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Tag Archives: 1978

-1978: George Moscone (war ein US-Politiker und Bürgermeister der Stadt San Francisco/Kalifornien) wurde wie auch der offen homosexuelle Stadtverordnete Harvey Milk von Dan White, einem Mitglied des Stadtrates, in der San Francisco City Hall mit fünf Schüssen getötet. Auslöser war eine Streitigkeit über die Wiederernennung Whites als Mitglied des Stadtrates nach seinem Rücktritt von selbigem Posten. In einem umstrittenen Urteil („Twinkie Verteidigung“) wurde White wegen Totschlags statt Mordes an Moscone und Milk verurteilt.
-1973: während der „Watergate-Affäre“ wurde Gerald Ford (Republikanische Partei) in Washington, D.C. vom US-Senat als Vizepräsident von US-Präsident Richard Nixon bestätigt.
-2005:  die französischen Ärzte Jean-Michel Dubernard und Bernard Devauchelle führten in Amiens/Frankreich die weltweit erste Gesichtstransplantation an einem lebenden Menschen durch. Die Patientin war die 38-jährige Französin Isabelle Dinoire, deren Gesicht durch den Angriff ihres Hundes entstellt worden war. Ihr wurden ein Teil der linken Wange und der Nase sowie Kinn und Lippen transplantiert.
-1953: der US-Dramatiker Eugene O’Neill starb in Boston/Massachusetts.

 

 

-1978: Massensuizid von Jonestown – der Sekten-Gründer Jim Jones und 909 seiner Anhänger des “Peoples Temple” starben bei einem Massenmord und Massenselbstmord in Jonestown im Urwald von Guyana/Südamerika. Nachdem seit Mitte der 1960er Jahre vermehrt kritische Presseberichte über den “Peoples Temple” erschienen waren, zogen sich Jones und viele seiner Anhänger 1977 in den Nordwesten Guyanas, nach Jonestown zurück. Nach Berichten über Misshandlungen, schwere Körperverletzungen und Freiheitsberaubung von “Peoples Temple”-Mitgliedern, die aus Guyana geflohen waren, entschloss sich der demokratische US-Kongressabgeordnete Leo J. Ryan, die Angelegenheit vor Ort zu untersuchen. Er, drei Reporter und ein “Peoples Temple”-Mitglied wurden am 18. November 1978 von “Peoples Temple”-Mitgliedern im nahen Port Kaituma vor ihrer Rückkehr in die USA ermordet, zwölf weitere Personen wurden zum Teil schwer verletzt. Unmittelbar nach der Rückkehr der Todesschützen in die Urwaldsiedlung wurde ein Massenselbstmord organisiert, wobei suizidunwillige “Peoples Temple”-Mitglieder ermordet wurden.
-2003: nach einer Entscheidung des Obersten Gerichts des US-Bundesstaats Massachusetts war Massachusetts der erste Staat in den USA, der die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare öffnete.
-1928: Premiere des Disney-Films “Steamboat Willie” im Universal’s Colony Theater in New York City.

 

 

-1787: Veröffentlichung der „Federalist Papers“ („Föderalistenartikel“) – waren eine Serie von 85 Artikeln, die 1787/88 in verschiedenen Zeitungen New Yorks erschienen, mit dem Zweck, die Bevölkerung des US-Bundesstaats New York von der 1787 entworfenen, aber noch nicht von allen Mitgliedsstaaten der USA ratifizierten US-Verfassung zu überzeugen. Die Autoren der Artikel, die in Anspielung auf den römischen Konsul Publius Valerius Poplicola unter dem gemeinsamen Pseudonym „Publius“ auftraten, waren Alexander Hamilton, James Madison und John Jay, drei der Gründerväter der Vereinigten Staaten. Ihre Texte erschienen noch 1788 gemeinsam in der Schrift „The Federalist“, von der sich ihr heutiger Name herleitet. Er bezieht sich auf die politische Gruppierung der Föderalisten, die in der Verfassungsdebatte dafür eintraten, die USA von einem lockeren Staatenbund in einen Bundesstaat mit einer starken, handlungsfähigen Exekutive auf Bundesebene umzuwandeln. Da dieser Standpunkt sich schließlich durchsetzte, gelten die „Federalist Papers“ bis heute als authentischer Verfassungskommentar der Generation der Gründerväter und darüber hinaus als grundlegende theoretische Schrift der modernen, repräsentativen Demokratie.
-1858: Theodore Roosevelt (war von 1901 bis 1909 der 26. Präsident der Vereinigten Staaten) wurde in New York City geboren.
-1978: der ägyptische Staatspräsident Anwar as-Sadat erhielt für seine Bemühungen im Friedensprozess mit Israel zusammen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Menachem Begin den Friedensnobelpreis.
-1939: der englische Komiker, Schauspieler und Drehbuchautor John Cleese wurde in Weston-super-Mare/Somerset

geboren.
-2004: World Series 2004 – die Major-LeagueBaseball-Mannschaft „Boston Red Sox“ gewannen ihre erste World Series (bezeichnet das Finale der US-Baseball-Profiligen. In den World Series treffen jährlich im Oktober die Sieger der National League und der American League aufeinander) seit 1918. Es standen sich der Champion der American League, die „Boston Red Sox“, und der Champion der National League, die „St. Louis Cardinals“, gegenüber. Sieger der Best-of-Seven-Serie waren die „Boston Red Sox“ durch einen, für eine World Series ungewöhnlichen, Sweep. Die „Red Sox“ gewannen vier Spiele in Folge und schlugen somit die „Cardinals“ klar mit 4:0. Es war der erste Titel der „Red Sox“ seit 86 Jahren. Damals, im Jahr 1918, hatten die „Red Sox“ gegen die „Chicago Cubs“ gewonnen.

 

-1859: John Brown (war ein USAbolitionist, der sich gegen die Sklaverei in den USA auflehnte) begann einen bewaffneten Aufstand zur Sklavenbefreiung in Harpers Ferry/Virginia, der schon nach zwei Tagen scheiterte.  Er überfiel mit 21 Männern (16 Weiße, 5 Schwarze) die knapp unterhalb der Mason-Dixon-Linie gelegene Stadt Harpers Ferry. Sein Plan war es, durch die Eroberung des dort befindlichen Waffenarsenals der US-Armee einen Aufstand von Sklaven zu entfachen und sie zu bewaffnen, um mit einer immer größer werdenden Revolutionsarmee letztlich den gesamten Süden zu befreien. Der militärische Plan scheiterte, auch aufgrund mangelnder Vorbereitung: Nicht ein einziger Sklave schloss sich ihnen an, insgesamt starben 17 Männer, darunter zehn von Browns Anhängern und zwei seiner Söhne. Truppen der US-Armee unter Führung von Robert E. Lee konnten seine kleine Truppe schnell besiegen. Brown selbst wurde allerdings nur verwundet, festgenommen und – nach äußerst medienwirksamen Interviews – zwei Monate später, am 2. Dezember, wegen Mordes, Anzettelung eines Sklavenaufstandes und Hochverrat in Charles Town/West Virginia gehängt.
-1793: Marie Antoinette (war Erzherzogin von Österreich und entstammte dem Haus Habsburg-Lothringen. Durch ihre Heirat mit Ludwig XVI. wurde sie zunächst Dauphine und später Königin von Frankreich und Navarra) wurde während der Französischen Revolution neun Monate nach ihrem Gemahl auf dem Revolutionsplatz, dem heutigen Place de la Concorde, in Paris durch eine Guillotine enthauptet.
-1978: der polnische Kardinal Karol Wojtyła wurde von den 111 zum Konklave versammelten Kardinälen (im 8. Wahlgang mit 99 Stimmen, andere Quellen nennen 97 Stimmen) in der Sixtinischen Kapelle als Nachfolger des am 28. September 1978 verstorbenen Johannes Paul I. zum nach kirchlicher Zählung 264. Papst der römisch-katholischen Kirche.und Bischof von Rom gewählt. Johannes Paul II. war vom 16. Oktober 1978 bis zu seinem Tod am 2. April 2005 in der Vatikanstadt 26 Jahre und 5 Monate lang Papst.
-1973: Henry Kissinger (war von 1969 bis 1973 Nationaler Sicherheitsberater der USA und von 1973 bis 1977 US-Außenminister) erhielt gemeinsam mit Lê Đức Thọ den Friedensnobelpreis für das Friedensabkommen mit Vietnam. Der vietnamesische Politiker Lê Đức Thọ lehnte die Annahme des Preises jedoch mit der Begründung ab, daß in seinem Land noch immer kein Frieden herrsche.
-1998: der ehemalige chilenische General und Diktator Augusto Pinochet wurde von der britischen Polizei in London verhaftet. Der spanische Untersuchungsrichter Baltasar Garzón hatte schon seit längerem gegen Pinochet wegen Völkermord, Staatsterrorismus und Folter ermittelt, da auch spanische Staatsbürger unter den Opfern der Militärdiktatur waren. Während Pinochets Aufenthalt in London stellte Spanien daher ein Auslieferungsbegehren.
-1916: die US-Krankenschwester Margaret Sanger eröffnete in Brownsville/New York City zusammen mit ihrer jüngeren Schwester Ethel Byrne und der Gesinnungsgenossin Fania Mindell die erste US-Klinik für Familienplanung und Geburtenkontrolle. Neun Tage später wurden die drei Frauen von der Polizei verhaftet.
-1987: Jessica McClure („Baby Jessica“) wurde in Midland/Texas nach 58 Stunden gerettet, nachdem sie am 14. Oktober 1987 in einen Brunnen gefallen war.
-1997: der US-Schriftsteller James A. Michener starb in Austin/Texas.

 

 

-1938: die Tschechoslowakei wurde gezwungen die Sudetengebiete (Sudetenland – ein teilweise heterogenes und nicht zusammenhängendes Gebiet entlang der Grenzen der damaligen Tschechoslowakei zu Deutschland sowie Österreich) an das Deutsche Reich abzutreten (Münchener Abkommen – wurde in der Nacht zum 30. September 1938 von den Regierungschefs Großbritanniens, Frankreichs, Italiens und des Deutschen Reichs unterzeichnet, die zur Lösung der Sudetenkrise zur Münchner Konferenz am 29. September im Münchner Führerbau am Königsplatz zusammengekommen waren. Vertreter der Tschechoslowakischen Republik waren nicht eingeladen).
-1988: Start der Mission STS-26 des USSpace Shuttle „Discovery“ der US-Raumfahrtbehörde NASA vom Kennedy Space Center in Florida. Nach einer Unterbrechung von über zweieinhalb Jahren, verursacht durch die „Challenger“-Katastrophe, wurde das Shuttle-Programm mit dieser Mission wieder aufgenommen. Es war die 26. Space-Shuttle-Mission und der siebte Flug der Raumfähre „Discovery“.
-1978: nach einem Pontifikat von nur 33 Tagen starb Johannes Paul I. (wurde am 26. August 1978 zum Papst der römisch-katholischen Kirche gewählt als Nachfolger Pauls VI.) in der Nacht vom 28. zum 29. September in der Vatikanstadt. Eine Obduktion seines Leichnams wurde sowohl von seiner Familie als auch vom Vatikan verweigert. Sein Tod ließ rasch zahlreiche Verschwörungstheorien aufkommen.
-1954: der US-Baseballspieler Willie Mays wurde legendär durch Spiel 1 der World Series 1954 „New York Giants“ gegen „Cleveland Indians“, in dem im 10. Inning Larry Doby von den „Cleveland Indians“ auf der 2. Base stand und sein Teamkollege Vic Wertz einen langen Flyball schlug. Mays rannte bis fast an die Home Run-Mauer, und fing den Ball blind mit dem Rücken zum Ball. Mit dieser Aktion, die als „The Catch“ in die Major League Baseball-Historie einging, verhinderte Mays einen sicheren (und vorentscheidenden) Punkt.
-1935: der US-Rock-’n’-Roll- und Country-Musiker Jerry Lee Lewis wurde in Ferriday/Louisiana geboren.

 

 

-1862: Schlacht am Antietam – war die entscheidende Schlacht des konföderierten Maryland-Feldzuges während des amerikanischen Bürgerkrieges. Sie fand entlang des Antietam in der Nähe der Ortschaft Sharpsburg in Maryland, statt. Sie gilt als die wichtigste Schlacht auf dem östlichen Kriegsschauplatz im Jahr 1862 und brachte keine Entscheidung auf dem östlichen Kriegsschauplatz, gilt aber als verpasste Gelegenheit der Nordstaaten, der Nord-Virginia-Armee einen vernichtenden Schlag zuzufügen und den Bürgerkrieg vorzeitig zu beenden. Sie war die verlustreichste Ein-Tages-Schlacht des gesamten Bürgerkrieges. Wegen der rund 3.600 Gefallenen und Gesamtverlusten von etwa 23.000 Mann wird der 17. September 1862 auch als „blutigster Tag der amerikanischen Geschichte“ bezeichnet. Gleichzeitig bedeutete ihr Ausgang einen strategischen Sieg der Union, da sie nach Meinung führender Historiker politisch als einer der wichtigsten Wendepunkte des Krieges gilt.
-1787: die Delegierten der Philadelphia Convention beendeten mit einem Schlusswort Benjamin Franklins, Delegierter des Staates Pennsylvania, ihre Arbeit an der Verfassung der Vereinigten Staaten. Franklin erklärte, dass auch der endgültige Entwurf nicht vollständig zufriedenstellend sei, man aber nie Perfektion erreichen könne. Er unterstützte die neue Verfassung und bat auch alle Kritiker, sie anzunehmen. Unter der Führung George Washingtons wurde die US-Verfassung von den 39 Delegierten in Philadelphia unterzeichnet. Die Verfassung wurde von keinem Delegierten aus Rhode Island unterzeichnet, da dieser Staat keine Vertreter entsandte. Franklin war der einzige Gründervater der Vereinigten Staaten, der neben der Verfassung auch die Unabhängigkeitserklärung und den Friedensvertrag mit dem Königreich Großbritannien unterzeichnete.
-1978: Camp-David-Abkommen – basierte auf der Grundlage der Resolution 242 des UN-Sicherheitsrates und sollte zur Friedenssicherung im Nahen Osten beitragen. Auf Vermittlung des US-Präsidenten Jimmy Carter trafen die Verhandlungsteams Israels unter Leitung von Ministerpräsident Menachem Begin und Ägyptens unter Leitung von Präsident Anwar as-Sadat in Camp David (Maryland/USA), einer Erholungsanlage für den jeweiligen US-Präsidenten, zu vorerst geheimen Verhandlungen zusammen. Nach zwölf Tagen wurden die Ergebnisse präsentiert, die zu einer Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und Ägypten und einer Beruhigung des Nahostkonfliktes beitragen sollten.
-1923: der US-Countrymusiker Hank Williams wurde in Mount Olive/Alabama geboren.
-1972: Erstausstrahlung der US-Fernsehserie „M*A*S*H“ im US-Sender CBS.

 

 

 

-1945: Atombombenabwurf auf Hiroshima in Japan – wurde von US-Präsident Harry S. Truman am 16. Juli 1945 – unmittelbar nach Bekanntwerden des erfolgreichen Trinity-Tests, des ersten Kernwaffentests – beschlossen und am 25. Juli angeordnet. „Little Boy“ war der Codename der Atombombe, die vom US-Bomber „Enola Gay“ abgeworfen wurde. Am 9. August 1945 folgte der Atombombenabwurf der Bombe „Fat Man“ auf die japanische Hafenstadt Nagasaki. Die Atombombenexplosionen töteten insgesamt etwa 92.000 Menschen sofort. Weitere 130.000 Menschen starben bis Jahresende an den Folgen des Angriffs, zahlreiche weitere an Folgeschäden in den Jahren danach. Nur diese ersten einsatzfähigen Atombomben wurden bisher in einem Krieg gegen Menschen eingesetzt. Darauf folgte am 2. September 1945 die Kapitulation Japans, mit der der 2. Weltkrieg endete. Die Abwürfe sollten das Ende des Krieges beschleunigen und damit vielen US-Soldaten das Leben retten. Ob diese Begründung zutraf und ob die Abwürfe völkerrechtlich, ethisch und politisch zu verantworten waren, ist seit 1945 stark umstritten.
-1965: US-Präsident Lyndon B. Johnson unterzeichnete den „Voting Rights Act“, ein US-Bundesgesetz, das die gleiche Beteiligung von Minderheiten an US-Wahlen, besonders Afroamerikaner, gewährleisten soll. Im Einzelnen schaffte es Analphabetismus-Tests für potenzielle Wähler ab, verbot Gerrymandering, wenn es Minderheiten benachteiligte, zentralisierte die Wählerregistrierung auf Bundesebene in Gegenden, in denen weniger als 50 % der Einwohner registrierte Wähler waren und gab dem US-Justizministerium diverse Kontrollrechte über das Wahlgesetz in Gegenden, in denen Afroamerikaner mehr als 5 % der Bevölkerung stellen. Das Gesetz passierte beide Häuser des US-Kongresses mit großer Mehrheit und wurde 1970, 1975, 1982 und 2006 jeweils vom Kongress erneuert.
-1978: Paul VI. (war von 1963 bis 1978 nach kirchlicher Zählung der 262. Papst der Kirchengeschichte) starb im päpstlichen Sommersitz Castel Gandolfo in der Provinz Rom.
-1881: der schottische Bakteriologe Alexander Fleming (er erhielt 1945 als einer der Entdecker des Antibiotikums Penicillin den Nobelpreis) wurde in Lochfield bei Darvel/East Ayrshire geboren.
-2004: der US-Sänger, Songwriter und Musikproduzent Rick James starb in Los Angeles/Kalifornien geboren.

 

 

 

 

 

 

-1956: das italienische Passagierschiff „Andrea Doria“ kollidierte auf seiner 51. Fahrt auf dem Weg nach New York City vor der Küste von Nantucket im Nordatlantik mit dem ostwärts fahrenden schwedischen Passagierschiff „Stockholm“. Nach der seitlichen Kollision entwickelte die „Andrea Doria“ schnell eine starke Schlagseite, wodurch die Hälfte der Rettungsboote nicht verwendet werden konnte. Die schnelle Reaktion anderer Schiffe verhinderten eine ähnliche Katastrophe wie 1912 bei der „Titanic“, so daß ein Großteil der Passagiere und der Besatzung überlebte. Von der „Andrea Doria“ wurden 1.660 Menschen gerettet, während 46 Menschen starben. Am Morgen nach der Kollision kenterte der mittlerweile evakuierte Luxusliner und sank schließlich.
-2000: auf Flug 4590 der Air France verunglückte eine Concorde kurz nach dem Start vom Flughafen Paris-Charles de Gaulle bei Gonesse (Frankreich), wobei 109 Menschen an Bord sowie vier Personen am Boden ums Leben kamen.
-1995: Radovan Karadžić (war 1990 bis 1992 Parlamentspräsident der Sozialistischen Republik Bosnien und Herzegowina und 1992 bis 1996 Präsident der Republika Srpska in Bosnien und Herzegowina. Im Zusammenhang mit dem Bosnienkrieg lag seit 1996 ein internationaler Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofes für das ehemalige Jugoslawien/ICTY -mit Sitz in Den Haag – gegen ihn vor, der am 21. Juli 2008 zu seiner Festnahme in Belgrad führte. Ihm wird vorgeworfen, während seiner Amtszeit als Präsident Kriegsverbrechen, Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit befohlen zu haben. Er soll unter anderem für das Massaker von Srebrenica verantwortlich sein) und General Ratko Mladić (ist ein ehemaliger bosnisch-serbischer General, der von 1992 bis 1996 Oberbefehlshaber der Armee der international nicht anerkannten bosnischen Serbenrepublik war) wurden vom ICTY als Kriegsverbrecher wegen Völkermordes, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und zahlreicher Kriegsverbrechen angeklagt.
-1978: Louise Joy Brown (ist der erste in vitro gezeugte Mensch – sie war also das erste „Retortenbaby“) wurde in Oldham bei Manchester/England geboren.
-1997: der US-Golfspieler Ben Hogan starb in Fort Worth/Texas.
-1975: Uraufführung des Musicals „A Chorus Line“  am Broadway.

 

 

-1215: Unterzeichnung der „Magna Carta“ („großer Freibrief“) durch König Johann Ohneland zu Runnymede in England. Sie war eine Vereinbarung mit dem revoltierenden englischen Adel und gilt als die wichtigste Quelle des englischen Verfassungsrechts.
-1904: die „General Slocum“ (war ein Raddampfer der New Yorker „Knickerbocker Steamship Company“) geriet auf dem New Yorker East River in Brand und sank. Bei der Katastrophe kamen 1021 Personen ums Leben, hauptsächlich Frauen und Kinder. Es ist bis heute die größte zivile Schiffskatastrophe in den USA. Namensgeber war Henry Warner Slocum, ein Kongressabgeordneter und früherer General der Union (Nordstaaten) während des Amerikanischen Bürgerkrieges .
-1978: Hussein I. (war von 1952 bis 1999 König von Jordanien) heiratete die Amerikanerin Lisa Halaby.
-1864: der Nationalfriedhof Arlington (ist einer der 139 Nationalfriedhöfe in den USA und liegt in Arlington im Bundesstaat Virginia unmittelbar südwestlich der Bundeshauptstadt Washington, D.C., von der er durch den Potomac River getrennt wird. Im Südosten grenzt er an das Gelände des Pentagons) wurde während des US-Bürgerkrieges errichtet. Nach der Enteignung von General Robert E. Lee , dessen Familie das Anwesen besaß, erklärte Kriegsminister Edwin M. Stanton das Gelände am 15. Juni 1864 offiziell zum Friedhof. Auf diesem Friedhof wurden bisher drei Staatsbegräbnisse abgehalten, für die US-Präsidenten William Howard Taft (1930) und John F. Kennedy (1963) sowie für General John J. Pershing (1948)
-1996: die US-Jazz-Sängerin Ella Fitzgerald starb in Beverly Hills/Kalifornien.

 

 

-1987: US-Präsident Ronald Reagan hielt während eines Berlin-Besuches von einem Holzgerüst, welches vor den Sperranlagen der Berliner Mauer am Brandenburger Tor aufgebaut worden war, eine Rede, in welcher er den sowjetischen Generalsekretär Michail Gorbatschow aufforderte, die Berliner Mauer niederzureißen: „Come here to this gate! Mr. Gorbachev, open this gate! Mr. Gorbachev, tear down this wall!“
-1963: Medgar Evers (war ein afroamerikanischer Bürgerrechtsaktivist aus Mississippi) wurde nach einem Treffen mit Anwälten der US-Bürgerrechtsorganisation National Association for the Advancement of Colored People (NAACP) erschossen. Die Affäre Medgar Evers ist eines der prominentesten Ereignisse während der Beendigung der US-Rassentrennung in den 60er Jahren: Nachdem der schwarze Bürgerrechtsaktivist 1963 in Mississippi ermordet worden war, blieb sein Mörder Byron De La Beckwith (ein Vertreter für Düngemittel und Mitglied des White Citizens’ Council) durch zwei parteiische Gerichtsprozesse straffrei, bis er schließlich 1994, mehr als dreißig Jahre nach der Tat, verurteilt und bestraft wurde.
-1994: Nicole Brown Simpson (Ex-Frau des ehemaligen US-American-Football-Spielers und Schauspielers O. J. Simpson) und deren Bekannter Ronald Goldman in ihrem Haus in Los Angeles ermordet, ihr Tod führte zu einem der umstrittensten und meistdiskutierten Gerichtsverfahren in der US-Geschichte. Als Hauptverdächtiger floh O. J. Simpson in einem weißen Ford Bronco SUV vor der Polizei, die ihn festnehmen wollte. Die Verfolgungsjagd quer durch Beverly Hills wurde live von einem US-amerikanischen Fernsehsender übertragen. Es war die erste „Verbrecherverfolgungsfahrt“, die live per Hubschrauber übertragen wurde. O. J. Simpson wurde festgenommen und wegen beider Morde angeklagt. In einem Strafverfahren, das ebenfalls live vom US-amerikanischen Fernsehen übertragen wurde, sprachen ihn die Geschworenen 1995 frei. In einem Zivilprozess wurde Simpson 1997 zur Zahlung von 33,5 Millionen US-Dollar Schadensersatz an die Familien von Brown und Goldman verurteilt.
-1978: David Berkowitz (ist ein US-Serienmörder. Er ist auch bekannt als „Son of Sam“) wurde zu 25 Jahren Haft verurteilt.
-1939: Eröffnung der Baseball Hall of Fame – ist die Ruhmeshalle der größten US-Baseballspieler. Dieses Museum ist der Geschichte des Baseballs und der Helden der Major Leagues gewidmet. Sie liegt in Cooperstown, einer Kleinstadt im Bundesstaat New York.

 

 

-der US-Politiker Hubert H. Humphrey starb 1978 in Waverly/Minnesota. Humphrey war von 1965 bis 1969 unter US-Präsident Lyndon B. Johnson der 38. Vizepräsident der Vereinigten Staaten. Er besaß außerdem von 1949 bis 1964 und nochmals von 1971 bis zu einem Tode 1978 ein Mandat im US-Senat. Von 1945 bis 1948 bekleidete er auch das Amt des Bürgermeisters von Minneapolis.
-Japan entschuldigte sich 1992 für die Zwangsprostitution koreanischer Frauen in sexuelle Sklaverei (Trostfrauen) während des 2. Weltkriegs. Der japanische Historiker Yoshikazu Yoshimi (Chuo-Universität Tokyo) fand 1992 in Militärdokumenten Beweise für die Beteiligung der japanischen Armee an der Beschaffung von Frauen für die Kriegsbordelle.
-der US-Politiker Douglas Wilder trat 1990 sein Amt als Gouverneur des US-Bundesstaats Virginia (1990-1994) an. Wilder war der erste afro-amerikanische Gouverneur eines Bundesstaats seit 1872.
„J’accuse …!“ („Ich klage an…!“-Titel eines offenen Briefs des französischen Schriftstellers Émile Zola an Félix Faure, den damaligen Präsidenten der Französischen Republik, um diesen und die Öffentlichkeit über die wahren Hintergründe der Dreyfus-Affäre zu informieren) erschien 1898 in der Tageszeitung „L’Aurore“. Der Brief verursachte einen großen politischen Skandal und gab der Dreyfus-Affäre eine entscheidende Wendung.
-US-Komponist Stephen Foster („Oh! Susanna“, „Camptown Races“) starb 1864 in Manhattan.