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Tag Archives: 1865

-2005: Terroranschläge in London – waren eine Serie von islamistischen Selbstmordattentaten auf Zivilisten, die während der morgendlichen Hauptverkehrszeit den öffentlichen Nahverkehr der Stadt nutzten. Es handelt sich um die schwersten islamistischen Terroranschläge in der Geschichte von Großbritannien. Während des Berufsverkehrs kam es innerhalb kürzester Zeit zu insgesamt vier Explosionen, ausgelöst durch Bombenträger (so genannte „Rucksackbomber“) in drei U-Bahn-Zügen und einem Doppeldeckerbus. Dabei wurden 56 Menschen (inklusive der vier Selbstmordattentäter) getötet und über 700 teilweise schwer verletzt. Viele Menschen waren bis zum Nachmittag in den betroffenen Zügen eingeschlossen. Die Anschläge werden in den britischen Medien auch unter der Abkürzung 7/7 genannt, in Anlehnung an die islamistischen Terroranschläge am 11. September 2001 in den USA, die unter 9/11 bekannt wurden. Drei der Explosionen fanden gleichzeitig um etwa 8:50 Uhr Londoner Zeit in fahrenden U-Bahn-Zügen (teilweise bei der Ein- oder Ausfahrt aus der Station) statt. Eine davon ereignete sich an der Liverpool Street und forderte sieben Todesopfer. Ebenfalls sieben Personen starben bei einer Detonation an der Edgware Road. Der schwerste der Anschläge ereignete sich auf der Piccadilly Line zwischen King’s Cross St. Pancras und Russell Square. Er fand mitten im Tunnel statt, was die Rettungsarbeiten erschwerte, und forderte 28 Tote. Die vierte Detonation forderte knapp eine Stunde später (um 9:47 Uhr) in einem Doppeldeckerbus am Tavistock Square (nahe Russell Square) weitere 13 Todesopfer.
-1865: Hinrichtung von Mary Surratt, Lewis Powell, David Herold und dem deutschstämmigen George Atzerodt –  den Mitverschwörern von dem Schauspieler John Wilkes Booth, einem fanatischen Sympathisanten der Südstaaten, der am Abend des 14. April 1865 US-Präsident Abraham Lincoln beim Besuch des Ford’s Theatre in Washington D.C. anschoss. Am folgenden Tag, dem 15. April, erlag Lincoln seinen schweren Kopfverletzungen. Das Attentat war Teil einer größeren Verschwörung: Eine Gruppe von Sklaverei-Anhängern um Booth hatte geplant, neben Lincoln weitere Regierungsmitglieder zu ermorden. So wurde auch US-Außenminister William H. Seward bei einem Mordanschlag schwer verletzt. Booth wurde am 26. April in Virginia gestellt und bei einem Schusswechsel mit seinen Verfolgern getötet. Seine Mitverschwörer wurden später von einem Militärgericht zum Tode verurteilt.
-1987: Lieutenant Colonel Oliver North (war im Weißen Haus als Mitglied des Nationalen Sicherheitsrats für die Koordination verdeckter Operationen zuständig) sagte vor der Untersuchungskommission des US-Kongresses zur Untersuchung der „Iran-Contra-Affäre“ (war ein politischer Skandal während der Amtszeit von US-Präsident Ronald Reagan) aus.
-1981: Sandra Day O’Connor (ist eine US-Juristin. Sie war von 1981 bis 2006 als erste Frau Richterin am Obersten Gerichtshof der USA) wurde von US-Präsident Ronald Reagan für den Supreme Court als Nachfolgerin für den im Juni ausgeschiedenen US-Juristen Potter Stewart vorgeschlagen und offiziell am 19. August nominiert.
-1907: der US-Science-Fiction-Schriftsteller Robert A. Heinlein wurde in Butler/Missouri geboren.
-1940: der britische Musiker und Schauspieler Ringo Starr (war Schlagzeuger der Band „The Beatles“) wurde in Liverpool/England geboren.

 

 

-1953: Hinrichtung von Ethel und Julius Rosenberg auf dem elektrischen Stuhl im Staatsgefängnis Sing Sing in New York. Die beiden waren ein wegen Spionage verurteiltes US-Ehepaar. Ihr Strafprozess erregte Anfang der 1950er weltweites Aufsehen. Ihnen wurde Atomspionage für die Sowjetunion vorgeworfen. Spätere Aussagen deuten darauf hin, dass die Vorwürfe gegen Julius Rosenberg berechtigt gewesen sein könnten, während Ethel lediglich eine Mitwisserin war. Die Spionagevorwürfe wurden weder durch Geständnisse des Ehepaares, noch durch eindeutige Beweise belegt. Trotz heftiger nationaler und internationaler Proteste u.a. von Papst Pius XII., Jean-Paul Sartre, Albert Einstein, Pablo Picasso, Fritz Lang, Bertolt Brecht und Frida Kahlo, wurden beide am 5. April 1951 zum Tode verurteilt.
-1910: der erste „Vatertag“ („Father’s Day“) wurde in den USA in Spokane/Washington gefeiert. 1924 unterstützte US-Präsident Calvin Coolidge die Idee eines nationalen Vatertags. Und im Jahre 1966 unterzeichnete US-Präsident Lyndon Johnson eine Proklamation, die den dritten Junisonntag zum Vatertag erklärte. US-Präsident Richard Nixon erhob 1974, mittels Public Law 92-278, den Vatertag in den Rang eines offiziellen Feiertages für den dritten Sonntag im Juni.
-1865:„Juneteenth“ („Juni“ und „neunzehn“) – ein Feiertag in den USA, der der Erinnerung an die Abschaffung an die Sklaverei in Texas im Jahre 1865 dienen soll. Obwohl die Emanzipations-Proklamation am 22. September 1862, ausgestellt wurde, hatte sie nur minimale Auswirkungen am Anfang. Am 18. Juni 1865 wurde der Unions-General Gordon Granger mit 2.000 Unions-Soldaten nach Galveston/Texas geschickt, um die Befreiung der Sklaven zu erzwingen. Am 19. Juni 1865 verlas Granger die „General Order Nr. 3“, die deklarierte, daß Sklaven frei waren.
-1947: der indisch-britische Schriftsteller Salman Rushdie wurde in Bombay/Indien geboren.
-1986: der US-Basketballspieler Len Bias starb in College Park/ Maryland an einer Überdosis Kokain. Len Bias galt als sehr talentierter Spieler und besuchte die University of Maryland, wo er als All-American ausgezeichnet wurde. Bias wurde beim NBA Draft 1986 an zweiter Stelle von den „Boston Celtics“ gewählt.
-1962: die US-Sängerin Paula Abdul wurde in San Fernando/ Kalifornien geboren.

 

Katastrophe von Tschernobyl 1986 – ereignete sich am 26. April 1986 in Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl nahe der ukrainischen Stadt Prypjat. Als erstes Ereignis wurde sie auf der siebenstufigen internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse als katastrophaler Unfall eingeordnet. Bei einer unter der Leitung von Anatoli Stepanowitsch Djatlow durchgeführten Simulation eines vollständigen Stromausfalls kam es auf Grund schwerwiegender Verstöße gegen die geltenden Sicherheitsvorschriften sowie der bauartbedingten Eigenschaften des mit Graphit moderierten Kernreaktors vom Typ RBMK-1000 zu einem unkontrollierten Leistungsanstieg, der zur Explosion des Reaktors führte. Innerhalb der ersten zehn Tage nach der Explosion wurde eine Aktivität von mehreren Trillionen Becquerel freigesetzt. Die so in die Erdatmosphäre gelangten radioaktiven Stoffe, darunter die Isotope Caesium-137 mit einer Halbwertszeit (HWZ) von rund 30 Jahren und Iod-131 (HWZ: 8 Tage), kontaminierten infolge radioaktiven Niederschlags hauptsächlich die Region nordöstlich von Tschernobyl sowie viele Länder in Europa.
Nach der Katastrophe begannen sogenannte Liquidatoren mit der Dekontamination der am stärksten betroffenen Gebiete. Unter der Leitung des Kurtschatow-Instituts errichtete man bis November 1986 einen aus Stahlbeton bestehenden provisorischen Schutzmantel, der meist als „Sarkophag“ bezeichnet wird.
John Wilkes Booth (ein US-Schauspieler, der US-Präsident Abraham Lincoln
am 14. April 1865 bei einem Besuch im Ford-Theater in Washington, D.C. erschoss) wurde mehrere Tage später 1865 bei Bowling Green/Virginia in einer Scheune außerhalb Washingtons gestellt und getötet, als er sich der Gefangennahme widersetzte.
-die erste Landung englischer Siedler in Nordamerika 1607 am Cape Henry in Virginia Beach/Virginia (Cape Henry Memorial). Die Kolonisten erkundeten nach ihrer Landung die Umgebung und gaben dem Kap seinen Namen. Bevor sie weiter den James River hinauffuhren, an dem sie die Siedlung Jamestown gründeten, stellten sie an der Landungsstelle ein Kreuz auf.
Luftangriff auf Gernika 1937 – durch deutsche Kampfflugzeuge der Legion Condor war eine war eine militärische Operation während des Spanischen Bürgerkrieges im Baskenland. Die Legion Condor war für den Hauptteil des Bombardements verantwortlich, das italienische Corpo Truppe Volontarie war an der Operation beteiligt.
Howard Dean, der damalige Gouverneur des US-Bundesstaates Vermont, unterzeichnete 2000 die Civil Unions, die auch gleichgeschlechtlichen eheähnlichen Partnerschaften alle Rechte und die Privilegien der Ehe einräumen.
-die US-Schauspielerin Lucille Ball starb 1989 in Beverly Hills/Kalifornien.

 

 

 

 

-Ende des US-Bürgerkrieges – die bewaffneten Feindseligkeiten endeten im Wesentlichen mit der Kapitulation der Nord-Virginia-Armee unter General Robert Edward Lee gegenüber der Potomac-Armee unter Generalleutnant Ulysses S. Grant in Appomattox Court House/Virginia am 9. April 1865. Die letzten konföderierten Truppen kapitulierten am 23. Juni 1865 in Texas.
– im Rahmen des Irakkrieges 2003 wurden in den frühen Morgenstunden des 9. April durch die 2. Brigade der 3. US-Infanteriedivision wichtige Positionen in der irakischen Hauptstadt Bagdad eingenommen und besetzt, darunter das Ölministerium, die Hauptstraße Bagdads, das Hauptquartier der Geheimpolizei und die Universität der Stadt. Um 18:00 Uhr deckte ein US-Soldat die Saddam-Statue vor dem Palestine-Hotel zuerst mit der US-Flagge und später mit einer irakischen Flagge ab; das Bild davon steht symbolisch für das Ende des Irak-Krieges. Danach wurde die Statue mit Hilfe eines M88-Bergepanzers zum Einsturz gebracht (Schlacht um Bagdad 2003).
-auf einer Pressekonferenz in Washington D.C. wurden 1959 die sieben ausgewählten Mercury-Astronauten der Öffentlichkeit vorgestellt (Mercury-Programm) – war das erste bemannte Raumfahrtprogramm der USA. Es dauerte von 1958 bis 1963 und hatte zum Ziel, einen Menschen im Orbit um die Erde zu fliegen. Die Frühphase wurde von der National Advisory Committee for Aeronautics/NACA geplant. Durchgeführt wurde es von der neu gegründeten NASA). Die „Mercury Seven“ waren im Einzelnen:

Lt. Commander Alan B. Shepard, Jr., Navy
Captain Virgil I. Grissom, Air Force
Lt. Colonel John H. Glenn, Jr., Marines
Lieutenant Malcolm Scott Carpenter, Navy
Lt. Commander Walter M. Schirra, Jr., Navy
Captain Donald K. Slayton, Air Force
Captain Leroy Gordon Cooper, Jr., Air Force
-die US-Opernsängerin Marian Anderson gab 1939 vor dem Lincoln Memorial ein Open-Air-Konzert, an dem rund 75.000 Menschen teilnahmen. 1939 verhinderte die konservative Frauenvereinigung „Daughters of the American Revolution“ („Töchter der Amerikanischen Revolution“) einen geplanten Bühnenauftritt von Anderson in der Constitution Hall von Washington D.C. wegen ihrer Hautfarbe. Daraufhin trat Eleanor Roosevelt, Ehefrau des damaligen US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt, aus Protest gegen diese Rassendiskriminierung aus der Organisation aus. Die Roosevelts organisierten in der Folge am Ostersonntag, dem 9. April 1939.
-Großbritanniens Prinz Charles heiratete 2005 seine langjährige Geliebte Camilla Parker Bowles in Windsor.