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Tag Archives: 1998

-1998: das US-Repräsentantenhaus erhob Anklage gegen US-Präsident Bill Clinton wegen Meineids (228 gegen 206 Stimmen) und Behinderung der Justiz (221 gegen 212 Stimmen), weil Clinton unter Eid ausgesagt hatte, er hätte keinerlei sexuelle Beziehungen zur Praktikantin Monica Lewinsky gehabt (Lewinsky-Affäre). Damit war das Amtsenthebungsverfahren offiziell eingeleitet. Es begann am 7. Januar 1999. Der Senat erklärte am Schluss des Amtsenthebungsverfahrens Clinton mit 55 zu 45 Stimmen für nicht des Meineids schuldig und mit 50 zu 50 Stimmen für nicht der Strafvereitelung schuldig. Das Impeachment ging mit diesem Ergebnis mangels einer erforderlichen Zweidrittelmehrheit der Senatoren am 12. Februar 1999 zu Ende, Clinton blieb im Amt.
-1777: General George Washington (Oberbefehlshaber der Kontinentalarmee im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg von 1775 bis 1783, von 1789 bis 1797 der erste Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika) erreichte das Winterquartier in Valley Forge, im südlichen Pennsylvania, etwa 35 Kilometer nordwestlich von Philadelphia. Die Soldaten litten dort unter den feuchtkalten Witterungsbedingungen, unzureichender Winterkleidung und schlechter Versorgungslage. Mehrere tausend starben an Krankheiten wie Typhus, Dysenterie und Lungenentzündung oder erfroren.
-1843: die bekannte Erzählung “A Christmas Carol” des englischen Schriftstellers Charles Dickens wurde in Großbritannien erstmals veröffentlicht.
-1972: die Besatzung der Apollo 17 (der elfte bemannte Flug des Apollo-Programms und der bisher letzte bemannte Raumflug zum Mond) wasserte nach dem Rückflug zur Erde um 19:24 UT mit der Kommandokapsel im Pazifik und wurde von der USS „Ticonderoga“ geborgen.
-1957: Broadway-Premiere des Musicals “The Music Man” im Majestic Theatre in New York City.

 

 

-1982: Einweihung des Vietnam Veterans Memorial in Washington, D.C.. Das Vietnam Veterans Memorial ist eine nationale Gedenkstätte der Vereinigten Staaten von Amerika zu Ehren der Angehörigen der US-Streitkräfte, die im Vietnamkrieg gefallen sind oder als Folge des Krieges als vermisst gelten. Die Gedenkstätte besteht aus drei Teilen, der Memorial Wall, den Three Servicemen und dem Women’s Memorial.
-2001: Flucht der Taliban aus der afghanischen Hauptstadt Kabul (Sturz der Talibanregierung)
-1998: US-Präsident Bill Clinton stimmte zu, 850.000 US-Dollar an Paula Jones zu zahlen. Paula Jones war Regierungsangestellte und Mitarbeiterin von Bill Clinton während seiner Amtszeit als Gouverneur im US-Bundesstaat Arkansas. Im Mai 1994 reichte sie beim United States District Court for the Eastern District of Arkansas eine Klage ein, bei der sie Clinton der sexuellen Belästigung beschuldigte.
-2003: im US-Bundesstaat Alabama wurde der Oberste Richter Roy S. Moore entlassen. Moore hatte zwei Jahre vorher ein christliches Monument im Alabama Judicial Building aufstellen lassen. Später hatte Moore sich geweigert, einer Gerichtsanordnung zu folgen und es wieder abzubauen.
-1997: Premiere des Musicals “Der König der Löwen” (“The Lion King”) im New Amsterdam Theater am Broadway in New York.

 

-1938: Ausstrahlung von “Krieg der Welten” (ist eines der bekanntesten und bedeutendsten Werke des englischen Schriftstellers H. G. Wells) als Hörspiel vom US-Radiosender CBS am Abend vor Halloween. Das Buch wurde von US-Schauspieler Orson Welles und dem Mercury Theatre als Hörspiel in Form einer fiktiven Reportage nach einer Adaption von US-Drehbuchautor Howard Koch inszeniert. Dazu wurde der Handlungsort von Großbritannien nach Grover’s Mill/New Jersey in den USA verlegt und die Geschichte entsprechend angepasst. Das Hörspiel führte Zeitungsberichten zufolge zu heftigen Irritationen bei der Bevölkerung von New York und New Jersey, die teilweise das Hörspiel für eine authentische Reportage hielt und einen tatsächlichen Angriff Außerirdischer befürchtete.
-1998: eine Schlammlawine tötete mindestens 2.000 Menschen in Nicaragua nach Hurrikan “Mitch”. Der Hurrikan wütete 1998 vom 22. Oktober bis zum 8. November in Mittelamerika, wobei ca. 11.000 Menschen ums Leben kamen. Honduras und Nicaragua waren die am schwersten vom Hurrikan getroffenen Länder. Auch El Salvador und Guatemala litten unter den Folgen. Die volkswirtschaftlichen Schäden werden auf 7 Milliarden US-Dollar geschätzt.
-1974: Muhammad Ali schlug George Foreman beim Boxkampf “Rumble in the Jungle” („Der Kampf im Dschungel“) in Kinshasa/Demokratische Republik Kongo. Der historische Boxkampf wurde von Box-Promoter Don King organisiert und größtenteils von Diktator Mobutu Sese Seko als Werbemaßnahme für sein Land und ganz Afrika finanziert.
-2000: der US-Schauspieler Steve Allen starb in Encino/Kalifornien.

 

-1929: „Schwarzer Dienstag“ – fünf Tage nach der US-Börsenkrise am „Schwarzen Donnerstag“. Durch eine einsetzende Panikreaktion auf den „Schwarzen Freitag“, der einen Zusammenbruch der Börse signalisierte, versuchten alle Investoren gleichzeitig ihre Aktien zu verkaufen. Dieser Tag und die darauffolgende Woche waren der Beginn der sogenannten „Großen Depression“ in den USA und der Weltwirtschaftskrise.
-2004: Osama bin Laden, der Gründer und Anführer der Terrorgruppe al-Qaida, wandte sich vier Tage vor den damaligen US-Präsidentschaftswahlen in einer vom arabischen Nachrichtensender „Al Jazeera“ gesendeten Videobotschaft direkt an die US-Wähler und gegen US-Präsident George W. Bush. Er bekannte sich als Initiator der Terroranschläge am 11. September 2001 und kündigte weitere an.
-1956: Beginn der Sueskrise (dauerte vom 29. Oktober 1956 bis März 1957) – war ein internationaler Konflikt, der im Herbst 1956 in einer militärischen Intervention einer Allianz aus Großbritannien, Frankreich und Israel in Ägypten gipfelte. Anlass war die Verstaatlichung der mehrheitlich britisch-französischen Sueskanal-Gesellschaft durch den Präsidenten Ägyptens, Gamal Abdel Nasser. Der Sueskanal war für die Erdölversorgung Großbritanniens von großer Bedeutung. Hintergrund war Nassers Bestreben, das formal souveräne Ägypten aus der britischen Einflusssphäre zu befreien. Am 29. Oktober 1956 begann Israel mit der Invasion des Gazastreifens und der Sinai-Halbinsel und stieß schnell in Richtung des Kanals vor.
-1901: der US-Anarchist Leon Czolgosz, der am 6. September:1901 auf der Pan-American Exposition, der Weltausstellung in Buffalo/New York, auf US-Präsident William McKinley verübt hatte, wurde im Gefängnis von Auburn/New York durch den elektrischen Stuhl
hingerichtet. Präsident McKinley starb am 14. September 1901 in Buffalo an seinen Schussverletzungen.
-1998: der ehemalige US-Astronaut und US-Senator John Glenn war vom 29. Oktober bis 7. November 1998 im Rahmen der Space-Shuttle-Mission STS-95 mit der Raumfähre „Discovery“ erneut im Weltraum, diesmal umkreiste er die Erde 134-mal. Dabei sollte untersucht werden, wie sich die Schwerelosigkeit auf alte Menschen auswirkt. Mit 77 Jahren hält er damit den Rekord als ältester Raumfahrer im Orbit sowie mit 36 Jahren die größte Spanne zwischen zwei Raumflügen.

 

-1859: John Brown (war ein USAbolitionist, der sich gegen die Sklaverei in den USA auflehnte) begann einen bewaffneten Aufstand zur Sklavenbefreiung in Harpers Ferry/Virginia, der schon nach zwei Tagen scheiterte.  Er überfiel mit 21 Männern (16 Weiße, 5 Schwarze) die knapp unterhalb der Mason-Dixon-Linie gelegene Stadt Harpers Ferry. Sein Plan war es, durch die Eroberung des dort befindlichen Waffenarsenals der US-Armee einen Aufstand von Sklaven zu entfachen und sie zu bewaffnen, um mit einer immer größer werdenden Revolutionsarmee letztlich den gesamten Süden zu befreien. Der militärische Plan scheiterte, auch aufgrund mangelnder Vorbereitung: Nicht ein einziger Sklave schloss sich ihnen an, insgesamt starben 17 Männer, darunter zehn von Browns Anhängern und zwei seiner Söhne. Truppen der US-Armee unter Führung von Robert E. Lee konnten seine kleine Truppe schnell besiegen. Brown selbst wurde allerdings nur verwundet, festgenommen und – nach äußerst medienwirksamen Interviews – zwei Monate später, am 2. Dezember, wegen Mordes, Anzettelung eines Sklavenaufstandes und Hochverrat in Charles Town/West Virginia gehängt.
-1793: Marie Antoinette (war Erzherzogin von Österreich und entstammte dem Haus Habsburg-Lothringen. Durch ihre Heirat mit Ludwig XVI. wurde sie zunächst Dauphine und später Königin von Frankreich und Navarra) wurde während der Französischen Revolution neun Monate nach ihrem Gemahl auf dem Revolutionsplatz, dem heutigen Place de la Concorde, in Paris durch eine Guillotine enthauptet.
-1978: der polnische Kardinal Karol Wojtyła wurde von den 111 zum Konklave versammelten Kardinälen (im 8. Wahlgang mit 99 Stimmen, andere Quellen nennen 97 Stimmen) in der Sixtinischen Kapelle als Nachfolger des am 28. September 1978 verstorbenen Johannes Paul I. zum nach kirchlicher Zählung 264. Papst der römisch-katholischen Kirche.und Bischof von Rom gewählt. Johannes Paul II. war vom 16. Oktober 1978 bis zu seinem Tod am 2. April 2005 in der Vatikanstadt 26 Jahre und 5 Monate lang Papst.
-1973: Henry Kissinger (war von 1969 bis 1973 Nationaler Sicherheitsberater der USA und von 1973 bis 1977 US-Außenminister) erhielt gemeinsam mit Lê Đức Thọ den Friedensnobelpreis für das Friedensabkommen mit Vietnam. Der vietnamesische Politiker Lê Đức Thọ lehnte die Annahme des Preises jedoch mit der Begründung ab, daß in seinem Land noch immer kein Frieden herrsche.
-1998: der ehemalige chilenische General und Diktator Augusto Pinochet wurde von der britischen Polizei in London verhaftet. Der spanische Untersuchungsrichter Baltasar Garzón hatte schon seit längerem gegen Pinochet wegen Völkermord, Staatsterrorismus und Folter ermittelt, da auch spanische Staatsbürger unter den Opfern der Militärdiktatur waren. Während Pinochets Aufenthalt in London stellte Spanien daher ein Auslieferungsbegehren.
-1916: die US-Krankenschwester Margaret Sanger eröffnete in Brownsville/New York City zusammen mit ihrer jüngeren Schwester Ethel Byrne und der Gesinnungsgenossin Fania Mindell die erste US-Klinik für Familienplanung und Geburtenkontrolle. Neun Tage später wurden die drei Frauen von der Polizei verhaftet.
-1987: Jessica McClure („Baby Jessica“) wurde in Midland/Texas nach 58 Stunden gerettet, nachdem sie am 14. Oktober 1987 in einen Brunnen gefallen war.
-1997: der US-Schriftsteller James A. Michener starb in Austin/Texas.

 

 

-2001: als Reaktion auf die Terroranschläge vom 11. September begannen die USA mit der „Operation Enduring Freedom“ in Afghanistan den Krieg gegen das Terrornetzwerk al-Qaida und die in Afghanistan regierenden Taliban. Dies ist die erste und bisher einzige militärische Großoperation im Rahmen des von den Vereinigten Staaten ausgerufenen Krieges gegen den Terrorismus. Die Operation wird in vier Regionen durchgeführt: in Afghanistan, am Horn von Afrika, auf den Philippinen und in Afrika innerhalb und südlich der Sahara. Sie hat das Ziel, Führungs- und Ausbildungseinrichtungen von Terroristen auszuschalten, Terroristen zu bekämpfen, gefangen zu nehmen und vor Gericht zu stellen. Außerdem sollen Dritte dauerhaft von der Unterstützung terroristischer Aktivitäten abgehalten werden.  Als Rechtsgrundlage wurde Resolution 1368 des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen vom 12. September 2001 in Anspruch genommen. Diese Resolution verurteilte die Ereignisse vom 11. September 2001 als grauenhafte Terroranschläge und als Bedrohung für den internationalen Frieden und die internationale Sicherheit. Die Resolution bekräftigt das Recht zur individuellen und kollektiven Selbstverteidigung und bestätigt die Notwendigkeit, alle erforderlichen Schritte gegen zukünftige Bedrohungen zu unternehmen.
-1985: das italienische Kreuzfahrtschiff „Achille Lauro“ wurde mit 680 Passagieren und ca. 350 Besatzungsmitgliedern an Bord auf der Fahrt von Alexandria nach Port Said im Nordosten Ägyptens von vier palästinensischen Terroristen entführt. Diese waren Angehörige der „Palestine Liberation Front“(PLF), als deren Anführer Abu Abbas galt, und drohten damit, die Passagiere einen nach dem anderen zu töten, angefangen bei den US-Bürgern, falls der Staat Israel nicht umgehend 50 inhaftierte, des Terrors bezichtigte Palästinenser bzw. „Gesinnungsgenossen“ freiließe. Von Letzteren wurde Samir Kuntar als Einziger namentlich benannt. Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, erschossen sie nach Augenzeugenberichten den US-Touristen Leon Klinghoffer.
-1991: Clarence Thomas (ist ein US-Jurist und seit dem Jahr 1991 Richter am Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten) wurde in den  von den Demokraten kontrollierten Justizausschuss- Hearings vorgeworfen, er habe eine frühere Arbeitskollegin, Anita Hill,, sexuell belästigt.
-1998: Matthew Shepard (war ein US-Student der University of Wyoming) wurde in Laramie/Wyoming Opfer eines vorsätzlichen Tötungsdelikts. Er wurde von Aaron James McKinney und Russel Arthur Henderson ausgeraubt, etwa 18 Mal mit einer 357-Magnum-Pistole geschlagen – vornehmlich auf den Kopf –, mit seinen Schnürsenkeln in einer einsamen ländlichen Gegend an einen Zaun gefesselt und seinem Schicksal überlassen. Shepard wurde 18 Stunden nach der Tat von zwei Radfahrern entdeckt. Bis zu seinem Tod am 12. Oktober 1998 im Poudre Valley Hospital von Fort Collins/Colorado erwachte er nicht mehr aus seiner Bewusstlosigkeit.
-1951: der US-Rock- und Folksänger John Mellencamp wurde in Seymour/Indiana geboren.
-1982: Premiere des Musicals „Cats“ des britischen Komponisten Andrew Lloyd Webber am Broadway/New York City im Winter Garden Theatre.

 

-1998: der US-Sender CNN und andere Fernsehsender strahlten eine vierstündige, drei Tage zuvor vom Justiz-Ausschuss des US-Repräsentantenhauses freigegebene Videoaufzeichnung der Vernehmung von US-Präsident Bill Clinton durch die Grand Jury aus, in der Clinton über seine Beziehung zu seiner Praktikantin Monica Lewinsky (Lewinsky-Affäre) aussagte.
-1981: die US-Juristin Sandra Day O’Connor wurde vom US-Senat als als Nachfolgerin für den im Juni ausgeschiedenen Potter Stewart am Obersten Gerichtshof der USA bestätigt. Sie war von 1981 bis 2006 als erste Frau Richterin am US-Supreme Court.
-1866: der englische Schriftsteller und Pionier der Science-Fiction-Literatur H. G. Wells wurde in Bromley/Kent/England geboren.
-1947: der US-Schriftsteller Stephen King wurde in Portland/Maine geboren.
-1970: Start der US-Sendung „Monday Night Football“ – ist eine Fernsehsendung, die ausschließlich American-Football-Spiele der National Football League (NFL) überträgt. Von ihrem Start im Jahre 1970 bis 2005 wurde sie auf dem Sender ABC gezeigt, seit der Saison 2006 läuft sie auf ESPN. Beide Fernsehsender gehören der Walt Disney Company an.
-1937: der Roman „Der kleine Hobbit“ („The Hobbit“) des britischen Schriftstellers J. R. R. Tolkien wurde im Verlag George Allen & Unwin veröffentlicht.
-1950: der US-Schauspieler Bill Murray wurde in Wilmette/Illinois geboren.

 

-1993: Yitzhak Rabin und Yasser Arafat unterzeichneten die Prinzipienerklärung über die vorübergehende Selbstverwaltung in Washington D.C.. Die Prinzipienerkärung war das erste Abkommen im Rahmen des Oslo-Friedensprozesses. Dem Abschluss waren intensive inoffizielle Kontakte zwischen palästinensischen und israelischen Vertretern in Oslo vorausgegangen. Das von der PLO und Israel geschlossene Abkommen enthält allgemeine Prinzipien für eine fünfjährige Interimsphase palästinensischer Selbstverwaltung. Fragen zum endgültigen Status wurden auf noch zu führende Verhandlungen verschoben.
-2005: US-Präsident George W. Bush übernahm die Verantwortung für die Reaktion der US-Regierung auf Hurrikan „Katrina“. Nach heftiger Kritik hatte Bush am 9. September 2005 den Direktor der Bundesbehörde für den Katastrophenschutz(FEMA), Michael Brown, von seiner Vor-Ort-Koordinationsarbeit entbunden. Brown trat am 12. September 2005 von seinem Amt zurück.
-1971: Ende des Gefängnisaufstands in der Attica Correctional Facility, einem Gefängnis in Attica/New York. Aufseher warfen Tränengasgranaten in den Gefängnishof. Angehörige der New York State Police und Aufseher richteten für fast sechzig Minuten Gewehrfeuer in den Nebel der Granaten. Während und nach der Rückeroberung des Gefängnisses, bei der auch Kollegen der Geiseln beteiligt waren, erfolgten gewaltsame Übergriffe und Folter gegen viele der Inhaftierten. Während des Gefängnisaufstands kamen 43 Menschen ums Leben, darunter 32 Inhaftierte und 11 Angestellte. Außerdem gab es über 80 Verletzte. Alle Angestellten und Inhaftierten starben durch Schüsse von Staatsbeamten. Etwa 1000 der 2200 Häftlinge begannen den Aufstand am 9. September 1971 nach dem Tod von George Jackson am 21. August bei einem Fluchtversuch im Staatsgefängnis San Quentin. Die Häftlinge wollten durch den Aufstand bessere Haftbedingungen erreichen.
-1998: der US-Politiker George Wallace (Demokratische Partei) starb in Montgomery/Alabama. George Wallace wurde viermal zum Gouverneur des Bundesstaates Alabama gewählt. Als Vertreter des konservativen Flügels der Demokraten war er in seiner ersten Amtszeit ein Verfechter der Rassentrennungspolitik im Süden. Er kandidierte auch viermal für das Amt des US-Präsidenten (1964, 1968, 1972 und 1976). Seine erste Ehefrau, Lurleen Wallace, war von 1967 bis 1968 die bislang einzige Gouverneurin Alabamas.
-1996: der US-Rap-Musiker Tupac Shakur erlag im University Hospital in Las Vegas/Nevada seinen Schussverletzungen. Tupac Shakur wurde am 7. September 1996 in Las Vegas angeschossen. Bis heute ist der Mord ungeklärt.

 

-1901: der Anarchist Leon Czolgosz schoss US-Präsident William McKinley (Republikanische Partei) beim Besuch der Pan-American Exposition, der Weltausstellung in Buffalo/New York an. McKinley erlag seiner Verwundung am 14. September 1901. Sein Nachfolger im Weißen Haus wurde der bisherige Vizepräsident Theodore Roosevelt, der erst im März desselben Jahres die Nachfolge des während McKinleys erster Amtsperiode verstorbenen Garret Hobart angetreten hatte. Als Reaktion auf die Ermordung McKinleys beauftragte der Kongress den Secret Service, der zuvor nur für die Bekämpfung von Finanzkriminalität zuständig war, mit dem Schutz des Präsidenten.
-1997: Beisetzungszeremonie für Diana, Princess of Wales, der ersten Ehefrau des britischen Thronfolgers Charles. Auf Londons Straßen nahmen etwa drei Millionen Menschen Anteil. Das Verfolgen der Fernsehübertragung war mit geschätzten 2,5 Milliarden Zuschauern das bis dahin weltweit größte Medienereignis. Die Trauerfeier fand in der Westminster Abbey statt. Als enger Freund der Verstorbenen sang der britische Popmusiker Elton John bei der Feier eine mit neuem Text versehene Version seines alten Liedes „Candle in the Wind“. Diana wurde im engsten Familienkreis in Althorp auf dem Familiensitz der Spencers begraben. Ladi Di starb am 31. August 1997 starb in Paris/Frankreich, nachdem der Wagen, in dem Diana mit ihrem damaligen Freund Dodi Al-Fayed saß, um 00:25 Uhr Ortszeit mit überhöhter Geschwindigkeit gegen einen Pfeiler im Autotunnel unter dem Place de l’Alma in Paris prallte. Dianas Partner Dodi Al-Fayed und der Fahrer Henri Paul starben noch am Unfallort. Al-Fayeds Leibwächter Trevor Rees-Jones überlebte den Unfall mit schweren Gesichtsverletzungen. Diana war nicht sofort tot. Sie starb wenige Stunden nach dem Unfall an den Folgen ihrer schweren inneren Verletzungen im Krankenhaus Pitié-Salpêtrière.
-1997: Trauer um Mutter Teresa (bürgerlich Anjezë Gonxhe Bojaxhiu), die am 5. September 1997 in Kalkutta/Indien gestorben war. Mutter Teresa war eine durch ihre humanitären Hilfsprojekte für Arme weltweit bekannte römisch-katholische Ordensschwester und Trägerin des Friedensnobelpreises (1979).
-1916: der erste Selbsteinkaufladen wurde von Clarence Saunders erfunden. Saunders eröffnete den ersten Laden („Piggly Wiggly“-Lebensmittelgeschäft) entsprechend seiner Vorstellungen in der Jefferson Street 79 in Memphis/Tennessee.
-1998: der japanische Regisseur Akira Kurosawa starb in Setagaya/Tokio.
-1943: der britische Sänger, Bassist, Komponist und Texter Roger Waters („Pink Floyd“) wurde in Great Bookham geboren.

 

 

-1998: Luftangriffe der USA auf Stützpunkte des Terrornetzwerks al-Qaida im Sudan und Afghanistan nach den Terroranschlägen auf die Botschaften der Vereinigten Staaten in Daressalam und Nairobi am 7. August 1998. Die US-Regierung unter US-Präsident Bill Clinton ließ Ziele unweit der afghanischen Stadt Chost und die Asch-Schifa-Arzneimittelfabrik bei der sudanesischen Stadt Khartum mit mehreren Marschflugkörpern beschiessen. Die Central Intelligence Agency (CIA) ging, kurz nach den Terroranschlägen davon aus, daß sich in den vermuteten Terrorcamps um Chost al-Qaida-Anführer Osama bin Laden befinden würde und vermutete eine Chemiwaffenfabrik in Khartum.
-1968: Truppen des Warschauer Paktes marschierten in die Tschechoslowakei ein und beendeten den Prager Frühling (die Bezeichnung für die Bemühungen der tschechoslowakischen Kommunistischen Partei unter Alexander Dubček im Frühjahr 1968, ein Liberalisierungs- und Demokratisierungsprogramm durchzusetzen, sowie vor allem die Beeinflussung und Verstärkung dieser Reformbemühungen durch eine sich rasch entwickelnde kritische Öffentlichkeit). In der Nacht zum 21. August 1968 marschierten etwa eine halbe Million Soldaten der Sowjetunion, Polens, Ungarns und Bulgariens in die Tschechoslowakei ein und besetzten innerhalb von wenigen Stunden alle strategisch wichtigen Positionen des Landes. Es handelte sich hierbei um die größte Militäroperation in Europa seit 1945. Beim Einmarsch starben 98 Tschechen und Slowaken. Etwa 50 Soldaten der Interventionstruppen kamen ums Leben. Die Nationale Volksarmee der DDR nahm an der Besetzung nicht teil, allerdings standen zwei ihrer Divisionen an der Grenze bereit.
-1977: Voyager 2 (ist eine Raumsonde der US-Raumfahrtbehörde NASA zur Erforschung des äußeren Planetensystems) wurde vom Launch Complex 41 auf Cape Canaveral/Florida mit einer Titan-IIIE-Centaur-Rakete gestartet.
-1942: der US-Soulmusiker Isaac Hayes wurde in Covington/Tennessee geboren.
-1948: der britische Rockmusiker Robert Plant (von der Gründung 1968 bis zur Auflösung 1980 war er Leadsänger der britischen Rockband „Led Zeppelin“) wurde in West Bromwich/Staffordshire geboren.

 

-1969: Hurrikan „Camille“ (war ein Hurrikan der Kategorie 5. „Camille“ hielt, bevor 2005 Hurrikan „Katrina“ auftrat, den Rekord über die höchste Sturmflut, die je in den USA gemessen wurde: 7,3 Meter) traf die Gegend um das Mississippi-Delta am 17./18. August. „Camille“ tötete in den US-Bundesstaaten Alabama, Mississippi und Louisiana 143 Menschen und verwüstete einen großen Bereich der Golfküste. Insgesamt wurden 8.931 Leute verletzt, 5.662 Häuser zerstört und 13.915 Häuser schwer beschädigt. Viele der Opfer waren Küstenbewohner, die sich einer Evakuierung verweigert hatten. Die geschätzten Gesamtschäden betrugen inflationsbereinigt 6,1 Mrd. US-Dollar (1996).
-1998: US-Präsident Bill Clinton gestand in der „Lewinsky“-Affäre vor einer Grand Jury in Washington, D.C., daß er eine „unangemessene“ Beziehung zu seiner Praktikantin Monica Lewinsky gehabt hatte. Am selben Abend erklärte er die Umstände in einer Fernsehübertragung.
-1896: der US-Goldsucher George Washington Carmack und seine indianischen Verwandten Tagish Charlie (eigentlicher Name Dawson Charlie) und Skookum Jim (war ein Angehöriger der Tagish First Nation im kanadischen Yukon) fanden Gold im Rabbit Creek, in der Nähe des Zuflusses des Klondike River in den Yukon River, der daraufhin flugs in Bonanza Creek umbenannt wurde. Die Gegend war so abgelegen, daß die Kunde vom großen Goldfund erst am 14. Juli 1897 mit dem Raddampfer „Excelsior“ die Außenwelt erreichte. Sofort begann der Klondike-Goldrausch.
-1807: der Seitenraddampfer „Clermont“ (war das erste kommerziell erfolgreich eingesetzte Dampfschiff der Welt) von US-Ingenieur Robert Fulton absolvierte seine Jungfernfahrt. Die „Clermont“ wurde ab 1807 als Linienschiff entlang des Hudson Rivers zwischen New York und Albany eingesetzt.
-1987: Rudolf Heß (war ein nationalsozialistischer Politiker. Heß war ab 1933 Reichsminister ohne Geschäftsbereich und ab 1939 Mitglied des Ministerrates für Reichsverteidigung. 1933 ernannte ihn Diktator Adolf Hitler zu seinem Stellvertreter) starb im Kriegsverbrechergefängnis Spandau durch Suizid. 1941 während des 2. Weltkrieges flog Heß nach Großbritannien, um die britische Regierung zu einem Friedensschluss zu bewegen. Er wurde in Kriegsgefangenschaft genommen und 1945 dem internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg überstellt. Er war einer der 24 Angeklagten im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher. Heß wurde am 1. Oktober 1946 in zwei von vier Anklagepunkten schuldig gesprochen und zu lebenslanger Haft verurteilt.
-1943: der US-Schauspieler Robert De Niro wurde in New York City/New York geboren. 

 

 

-1945: „Victory over Japan Day“ („V-J Day“ – „Sieg-über-Japan-Tag“) steht für den Tag der Kapitulation Japans im 2. Weltkrieg. Wenige Tage vorher hatten die USA zwei Atombomben auf japanische Städte abgeworfen: am 6. August auf Hiroshima und am 9. August auf Nagasaki. Die großen Verwüstungen und die große Zahl der Opfer dieser Atombombenabwürfe waren ein wichtiger Grund für die Kapitulation Japans. Am 15. August 1945 um 12:00 Uhr Mittag japanischer Standardzeit sendete das japanische Radio eine Erklärung des Tennō (Kaisers) Hirohito an das japanische Volk, daß Japan die Bedingungen der Potsdamer Erklärung akzeptieren werde. Zuvor am selben Tag hatte die japanische Regierung über die Schweizer Botschaft in Washington, D.C. US-Präsident Harry S. Truman diese Kapitulation mitgeteilt. Die formelle Unterzeichnung der Kapitulation fand am 2. September 1945 an Bord des Schlachtschiffs USS „Missouri“ statt. Damit begann zugleich offiziell die Besatzung Japans durch alliierte Streitkräfte, die bis Ende April 1952 andauerte.
-1969: Beginn des Woodstock-Festivals (war ein Musikfestival, das als musikalischer Höhepunkt der US-Hippiebewegung gilt. Es fand offiziell vom 15. bis 17. August 1969 statt, endete jedoch erst am Morgen des 18. August. Der Veranstaltungsort war eine Farm in Bethel 76 Kilometer entfernt von Woodstock im US-Bundesstaat New York). Auf dem Festival traten 32 Bands und Solisten der Musikrichtungen Folk, Rock, Soul und Blues für insgesamt rund 200.000 US-Dollar Gage auf. Auf dem Festivalgelände herrschten chaotische Zustände, da die erwarteten Besucherzahlen um ein Vielfaches übertroffen wurden. Trotzdem blieb die Stimmung bei den hunderttausenden Besuchern friedlich. Das Woodstock-Festival verkörpert bis heute den Mythos des „anderen Amerikas“, des künstlerischen und friedliebenden Amerikas, das sich damals im umstrittenen Vietnamkrieg befand.
-1769: Napoleon Bonaparte (war ein französischer General, Staatsmann und Kaiser) wurde auf der Mittelmeerinsel Korsika geboren.
-1947: Britisch-Indien erlangte Unabhängigkeit, und wurde nach der Zwei-Nationen-Theorie durch die Teilung Indiens in einen hinduistischen Teil, das heutige Indien und einen muslimischen Teil, das heutige Pakistan aufgeteilt.
-1998: die Real IRA verübte in Omagh, der Hauptstadt des County Tyrone in Nordirland auf der Market Street einen Bombenanschlag mit 29 Todesopfern und 250 Verletzten.
-1914: Eröffnung des Panamakanals (ist eine künstliche, etwa 82 Kilometer lange Wasserstraße, die die Landenge von Panama in Mittelamerika durchschneidet, den Atlantik mit dem Pazifik für die Schifffahrt verbindet und ihr damit die Fahrt um das Kap Hoorn an der Südspitze Südamerikas erspart).
-1939: Premiere des US-Musicalfilms „Der Zauberer von Oz“ („The Wizard of Oz“ mit US-Schauspielerin Judy Garland in der Hauptrolle) in Hollywood/Kalifornien.

 

 

-1998: Terroranschläge auf die Botschaften der Vereinigten Staaten in Daressalam und Nairobi – waren eine Serie gleichzeitig gezündeter Autobomben, die in Daressalam, dem tansanischen Regierungssitz, und in der kenianischen Hauptstadt Nairobi gezündet wurden. Die Urheberschaft für die Anschläge, in deren Folge insgesamt 224 Menschen starben und mehrere Tausend verletzt wurden, wird regionalen Aktivisten des islamistisch-terroristischen Netzwerks al-Qaida unter der Leitung von Osama bin Laden zur Last gelegt.
-1964: der US-Kongress verabschiedete bei insgesamt nur zwei Gegenstimmen die Tonkin-Resolution, diese Resolution bevollmächtigte den damaligen US-Präsidenten Lyndon B. Johnson zum offiziellen Kriegseintritt der USA mit dem kommunistischen Nordvietnam. Grund für das Ersuchen des Präsidenten für die Resolution war der wenige Tage vorhergehende Tonkin-Zwischenfall.
-1942: Beginn der Schlacht um Guadalcanal (war einer der Wendepunkte des 2. Weltkriegs auf dem pazifischen Kriegsschauplatz und lief bei den Amerikanern unter dem Codenamen „Operation Watchtower“. Zum ersten Mal ging die US-Army gegen die mehr und mehr pazifische Inseln besetzenden Japaner in die Offensive. Vom August 1942 bis in den Februar 1943 war die Insel Guadalcanal der Brennpunkt sehr heftiger Kämpfe zu Lande, zu Wasser und in der Luft). In der Nacht zum 7. August 1942 brachte die Task Force 61 unter Vizeadmiral Frank Jack Fletcher rund 19.000 US-Marineinfanteristen in Stellung, um die Insel Guadalcanal und das etwas nördlich gelegene, kleinere Tulagi anzugreifen und zu besetzen.
-1947: das Floß „Kon-Tiki“ (war ein Floß aus Balsaholz, mit dem der Norweger Thor Heyerdahl 1947 über den Pazifik segelte, um zu beweisen, daß die Besiedlung Polynesiens von Südamerika aus möglich war. Namensgeber war Qun Tiksi Wiraqucha, der Schöpfergott in der Mythologie der Inka. Dieser kam der Legende nach aus dem Osten und gründete als Kulturbringer „Kon-Tiki“ die Zivilisation der Inka. Nach einem Krieg segelte er weiter nach Westen) lief im Tuamotu-Archipel auf Grund. Es hatte ca. 3.770 sm (6.980 km) in 101 Tagen bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 1,5 Knoten zurückgelegt. Die Crew konnte an Land gehen und wurde nach einer Woche von Polynesiern entdeckt, die auf der anderen Seite des Atolls lebten.
-1957: der US-Schauspieler Oliver Hardy starb in Hollywood/Kalifornien.
-2005: Peter Jennings (war der führende Nachrichtensprecher des US-Senders ABC) starb in New York City.
-2007: der US-Baseballspieler Barry Bonds („San Francisco Giants“) schlug im Spiel gegen die „Washington Nationals“ seinen 756. Home Run und führt seither die ewige Homerun-Liste der Major League Baseball an. Damit hatte Bonds die alte Bestmarke von Hank Aaron aus dem Jahr 1976 übertroffen.

 

-1957: die Skiffle-Gruppe „The Quarrymen“ (ist eine englische Band, die von dem späteren Mitglied der „The Beatles“ John Lennon und vier Schulfreunden 1956 gegründet wurde und somit als Vorgängerband von „The Beatles“ gilt. Neben Lennon beteiligten sich mit Paul McCartney und George Harrison weitere zwei der insgesamt vier Mitglieder der klassischen „Beatles“-Besetzung) traten bei einem Gartenfest der Pfarrgemeinde von Liverpool-Woolton auf. Nach dem ersten der zwei Konzerte wurde John Lennon von seinem Schulfreund Ivan Vaughan dem 15-jährigen Paul McCartney vorgestellt. Lennon war beeindruckt, als McCartney textsicher eine Version des Stücks „Twenty Flight Rock“ von USRock-’n’-Roll– und Rockabilly-Musiker Eddie Cochran zum Besten gab. Einige Tage später wurde er in die Gruppe aufgenommen.
-1933: das erste Major League Baseball All-Star Game der Major-LeagueBaseball fand im Comiskey Park (war ein Baseballstadion im Süden der Stadt Chicago/Illinois und die Heimstätte der „Chicago White Sox“) statt, das die American League (teilweise dank eines Home-Run des US-Baseballspielers Babe Ruth) gegen die National League mit 4:2 gewann.
-1967: Ausbruch des Biafra-Krieges (war ein Sezessionskrieg 1967 bis 1970 zwischen Nigeria und dem nigerianischen Gebiet Biafra mit der Hauptstadt Enugu). Die in der Biafra-Provinz beheimateten christlichen Igbo fühlten sich gegenüber den muslimischen Hausa und Fulani des Nordens benachteiligt. Im Januar 1966 putschten Igbo-Offiziere, um Major Chukwuma Kaduna Nzeogwu, um die Macht zu erringen. Dabei wurde der nigerianische Premierminister Abubakar Tafawa Balewa getötet. Von den Igbo-Offizieren übernahm General Johnson Aguiyi-Ironsi die Staatsgewalt. Durch diese Übernahme befürchtete die restliche Bevölkerung Nigerias, zukünftig von den Igbos unterdrückt zu werden. Bereits im Juli 1966 erfolgte jedoch der Gegenputsch, der die Vorherrschaft des Nordens wieder herstellte. In Folge des Gegenputsches, aber auch schon nach dem Putsch kam es zum Pogrom an den Igbo, der mehreren Zehntausend Igbo das Leben kostete. Ende Mai 1967 verabschiedete die nigerianische Zentralregierung eine Gebietsreform, in deren Folge Nigeria in zwölf Bundesstaaten aufgeteilt wurde. Dabei hatte man die administrativen Grenzen jedoch so gelegt, daß die Erdölgebiete im Nigerdelta außerhalb des Igbo-Zugriffes lagen. Dies und ein ebenfalls zu diesem Zeitpunkt stattfindender Pogrom gegen Igbos im Norden führten schließlich dazu, daß der Militärgouverneur der Ostregion Chukwuemeka Odumegwu Ojukwu vom Volk der Igbo am 30. Mai 1967 die Unabhängigkeit der Region Biafra ausrief. Trotz erbitterten Widerstands zeigte sich im darauf folgenden Krieg jedoch bald die militärische Unterlegenheit Biafras. Vor allem die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien unterstützte die Zentralregierung; weitere Waffenlieferanten an Nigeria waren die USA, die Sowjetunion, Spanien, Polen, die Tschechoslowakei, Belgien und die Niederlande, wobei die drei zuletzt genannten Staaten im Laufe des Jahres 1968 ihre Lieferungen einstellten. Die der Republik Biafra zur Verfügung stehenden Waffen stammten etwa je zur Hälfte aus eigener Produktion und von der Volksrepublik China; weitere Lieferanten waren Portugal und Frankreich. Diplomatisch anerkannt wurde Biafra jedoch von keinem dieser Staaten. Biafra heuerte zudem etliche weiße Söldner an, der bekannteste unter ihnen war der Deutsche Rolf Steiner. Nach fast drei Jahren Krieg musste die Republik Biafra am 15. Januar 1970 schließlich kapitulieren. Biafra wurde wieder dem nigerianischen Staat eingegliedert, während die Igbo auf Jahrzehnte keine bedeutenden Posten in Militär oder Verwaltung mehr erhielten.
-1907: die mexikanische Malerin Frida Kahlo wurde in Coyoacán/ Mexiko-Stadt geboren.
-1957: die US-Tennisspielerin Althea Gibson gewann im Tennisturnier Wimbledon Championships als sie Darlene Hard besiegte.
-1998: der US-Country-Sänger und Schauspieler Roy Rogers starb in Apple Valley/Kalifornien.

 

 

-1998: der Afroamerikaner James Byrd Junior wurde von drei weißen Rassisten (Shawn Berry, Lawrence Brewer und John King) fast fünf Kilometer durch die Straßen von Jasper im US-Bundesstaat Texas hinter einem Ford Pickup mit einer Kette um den Fuß geschleift, nachdem er zuvor stundenlang geschlagen und gedemütigt worden war. Er starb, als ihm während der Fahrt Kopf und rechter Arm abgetrennt wurden. Brewer und King wurden zum Tode verurteilt, Berry wurde zu lebenslanger Haft verurteilt. Lawrence Brewer wurde am 21. September 2011 durch eine Giftspritze hingerichtet.
-1948: Edvard Beneš (war Mitbegründer, Außenminister, Regierungschef und Präsident der Tschechoslowakei) trat zurück, weil er die neue Verfassung vom Mai 1948 nicht unterschreiben wollte, nachdem am 25. Februar 1948 in der Tschechoslowakei de facto die Kommunistische Partei die Macht übernommen hatte und uneingeschränkt die stalinistische Politik der Sowjetunion betrieb.
-1981: der irakische Kernreaktor Osirak wurde von der israelischen Luftwaffe weitgehend zerstört.
-1972: Broadway-Premiere des Musicals „Grease“ in New York.
-1958: der US-Sänger, Komponist, Songwriter, Musikproduzent Prince wurde in Minneapolis/Minnesota geboren.