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Tag Archives: 1915

-1973: Ölembargo – erste und folgenreichste Ölkrise wurde durch den Jom-Kippur-Krieg (6. bis 26. Oktober 1973) ausgelöst. Die Organisation der Erdöl exportierenden Länder (OPEC) drosselte bewusst die Fördermengen um ca. fünf Prozent, um die westlichen Länder bezüglich ihrer Unterstützung Israels unter Druck zu setzen. Am 17. Oktober 1973 stieg der Ölpreis von rund drei US-Dollar pro Barrel (159 Liter) auf über fünf Dollar. Dies entspricht einem Anstieg um ca. 70 Prozent. Im Verlauf des nächsten Jahres stieg der Weltölpreis auf über zwölf US-Dollar. Die angesprochene Drosselung der Fördermengen war Kalkül und politisches Druckmittel der OPEC-Staaten, die mit der Politik einiger erdölimportierender Staaten betreffend den Jom-Kippur-Krieg nicht einverstanden waren. Am Ölembargo nahmen Iran, Algerien, Irak, Katar, Kuwait, Libyen, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate teil.
-1777: nach der Schlacht von Saratoga im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg verhandelte der britische General John Burgoyne mit dem amerikanischen General Horatio Gates die Kapitulationsbedingungen für seine verbliebenen Streitkräfte aus dem Saratoga-Feldzug. Die Bedingungen wurden im „Abkommen von Saratoga“ („Convention of Saratoga“) festgehalten und legten fest, daß die Armee nach Europa zurückgesandt werden würde, wenn sie das Ehrenwort geben würde, nicht wieder in Nordamerika zu kämpfen. Die gefangenen britischen Soldaten erhalten in der Folge den Namen „Convention Army“.
-1989: Loma-Prieta-Erdbeben der Stärke 7,1 auf der Richterskala in San Francisco/Kalifornien. Insgesamt gab es 64 Tote. Es hatte erhebliche Auswirkungen auf Teile der Stadt. Viele Straßen und Freeways wurden beschädigt. Der Embarcadero Freeway an der nördlichen Seite der Stadt ist dem Beben vollständig zum Opfer gefallen und wurde abgerissen. Ein 15 m langes Teilstück der oberen Fahrbahn der zweistöckigen Oakland Bay Bridge fielen auf die darunterliegende Ebene. Es war das stärkste Beben in der Region seit dem großen Beben von 1906. Die Sachschäden beliefen sich auf etwa 6 Milliarden US-Dollar
-1931: Al Capone (war einer der berüchtigtsten Verbrecher Amerikas in den 1920er und 1930er Jahren) wurde wegen Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit Geldwäsche für schuldig erklärt.
-1915: der US-Schriftsteller Arthur Miller wurde in New York City/New York geboren.

 

-1954: Armeerechtsberater Joseph Welch stellte sich Joseph McCarthy (war ein US-Politiker. Er gehörte der Republikanischen Partei an und wurde bekannt wegen seiner Kampagne gegen eine angebliche Unterwanderung des Regierungsapparates der Vereinigten Staaten durch Kommunisten. Nach ihm wurde die so genannte McCarthy-Ära der frühen 1950er Jahre benannt, in der antikommunistische Verschwörungstheorien und Denunziationen das politische Klima in den USA bestimmten) entgegen mit den Worten: “Have you no sense of decency, sir, at long last? Have you left no sense of decency?” („Sir, haben Sie immer noch kein Gespür für Anstand? Haben Sie überhaupt keine Vorstellung von Anstand mehr?“). McCarthy wurde daraufhin vom US-Senat das Misstrauen ausgesprochen.
-1870: der englische Schriftsteller Charles Dickens starb auf Gad’s Hill Place bei Rochester/England.
-1980: der US-Schauspieler Richard Pryor verursachte im Kokainrausch ein Feuer in seinem Haus bei dem er schwere Brandverletzungen erlitt und fast umkam.
-1973: das Rennpferd „Secretariat“ wurde der erste Triple Crown Gewinner seit 25 Jahren, seitdem „Citation“ diesen Titel gewann.
1915: der US-Gitarrist Les Paul wurde in Waukesha/ Wisconsin geboren.

 

-1915: der Passagierdampfer RMS „Lusitania“ (befuhr von 1907 an die Linie zwischen Liverpool und New York) wurde im 1. Weltkrieg vor der Südküste Irlands von einem deutschen U-Boot versenkt. Dieser Zwischenfall kostete rund 1.200 Menschen das Leben.
-1945: Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht im 2. Weltkrieg, die zum Ende der militärischen Feindseligkeiten der Alliierten gegen Deutschland führte, wurde am 7. Mai 1945 im Hauptquartier der US-Streitkräfte in Reims unterzeichnet und trat am 8. Mai um 23:01 Uhr in Kraft. Aus protokollarischen Gründen wurde die Unterzeichnung am 8./9. Mai im sowjetischen Hauptquartier in Berlin-Karlshorst wiederholt. Die deutsche Staats- und Wehrmachtführung räumte mit der Kapitulation den alliierten Siegermächten das Recht ein, alle politischen, militärischen und gesellschaftlichen Angelegenheiten des Deutschen Reiches zu regeln.
-1954: die Schlacht von Điện Biên Phủ (eine Schlacht während des 1. Indochinakrieges zwischen der französischen Armee und den Truppen der vietnamesischen Unabhängigkeitsbewegung Việt Minh) endete mit einer vernichtenden Niederlage der Franzosen. Dieser Misserfolg beendete die französische Kolonialherrschaft in Südostasien. Der Kampf um die französische Festung im Kreis Điện Biện nahe der damaligen Kreisstadt Điện Biên Phủ zwischen Him Lam im Norden und Mường Thanh im Süden begann am 13. März 1954. US-Außenminister John Foster Dulles verkündete die Niederlage am 7. Mai 1954 in Washington.
„Vor einigen Stunden ist Điện Biên Phủ gefallen. Seine 57-tägige Verteidigung wird als einer der heldenhaftesten Taten aller Zeiten in die Geschichte eingehen. Die französischen und die nationalen Verteidigungskräfte haben dem Feind heftige Verluste zugefügt. Die französischen Soldaten haben bewiesen, daß sie selbst unter den schwierigsten Bedingungen bereit und in der Lage sind zu kämpfen. Vietnam hat bewiesen, daß es Soldaten mit den erforderlichen Fähigkeiten hat, ihr Land zu verteidigen.“
-1840: der russische Komponist Pjotr Iljitsch Tschaikowski wurde in Kamsko-Wotkinski Sawod geboren.
-1941: der Swing-Titel „Chattanooga Choo Choo“ (von Mack Gordon, der den Text schrieb und Harry Warren, der das Lied komponierte) wurde von Glenn Miller für RCA Victors Bluebird-Label eingespielt.

 

-1937: die Hindenburg-Katastrophe – der Zeppelin LZ 129 „Hindenburg“ (benannt nach dem deutschen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg) verunglückte bei der Landung in Lakehurst/New Jersey während einer Linienfahrt im Rahmen des Nordamerika-Programms der DZR, als sich die Wasserstofffüllung entzündete. 36 Menschen, darunter ein Mitglied der Landemannschaft, kamen zu Tode. 23 Passagiere und 39 Crewmitglieder überlebten das Unglück. Die Fahrt verlief ohne besondere Vorkommnisse. Auf Grund eines Gewitters verzögerte sich die geplante Landung. Bei dieser brach im Heckteil des Schiffes ein Wasserstoff-Feuer aus, das sich dann schnell ausbreitete, das Luftschiff verlor dadurch seinen statischen Auftrieb und sank in etwa einer halben Minute auf den Boden. Durch die Flammen entzündete sich auch der für die Antriebsmotoren mitgeführte Dieselkraftstoff. Es war das erste tödliche Unglück in der zivilen Luftfahrt mit Zeppelin-Luftschiffen nach dem 1. Weltkrieg.
-1856: der österreichische Arzt, Tiefenpsychologe und Religionskritiker Sigmund Freud wurde in Freiberg/Mähren damals Kaisertum Österreich geboren.
-1915: der US-Schauspieler Orson Welles wurde in Kenosha/Wisconsin geboren.
-1942: während des 2. Weltkrieges ergaben sich Amerikaner und Philippinos auf der zu den Philippinen gehörenden Insel Corregidor den japanischen Truppen.
-1954: Roger Bannister (ein britischer Mittelstreckenläufer und Neurologe) stellte auf der Leichtathletikanlage der University of Oxford an der Iffley Road bei einem Rekordversuch einen Weltrekord auf und lief die Meile (= 1609 Meter) in 3:59,4 Minuten.

 

 

„Operation Eagle Claw“ – eine geheime Rettungsmission in der Nacht vom 24. zum 25. April 1980 während der Geiselnahme von Teheran (dabei wurden 52 US-Diplomaten 444 Tage lang vom 4. November 1979 bis zum 20. Januar 1981 als Geiseln gehalten, nachdem eine Gruppe iranischer Studenten die US-Botschaft in Teheran im Verlauf der Islamischen Revolution besetzt hatte). Als erster Teil der Operation trafen sich einige C-130 Transportflugzeuge in der Ausführung MC-130E Combat Talon mit acht RH-53D Sea Stallion-Hubschraubern auf einem Behelfslandeplatz in der Großen Salzwüste im Südosten des Iran. Zwei der Hubschrauber fielen wegen eines Sandsturms aus, ein dritter wurde bei der Landung beschädigt. Daraufhin wurde die Mission abgebrochen, doch beim Start der Flugzeuge berührte ein Hubschrauber eine Lockheed C-130 und stürzte ab. Dabei starben acht US-Soldaten und mindestens vier weitere wurden verletzt. Später wurden die Leichen einiger der Männer während massiver Protestdemonstrationen in den Straßen Teherans von dem schiitischen Ayatollah Sadegh Khalkali vorgeführt – vor Fernsehkameras aus aller Welt. Am 6. Mai 1980 wurden die Leichen der US-Soldaten in die USA überführt und US-Präsident Carter ordnete eine dreitägige Staatstrauer an. Die Geiseln in der Botschaft wurden in den folgenden Tagen in verschiedene Städte im Iran gebracht, um einem erneuten Befreiungsversuch vorzubeugen. Die Geiseln wurden erst 444 Tage nach ihrer Entführung nach der Aufnahme von Verhandlungen zwischen den USA und Iran im Januar 1981 freigelassen.
Irischer Osteraufstand 1916 – war ein Versuch militanter irischer Republikaner, die Unabhängigkeit von Großbritannien gewaltsam zu erzwingen. Obwohl militärisch fehlgeschlagen, gilt er als Wendepunkt in der Geschichte Irlands, der dann letztlich zur Unabhängigkeit führte.
-Verhaftungswelle und Deportationen von Armeniern durch die Osmanen 1915 während des 1. Weltkriegs (Völkermord an den Armeniern).
-protestierende Studenten hielten 1968 fünf Gebäude der Columbia University eine Woche lang besetzt. Sie protestierten gegen den Bau einer Sporthalle im Morningside Park, die Präsenz von Offizieren und Regierungsbeamten auf dem Campus zur Rekrutierung von Vietnamkämpfern und gegen die Universitätsverwaltung generell.
-die US-Sängerin Barbra Streisand wurde 1942 in Brooklyn/New York geboren.

 

 

-Beginn des Völkermordes in Ruanda/Afrika 1994 (dauerten bis Mitte Juli 1994 an) – Sie kosteten zirka 800.000 bis 1.000.000 Menschen das Leben, die niedrigsten Schätzungen gehen von mindestens 500.000 Toten aus. In annähernd 100 Tagen töteten Angehörige der Hutu-Mehrheit etwa 75 Prozent der in Ruanda lebenden Tutsi-Minderheit sowie moderate Hutu, die sich am Völkermord nicht beteiligten oder sich aktiv dagegen einsetzten. Die Täter kamen aus den Reihen der ruandischen Armee, der Präsidentengarde, der Nationalpolizei (Gendarmerie) und der Verwaltung. Zudem spielten die Milizen der Impuzamugambi sowie vor allem der Interahamwe eine besonders aktive Rolle. Auch weite Teile der Hutu-Zivilbevölkerung beteiligten sich am Völkermord. Der Genozid ereignete sich im Kontext eines langjährigen Konflikts zwischen der damaligen ruandischen Regierung und der Rebellenbewegung Ruandische Patriotische Front (RPF). Im Verlauf und im Nachgang der Ereignisse wurden die Vereinten Nationen (UN) und Staaten wie die USA, Großbritannien und Belgien wegen ihrer Untätigkeit kritisiert. Dabei stand die Frage im Mittelpunkt, aus welchen Gründen eine frühzeitige humanitäre Intervention nicht erfolgte, beziehungsweise warum die vor Ort stationierten Friedenstruppen der Vereinten Nationen, die United Nations Assistance Mission for Rwanda (UNAMIR), bei Ausbruch der Gewalt nicht gestärkt, sondern verkleinert wurden. Gegen Frankreich wurde überdies der Vorwurf erhoben, sich an den Verbrechen beteiligt zu haben. Die Ermordung von Präsident Juvénal Habyarimana löste den Völkermord aus. Die Dassault Falcon 50, mit der er am 6. April 1994, begleitet vom burundischen Präsidenten Cyprien Ntaryamira, von einer Konferenz aus Daressalam zurückkehrte, wurde gegen 20:30 Uhr beim Landeanflug auf den Flughafen von Kigali mit Boden-Luft-Raketen abgeschossen. Alle Passagiere und die Crew kamen ums Leben. Wer für den Abschuss des Flugzeugs verantwortlich war, ist bis heute nicht bekannt. Ungefähr 30 Minuten nach dem Attentat begannen in Kigali die Morde an oppositionellen Hutu, prominenten Tutsi und Befürwortern des Arusha-Friedensabkommens.
-die Bell Laboratories (sind Teil der Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Alcatel-Lucent. Der Hauptsitz der Bell Labs ist in Murray Hill/New Jersey in den USA) übertrugen 1927 mittels Telefonkabeln eine Rede von US-Wirtschaftsminister (und späteren US-Präsidenten) Herbert Hoover auf eine Distanz von 200 Meilen (ca. 321 Kilometer). Dies war die erste erfolgreiche Fernübertragung eines Fernsehsignals.
Henry Ford (gründete den Automobilhersteller Ford Motor Company) starb 1947 in Dearborn/Michigan.
-das Musical „South Pacific“ (mit der Musik von Richard Rodgers und den Liedtexten von Oscar Hammerstein II.) erlebte 1949 seine Uraufführung auf dem Broadway im Majestic Theatre.
-die US-Jazzsängerin Billie Holiday wurde 1915 in Philadelphia geboren.

 

 

-Begräbnisfeierlichkeiten für den am 7. Februar 1999 verstorbenen Hussein I. (von 1952 bis 1999 König von Jordanien) 1999. Die Bedeutung Husseins und die Anerkennung für seine langjährigen Bemühungen um Frieden im Nahen Osten wurden durch die Anwesenheit von 17 regierenden Staatschefs, Vertretern verschiedener Monarchien und früherer politischer Verhandlungspartner, darunter die ehemaligen US-Präsidenten Gerald Ford, Jimmy Carter und George H. W. Bush, bei den Begräbnisfeierlichkeiten unterstrichen.
-Premiere des US-Historienfilms „Die Geburt einer Nation“ („The Birth of a Nation“/Regie David Wark Griffith) 1915 in Los Angeles im Clune’s Auditorium. Der dreistündige Historienfilm war das finanziell erfolgreichste Werk der Stummfilmzeit. Er wird einerseits für seine zahlreichen filmtechnischen Innovationen gerühmt, andererseits wegen seines rassistischen Inhalts seit seiner Premiere kritisiert.
-in Orangeburg/South Carolina starben 1968 die drei Studenten Samuel Hammond Jr., Delano B. Middleton und durch die Schüsse der Polizei, als sie gegen die Rassentrennung auf der örtlichen Bowlingbahn protestierten („Orangeburg Massaker“).
-Gründung der USA-Pfadfinderorganisation Boy Scouts of America 1910 durch den US-Unternehmer William D. Boyce gemeinsam mit weiteren Geschäftsleuten und an der Jugendarbeit interessierten Personen.
-der US-Schauspieler James Dean wurde 1931 in Marion/Indiana geboren.