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Tag Archives: 1886

-1886: Einweihung der Freiheitsstatue („Lady Liberty“) auf Liberty Island im New Yorker Hafen. „Lady Liberty“ ist eine von dem französischen Bildhauer Frédéric-Auguste Bartholdi geschaffene neoklassizistische Kolossalstatue und ist ein Geschenk des französischen Volkes an die Vereinigten Staaten.
-1922: Marsch auf Rom von Benito Mussolini (war Diktator des Königreiches Italien von 1922 bis 1943 und der Italienischen Sozialrepublik von 1943 bis 1945), der ihn am 31. Oktober auch an die Macht brachte.
-1962: Ende der Kubakrise – der sowjetische Regierungschef Nikita S. Chruschtschow lenkte ein und erklärte sich bereit, die Mittelstreckenraketen auf Kuba zu entfernen. Im Gegenzug erklären die USA: keine Invasion auf Kuba. Außerdem – was nicht öffentlich werden durfte – Abbau der Raketen in der Türkei und Italien.
-1955: der US-Unternehmer Bill Gates (gründete 1975, gemeinsam mit Paul Allen, die Microsoft Corporation) wurde in Seattle/Washington geboren.
-1967: die US-Schauspielerin Julia Roberts wurde in Atlanta/Georgia geboren.

 

-1945: V-E-Day („Victory in Europe Day“/„Sieg-in-Europa-Tag“), bezeichnet den 8. Mai 1945 als Ende des 2. Weltkrieges in Europa. In vielen europäischen Ländern wird er als Tag der Befreiung gefeiert. In einigen Ländern wie Frankreich, Tschechien und der Slowakei ist er öffentlicher Feiertag.  In den Verhandlungen mit den Alliierten am 6. und 7. Mai wurde der 8. Mai als Zeitpunkt des Inkrafttretens der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte (die zum Ende der militärischen Feindseligkeiten der Alliierten gegen Deutschland führte, wurde am 7. Mai 1945 im Hauptquartier der US-Streitkräfte in Reims unterzeichnet) festgesetzt. Die Gegenzeichnung der Kapitulationserklärung durch die Oberbefehlshaber der Teilstreitkräfte der Wehrmacht zog sich bis in die frühen Morgenstunden des 9. Mai hin. Da die Kapitulation in Moskau ebenfalls erst am 9. Mai bekannt gegeben wurde, wird in der Sowjetunion und ihren Nachfolgestaaten dieses Datum als der Tag des Sieges begangen.
-1973: Ende der Besetzung von Wounded Knee. Diese begann am 27. Februar 1973, als Mitglieder der militanten indianischen Gruppe American Indian Movement (AIM) die Ortschaft Wounded Knee Pine Ridge Reservation im US-Bundesstaat South Dakota besetzten und elf Geiseln nahmen. Mit der Aktion wollten sie die Absetzung des Stammesvorsitzenden von Pine-Ridge, Dick Wilson, erreichen. Durch die gute Medienarbeit des AIM waren viele Reporter amerikanischer und internationaler Medien am Ort des Geschehens und berichteten täglich für ein weltweites Publikum. Als die Forderung nach der Absetzung der gewählten, aber der Korruption und Vetternwirtschaft verdächtigten Regierung von Pine Ridge erfolglos blieb und das FBI stattdessen einen Belagerungsring um die Besetzer in Wounded Knee zog, riefen diese nach mehrmaligem Scheitern von Verhandlungen mit einem stellvertretenden Attorney General der USA schließlich die unabhängige Oglala-Nation aus. Die Besetzung dauerte 71 Tage. Am 8. Mai kapitulierten die Aufständischen, nachdem der besonders in den Nachtstunden aufflackernde Beschuss durch ein Großaufgebot von FBI-Agenten und Nationalgarde am 26. April 1973 zum Tod des Oglala Lakota Buddy Lamont durch einen Scharfschützen geführt hatte.
-1886: der Amerikaner John Stith Pemberton erfand das Getränk Coca-Cola. Der Kriegsveteran und Pharmazeut aus Atlanta braute mit Wein, Kolanüssen, Damiana und einem Extrakt aus den Blättern der Cocapflanze einen Sirup als Mittel gegen Müdigkeit, Kopfschmerzen und Depressionen, das er Pemberton’s French Wine Coca nannte. Vorbild hierfür war der beliebte Vin Mariani. Sein Ziel war es, durch das enthaltene Kokain einen Ersatz für das damals beliebte, aber mit Nebenwirkungen behaftete Morphin zu finden. Nachdem am 25. November 1885 Atlanta und Fulton County beschlossen hatten, die Prohibition am 1. Juli 1886 versuchsweise für zwei Jahre einzuführen, war Pemberton gezwungen, den Wein aus dem Getränk zu nehmen, und erfand so Coca-Cola. Den Namen leitete er aus den Zutaten Kokablatt (coca leaves) und Kolanuss (cola nut) ab. Mit Sodawasser gemischt wurde der Sirup erstmals am 8. Mai 1886 als Getränk in Jacob’s Pharmacy in Atlanta für 5 Cent pro Glas verkauft.
-1970: das Album „Let It Be“ von der britischen Rockband „The Beatles“ wurde veröffentlicht.

 

 

-1970: Kent-State-Massaker – dabei wurden an der Kent State University in den USA vier Studenten erschossen und neun teils schwer verletzt, als die Nationalgarde des Staates Ohio während einer Demonstration gegen den Vietnamkrieg das Feuer auf die Menge unbewaffneter Demonstranten eröffnete. Auslöser der massiven Proteste war die US-Invasion Kambodschas am 25. April 1970 gewesen, die US-Präsident Richard Nixon am 29. April bekannt gegeben hatte, obwohl er im Wahlkampf einen „anständigen Frieden“ versprochen hatte. Ziel des Feldzuges war die Vernichtung der dort verborgenen Viet-Kong-Kämpfer.
Daraufhin kam es landesweit zu massiven Protesten, auch an der Universität in Kent. Nachdem am 2. Mai ein vom „Reserve Officer Training Corps“ genutztes Gebäude auf dem Campus niedergebrannt worden war, erklärte der Bürgermeister den Ausnahmezustand und rief die Nationalgarde (Ohio Army National Guard), die mit ca. 1.000 Mann anrückte. Am 4. Mai versuchte diese, eine nicht genehmigte Protestkundgebung mit Tränengas aufzulösen, was nicht gelang. Darauf zog sich ein Trupp Nationalgardisten, unter ihnen ihr General, auf einen Hügel zurück, drehte sich um und eröffnete unvermittelt das Feuer auf die Menge – laut FBI „ohne bedroht oder in Gefahr zu sein“. Dabei wurden in 13 Sekunden mindestens 67 Schüsse abgegeben, einige Nationalgardisten verschossen ihr gesamtes achtschüssiges Magazin. Es gab vier Tote (Allison Krause, William Knox Schroeder, Sandy Scheuer und Jeffrey Miller), einen Querschnittsgelähmten (Dean Kahler) und acht weitere Verletzte. Einige der Opfer waren über hundert Meter entfernt und unbeteiligt.
-1979: Margaret Thatcher wurde nach dem Wahlsieg der Konservativen Partei bei der Parlamentswahl vom 3. Mai 1979 Nachfolgerin des  britischen Premierministers James Callaghan.
-1886: Haymarket Riot – am 1. Mai 1886 begann in Chicago/Illinois ein mehrtägiger, von den Gewerkschaften organisierter Streik, um eine Reduzierung der täglichen Arbeitszeit von zwölf auf acht Stunden durchzusetzen. Die mit diesem und den darauf folgenden Tagen verbundenen Ereignisse werden als Haymarket Riot bezeichnet. Die Lage eskalierte am 4. Mai, als jemand eine Bombe in die Menge warf, die sich wieder am Haymarket-Square versammelt hatte. Zwölf Menschen, darunter der Polizist Mathias J. Degan, starben noch am Ort des Geschehens. Sechs weitere Polizisten erlagen später ihren Verletzungen. Die Polizei eröffnete daraufhin das Feuer und tötete und verletzte eine unbekannte Zahl von Protestierenden. Da einige der Redner dieses Tages Anarchisten gewesen waren, ging man davon aus, daß ein Anarchist die Bombe geworfen hatte. Ein Beweis für eine solche Verbindung konnte allerdings nicht erbracht werden. Bis heute ist unklar, wer die Bombe geworfen hat.
-1961: der erste Freedom Ride (ist die Bezeichnung einer Widerstandsform, die aus der US-Bürgerrechtsbewegung entstand. Die sogenannten Freedom Rider beteiligten sich an der Abschaffung der staatlich sanktionierten Rassentrennung, indem sie in Überlandbussen in die Südstaaten der USA fuhren, um die Umsetzung der höchstrichterlichen Entscheidung -364 U.S. 454 1960 – des US-Supreme Court über das Verbot der Rassentrennung in öffentlichen Verkehrsmitteln, Gaststätten und Wartesälen zu testen) verließ Washington D. C. und sollte New Orleans am 17. Mai erreichen. Das Ziel der Fahrt war, mit einer gemeinsamen Fahrt von Weißen und Schwarzen, den status quo und die örtlichen Gesetze zu testen und anzuklagen. Die Fahrt und die gewaltsamen Proteste, die hervorgerufen wurden, gaben der Bürgerrechtsbewegung Aufwind und machten erst die amerikanische und dann die Weltöffentlichkeit auf das Problem aufmerksam. Die Teilnehmer wurden zum Teil wegen unbefugten Betretens, ungesetzmäßiger Versammlung und der Verletzung von Staats- und örtlichen Gesetzen verhaftet. Am 4. Mai 1961 verließen 7 schwarze und 6 weiße Fahrgäste Washington DC in Greyhound und Trailways Bussen. Die Taktik war es, gemischt zu sitzen, mit mindestens einem Schwarzen in der für Weiße reservierten Zone im vorderen Bereich. Mit kleineren Schwierigkeiten fuhren die Busse durch Virginia, North Carolina und Georgia.
-1927: Gründung der Academy of Motion Picture Arts and Sciences/AMPAS (eine professionelle, ehrenamtlich arbeitende US-Organisation, die vor allem durch die Verleihung des Academy Awards Oscar ein Begriff ist).