der US-Regisseur Frank Capra wurde in Bisacquino/Sizilien/Italien geboren.
-2003: das Musical „Les Misérables“ (die Handlung basiert auf dem Roman „Die Elenden“ von Victor Hugo) erlebte seine letzte Aufführung am Broadway in New York, nach 16 erfolgreichen Jahren, die „Les Miz“ zu dem Musical mit der bisher drittlängsten Laufzeit am Broadway machten.