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Tag Archives: 1977

-1973: „Saturday Night Massacre“ während der „Watergate-Affäre“. Dieser Tag wurde von Rücktritten und Neubesetzungen des Amts des Justizministers unter US-Präsident Richard Nixon bestimmt. Nixon wollte Archibald CoxChefermittler des Untersuchungsausschusses zum „Watergate-Skandal“, aus dem Weg schaffen. Sein Stabschef Alexander Haig befahl in Nixons Namen dem Justizminister Elliot L. Richardson, Cox zu entlassen.  Allerdings weigerte sich Richardson und trat sofort zurück. Danach setzte Haig den Stellvertretenden Justizminister William Ruckelshaus genauso unter Druck. Doch auch Ruckelshaus weigerte sich und trat ebenfalls zurück. Erst der Nachfolger Robert Bork, vorher Vertreter der Regierung beim Bundesgerichtshof und dadurch dritter der Rangfolge des Justizministeriums, führte den Befehl aus und Cox wurde entlassen. Neuer Chefermittler wurde am 1. November 1973 Leon Jaworski. Das „Saturday Night Massacre“ gilt als einer der größten Fehler Nixons. Er nahm sich das Recht heraus, über der Verfassung zu stehen und faktisch Immunität zu genießen.
-1944: Douglas MacArthur (war ein Feldmarschall im 2. Weltkrieg, hatte gemeinsam mit Admiral Chester W. Nimitz den Oberbefehl über den pazifischen Kriegsschauplatz und nach Kriegsende den Oberbefehl über die Besatzungstruppen in Japan inne) leitete die Rückeroberung der Philippinen. Schauplatz waren die Inseln der Philippinen, die 1942 von den Japanern besetzt worden waren und nun durch die US-Armee zurückerobert wurden.
-1947: der Ausschuss für unamerikanische Umtriebe (House Un-American Activities Committee/HUAC – war ein Gremium beim Repräsentantenhaus der USA) eröffnete Anhörungen über die kommunistische Unterwanderung der Filmindustrie in Hollywood.
-2004: Staff Sergeant Ivan Frederick gab im Rahmen der juristischen Aufarbeitung des Abu-Ghuraib-Folterskandals ein Schuldeingeständnis ab. Er wurde zu acht Jahren Haft, der unehrenhaften Entlassung aus der Armee und zur Zahlung einer Geldstrafe verurteilt. Der Abu-Ghuraib-Folterskandal war eine Folteraffäre während der Besetzung des Irak durch die Streitkräfte der Vereinigten Staaten, die weltweit Aufsehen erregte. Dabei wurden irakische Insassen des Abu-Ghuraib-Gefängnisses vom Wachpersonal gefoltert. Aufgedeckt wurde der Skandal durch die Veröffentlichung von Beweisfotos und -videos.
-1968: die US-Präsidentenwitwe Jacqueline Kennedy (Ehefrau des 35. US-Präsidenten John F. Kennedy) und der griechische Reeder Aristoteles Onassis heirateten auf der Insel Skorpios/Griechenland.
-1977: Ronnie Van Zant, Steve Gaines, seine Schwester Cassie Gaines (US-Rockband „Lynyrd Skynyrd“) starben auf dem Weg von Greenville/South Carolina nach Baton Rouge/Louisiana bei einem Flugzeugabsturz in Amite County in der Nähe von Gillsburg/Mississippi.

 

-1781: der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg ging nach der Schlacht von Yorktown mit der Kapitulation der eingeschlossenen knapp 8.000 britischen Soldaten unter General Charles Cornwallis bei Yorktown/Virginia zu Ende. Mit Cornwallis’ Niederlage waren alle britischen Hoffnungen auf einen Sieg in Nordamerika zunichtegemacht worden. In Folge der Schlacht erkannte Großbritannien die Unabhängigkeit der ehemals britischen Kolonien an. Der britische Regierungschef Lord North wurde im März 1782 entlassen, und das neue Kabinett erteilte Anweisungen für Friedensverhandlungen mit der amerikanischen Delegation in Europa, die den Krieg beendeten.
-1987: am sogenannten „Schwarzen Montag“ gab es einen Börsenkrach, bei dem die Kurse innerhalb eines Tages um mehr als 20 % einbrachen. Der „Schwarze Montag“ war der erste Börsenkrach nach dem 2. Weltkrieg. Der Dow Jones fiel innerhalb eines Tages um 22,6 % (508 Punkte), was den größten prozentualen Abrutsch innerhalb eines Tages in dessen Geschichte darstellt. Der Sturz breitete sich schnell auf alle wichtigen internationalen Handelsplätze aus. Bis Ende Oktober waren die Börsenkurse in Australien um 41,8 % gefallen, in Kanada um 22,5 %, in Hong Kong um 45,8 %, und in Großbritannien um 26,4 %. Die Bezeichnung lehnt sich an die Bezeichnung „Schwarzer Donnerstag“ für den New Yorker Crash vom 24. Oktober 1929 an, der den Beginn der Weltwirtschaftskrise einleitete.
-1812: Napoleon Bonaparte verließ Moskau. Es begann der fluchtartige Rückzug der Grande Armée aus Russland, der sich bis in den Dezember hinzog (Russlandfeldzug 1812). Fehlender Nachschub, Krankheiten sowie ständige Angriffe der russischen Kosaken setzten den französischen Truppen schwer zu. In der Schlacht an der Beresina wurde Napoleons Grande Armee endgültig zerschlagen.
-1977: das Überschall-Passagierflugzeug „Concorde“ landdete zum ersten Mal in New York.

 

-1974: der US-Präsident Gerald Ford gewährte amerikanischen Kriegsdienstverweigerern und Deserteuren aus dem Vietnamkrieg eine bedingte Amnestie.
-1982: Massaker von Sabra und Schatila – war eine Aktion der christlichen libanesischen Phalange-Milizen gegen im südlichen Stadtgebiet von Beirut lebende palästinensische Flüchtlinge. Zwischen dem 16. und 18. September 1982 – mitten im libanesischen Bürgerkrieg – wurden dabei die Flüchtlingslager Sabra und Schatila gestürmt, die zu jener Zeit von israelischen Soldaten umstellt waren. Nach filmisch belegten Aussagen beteiligter Phalange-Milizionäre richtete sich die Aktion in erster Linie gegen Zivilisten; bewaffneter Widerstand soll kaum noch vorhanden gewesen sein. Die Zahl der Opfer konnte nicht geklärt werden, wird aber je nach Quelle zwischen 460 bis 3.000 angegeben. Am Tag vor Beginn des Massakers wurden die Lager Sabra und Schatila in Westbeirut von israelischen Truppen umstellt. Die israelische Armee traf eine Abmachung mit der Phalange-Miliz, die vorgab, die vermeintlich in den Flüchtlingslagern befindlichen Verantwortlichen des Gemayel-Anschlags ausfindig zu machen und sie den Israelis zu übergeben. Ariel Scharon und Generalstabschef Rafael Eitan stimmten dem zu.
-1498: Tomás de Torquemada (war ein spanischer Dominikaner, Beichtvater Isabellas von Kastilien und der erste Großinquisitor Spaniens) starb in Ávila.
-1810: Beginn des Mexikanischen Unabhängigkeitskrieges – war der von 1810 bis 1821 dauernde bewaffnete Kampf der Mexikaner gegen die spanische Kolonialherrschaft. Er endete mit der Unabhängigkeit Mexikos. Zuerst handelte es sich um den Aufstand einer von Miguel Hidalgo (1753–1811), einem Priester aus Dolores, und von Juan Aldama geführten Gruppe von kreolischen Bauern, die am 16. September 1810 von Dolores aus mit dem Ruf „Viva México“ den Kampf gegen die in Spanien geborenen peninsulares aufnahm
-1977: die griechische Sopranistin Maria Callas starb in Paris/Frankreich.
-1925: der US-Blues-Gitarrist und -Sänger B. B. King wurde in Itta Bena/Mississippi geboren.

 

-2001: der Tag nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 – waren vier koordinierte Selbstmordattentate auf wichtige zivile und militärische Gebäude in den Vereinigten Staaten von Amerika. Drei Verkehrsflugzeuge wurden von jeweils fünf, eines von vier Tätern zwischen 8:10 Uhr und etwa 9:30 Uhr Ortszeit auf Inlandsflügen entführt. Die Täter lenkten zwei davon in die Türme des World Trade Centers (WTC) in New York City, American-Airlines-Flug 11 in den Nordturm, United-Airlines-Flug 175 in den Südturm und eines, American-Airlines-Flug 77,  in das Pentagon in Arlington (Virginia). Das vierte Flugzeug, United-Airlines-Flug 93, das wahrscheinlich ein Regierungsgebäude in Washington, D.C. treffen sollte, brachte der Pilot der Entführer während Kämpfen mit Passagieren bei Shanksville (Pennsylvania) zum Absturz. Die Anschläge verursachten den Tod von etwa 3000 Menschen und gelten als terroristischer Massenmord. Etwa 15.100 von etwa 17.400 Personen konnten sich aus den WTC-Gebäuden retten. Die 19 Flugzeugentführer gehörten zur islamistischen Terrororganisation al-Qaida. Die USA und ihre Verbündeten reagierten mit dem Krieg in Afghanistan seit 2001, um al-Qaida zu zerschlagen, deren Anführer Osama bin Laden zu fassen oder zu töten und das Regime der Taliban zu entmachten. Die USA begründeten auch den Irakkrieg 2003 unter anderem mit den Anschlägen. Bin Laden bekannte sich 2004 erstmals dazu, die Anschläge initiiert zu haben. Osama bin Laden wurde am frühen Morgen des 2. Mai 2011 bei der von US-Präsident Barack Obama befohlenen Erstürmung seines Anwesens in Abbottabad/Pakistan von Spezialeinheiten der Navy Seals im zweiten Stock erschossen (“Operation Neptune’s Spear”).
-1943: Benito Mussolini (war Diktator des Königreiches Italien von 1922 bis 1943 und der Italienischen Sozialrepublik von 1943 bis 1945) wurde im 2. Weltkrieg von deutschen Fallschirmjägern aus dem Campo Imperatore in den Abruzzen befreit („Unternehmen Eiche“). Nach der Landung der Alliierten auf Sizilien („Operation Husky“) setzte der Große Faschistische Rat Mussolini am 25. Juli 1943 mit einfachem Mehrheitsbeschluss ab. Mussolini wurde, als er seine Demission vom Amt des Ministerpräsidenten einreichen wollte, auf Befehl von König Viktor Emanuel III. verhaftet und an wechselnden Orten interniert, um eine eventuelle Befreiungsaktion zu erschweren. Inzwischen verhandelte Marschall Pietro Badoglio mit den USA und schloss mit ihnen den Waffenstillstand von Cassibile, der am 8. September 1943 öffentlich gemacht wurde. Deutsche Truppen besetzten daraufhin Italien („Fall Achse“).
-1960: Präsidentschaftskandidat John F. Kennedy (Demokratische Partei – war von 1961 bis 1963 der 35. Präsident der Vereinigten Staaten) hielt in der „Greater Houston Ministerial Association“, einer Gruppe von protestantischen Geistlichen, eine Rede über seine Ansicht von Religion.
-1953: John F. Kennedy heiratete Jacqueline Bouvier in Newport/Rhode Island.
-1977: Steve Biko (war ein bekannter Student und Bürgerrechtler in Südafrika. Er gilt als ein Begründer der Black-Consciousness-Bewegung) starb in Pretoria/Südafrika in einem Gefängniskrankenhaus, nachdem ihm in einem Gefängnis in Port Elizabeth durch Foltermaßnahmen während Verhöre schwere Kopfverletzungen zugefügt wurden.
-2003: der US-Country-Sänger Johnny Cash starb in Nashville/Tennessee.

 

-1940: „The Blitz“ – die Angriffe der deutschen Luftwaffe auf Großbritannien während des 2. Weltkrieges, insbesondere diejenigen auf London zwischen dem 7. September 1940 und 16. Mai 1941, die die Briten zum Kriegsaustritt bewegen sollten. Rund 43.000 Menschen fielen dem Blitz zum Opfer, über eine Million Häuser wurden beschädigt (bis hin zur Zerstörung), die erhoffte Wirkung trat aber nicht ein. Weder war Großbritannien zum Verhandeln bereit, noch konnte die Kriegsproduktion der Briten entscheidend geschwächt werden.
-1997: Mobutu Sese Seko (war von 1965 bis 1997 Präsident der Demokratischen Republik Kongo – von 1971 bis 1997 Zaire) starb in Rabat/Marokko. Mobutu Sese Seko herrschte in einer der längsten und korruptesten Diktaturen Afrikas.
-1977: Unterzeichnung der Torrijos-Carter-Verträge in Washington, D.C. von von General Omar TorrijosPanamas De-facto-Regierungschef, und US-Präsident Jimmy Carter. Mit den beiden Verträgen regelten die beiden Staaten den künftigen Status von Panamakanal und Panamakanalzone. Die Verträge lösten damit den Hay-Bunau-Varilla-Vertrag aus dem Jahr 1903 ab, nach dem das Territorium von den USA kontrolliert wurde. Der erste der beiden Torrijos-Carter-Verträge ist der Neutralitätsvertrag und legt die ständige Neutralität und Funktionsfähigkeit des Panamakanals fest. Die USA erhielten darin das Recht den Kanal jederzeit vor allen Gefahren zu schützen. Der zweite Vertrag ist der eigentliche Panamakanalvertrag, der die Übertragung der Kontrolle über den Kanal zum 1. Januar 2000 zusicherte.
-1996: der US-Rap-Musiker Tupac Shakur wurde in Las Vegas/Nevada angeschossen. Am 13. September 1996 erlag Shakur im University Hospital den Schussverletzungen.
-1979: der US-Sport-Fernsehsender Entertainment and Sports Programming Network (ESPN) begann mit der Ausstrahlung der ersten Nachrichtensendung „SportsCenter“.
-1963: die Pro Football Hall of Fame (ist eine Ruhmeshalle des American Football in Canton/Ohio) wurde eröffnet.
-1936: der US-Rock-’n’-Roll-Musiker Buddy Holly wurde in Lubbock/Texas geboren.

 

-1998: Luftangriffe der USA auf Stützpunkte des Terrornetzwerks al-Qaida im Sudan und Afghanistan nach den Terroranschlägen auf die Botschaften der Vereinigten Staaten in Daressalam und Nairobi am 7. August 1998. Die US-Regierung unter US-Präsident Bill Clinton ließ Ziele unweit der afghanischen Stadt Chost und die Asch-Schifa-Arzneimittelfabrik bei der sudanesischen Stadt Khartum mit mehreren Marschflugkörpern beschiessen. Die Central Intelligence Agency (CIA) ging, kurz nach den Terroranschlägen davon aus, daß sich in den vermuteten Terrorcamps um Chost al-Qaida-Anführer Osama bin Laden befinden würde und vermutete eine Chemiwaffenfabrik in Khartum.
-1968: Truppen des Warschauer Paktes marschierten in die Tschechoslowakei ein und beendeten den Prager Frühling (die Bezeichnung für die Bemühungen der tschechoslowakischen Kommunistischen Partei unter Alexander Dubček im Frühjahr 1968, ein Liberalisierungs- und Demokratisierungsprogramm durchzusetzen, sowie vor allem die Beeinflussung und Verstärkung dieser Reformbemühungen durch eine sich rasch entwickelnde kritische Öffentlichkeit). In der Nacht zum 21. August 1968 marschierten etwa eine halbe Million Soldaten der Sowjetunion, Polens, Ungarns und Bulgariens in die Tschechoslowakei ein und besetzten innerhalb von wenigen Stunden alle strategisch wichtigen Positionen des Landes. Es handelte sich hierbei um die größte Militäroperation in Europa seit 1945. Beim Einmarsch starben 98 Tschechen und Slowaken. Etwa 50 Soldaten der Interventionstruppen kamen ums Leben. Die Nationale Volksarmee der DDR nahm an der Besetzung nicht teil, allerdings standen zwei ihrer Divisionen an der Grenze bereit.
-1977: Voyager 2 (ist eine Raumsonde der US-Raumfahrtbehörde NASA zur Erforschung des äußeren Planetensystems) wurde vom Launch Complex 41 auf Cape Canaveral/Florida mit einer Titan-IIIE-Centaur-Rakete gestartet.
-1942: der US-Soulmusiker Isaac Hayes wurde in Covington/Tennessee geboren.
-1948: der britische Rockmusiker Robert Plant (von der Gründung 1968 bis zur Auflösung 1980 war er Leadsänger der britischen Rockband „Led Zeppelin“) wurde in West Bromwich/Staffordshire geboren.

 

-1991: Augustputsch in Moskau – eine Gruppe sowjetischer Funktionäre der Kommunistischen Partei der Sowjetunion setzte einen Tag bevor Staatspräsident Michail Gorbatschow und eine Gruppe der Staatenführer der Republiken den Unionsvertrag unterzeichnen sollten Gorbatschow in Moskau ab und versuchte, die Kontrolle über das Land zu erlangen. Die Führer des Putschversuches waren Mitglieder einer konservativen Junta und reaktionäre Kommunisten der KPdSU („Staatliches Komitee für den Ausnahmezustand“/GKTschP), in deren Augen die wirtschaftliche Umgestaltung zu weit ging und eine rechte Abweichung vom Kommunismus seine Abschaffung bedeute. Weiterhin fürchteten sie, der von Gorbatschow neu ausgehandelte Unionsvertrag gebe den Republiken zu viel Macht. Obgleich der Putschversuch in nur drei Tagen scheiterte und Gorbatschow wieder eingesetzt wurde, machte das Ereignis Gorbatschows Hoffnungen hinsichtlich des Fortbestehens einer, wenn auch dezentralisierten, Staatenunion zunichte und beschleunigte den Zerfall der Sowjetunion. Gorbatschow selbst war zu Beginn des Putschversuches im Urlaub in Foros auf der Halbinsel Krim. Dort wurde er am Nachmittag des 18. August bis zum 21. August festgesetzt und isoliert, nachdem er seine Zustimmung zur Verhängung des Notstandes und die Übertragung seiner Vollmachten an den Vizepräsidenten verweigerte. Er blieb dort bis zum Ende des Putsches drei Tage später. In Moskau und Leningrad folgten große Demonstrationen gegen die Putschführer. Der Putsch war nicht erfolgreich, da es an Loyalität der Streitkräfte gegenüber den Putschisten fehlte. Somit konnte der Widerstand, der hauptsächlich vom Präsidenten Russlands Boris Jelzin aus dem Regierungsgebäude, dem Weißen Haus, gegen den Putsch geführt wurde, nicht niedergeschlagen werden. Am 21. August bekannte sich die Mehrheit der Truppen offen zu den Demonstranten, die verbliebenen wurden abgezogen. Der Putsch scheiterte und Gorbatschow kehrte nach Moskau zurück. Durch ein Dekret Jelzins wurde daraufhin die KPdSU auf dem Gebiet der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik (RSFSR) verboten. Gorbatschow trat als Generalsekretär der KPdSU zurück, blieb jedoch Präsident der Sowjetunion. Auch der Geheimdienst KGB wurde im Oktober abgeschafft. Die Putschisten wurden ihrer Ämter enthoben und inhaftiert.
-1934: Volksabstimmung im nationalsozialistischen Deutschen Reich über die Zusammenlegung der Ämter des Reichspräsidenten und des Reichskanzlers in der Person des Diktators Adolf Hitler.
-1960: der US-Pilot Francis Gary Powers (wurde am 1. Mai 1960 während eines Spionagefluges von Peshawar/Pakistan nach Bodø/Norwegen von der sowjetischen Luftverteidigung bei Swerdlowsk/Ural mit einer damals neuartigen Flugabwehrrakete abgeschossen) wurde zu zehn Jahren Haft verurteilt.
-1906: der US-Erfinder Philo Taylor Farnsworth (er war der erste, dem eine elektronische Übertragung von Bildern mit einer Elektronenstrahlröhre auf Sender- und Empfangsseite gelang und ist damit einer der Väter des Fernsehens) wurde in Indiana Springs in der Nähe von Beaver im US-Bundesstaat Utah geboren.
-1977: der US-Schauspieler Groucho Marx starb in Los Angeles/Kalifornien.

 

-1977: der US-Sänger, Musiker und Schauspieler Elvis Presley („King of Rock ’n’ Roll“) starb in Memphis/Tennessee.
-1948: der US-Baseballspieler Babe Ruth starb in New York City/New York.
-2003: Idi Amin (war von 1971 bis 1979 ugandischer Diktator. Amin galt als Inbegriff eines brutalen Gewaltherrschers. Zwischen 300.000 und 400.000 Menschen sollen seiner achtjährigen Gewaltherrschaft zum Opfer gefallen sein) starb in Dschidda/Saudi-Arabien.
-1954: das wöchentlich erscheinende US-Sportmagazin „Sports Illustrated“ wurde erstmals herausgegeben. Heute gehört die „Sports Illustrated“
zu Time Inc., einem Tochterunternehmen des Medienunternehmens Time Warner und wird von durchschnittlich 23 Millionen Menschen gelesen. Die Zeitschrift wählt jährlich den Sportler des Jahres in den Vereinigten Staaten.
-1958: die US-Sängerin und Schauspielerin Madonna wurde in Bay City/Michigan geboren.

 

 

-1977: der US-Serienmörder David Berkowitz wurde verhaftet. Berkowitz gestand sechs Menschen getötet und mehrere andere verletzt zu haben im Laufe von acht Schießereien in New York City zwischen 1976 und 1977.
-1969: das Ehepaar Leno und Rosemary LaBianca wurde auf grausame Weise von Mitgliedern der “Manson Family” (war eine Hippiekommune um den Musiker und Sektengründer Charles Manson) ermordet. Die Morde an dem Ehepaar sowie an fünf Personen, darunter der US-Schauspielerin Sharon Tate, in der Nacht zuvor, gingen als die „Tate-LaBianca-Morde“ in die US-Kriminalgeschichte ein. Charles Watson, Patricia Krenwinkel und Leslie Van Houten hatten die Tat ausgeführt, Charles Manson hatte zu Anfang die Opfer gefesselt und dann den Tatort verlassen. Watson, Krenwinkel, Van Houten sowie Susan Atkins und als Auftraggeber Charles Manson wurden des Doppelmordes am Ehepaar LaBianca und der Morde an Sharon Tate und ihren Freunden Jay Sebring, Abigail Folger und Voyteck Frykowski und dem zufällig auf dem Grundstück anwesenden 18 Jahre alten Studenten Steven Parent für schuldig befunden und zum Tod verurteilt. Manson hatte die Morde angeordnet, aber nicht selbst ausgeführt. Er wurde wegen Verabredung zum Mord zum Tode verurteilt und verbüßt nach Abschaffung der Todesstrafe 1972 in Kalifornien eine lebenslange Haftstrafe im kalifornischen Staatsgefängnis in Corcoran.
-1921: Franklin D. Roosevelt (war ein US-Politiker der Demokratischen Partei und von 1933 bis zu seinem Tod 1945 der 32. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Er ist der einzige Präsident der USA, der länger als zwei Wahlperioden amtierte) erkrankte schwer. Seine Krankheit wurde seinerzeit als Poliomyelitis (Kinderlähmung) angesehen. Roosevelt konnte seither auch mit Krücken nur mühsam gehen und war weitgehend auf die Benutzung eines Rollstuhls angewiesen.
-1988: nachdem eine vom US-Kongress eingesetzte Kommission zum Schluss kam, daß die Internierung japanischstämmiger Amerikaner im 2. Weltkrieg nicht durch militärische Notwendigkeit gerechtfertigt werden konnten und die Ursachen viel mehr „rassistische Vorurteile, kriegsbedingte Hysterie und das Versagen der politischen Führung“ waren, sprach der „Civil Liberties Act of 1988“ jedem noch lebenden Opfer der Zwangsumsiedelung 20.000 US-Dollar Entschädigung zu.
-1846: die Smithsonian Institution (ist eine US-Forschungs- und Bildungseinrichtung, die zahlreiche Museen beinhaltet) wurde durch ein Gesetz des US-Kongresses mit Mitteln aus der Hinterlassenschaft des 1829 verstorbenen britischen Wissenschaftlers James Smithson zugunsten der Vereinigten Staaten von Amerika mit dem Auftrag „der Vermehrung und Verbreitung von Wissen“ gegründet und ist in Washington, D.C. angesiedelt.

 

-1985: Live Aid-Konzert – ist der Name eines Benefizkonzerts, das zu Gunsten Afrikas stattfand. Es wurde maßgeblich von dem irischen Musiker Bob Geldof aus Anlass der damals akuten Hungersnot in Äthiopien organisiert. Es war die Fortführung des Band-Aid-Projekts, das Geldof zuvor organisiert hatte. Darauf folgten noch „Band-Aid-II“ (1989) und „Band Aid 20“ (2004). Live Aid war das bis dahin größte Rockkonzert der Geschichte. Es fand parallel im Londoner Wembley-Stadion (Untertitel „Feed the World“) und im John-F.-Kennedy-Stadion in Philadelphia statt. Auf den beiden Bühnen in London und Philadelphia traten abwechselnd für mehr als 16 Stunden die internationalen Topstars der damaligen Musikszene auf. Dazu gehörten u. a. „Queen“, David Bowie, Elton John, „Dire Straits“, Mick Jagger, Bob Dylan, Santana, Madonna, Paul McCartney, „Status Quo“, „The Who“, Tina Turner, Eric Clapton, Phil Collins, „U2“, „The Beach Boys“, „Simple Minds“, Sade, „Duran Duran“, „Judas Priest“, Bryan Adams und viele mehr. Das Konzert wurde weltweit per Satellit im Fernsehen und im Hörfunk übertragen und erreichte fast 1,5 Milliarden Menschen. So sicherte sich in den USA zum Beispiel der damals noch junge Musiksender MTV die Übertragungsrechte. Der Erlös der weltweiten Spendenaufrufe von ca. 200 Millionen DM (102,3 Millionen Euro) kam der Hungerhilfe in Afrika zugute.  Die Gelder flossen vor allem an die Organisationen UNICEF, „Brot für die Welt“ und Band Aid Trust.
-1793: der Arzt, Naturwissenschaftler und Verfasser naturwissenschaftlicher und politischer Schriften Jean Paul Marat (während der Französischen Revolution verlegte und schrieb er den „Ami du Peuple“, eine Zeitung, die mit scharfer Polemik die Vorgehensweisen der Gegenrevolution verfolgte. Er war auf Seiten der Bergpartei Abgeordneter im Nationalkonvent sowie für eine Periode Präsident des Klubs der Jakobiner) wurde in seiner Wohnung in Paris im Badezimmer von Charlotte Corday, einer Anhängerin der Girondisten, erstochen.
-1863: Beginn der „Draft Riots“ – bezeichnet die gewalttätigen Unruhen, die vom 13. bis 16. Juli 1863 in New York herrschten und die Stadt in das bis dahin schlimmste Chaos ihrer Geschichte stürzten.  Ihre Ursachen lagen zum einen in der durch den US-Bürgerkrieg bedingten Einführung der allgemeinen Wehrpflicht. Besonderen Unmut erregte die Bestimmung, die es ermöglichte, sich mit der Zahlung von 300 Dollar der Wehrpflicht zu entziehen. In der Mittel- und Unterschicht wurde der Amerikanische Bürgerkrieg daraufhin als „des reichen Mannes Krieg und des armen Mannes Kampf“ („the rich man’s war and the poor man’s fight“) angesehen. Zum anderen lag die Ursache der Unruhen in der Befreiung der Sklaven, die von US-Präsident Abraham Lincoln zum 1. Januar 1863 per Gesetz angeordnet wurde. Die weiße Bevölkerung fürchtete, daß ihnen massenhaft billige, schwarze Arbeiter die Arbeitsplätze streitig machen würden. Dunkelhäutige Männer wurden zudem nicht in die Armee eingezogen, da sie nicht als Bürger der Stadt galten. Hinzu kam, daß die Demokratische Partei, die schon seit geraumer Zeit ihren Unmut gegen die Regierung proklamierte, zu der Zeit großen Einfluss in der Stadt besaß. Horatio Seymour, der populäre Gouverneur des US-Bundesstaates New York, kämpfte entschieden gegen die Emanzipation der Sklaven, gegen die Wehrpflicht und kritisierte Abraham Lincolns Kriegspolitik. Mehr als 50.000 Menschen, hauptsächlich irisch-stämmige Bevölkerung aus Slum-Vierteln wie „Five Points“, zogen mordend und plündernd durch die Straßen. Zum Teil ermordeten sie Schwarze, denen sie eine Mitschuld am Bürgerkrieg gaben. Mindestens 120 Menschen kamen ums Leben (zumeist Aufrührer) und mindestens 300 wurden verletzt. Sachobjekte im Wert von 1,5 Millionen US-Dollar wurden zerstört, darunter mehr als 100 Gebäude wie Polizeistationen, Wehreinzugsbüros und der Stammsitz der „New York Tribune“.
Nach vier Tagen gelang es der Regierung, mit Hilfe mehrerer Regimenter, die direkt vom Schlachtfeld von Gettysburg nach New York abkommandiert worden waren und unter dem Kommando von John Adams Dix (war ein US-Generalmajor, Politiker, Senator und Finanzminister) standen, die Ruhe wieder herzustellen. Die Rädelsführer der Unruhen konnten sich weitgehend einer Bestrafung entziehen.
-1977: in New York City und in Gebieten des Westchester County nördlich von New York fiel in der Nacht durch Blitzeinschläge der Strom aus. Es kam zu Plünderungen und Unruhen, 3800 Menschen wurden festgenommen, und die Feuerwehr musste über 1000 Feuer löschen (Liste historischer Stromausfälle).
-1942: der US-Schauspieler Harrison Ford wurde in Chicago geboren.

 

-1963: George Wallace (war ein US-Politiker der Demokratischen Partei. Er wurde viermal zum Gouverneur des Bundesstaates Alabama gewählt. Als Vertreter des konservativen Flügels der Demokraten war er in seiner ersten Amtszeit ein Verfechter der Rassentrennungspolitik im US-amerikanischen Süden. Er kandidierte auch viermal für das Amt des US-Präsidenten: 1964, 1968, 1972 und 1976) stellte sich demonstrativ in die Tür des Auditoriums der University of Alabama, um zu verhindern, daß zwei afroamerikanische Studenten, Vivian Malone und James Hood, sich dort einschrieben, was gegen die bisherige Praxis der Rassentrennung verstoßen hätte (Stand in the Schoolhouse Door). Wallace versuchte damit, symbolisch das Versprechen einzuhalten, das er bei seinem Amtsantritt gegeben hatte, nämlich die „Segregation jetzt, die Segregation morgen und die Segregation auf ewig“ beizubehalten und die Desegregation der Schulen aufzuhalten. Erst nachdem Bundespolizisten, die Alabama-Nationalgarde und der stellvertretende US-Bundesjustizminister Nicholas Katzenbach ihn zum Wegtreten gezwungen hatten, machte er den Weg für die Studenten frei.
-1963: der vietnamesische Mönch Thích Quảng Đức verbrannte sich selbst, um so gegen die Unterdrückung der Buddhisten in Vietnam durch die Regierung unter Präsident Ngô Đình Diệm, der sie in Massen verhaften und hinrichten ließ, zu protestieren.
-2001: Timothy McVeigh (verübte im Jahr 1995 den Bombenanschlag auf das Murrah Federal Building in Oklahoma City, in dessen Folge 168 Menschen starben. 1997 wurde er für diese Tat zum Tode verurteilt) wurde durch Giftinjektion hingerichtet.
-1919: das Rennpferd „Sir Barton“ gewann das Belmont Stakes (ist ein Pferderennen, das seit 1866 in New York stattfindet. Es ist das letzte Rennen der Triple Crown der USA).
-1977: das Rennpferd „Seattle Slew“ gewann das Belmont Stakes.
-1979: der US-Schauspieler John Wayne starb in Los Angeles.

 

-1961: US-Präsident John F. Kennedy verkündete während des Wettlaufs ins All im US-Kongress das Programm eines bemannten Mondflugs an, mit dem „noch vor Ende des Jahrzehnts ein Mensch zum Mond und sicher zur Erde zurück gebracht“ werden soll – das spätere „Apollo“-Programm.
-1977: US-Premiere des US-Science-Fiction-Films „Krieg der Sterne“ („Star Wars“ – der erste Spielfilm der „Star-Wars“-Reihe von US-Film-Produzent und Regisseur George Lucas).
-2006: Kenneth Lay und Jeffrey Skilling, die ehemaligen CEO des US-Energiekonzerns „Enron“ („Enron“ verursachte im Jahr 2001 aufgrund fortgesetzter Bilanzfälschungen einen der größten Unternehmensskandale, welche die US-Wirtschaft bislang erlebte), wurden des Betrugs und Verschwörung im Rahmen des Bankrotts von „Enron“ schuldig gesprochen. Lay hätte mit einer langen Haftstrafe rechnen müssen: Die Maximalstrafe für seine Vergehen liegt bei 45 Jahren. Er verstarb aber an einem Herzanfall vor der Entscheidung des Gerichts über das Strafmaß, die für den 23. Oktober 2006 vorgesehen war.
-1992: US-Fernsehmoderator Jay Leno übernahm die „Tonight Show“ (NBC) als Nachfolger von US-Fernseh-Entertainer Johnny Carson.

 

-US-Präsident Richard Nixon gab 1973 bekannt, daß ein offizielles Waffenstillstandsabkommen (Pariser Abkommen 1973) erreicht worden sei. Dieses Abkommen hatte den Ausstieg der USA aus dem Vietnamkrieg zur Folge. Offiziell wird es „Abkommen über die Beendigung des Krieges und die Wiederherstellung des Friedens in Vietnam“ genannt. Es wurde von Nordvietnam, den USA und Südvietnam am 27.Januar 1973 unterzeichnet und trat offiziell am 28.Januar 1973 in Kraft.
-die USS Pueblo (ein Aufklärungsschiff der US-Marine) wurde 1968 durch die nordkoreanische Marine gekapert.
-Erstausstrahlung der US-Mini-Serie „Roots“ nach dem Roman von US-Schriftsteller Alex Haley (mit US-Schauspieler und Star Trek-The Next Generation-Star LeVar Burton in der Hauptrolle) im US-Fernsehen 1977.
-der US-Schauspieler Bob Keeshan („Captain Kangaroo“) starb 2004 in Hartford/Windsor/Vermont.
-der US-Entertainer Johnny Carson („The Tonight Show“) starb 2005 in Los Angeles/ Kalifornien.

 

 

-in Frankreich wurde König Ludwig XVI. im Zuge der Französischen Revolution (1789 bis 1799) von den Revolutionären 1793 mit der Guillotine in Paris hingerichtet.
Wladimir Iljitsch Lenin (war ein kommunistischer Politiker, marxistischer Theoretiker und gilt als Begründer der Sowjetunion) starb 1924 in Gorki bei Moskau.
Alger Hiss (ein US-Rechtsanwalt und US-Regierungsbeamter, den man nach dem 2. Weltkrieg der Spionage bezichtigte) wurde in den USA 1950 wegen Meineids zu 5 Jahren Haft verurteilt.
-US-Präsident Jimmy Carter gewährte 1977 eine bedingungslose Vergebung für Hunderttausende von Männern, die den Kriegsdienst im Zuge des Vietnamkriegs verweigert hatten.
-Indienststellung des Überschall-Passagierflugzeugs „Concorde“ 1976.
-Aufnahme der Jazz-Komposition „One O’Clock Jump“ 1942 von US-Jazz-Komponist Count Basie (Bandleader des Count Basie Orchestra).