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(Quellen:Tagesschau.de, ZDF-heute.de, N24.de, Stern.de)
Neue Details zum Tod von Al-Qaida-Chef Osama bin Laden. Zuerst hieß es, er sei bewaffnet gewesen bei der Erstürmung seines Anwesens in der pakistanischen Garnisonsstadt Abbottabad, 50 Kilometer nördlich der Hauptstadt Islamabad. Nun hat die US-Regierung diese Angaben korrigiert. Osama bin Laden war unbewaffnet, er habe sich allerdings (angeblich) widersetzt. Der Terrorchef sei zweimal in den Kopf getroffen worden, einmal direkt über dem linken Auge, sein Kopf sei „explodiert“, so Medienberichte. Die USA hatten nach bin Ladens Tod betont, daß die US-Spezialkräfte bin Laden lebend gefangen genommen hätten, wenn es dazu eine Möglichkeit gegeben hätte. Die Entscheidung bin Laden zu töten, sei in Bruchteilen von Sekunden gefallen, nachdem er drohende Bewegungen gemacht habe, sagte CIA-Direktor Leon Panetta. Deshalb sei geschossen worden. Echte Beweisfotos von bin Ladens Leiche wurden bisher noch nicht veröffentlicht, die US-Regierung scheint das aber zu prüfen. Die Bilder seien grausig. Interessant ist, daß eine zwölfjährige Tochter von bin Laden nach pakistanischen Medienberichten wohl die Erschießung ihres Vaters durch die Spezialkräfte miterlebte. Wie die Zeitung „The News“ unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtet, wurde bin Laden nach Aussage der Tochter zunächst lebend gefasst und wenig später vor den Augen seiner Familie erschossen. Die Leiche sei von den Amerikanern abtransportiert worden. Für mich hört sich das nach einer Hinrichtung an , jedenfalls nicht nach Notwehr für dieses Einsatzkommando. Dem Bericht zufolge befindet sich die Tochter mit anderen Familienmitgliedern in der Hand der pakistanischen Behörden. Auf jeden Fall stimme ich der Forderung der UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Navanethem Pillay, nach detaillierten Angaben zur Tötung von bin Laden zu. Der Einsatz von US-Spezialkräften in Pakistan sei komplex gewesen, sagte Navi Pillay in Genf. „Es wäre hilfreich, wenn wir die präzisen Fakten wüssten, die mit bin Ladens Tötung zu tun haben.“ Pillay hatte mehrfach darauf hingewiesen, daß bei Anti-Terror-Einsätzen internationales Recht beachtet werden müsse. Eine Festnahme bin Ladens wäre aber vermutlich schwierig gewesen, räumte sie ein. In diesem Fall hätte sich der Al-Qaida-Terrorist vermutlich wegen schwerster Verbrechen vor Gericht verantworten müssen, darunter Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

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