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Tag Archives: 1992

-1992: der britische Premierminister John Major verkündete im Unterhaus die offizielle Trennung von Prinzessin Diana und Prinz Charles mit den Worten, die Eheleute hätten nicht die Absicht, sich scheiden zu lassen und würden weiterhin in vollem Umfang an der Erziehung ihrer Söhne mitwirken. Die Ehekrise wurde 1992 durch die Publikation des Buches „Diana: Her True Story“ („Diana: Ihre wahre Geschichte“), in welchem der Reporter Andrew Morton die Liebesbeziehung zwischen Camilla Parker Bowles und Charles enthüllte, zum öffentlichen Skandal.
-1854: das berühmte Gedicht „The Charge of the Light Brigade“ von dem Dichter Alfred Tennyson, 1. Baron Tennyson wurde in Großbritannien zum Gedenken an den blutigen und verlustreichen Angriff der leichten britischen Kavalleriebrigade auf eine russische Artilleriestellung im Krimkrieg während der Schlacht von Balaklawa desselben Jahres veröffentlicht.
-1990: Lech Wałęsa (ist ein polnischer Politiker und Friedensnobelpreisträger, war er von 1980 bis 1990 Vorsitzender der Gewerkschaft Solidarność und von 1990 bis 1995 Staatspräsident Polens) gewann die Präsidentschaftswahlen in Polen.
-1916: der US-Schauspieler Kirk Douglas wurde in Amsterdam/New York geboren.

 

 

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-1991: der US-Journalist Terry A. Anderson (war vom 16. März 1985 bis 1991 Geisel pro-iranischer Schiiten im Libanon) wurde freigelassen. Anderson, bis zu seiner Entführung Bürochef der Nachrichtenagentur „Associated Press“ in Beirut, wurde dort 1985 während des libanesischen Bürgerkrieges aus seinem Auto heraus von drei bewaffneten Männern verschleppt. Von den westlichen Geiseln in der Gewalt libanesischer Schiiten war er am längsten eingesperrt. Seine Entführer war die schiitische Hisbollah.
-1992: US-Präsident George Bush gab in einer Ansprache an die Nation bekannt, daß US-Truppen nach Somalia gesandt würden. In den USA wurde der Einsatz „Operation Restore Hope“ genannt, formal UNITAF. UNOSOM I wurde offiziell beendet. Am 9. Dezember 1992 landeten die ersten Truppen unter großem Medienrummel an der Küste Somalias.
-1783: der Oberbefehlshaber der Kontinentalarmee im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg von 1775 bis 1783 General George Washington (von 1789 bis 1797 der erste Präsident der USA) verabschiedete sich in Fraunces Tavern/New York von seinen Offizieren.
-1993: der US-Komponist und Musiker Frank Zappa starb in Laurel Canyon/Kalifornien.

 

 

-1965: Watts-Unruhen – waren schwere Ausschreitungen, die in Los Angeles/Kalifornien im südlichen Stadtteil Watts ausbrachen und innerhalb von sechs Tagen 34 Todesopfer sowie über tausend Verletzte forderten. Es gab rund 4000 Verhaftungen, der Sachschaden wurde auf gut 40 Millionen US-Dollar beziffert. Die Einwohner des Viertels waren zu 99 % Afroamerikaner, ansonsten einige Latinos und jüdische Kaufleute. Arbeitslosigkeit und Armut waren in Watts höher als in jedem anderen Teil von Los Angeles. Unter den 205 Polizeibeamten, die für das Gebiet zuständig waren, gab es demgegenüber nur fünf Afroamerikaner. In der Bevölkerung war die Ansicht verbreitet, daß das Los Angeles Police Department (LAPD) Schwarze besonders brutal behandelte, mit rassistischen Ausdrücken beschimpfte, auch Vergewaltigungen afroamerikanischer Frauen wurden den Polizisten vorgeworfen. Der Aufruhr brach aus, nachdem Marquette Frye von einem Highway-Patrol-Polizisten wegen auffälligen Fahrverhaltens gestoppt worden war. Frye und sein Bruder Ronald wurden vernommen, währenddessen begann sich eine Menschenansammlung zu bilden. Kurz nachdem auch Fryes Mutter Rena dazugekommen war, kam es zu einem Handgemenge, in dessen Verlauf das Polizeifahrzeug mit einer Flasche beworfen wurde. Daraufhin wurden die Frye-Brüder samt ihrer Mutter verhaftet. Als sich die Polizei mit den Festgenommenen entfernt hatte, kochte die Stimmung der wütenden Menge über und die Ausschreitungen begannen. Die Zerstörungswut der Aufständischen richtete sich vornehmlich gegen Gewerbebetriebe und Geschäfte, die den Groll der schwarzen Bevölkerung auf sich gezogen hatten, da man sich unfair behandelt fühlte. Wohnhäuser wurden nicht angegriffen, einige gingen jedoch durch übergreifende Brände in Flammen auf. Schließlich griff die Nationalgarde ein und zog einen Absperrring rund um einen großen Bereich im Südbezirk von Los Angeles. Eine Kommission wurde eingesetzt, um die Unruhen zu untersuchen.
-1984: US-Präsident Ronald Reagan erlaubte sich während einer Mikrofonsprechprobe für seine wöchentliche Samstagsansprache im öffentlich-rechtlichen Radio einen makabren Scherz, indem er die Bombardierung der Sowjetunion anordnet. Die Medien veröffentlichten diese nicht für die Öffentlichkeit bestimmte Tonprobe („We begin bombing in five minutes“), die weltweit zu heftiger Kritik führte.
-1992: Eröffnung der Mall of America (ist mit jährlich 42 Millionen Besuchern das meistbesuchte Einkaufszentrum der Welt. Bei der Eröffnung war es mit einer Fläche von 390.000 Quadratmetern und mehr als 520 Ladengeschäften das größte Einkaufszentrum in den USA). Die Mall of America gehört zur Triple Five Group. Sie liegt südlich von Minneapolis in Bloomington an der Kreuzung von Interstate 494 und Highway 77 und kann vom Flughafen Minneapolis/St. Paul in wenigen Minuten erreicht werden. An ihrer Stelle stand früher das Metropolitan Stadium.
-1921: der US-Schriftsteller Alex Haley („Roots“/“Wurzeln“) wurde in Ithaca/New York geboren.
-1956: der US-Maler Jackson Pollock starb in Springs-East Hampton/New York bei einem schweren Autounfall.

 

 

-1961: US-Präsident John F. Kennedy verkündete während des Wettlaufs ins All im US-Kongress das Programm eines bemannten Mondflugs an, mit dem „noch vor Ende des Jahrzehnts ein Mensch zum Mond und sicher zur Erde zurück gebracht“ werden soll – das spätere „Apollo“-Programm.
-1977: US-Premiere des US-Science-Fiction-Films „Krieg der Sterne“ („Star Wars“ – der erste Spielfilm der „Star-Wars“-Reihe von US-Film-Produzent und Regisseur George Lucas).
-2006: Kenneth Lay und Jeffrey Skilling, die ehemaligen CEO des US-Energiekonzerns „Enron“ („Enron“ verursachte im Jahr 2001 aufgrund fortgesetzter Bilanzfälschungen einen der größten Unternehmensskandale, welche die US-Wirtschaft bislang erlebte), wurden des Betrugs und Verschwörung im Rahmen des Bankrotts von „Enron“ schuldig gesprochen. Lay hätte mit einer langen Haftstrafe rechnen müssen: Die Maximalstrafe für seine Vergehen liegt bei 45 Jahren. Er verstarb aber an einem Herzanfall vor der Entscheidung des Gerichts über das Strafmaß, die für den 23. Oktober 2006 vorgesehen war.
-1992: US-Fernsehmoderator Jay Leno übernahm die „Tonight Show“ (NBC) als Nachfolger von US-Fernseh-Entertainer Johnny Carson.

 

-1962: die US-Schauspielerin Marilyn Monroe hatte bei der Geburtstagsfeier des US-Präsidenten John F. Kennedy im Madison Square Garden in New York City ihren letzten öffentlichen Auftritt, als sie in einem hautfarbenen, von Jean Louis entworfenen Kleid „Happy Birthday, Mr. President“ sang.
-1925: Malcolm X (war ein Führer der US-Bürgerrechtsbewegung)
wurde in Omaha/Nebraska als Malcolm Little geboren.
-1994: Jacqueline Lee Bouvier Kennedy Onassis (war eine US-Journalistin und Verlagslektorin sowie die Ehefrau des 35. US-Präsidenten John F. Kennedy und die First Lady der Vereinigten Staaten vom 20. Januar 1961 bis zum 22. November 1963) starb in New York City.
-1992: Amy Fisher (wurde in den USA einer breiten Öffentlichkeit als „The Long Island Lolita“ bekannt) schoss mit 17 Jahren Mary Jo Buttafuoco, der Ehefrau ihres Liebhabers Joey Buttafuoco, in den Kopf.
-1945: der britische Musiker Pete Townshend (Kopf der Rockband „The Who“) wurde in Chiswick/ London geboren.

 

 

Unruhen in Los Angeles 1992 – begannen am 29. April 1992, als vier Polizisten, drei Weiße und ein Latino, die in Los Angeles der Misshandlung des Afroamerikaners Rodney King beschuldigt worden waren, von einem Gericht freigesprochen wurden. Die daraus vor allem in der afroamerikanischen Bevölkerungsgruppe resultierende Empörung löste in Teilen Los Angeles‘ für einige Tage einen Gewaltausbruch mit bürgerkriegsähnlichen Zuständen aus. Am Ende waren 53 bekannt gewordene Todesfälle zu beklagen, mehrere Tausend Menschen wurden verletzt und es entstanden Sachschäden in Höhe von ca. einer Milliarde US-Dollar. Unter den 53 Todesopfern waren 48 Männer und 5 Frauen.
Befreiung des Konzentrationslagers Dachau (rund 20 Kilometer nordwestlich von München) 1945 während des 2. Weltkrieges durch US-Truppen.
-US-Präsident Richard Nixon gab 1974 die Watergate-Tonbänder (Watergate-Affäre) frei. Richard Nixon reagierte verspätet auf eine Prozess-Vorladung, die im Juli 1973 ausgestellt worden war, sagte er würde 46 Abschriften der Gespräche im Weißen Haus im Zusammenhang mit Watergate veröffentlichen.
-der US-Schauspieler Jerry Seinfeld wurde 1954 in Brooklyn/New York geboren.
-der US-Jazzmusiker Duke Ellington wurde 1899 in Washington D.C. geboren.

 

-das Karfreitagsabkommen (Good Friday Agreement – ein Übereinkommen zwischen der Regierung der Republik Irland, der Regierung Großbritanniens und den Parteien in Nordirland) wurde 1998 unterzeichnet. Bei getrennten Referenden in der Republik Irland sowie Nordirland wurde das Abkommen bestätigt.
-das britische Passagierschiff RMS Titanic begann 1912 ihre Jungfernfahrt von Southampton nach New York unter ihrem Kapitän Edward John Smith.
„Der große Gatsby“ (ein gesellschaftskritischer Roman des US-Schriftstellers Francis Scott Fitzgerald) wurde 1925 veröffentlicht.
-der US-Stand-Up Comedian Sam Kinison starb 1992 auf der U.S. Route 95 (6 Kilometer nördlich der Interstate 40 und mehrere Kilometer von Needles/Kalifornien) nach einem Autounfall zwischen seinem Pontiac Trans Am und einem Pickup Truck, dessen 17-jähriger Fahrer betrunken war.

 

 

-der US-Serienmörder Jeffrey Dahmer (zwischen 1978 und 1991 tötete er mindestens 17 Männer und Jugendliche in Wisconsin) wurde 1992 in 15 Fällen für schuldig gesprochen und zu einer lebenslangen Haftstrafe in der Columbia Correctional Institution in Portage/Wisconsin verurteilt. Als Dahmer am 28. November 1994 die Gefängnistoiletten putzte, wurden er und sein Mithäftling Jesse Anderson vom Mitinsassen Christopher Scarver mit einem Besenstiel erschlagen.
Thomas Jefferson wurde am 17. Februar 1801, nur 15 Tage vor dem in der Verfassung festgelegten Tag der Amtseinführung, im US-Repräsentantenhaus in Washington im 36. Wahlgang zum dritten US-Präsidenten gewählt, sein Vizepräsident wurde Aaron Burr.
-der russische Schachweltmeister Garri Kasparow schlug im ersten Match in Philadelphia 1996 den vom US-IT- und Beratungsunternehmen IBM entwickelten Schachcomputer Deep Blue. Er gewann drei Partien, machte zwei Remis und verlor eine Partie, womit er Deep Blue 4:2 schlug. Die erste Partie des Matches, Deep Blue – Kasparow, Philadelphia 1996, 1. Wettkampfpartie, wurde berühmt.
-der US-Basketballspieler Michael Jordan (zwischen 1984 und 2003 spielte er–mit Unterbrechungen–in der US-Profiliga NBA) wurde 1963 in Brooklyn/New York geboren.
-das Album „Eagles: Their Greatest Hits 1971–1975“ der US-Country-Rock-Band „Eagles“ wurde 1976 veröfentlicht. Es beinhaltet die größten Hits der Band bis in die Mitte der siebziger Jahre und ist heute mit 29 Millionen Exemplaren noch vor US-Pop-Musiker Michael Jacksons „Thriller“ (27 Mio.) das bestverkaufte Album in den USA.

 

 

-Agentenaustausch an der Glienicker Brücke (verbindet über die Havel hinweg die Städte Berlin und Potsdam) während des Kalten Krieges-Oberst Rudolf Iwanowitsch Abel, Spitzenspion der Sowjets in den USA, wurde 1962 ausgetauscht gegen Francis Gary Powers, einen amerikanischen Piloten, der bei einem Aufklärungsflug mit der U-2 über der Sowjetunion abgeschossen wurde. Obwohl die Aktion größtmöglich geheim gehalten werden sollte, sorgte der Austausch für Schlagzeilen in den Medien.
-der US-Boxer Mike Tyson wurde 1992 in Indianapolis wegen Vergewaltigung einer Kandidatin der Miss Black America-Wahl zu zehn Jahren Haft verurteilt, von denen drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurden. Der Schuldspruch basierte auf Indizien und der Aussage des Opfers, die die Richter für glaubwürdiger befanden als die Aussagen des mehrfach vorbestraften Tyson sowie der Eltern des Opfers.
-Broadway-Premiere des Dramas „Tod eines Handlungsreisenden“ („Death of a Salesman“/von US-Schriftsteller Arthur Miller) 1949 im Morosco Theatre in New York City (inszeniert von US-Regisseur Elia Kazan). Die Hauptrolle des Willy Loman spielte in dieser Inszenierung US-Schauspieler Lee J. Cobb.
-Arthur Miller starb am 10. Februar 2005 in Roxbury/Connecticut.
„The Times They Are a-Changin’ „ (das dritte Studio-Album des US-Folk- und Rockmusikers Bob Dylan) wurde 1964 veröffentlicht.

 

 

-der US-Politiker Hubert H. Humphrey starb 1978 in Waverly/Minnesota. Humphrey war von 1965 bis 1969 unter US-Präsident Lyndon B. Johnson der 38. Vizepräsident der Vereinigten Staaten. Er besaß außerdem von 1949 bis 1964 und nochmals von 1971 bis zu einem Tode 1978 ein Mandat im US-Senat. Von 1945 bis 1948 bekleidete er auch das Amt des Bürgermeisters von Minneapolis.
-Japan entschuldigte sich 1992 für die Zwangsprostitution koreanischer Frauen in sexuelle Sklaverei (Trostfrauen) während des 2. Weltkriegs. Der japanische Historiker Yoshikazu Yoshimi (Chuo-Universität Tokyo) fand 1992 in Militärdokumenten Beweise für die Beteiligung der japanischen Armee an der Beschaffung von Frauen für die Kriegsbordelle.
-der US-Politiker Douglas Wilder trat 1990 sein Amt als Gouverneur des US-Bundesstaats Virginia (1990-1994) an. Wilder war der erste afro-amerikanische Gouverneur eines Bundesstaats seit 1872.
„J’accuse …!“ („Ich klage an…!“-Titel eines offenen Briefs des französischen Schriftstellers Émile Zola an Félix Faure, den damaligen Präsidenten der Französischen Republik, um diesen und die Öffentlichkeit über die wahren Hintergründe der Dreyfus-Affäre zu informieren) erschien 1898 in der Tageszeitung „L’Aurore“. Der Brief verursachte einen großen politischen Skandal und gab der Dreyfus-Affäre eine entscheidende Wendung.
-US-Komponist Stephen Foster („Oh! Susanna“, „Camptown Races“) starb 1864 in Manhattan.