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Daily Archives: Dezember 18th, 2011

-der US-Supreme Court entschied während des 2. Weltkriegs 1944 in zwei Urteilen, daß die Internierung japanischstämmiger Amerikaner im Grundsatz rechtmäßig ist, allerdings die Internierung eines japanischstämmigen amerikanischen Staatsbürgers, dessen Loyalität unbestritten ist, nach dem Habeas Corpus-Grundsatz unzulässig war. Daraufhin erklärte die US-Bundesregierung, die Internierung bis Jahresende 1945 beenden zu wollen. Das Ende des 2. Weltkriegs kam dem zuvor.
Nach dem Angriff der Japaner auf Pearl Harbor und dem Eintritt der Vereinigten Staaten in den 2. Weltkrieg im Dezember 1941 wurden auf der Grundlage weitverbreiteter rassistischer Vorurteile und in Fortsetzung verschiedener diskriminierender Einschränkungen nicht nur japanische Staatsangehörige in den Vereinigten Staaten, sondern auch alle amerikanischen Staatsbürger japanischer Abstammung als Enemy Alien eingestuft. Am 19. Februar 1942 unterzeichnete US-Präsident Franklin D. Roosevelt die Executive Order 9066, auf deren Grundlage große Teile der Pazifik-Anrainerstaaten zum Sperrgebiet erklärt wurden. Alle Bewohner Kaliforniens, des westlichen Oregons und Washingtons sowie eines kleinen Streifens im Süden Arizonas und Alaskas mit japanischen Vorfahren wurden durch die War Relocation Authority (Kriegs-Umsiedelungs-Behörde) in Internierungslager östlich der Pazifik-Region eingewiesen. Eine vergleichbare Ermächtigung zur vollständigen Internierung von deutsch- und italienischstämmigen Bewohnern der Ostküste wurde nicht umgesetzt. Einzelne Personen wurden aber interniert.
Insgesamt waren alleine von den Zwangsmaßnahmen gegen die japanischstämmige Bevölkerung 116.000 Menschen betroffen, sie lebten bis 1945 in zehn Barackensiedlungen (eines war das Manzanar War Relocation Center) weit abseits größerer Ortschaften und unter Bewachung durch das US-Militär. Nach dem Ende des Krieges wurden ihnen unter engen Voraussetzungen einige nachgewiesene Schäden erstattet. Nachdem eine vom US-Kongress eingesetzte Kommission zum Schluss kam, daß die Maßnahmen nicht durch militärische Notwendigkeit gerechtfertigt werden konnten und die Ursachen viel mehr „rassistische Vorurteile, kriegsbedingte Hysterie und das Versagen der politischen Führung“ waren, sprach 1988 der Civil Liberties Act of 1988 jedem noch lebenden Opfer der Zwangsumsiedelung 20.000 Dollar Entschädigung zu. 1992 wurden in einer Gesetzesänderung weitere Mittel bereitgestellt, um die Verpflichtung erfüllen zu können und Präsident
George H. W. Bush sprach eine formelle Bitte um Entschuldigung aus.
-Beginn der elf Tage andauernden so genannten „Weihnachtsbombardements“ von 1972 während des Vietnamkriegs, bestehend aus 739 Angriffen mit Boeing B-52-Bombern und etwa 1.200 Angriffen mit Kampfflugzeugen auf die Städte Haiphong und Hanoi in Nordvietnam. Diese Luftangriffe töteten 2.000 Zivilisten und fügten dem Ansehen der USA weiteren Schaden zu.
-der US-Regisseur Steven Spielberg wurde 1946 in Cincinnati/Ohio geboren
-Premiere des Balletts „Der Nussknacker“ des russischen Komponisten Pjotr Iljitsch Tschaikowski 1892 im Mariinski-Theater in Sankt Petersburg.

 

 

Heute ist der 18. Dezember – der Internationale Tag der Migranten – today is International Migrants Day. Im Dezember 2000 hat die UNO den 18. Dezember als den Internationalen Tag der Migranten ausgerufen.
Am 4. Dezember 2000 hatte die UN-Generalversammlung, unter Berücksichtigung der großen und wachsenden Zahl von Migranten in der Welt, den 18. Dezember als Internationalen Tag der Migranten verkündet. Am 18. Dezember 1990 hatte die UN-Generalversammlung die Internationale Konvention zum Schutz der Rechte aller Migranten und ihrer Familienangehörigen angenommen.
Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen sowie die zwischenstaatlichen und nichtstaatlichen Organisationen sind eingeladen, den Internationalen Tag der Migranten zu beobachten durch die Verbreitung von Informationen über die Menschenrechte und Grundfreiheiten von Migranten und durch den Austausch von Erfahrungen und die Gestaltung von Maßnahmen zu deren Schutz.
Die 132 Mitgliedstaaten, die in der Generalversammlung am Dialog über internationale Migration und Entwicklung am 14./15 September 2006 teilgenommen hatten, bekräftigten eine Reihe von Kernbotschaften. Zunächst betonten sie, daß die internationale Migration ein wachsendes Phänomen war und daß es einen positiven Beitrag zur Entwicklung in den Herkunfts-und Zielländern machen könnte, sofern sie durch die richtigen politischen Maßnahmen unterstützt werden. Zweitens betonten sie, daß die Achtung der Grundrechte und Grundfreiheiten aller Migranten notwendig war, um die Vorteile der internationalen Migration zu ernten. Drittens erkannten sie die Bedeutung von stärkerer internationaler Zusammenarbeit im Bereich der internationalen Migration bilateral, regional und global.

 

 

 

 

(Quelle:UN.org)