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Tag Archives: 1953

-1978: George Moscone (war ein US-Politiker und Bürgermeister der Stadt San Francisco/Kalifornien) wurde wie auch der offen homosexuelle Stadtverordnete Harvey Milk von Dan White, einem Mitglied des Stadtrates, in der San Francisco City Hall mit fünf Schüssen getötet. Auslöser war eine Streitigkeit über die Wiederernennung Whites als Mitglied des Stadtrates nach seinem Rücktritt von selbigem Posten. In einem umstrittenen Urteil („Twinkie Verteidigung“) wurde White wegen Totschlags statt Mordes an Moscone und Milk verurteilt.
-1973: während der „Watergate-Affäre“ wurde Gerald Ford (Republikanische Partei) in Washington, D.C. vom US-Senat als Vizepräsident von US-Präsident Richard Nixon bestätigt.
-2005:  die französischen Ärzte Jean-Michel Dubernard und Bernard Devauchelle führten in Amiens/Frankreich die weltweit erste Gesichtstransplantation an einem lebenden Menschen durch. Die Patientin war die 38-jährige Französin Isabelle Dinoire, deren Gesicht durch den Angriff ihres Hundes entstellt worden war. Ihr wurden ein Teil der linken Wange und der Nase sowie Kinn und Lippen transplantiert.
-1953: der US-Dramatiker Eugene O’Neill starb in Boston/Massachusetts.

 

 

-1989: Fall der Berliner Mauer – Öffnung der Berliner Mauer und Öffnung der innerdeutschen Grenze.
-1938: Novemberpogrome („Reichs-Kristallnacht” oder “Reichspogromnacht”) – waren vom nationalsozialistischen Regime organisierte und gelenkte Gewaltmaßnahmen gegen Juden im gesamten Deutschen Reich. Dabei wurden vom 7. bis 13. November 1938 etwa 400 Menschen ermordet oder in den Selbstmord getrieben. Über 1.400 Synagogen, Betstuben und sonstige Versammlungsräume sowie tausende Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe wurden zerstört. Ab dem 10. November wurden ungefähr 30.000 Juden in Konzentrationslagern inhaftiert, von denen Hunderte ermordet wurden oder an den Haftfolgen starben. Die Pogrome markieren den Übergang von der Diskriminierung der deutschen Juden seit 1933 zur systematischen Verfolgung, die knapp drei Jahre später in den Holocaust an den europäischen Juden im Machtbereich der Nationalsozialisten mündete.
-1965: Stromausfall in Nordamerika – im Nordosten der USA und in vielen Teilen Kanadas fiel um 17.16 Uhr Eastern Time der Strom aus. Betroffen waren die Bundesstaaten Connecticut, Massachusetts, New Hampshire, Rhode Island, Vermont, New York, New Jersey sowie Teile von Ontario. Etwa 30 Millionen Menschen in einem Gebiet von ca. 207.000 km² waren bis zu 12 Stunden ohne Versorgung.. Erst nach sechs Tagen wurde der Auslöser, ein defektes Strom-Relais in Ontario gefunden.
-1953: der walisische Schriftsteller Dylan Thomas starb in New York City.
-2003: der US-Schauspieler Art Carney starb in Chester/Connecticut.

 

 

 

 

 

 

-2001: der Tag nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 – waren vier koordinierte Selbstmordattentate auf wichtige zivile und militärische Gebäude in den Vereinigten Staaten von Amerika. Drei Verkehrsflugzeuge wurden von jeweils fünf, eines von vier Tätern zwischen 8:10 Uhr und etwa 9:30 Uhr Ortszeit auf Inlandsflügen entführt. Die Täter lenkten zwei davon in die Türme des World Trade Centers (WTC) in New York City, American-Airlines-Flug 11 in den Nordturm, United-Airlines-Flug 175 in den Südturm und eines, American-Airlines-Flug 77,  in das Pentagon in Arlington (Virginia). Das vierte Flugzeug, United-Airlines-Flug 93, das wahrscheinlich ein Regierungsgebäude in Washington, D.C. treffen sollte, brachte der Pilot der Entführer während Kämpfen mit Passagieren bei Shanksville (Pennsylvania) zum Absturz. Die Anschläge verursachten den Tod von etwa 3000 Menschen und gelten als terroristischer Massenmord. Etwa 15.100 von etwa 17.400 Personen konnten sich aus den WTC-Gebäuden retten. Die 19 Flugzeugentführer gehörten zur islamistischen Terrororganisation al-Qaida. Die USA und ihre Verbündeten reagierten mit dem Krieg in Afghanistan seit 2001, um al-Qaida zu zerschlagen, deren Anführer Osama bin Laden zu fassen oder zu töten und das Regime der Taliban zu entmachten. Die USA begründeten auch den Irakkrieg 2003 unter anderem mit den Anschlägen. Bin Laden bekannte sich 2004 erstmals dazu, die Anschläge initiiert zu haben. Osama bin Laden wurde am frühen Morgen des 2. Mai 2011 bei der von US-Präsident Barack Obama befohlenen Erstürmung seines Anwesens in Abbottabad/Pakistan von Spezialeinheiten der Navy Seals im zweiten Stock erschossen (“Operation Neptune’s Spear”).
-1943: Benito Mussolini (war Diktator des Königreiches Italien von 1922 bis 1943 und der Italienischen Sozialrepublik von 1943 bis 1945) wurde im 2. Weltkrieg von deutschen Fallschirmjägern aus dem Campo Imperatore in den Abruzzen befreit („Unternehmen Eiche“). Nach der Landung der Alliierten auf Sizilien („Operation Husky“) setzte der Große Faschistische Rat Mussolini am 25. Juli 1943 mit einfachem Mehrheitsbeschluss ab. Mussolini wurde, als er seine Demission vom Amt des Ministerpräsidenten einreichen wollte, auf Befehl von König Viktor Emanuel III. verhaftet und an wechselnden Orten interniert, um eine eventuelle Befreiungsaktion zu erschweren. Inzwischen verhandelte Marschall Pietro Badoglio mit den USA und schloss mit ihnen den Waffenstillstand von Cassibile, der am 8. September 1943 öffentlich gemacht wurde. Deutsche Truppen besetzten daraufhin Italien („Fall Achse“).
-1960: Präsidentschaftskandidat John F. Kennedy (Demokratische Partei – war von 1961 bis 1963 der 35. Präsident der Vereinigten Staaten) hielt in der „Greater Houston Ministerial Association“, einer Gruppe von protestantischen Geistlichen, eine Rede über seine Ansicht von Religion.
-1953: John F. Kennedy heiratete Jacqueline Bouvier in Newport/Rhode Island.
-1977: Steve Biko (war ein bekannter Student und Bürgerrechtler in Südafrika. Er gilt als ein Begründer der Black-Consciousness-Bewegung) starb in Pretoria/Südafrika in einem Gefängniskrankenhaus, nachdem ihm in einem Gefängnis in Port Elizabeth durch Foltermaßnahmen während Verhöre schwere Kopfverletzungen zugefügt wurden.
-2003: der US-Country-Sänger Johnny Cash starb in Nashville/Tennessee.

 

-1953: nach weiteren verlustreichen Kämpfen und zähen Verhandlungen im Koreakrieg (war eine Auseinandersetzung zwischen Truppen der „Demokratischen Volksrepublik Korea“ – Nordkorea – zusammen mit der Volksrepublik China auf der einen Seite und der „Republik Korea“  – Südkorea – zusammen mit UNO-Truppen, vor allem den USA, auf der anderen Seite. Er wurde am 25. Juni 1950 mit dem Überfall Nordkoreas auf Südkorea begonnen, und beide Parteien eroberten wechselseitig beinahe die gesamte Koreanische Halbinsel. Letzten Endes führte er wieder zu den Ausgangspositionen zurück, zementierte aber die Teilung Koreas. Dabei wurde fast die gesamte Industrie des Landes zerstört, und die Zivilbevölkerung erlitt große Verluste. Ihm waren 940.000 Soldaten und etwa 3 Millionen Zivilisten zum Opfer gefallen) schlossen die UNO und Nordkorea in Panmunjeom ein Waffenstillstandsabkommen. Es bestätigte im Wesentlichen den 38. Breitengrad als Grenze zwischen Nord- und Südkorea und legte eine vier Kilometer breite demilitarisierte Zone entlang der Grenze fest. Ein Friedensvertrag wurde bis heute nicht abgeschlossen.
-1974: vom Rechtsausschuss des US-Repräsentantenhauses wurde ein Amtsenthebungsverfahren (Verfassung der Vereinigten Staaten  – Artikel II, Abschnitt 4) gegen US-Präsident Richard Nixon eingeleitet. Der erste Gesetzesartikel wurde mit 28 gegen 10 Stimmen verabschiedet.
-1996: während der XXVI. Olympischen Spiele in Atlanta/Georgia/USA kam es im Centennial Olympic Stadium zu einem Bombenattentat, bei dem zwei Menschen getötet und 111 verletzt wurden. Als Täter wurde Eric Rudolph, ein Aktivist der Terrororganisation „Army of God“, zu lebenslanger Haft verurteilt. verurteilt.
-1980: Mohammad Reza Pahlavi (war vom 17. September 1941 bis zum Sturz durch die Islamische Revolution am 11. Februar 1979 Schah Schahinschah (Großkönig oder Kaiser) von Persien – Iran – und letzter Herrscher auf dem Pfauenthron) starb in Kairo/Ägypten.
-2003: der US-Schauspieler Bob Hope starb in Toluca Lake/Kalifornien.

 

-1948: mit der Unterzeichnung der Executive Order 9981 beendete US-Präsident Harry S. Truman die Rassentrennung in der US Army.
-1947: US-Präsident Harry S. Truman unterzeichnete den National Security Act – war ein wichtiges Gesetz der US-Nachkriegsgeschichte. Mit ihm wurde die Neuausrichtung der US-Sicherheits- und Verteidigungspolitik nach dem Ende des 2. Weltkrieges auf institutioneller Ebene vollzogen. Die wichtigsten Punkte waren:
die Schaffung des Department of Defense (DoD) durch die Zusammenlegung des vorherigen US-Kriegsministeriums und des US-Marineministeriums
die Schaffung der US Air Force (USAF)
die Beibehaltung und Institutionalisierung des während des Krieges eingerichteten Vereinigten Generalstabs, der Joint Chiefs of Staff (JCS)
die Schaffung des Nationalen Sicherheitsrats (NSC)
die Gründung der Central Intelligence Agency (CIA)
-1953: Angriff auf die Moncada-Kaserne in Santiago de Cuba durch den damaligen Rechtsanwalt Fidel Castro und seine Mitstreiter. 129 Männer und Frauen – insbesondere aus Kreisen der Orthodoxen Partei  – sollten die Moncada-Kaserne mit 810 schwer bewaffneten Soldaten stürmen. Das Ziel war zunächst, sich mit Waffen für den weiteren Kampf gegen das Regime des Diktators Fulgencio Batista zu versorgen. Der Versuch scheiterte, machte Fidel Castro aber bekannt. 103 Angreifer und 16 Soldaten wurden getötet. Batistas Geheimpolizei machte in den folgenden Tagen Jagd auf die Überlebenden.
-1952: Eva Perón (war die „Primera Dama“ – „First Lady“ – Argentiniens und die zweite Frau des Präsidenten Juan Perón) starb in Buenos Aires.
-1856: der irischbritische Dramatiker George Bernard Shaw wurde in Dublin geboren.
-1948: der britische Musiker, Sänger und Songwriter Mick Jagger wurde in Dartford/Kent/England geboren.

 

 

-1953: Hinrichtung von Ethel und Julius Rosenberg auf dem elektrischen Stuhl im Staatsgefängnis Sing Sing in New York. Die beiden waren ein wegen Spionage verurteiltes US-Ehepaar. Ihr Strafprozess erregte Anfang der 1950er weltweites Aufsehen. Ihnen wurde Atomspionage für die Sowjetunion vorgeworfen. Spätere Aussagen deuten darauf hin, dass die Vorwürfe gegen Julius Rosenberg berechtigt gewesen sein könnten, während Ethel lediglich eine Mitwisserin war. Die Spionagevorwürfe wurden weder durch Geständnisse des Ehepaares, noch durch eindeutige Beweise belegt. Trotz heftiger nationaler und internationaler Proteste u.a. von Papst Pius XII., Jean-Paul Sartre, Albert Einstein, Pablo Picasso, Fritz Lang, Bertolt Brecht und Frida Kahlo, wurden beide am 5. April 1951 zum Tode verurteilt.
-1910: der erste „Vatertag“ („Father’s Day“) wurde in den USA in Spokane/Washington gefeiert. 1924 unterstützte US-Präsident Calvin Coolidge die Idee eines nationalen Vatertags. Und im Jahre 1966 unterzeichnete US-Präsident Lyndon Johnson eine Proklamation, die den dritten Junisonntag zum Vatertag erklärte. US-Präsident Richard Nixon erhob 1974, mittels Public Law 92-278, den Vatertag in den Rang eines offiziellen Feiertages für den dritten Sonntag im Juni.
-1865:„Juneteenth“ („Juni“ und „neunzehn“) – ein Feiertag in den USA, der der Erinnerung an die Abschaffung an die Sklaverei in Texas im Jahre 1865 dienen soll. Obwohl die Emanzipations-Proklamation am 22. September 1862, ausgestellt wurde, hatte sie nur minimale Auswirkungen am Anfang. Am 18. Juni 1865 wurde der Unions-General Gordon Granger mit 2.000 Unions-Soldaten nach Galveston/Texas geschickt, um die Befreiung der Sklaven zu erzwingen. Am 19. Juni 1865 verlas Granger die „General Order Nr. 3“, die deklarierte, daß Sklaven frei waren.
-1947: der indisch-britische Schriftsteller Salman Rushdie wurde in Bombay/Indien geboren.
-1986: der US-Basketballspieler Len Bias starb in College Park/ Maryland an einer Überdosis Kokain. Len Bias galt als sehr talentierter Spieler und besuchte die University of Maryland, wo er als All-American ausgezeichnet wurde. Bias wurde beim NBA Draft 1986 an zweiter Stelle von den „Boston Celtics“ gewählt.
-1962: die US-Sängerin Paula Abdul wurde in San Fernando/ Kalifornien geboren.

 

-1972: „Watergate“-Einbruch – die von einem Wachmann verständigte Polizei verhaftete in der Nacht zum 17. Juni 1972 fünf Einbrecher (Bernard Barker, Virgilio R. González, Eugenio Martinez, James W. McCord, Jr. und Frank Sturgis), die offenbar versucht hatten, Abhörwanzen im Watergate-Gebäudekomplex (in Washington – dort befand sich sich Anfang der 1970er Jahre das Hauptquartier der Demokratischen Partei) zu installieren und Dokumente zu fotografieren. Schon frühzeitig wurde dieses Aufsehen erregende Ereignis in Verbindung mit den im November 1972 anstehenden Präsidentschaftswahlen gebracht, bei denen der Amtsinhaber US-Präsident Richard Nixon erneut für die Republikanische Partei antreten sollte. Umfangreiche Ermittlungen des FBI offenbarten alsbald, daß die Auftraggeber des Watergate-Einbruchs unter engen Mitarbeitern des Präsidenten beziehungsweise seines Wahlkomitees zu suchen waren. Diese Erkenntnis führte nach Nixons Wiederwahl zur Aufdeckung weiterer Verbrechen und Vergehen, die in den Jahren zuvor teils auf direkte Anweisung des Weißen Hauses hin begangen worden waren. In Enthüllungen ab März 1973 in den Medien, erfuhr die US-Öffentlichkeit vom Ausmaß dieser Amtsmissbräuche zulasten der politischen Gegner Nixons. Daraufhin wuchs der Druck auf den Präsidenten, zur vollständigen Aufklärung der Affäre beizutragen und umfassend mit der Justiz und mehreren Ausschüssen des Kongresses zu kooperieren. Nixons Weigerung, dies zu tun, und seine teils massiven Versuche, die Ermittlungen zu behindern oder zu begrenzen, stürzten die USA in eine lang andauernde Verfassungskrise und veranlassten das US-Repräsentantenhaus schließlich dazu, ein Amtsenthebungsverfahren (Impeachment) gegen Nixon einzuleiten. Die Konfrontation der drei Staatsgewalten endete am 9. August 1974 mit dem bisher einzigen Rücktritt eines US-Präsidenten („Watergate-Affäre“).
-1775: Schlacht von Bunker Hill – war eine Schlacht im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg und fand während der Belagerung von Boston statt. Die britische Armee unter General William Howe vertrieb die amerikanischen Milizen aus den befestigten Stellungen an Bunker Hill und Breed’s Hill.
-1994: Verhaftung des ehemaligen US-American-Football-Spielers und Schauspielers O. J. Simpson nach der Ermordung von Nicole Brown Simpson (Ex-Frau von Simpson) und ihrem Bekannten Ronald Goldman in ihrem Haus in Los Angeles. Als Hauptverdächtiger floh O. J. Simpson in einem weißen Ford Bronco SUV vor der Polizei, die ihn festnehmen wollte. Die Verfolgungsjagd quer durch Beverly Hills wurde live von einem US-amerikanischen Fernsehsender übertragen. Es war die erste „Verbrecherverfolgungsfahrt“, die live per Hubschrauber übertragen wurde. O. J. Simpson wurde festgenommen und wegen beider Morde angeklagt. In einem der umstrittensten und meistdiskutierten Strafverfahren in der US-Geschichte, das ebenfalls live vom US-amerikanischen Fernsehen übertragen wurde, sprachen ihn die Geschworenen 1995 frei. In einem Zivilprozess wurde Simpson 1997 zur Zahlung von 33,5 Millionen US-Dollar Schadensersatz an die Familien von Brown und Goldman verurteilt.
-1986: die US-Sängerin Kate Smith starb in Raleigh/North Carolina.
-1953: Aufstand des 17. Juni – in den Tagen um den 17. Juni 1953 kam es in der Deutschen Demokratischen Republik zu einer Welle von Streiks, Demonstrationen und Protesten, die verbunden mit politischen und wirtschaftlichen Forderungen als Aufstand des 17. Juni (auch Volksaufstand oder Arbeiteraufstand) bezeichnet werden. Dieser erste antistalinistische Aufstand hatte zahlreiche Ursachen, zum Beispiel die Ignoranz der DDR-Führung gegenüber den Bedürfnissen der Arbeiterklasse einschließlich ihres Beschlusses, die Arbeitsnormen übermäßig zu erhöhen, sowie Fehler der SED. Die sowjetischen Behörden reagierten mit der Verhängung des Ausnahmezustands für 167 der 217 Landkreise der DDR. Mit dieser Ausrufung des Kriegsrechts übernahm die Sowjetunion offiziell wieder die Regierungsgewalt über die DDR. Die einrückenden sowjetischen Truppen demonstrierten vor allem Präsenz, denn mit dem Eintreffen der Panzer verlor der Aufstand schnell an Schwung; zu größeren Angriffen auf das Militär kam es nicht. Obwohl die sowjetischen Behörden die Situation schon am 17. Juni weitgehend unter Kontrolle brachten, kam es auch in den darauf folgenden Tagen noch zu Protesten, vor allem am 18. Juni, in einzelnen Betrieben aber auch noch bis in den Juli hinein. Nach Ergebnissen des Projekts „Die Toten des Volksaufstandes vom 17. Juni 1953“ sind 55 Todesopfer durch Quellen belegt. Etwa 20 weitere Todesfälle sind ungeklärt. Der 17. Juni war von 1954 bis zur deutschen Wiedervereinigung 1990 als „Tag der deutschen Einheit“ der Nationalfeiertag der Bundesrepublik Deutschland.

 

 

 

 

-1997: Timothy McVeigh (verübte im Jahr 1995 den Bombenanschlag auf das Murrah Federal Building in Oklahoma City, in dessen Folge 168 Menschen starben) wurde für diese Tat schuldig gesprochen und am 11. Juni 2001 durch Giftinjektion hingerichtet.
-1953: offizielle Krönung von Elisabeth II. in der Westminster Abbey, 16 Monate nach dem Tod ihres Vaters Georg VI. am 6. Februar 1952.
-1979: vom 2. Juni bis 10. Juni 1979 besuchte Johannes Paul II. zum ersten Mal als Papst sein Heimatland Polen.
-1941: der US-Baseballspieler Lou Gehrig (war einer der erfolgreichsten Baseballspieler aller Zeiten) starb in Riverdale/New York.

 

-1953: dem neuseeländischen Bergsteiger Edmund Hillary gelang zusammen mit dem nepalesischen Bergsteiger Tenzing Norgay, einem Sherpa, die Erstbesteigung des Mount Everest, des höchsten Bergs der Erde.
-1917: John F. Kennedy (war von 1961 bis 1963 der 35. Präsident der Vereinigten Staaten und Mitglied der Demokratischen Partei. Kennedy war der jüngste ins Amt gewählte und der insgesamt zweitjüngste US-Präsident. Die Hintergründe seiner Ermordung 1963 sind bis heute umstritten) wurde 1917 in Brookline/Massachusetts geboren.
-1765: Patrick Henry (war ein prominenter Vertreter der Amerikanischen Revolution) verurteilte das britische „Stempelgesetz“ („Stamp Act“ – war ein Gesetz zum Erlass einer Stempelsteuer, das am 22. März 1765 durch das britische Parlament verabschiedet und ab November 1765 gültig wurde. Er bestimmte, daß jedes offizielle Schriftstück und Dokument, aber auch Zeitungen, Karten- und Würfelspiele, in den nordamerikanischen Kolonien -den späteren USA – mit Steuermarken versehen werden mussten) vor dem „House of Burgesses“ („Bürgerhaus“) in Virginia.
-1903: der US-Schauspieler Bob Hope wurde in London geboren.

 

-dsa Massaker von Boston 1770-war ein Vorfall während der Amerikanischen Revolution in Britisch-Nordamerika, bei dem fünf Zivilisten von britischen Truppen getötet wurden. Das zum Zweck der Propaganda als „Massaker“ bezeichnete Ereignis wurde für die Gruppen, welche die Unabhängigkeit der Kolonien verfolgten, zum Fanal und trug zum Ausbruch des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges bei.
-die „Iron Curtain“-Rede des britische Politikers Winston Churchill 1946 in Fulton/ Missouri.
“From Stettin in the Baltic to Trieste in the Adriatic an Iron Curtain has descended across the Continent. Behind that line lie all the capitals of the ancient states of Central and Eastern Europe. Warsaw, Berlin, Prague, Vienna, Budapest, Belgrade, Bucharest and Sofia; all these famous cities and the populations around them lie in what I must call the Soviet sphere, and all are subject, in one form or another, not only to Soviet influence but to a very high and in some cases increasing measure of control from Moscow. ”

„Von Stettin an der Ostsee bis Triest am Mittelmeer hat sich ein Eiserner Vorhang auf Europa herabgesenkt. Dahinter liegen all die Hauptstädte der alten Staaten Mittel- und Osteuropas. Warschau, Berlin, Prag, Wien, Budapest, Belgrad, Bukarest und Sofia. Diese berühmten Städte und die Bevölkerung ringsum liegen alle im sowjetischen Wirkungskreis, so muss ich es nennen, und unterliegen, auf die eine oder andere Weise, nicht bloß sowjetischem Einfluss, sondern zu einem sehr hohen und in einigen Fällen zunehmendem Maße der Lenkung durch Moskau.“
-der sowjetische Politiker und Diktator Josef Stalin starb 1953 in Kunzewo bei Moskau/UdSSR. Seit 1922 war er Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU), seit 1941 Vorsitzender des Rates der Volkskommissare, seit 1946 Vorsitzender des Ministerrats der UdSSR und in den Jahren 1941 bis 1945 Oberster Befehlshaber der Roten Armee–der „Generalissimus“. Nachdem er sich im Machtkampf innerhalb der KPdSU durchgesetzt hatte, behielt er diese Ämter bis zu seinem Tod.
Während seiner Regierungszeit errichtete Stalin eine totalitäre Diktatur, ließ im Rahmen politischer „Säuberungen“ (Stalinsche Säuberungen) vermeintliche und tatsächliche Gegner verhaften, in Schau- und Geheimprozessen zu Zwangsarbeit verurteilen oder hinrichten sowie Millionen weiterer Sowjetbürger und ganze Volksgruppen besetzter Gebiete in Gulag-Strafarbeitslager deportieren. Viele wurden dort ermordet oder kamen durch die unmenschlichen Bedingungen ums Leben.
-der US-Schauspieler John Belushi starb 1982 nach einer exzessiven Drogen-Party in einem Bungalow des Chateau Marmont Hotels in West Hollywood an einem Speedball, einer Injektion von Kokain und Heroin. Er wurde hier von seinem Freund und Filmpartner Bill Wallace tot aufgefunden. Bill Wallace versuchte noch ihn wiederzubeleben, aber er kam zu spät.
-die US-Country-Sängerin Patsy Cline kam 1963 bei Camden/ Tennessee bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Das Kleinflugzeug, mit dem sie von einem Konzert nach Nashville zurückkehrte, stürzte in einem Gewittersturm ab. Mit an Bord waren die Country-Sänger Cowboy Copas und Hawkshaw Hawkins, die ebenfalls nicht überlebten.

 

-der englische Physiker und Biochemiker Francis Crick entdeckte 1953 zusammen mit dem US-Biochemiker James Watson die Molekularstruktur der Desoxyribonukleinsäure (DNA). Am 28. Februar 1953 hatten es beide geschafft, ein räumliches Modell der DNA-Doppelhelix zu erstellen, das auf Röntgenbeugungsdaten von Rosalind Franklin und Maurice Wilkins beruhte. Dieses Modell, das sie in dem Artikel „Molecular Structure of Nucleic Acids: A Structure for Deoxyribose Nucleic Acid“ in der Zeitschrift „Nature“ am 25. April vorstellten, erlangte Weltberühmtheit und hat bis heute Gültigkeit.
-Beginn der 51-tägigen Belagerung der Sekte „Branch Davidians“ („Davidianischer Ast“ oder „Abspaltung von den Davidianern“) 1993 in ihrer Siedlung Mount Carmel Center in der Nähe von Waco/Texas durch das FBI. Nach Berichten über den angeblichen sexuellen Missbrauch von Kindern durch den Anführer David Koresh und den Besitz illegaler Waffen begannen die US-Behörden mit Ermittlungen. Am 28. Februar 1993 versuchte das Bureau of Alcohol, Tobacco and Firearms (ATF) eine Durchsuchung des Hauptquartiers der Davidianer durchzuführen. Darauf hin kam es zu einem Schusswechsel, bei dem laut US-Regierung vier ATF-Beamte und sechs Davidianer starben. Im Anschluss an diese Konfrontation belagerte das FBI Mount Carmel 51 Tage lang. Am 19. April unternahm das FBI den Versuch, mit Pionierpanzern CS-Gas in den Gebäudekomplex zu leiten. Laut Aussagen von Beamten der US-Regierung sowie einem Feuerwehrmann, der in direktem Kontakt mit dem ATF stand, zündeten die Davidianer daraufhin das Gebäude an. Einige Mitglieder, darunter auch David Koresh, erschossen sich daraufhin selbst. Bei dem Brand und durch Schussverletzungen starben 76 Davidianer, darunter schwangere Frauen und Kinder. Lediglich neun Davidianer überlebten den Brand. Die Erstürmung wurde teilweise live von mehreren amerikanischen Fernsehsendern übertragen und fand weltweites Interesse.
Olof Palme (war ein schwedischer sozialdemokratischer Politiker und zweimaliger Ministerpräsident Schwedens 1969–1976 und 1982–1986) wurde 1986 in Stockholm bei einem Attentat ermordet.
-die irische Rockband U2 veröffentlichte 1983 ihr drittes Album „War“.

 

 

-der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten entschied 1973 in einer umstrittenen Grundsatzentscheidung (Roe v. Wade), daß die meisten damals bestehenden Gesetze, welche die Bundesstaaten und die Bundesregierung der Vereinigten Staaten bezüglich des Schwangerschaftsabbruchs erlassen hatten, das Recht auf Privatsphäre und das Postulat der Rechtssicherheit des  14. Verfassungszusatzes verletzten. Damit wurde der Schwangerschaftsabbruch automatisch unter das Recht auf Privatsphäre gestellt.
-der ehemalige US-Präsident Lyndon B. Johnson (von 1963 bis 1969 der 36. Präsident der Vereinigten Staaten) starb 1973 in Stonewall/Texas.
-das Verfahren gegen den US-Bombenleger Theodore Kaczynski (Unabomber) endete 1998 vor dem Prozessbeginn mit einem „Plea Bargain“ („Geständnishandel“). Am 4. Mai 1998 wurde Kaczynski zu lebenslanger Freiheitsstrafe ohne Möglichkeit auf Bewährung verurteilt.
Königin Victoria (von 1837 bis 1901 Königin des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Irland und trug ab 1876 als erster britischer Monarch und zweiter Mensch überhaupt den Titel Kaiser von Indien) starb 1901 in Osborne House/Isle of Wight.
-Uraufführung des Theaterstücks „Hexenjagd“ („The Crucible“) des US-Dramatikers Arthur Miller 1953 im Al Hirschfeld Theatre (Broadway) in New York City.
-Premiere der US-Sitcom „Rowan and Martin’s Laugh-In“ mit Dan Rowan und Dick Martin (US-Network NBC) 1968.