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Monthly Archives: Mai 2011


(Sicherheitskräfte gehen gegen Regierungsgegner vor: Der Jemen versinkt im Chaos Foto:„Reuters“)

(Quellen:Tagesschau.de, Spiegel Online, Stern.de)
In der südjemenitischen Stadt Taizz hat es in der Nacht zu Montag bei weiteren Protesten gegen Präsident Ali Abdullah Salih mindestens 20 Tote und rund 100 Verletzte gegeben. Laut Augenzeugen haben Sicherheitskräfte auf die Demonstranten geschossen und den sogenannten Freiheitsplatz im Zentrum von Taizz gestürmt, der seit Wochen von Regimegegnern besetzt war. Soldaten seien vor Morgengrauen mit Panzern auf den zentralen Platz vorgerückt, auf dem die Demonstranten ihre Zelte errichtet hatten, erklärte Sadek al-Schugaa, Leiter eines Feldlazaretts in Taizz, der nach eigenen Angaben den Überfall beobachtete. Dabei setzten die Sicherheitskräfte Wasserwerfer und Tränengas ein, Scharfschützen zielten von umliegenden Regierungsgebäuden auf flüchtende Zivilisten. In der Stadt Sindschibar setzte die Armee Kampfflugzeuge gegen mutmaßliche Al-Qaida-Mitglieder ein, so Berichte des arabischen Nachrichtensenders „Al-Arabija“. Bewohner berichteten, sie hätten am Südrand des Ortes Kampfjets in der Luft gesehen und laute Explosionen gehört. Soldaten hatten bis in den Morgen versucht, die Aufständischen aus Sindschibar zu vertreiben. Mindestens vier Menschen kamen ums Leben, erklärte ein Krankenhausmitarbeiter.
Seit vier Monaten gibt es jetzt Proteste gegen den seit 33 Jahren regierenden Salih. Dabei kamen mindestens 300 Menschen ums Leben. Für Salih gilt das Gleiche wie für Husni Mubarak, Muammar al-Gaddafi und Baschar al-Assad: Wenn die Lage im Jemen weiter eskaliert, dann hat Salih wohl bald NATO-Flugzeuge über Sanaa.

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(Quelle:Raumfahrer.net, Focus Online, Sueddeutsche.de)
Die US-Raumfähre „Endeavour“ befindet sich auf ihrem letzten Heimflug zur Erde. Das Space Shuttle hatte mit den sechs Astronauten Mark Kelly, Gregory H. Johnson, Michael Fincke, Greg Chamitoff, Andrew Feustel und Roberto Vittori an Bord kurz vor 06:00 Uhr MESZ am Montagmorgen von der Internationalen Raumstation (ISS) abgedockt. Am Mittwoch soll die „Endeavour“ nach ihrer 16-tägigen 25. und letzten Mission (Bezeichnung STS-134) auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral/Florida landen. Danach wird die Raumfähre als Museumsstück im California Science Center in Los Angeles ausgestellt. Unmittelbar nach dem Ablegen von der ISS absolvierte die Raumfähre in 200 Metern Entfernung noch einen Flyaround um die Station, um ihre derzeitige Struktur auf Fotos und in Filmen zu dokumentieren. Anschließend wurde bei einem fiktiven Wiederannäherungsmanöver ein Sensor für das Rendezvoussystem STORRM (Sensor Test for Orion Relative Navigation Risk Mitigation) des geplanten viersitzigen Mehrzweckraumschiffs Multi-Purpose Crew Vehicle (MPCV) getestet. Dieses ist vorwiegend für längere Flüge zu erdnahen Asteroiden und zum Mond, aber auch zur ISS ausgelegt. Für den Test entfernte sich die „Endeavour“ so weit von der ISS, daß die STORRM Sensoren die Station nicht mehr erfassen konnten, dann führte die Crew eine Reihe von Kurskorrekturen aus, um den Orbiter wieder auf Rendezvous-Kurs mit der ISS zu bringen. Kommandant Mark Kelly bedankte sich vor dem Abdocken für die Gastfreundschaft auf der ISS und sprach von einer sehr erfolgreichen Mission: „Wir hatten wirklich gute Tage.“ Nun sei es an der Zeit, den Leuten in der ISS etwas Frieden und Ruhe zu gönnen.. ISS-Langzeitbewohner Ronald Garan sagte: „Es war wirklich schön, euch zu sehen.“ Er bedankte sich ausdrücklich für die Wartungsarbeiten, die die Shuttle-Crew in und an der ISS während ihres elftägigen Besuchs durchgeführt hatte. „Ihr lasst uns wirklich in guter Form zurück und es war wirklich ein großer Erfolg.“ Die „Endeavour“-Astronauten hatten während ihres Aufenthaltes auf der ISS vier Außenbordeinsätze absolviert und außerdem das Alpha-Magnet-Spektrometer 02 (AMS-02) installiert, das der Suche nach Antimaterie aus der Zeit des Urknalls im Universum dient.

(Quellen:Tagesschau.de, N24.de, n-tv.de)
Nachdem gestern in Afghanistan zwei Bundeswehrsoldaten durch einen Selbstmordanschlag getötet wurden, zu dem sich die Taliban bekannt haben, hat sich die NATO in der Nacht zum Sonntag offenbar auch die Hände schmutzig gemacht und Zivilisten getötet. Bei einem NATO-Luftangriff in der südafghanischen Provinz Helmand sind laut der Provinzregierung 14 Zivilisten ums Leben gekommen, darunter zwölf Kinder. Ein Sprecher des Provinzgouverneurs, Mohammed Daud Ahmadi, sagte, bei dem Angriff seien fünf Mädchen, sieben Jungen und zwei Frauen getötet worden, drei Kinder, eine Frau und zwei Männer seien verletzt worden. US-Truppen seien von Taliban-Kämpfern beschossen worden, sie hätten um Luftunterstützung gebeten. NATO-Flugzeuge hätten daraufhin zwei Wohnhäuser mit Zivilisten bombadiert. Ein Sprecher der ISAF sagte, man kenne die Vorwürfe und untersuche den Vorfall.
Die zivilen Opfer bei NATO-Angriffen lösen in der afghanischen Regierung und der Bevölkerung (verständlicherweise) Unmut und Wut aus. Ich denke mal, es wird wieder Proteste gegen die NATO geben, Demonstranten werden getötet, dann gibt es leider wieder einen Selbstmordanschlag bei dem NATO-oder Bundeswehrsoldaten sterben und so geht die Spirale der Gewalt weiter.

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(Quellen:Tagesschau.de, ZDF-heute.de, N24.de)
Im Norden Afghanistans hat es gestern in Taloqan auf den Sitz des Gouverneurs der Provinz Tachar einen Selbstmordanschlag gegeben, bei dem zwei Bundeswehrsoldaten getötet wurden. Dies bestätigte Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) in Berlin. Fünf weitere Bundeswehrsoldaten wurden verletzt, einer von ihnen schwer. Auch der Kommandant der ISAF-Truppe in Nordafghanistan, General Markus Kneip, wurde leicht verletzt. Die Soldaten seien im Gouverneursgebäude von Tachar gewesen, um mit den afghanischen Partnern nach den jüngsten Vorfällen, bei denen ein Bundeswehrlager angegriffen wurde, über die Sicherheit vor Ort zu sprechen. Der Attentäter, der nach Medienberichten zu den Sicherheitskräften gehörte, die das hochrangige Treffen schützen sollten, sprengte sich in die Luft, als die Teilnehmer des Treffens den Konferenzraum verlassen hätten. Die Taliban bekannten sich zu der Tat. Insgesamt kamen sieben Menschen bei dem Terroranschlag ums Leben, darunter der Polizeikommandeur für Nordafghanistan, Mohammed Daud Daud.
Es ist immer das gleiche Ritual:ein Bundeswehrsoldat stirbt in Afghanistan, unsere Politiker, die man lieber selbst dorthin schicken sollte, zeigen sich schockiert und dann passiert nichts, bis der nächste Soldat stirbt. Unsere Bundeswehrsoldaten sind Kanonenfutter in einem Krieg, der nicht zu gewinnen ist und nur die USA betrifft.

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(Quelle:Raumfahrer.net)
Gestern fand der letzte Außenbordeinsatz der laufenden letzten Mission (STS-134) der US-Raumfähre „Endeavour“ statt. Dieser Spacewalk war dann auch der letzte, der von einer Space Shuttle-Crew durchgeführt wurde. Vor dem Einsatz der Astronauten Michael Fincke und Greg Chamitoff mußte das Orbiter Boom Sensor System (OBSS ) vom Roboterarm der „Endeavour“ an den Roboterarm der Internationalen Raumstation (ISS) übergeben werden. Um 06:15 Uhr MESZ begannen die Weltraumarbeiten. Um 07:42 Uhr MESZ war das OBSS sicher installiert. Mit dieser Montage ist das US-Segment der ISS nach 13 Jahren Konstruktion fertiggestellt. „Die Montage der Raumstation ist beendet“, sagte Space Shuttle-Kommandant Mark Kelly danach. Fincke und Chamitoff passten danach das OBSS für seine Arbeit mit mit dem Roboterarm der ISS an. Dafür verlegten sie einige Kabel, um am 15 Meter langen Ausleger eine Power & Data Grapple Fixture (PDGF) anzubringen. Vorher mußte die End Effector Grapple Fixture (EFGF), mit der der Roboterarm des Space Shuttles die Funktionen des OBSS steuert, entfernt werden, weil beide Systeme nicht kompatibel miteinander sind. Gegen Ende des Außenbordeinsatzes trennten sich Fincke und Chamitoff. Fincke begab sich zum EXPRESS Logistics Carrier 3 (ELC-3), um dort Schrauben an einem Ersatzarm des Roboters DEXTRE zu lösen. Chamitoff kontrollierte einen Haltegurt, mit der eine Werkzeugplattform an der Raumstation festgemacht wurde. Danach machte er ein Abschlussfoto, um das Ende der Konstruktionsarbeiten am US-Modul der ISS zu feiern. Gegen Ende des Einsatzes hielt Chamitoff eine kleine Rede: „Die „Endeavour“ war der erste Shuttle, der zum Bau der Station kam. Und so passt es, daß sie hier ist, um die Montage zu beenden.“ Weiter schwärmte er: „Diese Raumstation ist der Gipfel menschlicher Errungenschaften und internationaler Zusammenarbeit. Zwölf Jahre Bau und 15 Länder, und nun ist sie der strahlendste Stern am Himmel und hoffentlich die Türschwelle zu unserer Zukunft. In diesem Sinne Glückwunsch an alle zur Vollendung der Montage.“   Um 13:39 Uhr MESZ endete nach 7 Stunden und 24 Minuten der letzte Weltraumspaziergang dieser letzten „Endeavour“-Mission. „Genau um 05.02 Uhr (11.02 Uhr MESZ) übersprangen Fincke und Chamitoff die Tausend-Stunden-Marke, die Astronauten und Kosmonauten in Außeneinsätzen verbrachten, um die ISS zu schaffen und zu erhalten“, erklärte die US-Raumfahrtbehörde NASA. Dabei hätten beide den 159. Außeneinsatz an der ISS absolviert, mit deren Bau 1998 begonnen worden war.
Die «Endeavour» soll am 29. Mai von der ISS abdocken, um am 1. Juni zur Erde zurückzukehren. Die Raumfähren werden nach der „Atlantis“-Mission (STS-135) im Juli ausgemustert und in Museen ausgestellt.


(Foto:Nach Gefechten steigt Rauch vom jemenitischen Innenministerium in der Hauptstadt Sanaa auf.)

(Quelle:n-tv.de, taz.de)
Im Jemen hat die Luftwaffe von Präsident Ali Abdullah Salih nach Medienberichten einen Armeestützpunkt einer Eliteeinheit 75 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Sanaa bombardiert, der wenige Stunden zuvor von Aufständischen des oppositionellen Stammesscheichs Sadik al-Ahmar eingenommen worden war. Die Stammeskämpfer hatten den Stützpunkt angegriffen, um zu verhindern, daß Regimetruppen Verstärkungen nach Sanaa bringen. In der Hauptstadt liefern sich Regierungstruppen und Al-Ahmar-Milizen seit Montag heftige Gefechte. Die Salih-Verbände versuchen vergebens, die Residenz von Sadik al-Ahmar im Hasaba-Viertel zu stürmen. Bei den Kämpfen im Zentrum von Sanaa wurden bislang mehr als 100 Menschen getötet. In der Nacht zum Donnerstag starben nach Angaben des Verteidigungsministeriums 28 Menschen durch eine Explosion in einem Waffenlager. Auslöser der Kämpfe ist Salihs erneute Weigerung, ein Abkommen zu unterzeichnen, das seinen Rücktritt innerhalb eines Monats vorsieht. Im Jemen gibt es seit drei Monaten Demonstrationen gegen Salih, der seit mehr als 30 Jahren an der Macht ist.
Libyen, Syrien und der Jemen-das sind die Länder in denen sich der Arabische Frühling zum Bürgerkrieg entwickelt hat bzw.darauf zusteuert.

(Tagesschau.de, ZDF-Volle Kanne.de)
Nach Vogelgrippe und Schweinegrippe haben wir Deutschen ein neues Feindbild-die gemeine spanische Terror-Gurke. Und das nur, weil auf sage und schreibe drei (!) Gurken dieses EHECBakterium gefunden wurde.      Und die Medien haben nichts besseres zu tun, als diese Sau durchs Dorf zu treiben. Wie wäre es denn mit dem Einsatz von Nacktscannern für diese gefährlichen Gürkchen.


(die „Endeavour“Astronauten Andrew Feustel und Michael Fincke absolvieren den dritten Weltraumspaziergang während der STS-134-Mission-Foto:NASA)


(Foto:NASA)

(Quelle:Raumfahrer.net)
Nach zwei ruhigen Tagen fand gestern der dritte Spacewalk der laufenden „Endeavour“-Mission statt. Durchgeführt wurde dieser von den Astronauten Andrew Feustel und Michael Fincke. Bei den Vorbereitungen wurden Feustel und Fincke von Space Shuttle-Kommandant Mark Kelly und Missionsspezialist Greg Chamitoff unterstützt. Zur Vorbereitung gehörte das In-Suit Light Exercise–Verfahren (ISLE). das heißt die Astronauten konnten normal in der Internationalen Raumstation (ISS) schlafen, anders als beim „Campout“, bei dem die Astronauten in der Luftschleuse schlafen, um Stickstoffgehalt im Blut zu senken. Beim ISLE atmen die Astronauten eine Stunde puren Sauerstoff unter reduziertem Luftdruck und legen dann die Raumanzüge an. In den Anzügen führen sie 50 Minuten leichte Übungen aus, um den Blutkreislauf anzuregen. Der dritte Außenbordeinsatz der Mission begann um 07:43 Uhr MESZ. Die erste Tagesaufgabe war die Installation einer Power & Data Grapple Fixture (PDGF) Haltevorrichtung für den Roboterarm der ISS am russischen Sarja-Modul. Dieser kann in Zukunft auch an der russischen Seite der ISS Arbeiten erledigen. Die Astronauten installierten dann eine Funkantenne und einige Kabel für das russische Modul. Danach wurde der Zustand der Steuerdüsen an diesem Segment dokumentiert und fotografiert. Abschließend dokumentierte Feustel mit einer Infrarotkamera ein Experiment des USAir Force Research Laboratory (AFRL) während Fincke eine Schutzabdeckung an einem Gas Tank installierte. Um 14:37 Uhr MESZ war der Weltraumspaziergang beendet. Am Freitag findet der vierte und letzte Außenbordeinsatz dieser letzten „Endeavour“-Mission statt.

(Quellen:Tagesschau.de, ZDF-heute.de, N24.de)
Gestern ist im Norden von Afghanistan bei einem Sprengstoffanschlag auf eine Bundeswehr-Patrouille leider schon wieder ein deutscher Soldat getötet worden, ein weiterer Bundeswehrsoldat und ein afghanischer Übersetzer wurden verletzt. Die Bundeswehr-Patrouille war nordwestlich von Kunduz im Distrikt Char Darah unterwegs, als ein Sprengsatz am Straßenrand detoniert sei, erklärte der regionale Polizeichef. Der Anschlag habe drei gepanzerte Bundeswehrfahrzeuge getroffen. Man gehe davon aus, daß es zwei Sprengkörper gegeben habe, so Generalinspekteur Volker Wieker. Die Politiker unserer Bundesregierung und der Opposition verurteilten den Angriff. Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) sagte, daß der „feige, anonyme Anschlag“ an der Strategie der Bundeswehr in Afghanistan nichts ändern werde. „Wir machen Fortschritte in Afghanistan. Wir haben die richtige Strategie, und diese Strategie werden wir auch weiter durchsetzen.“
Seit Beginn des Afghanistan-Einsatzes 2001 kamen 48 deutsche Soldaten ums Leben. 30 davon starben im Gefecht oder bei Anschlägen. Dieser tote Soldat ist dann Nummer 49. Schlimm daß diese Meldung bei der Tagesschau gestern um 20:00 Uhr nur eine Randnotiz war-an siebter Stelle nach Dünnsch…s und Vulkanasche.

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(Quellen:Tagesschau.de, ZDF-heute.de, N24.de)
Die Atomkatastrophe im japanischen Kraftwerk Fukushima I ist schlimmer als diese Atommafiabetreiberfirma TEPCO bisher eingeräumt hatte. Nun hat TEPCO denn eingestanden, daß es wie in Reaktor 1 auch in den Reaktoren 2 und 3 „sehr wahrscheinlich“ zu einer Kernschmelze gekommen sei. Der Großteil der Brennstäbe in den Reaktoren 2 und 3 sei vermutlich auf den Grund des
Druckbehälters gefallen, wie es in Reaktor 1 geschehen sei, sagte ein TEPCO-Sprecher. Dies gehe (angeblich) aus neuen Messungen an den Reaktoren hervor.     Die Reaktoren würden aber gekühlt und seien (angeblich) „stabil“. Bisher hatte TEPCO nur eine Kernschmelze in Reaktor 1 eingeräumt. Experten waren schon seit längerem davon ausgegangen, daß es auch in den beiden anderen Reaktoren eine Kernschmelze gab.
Die Wahrheit wird nun in bewährter Salami-Taktik geliefert.

ZDF-Mediathek:TEPCO-Kernschmelze in drei Reaktoren

(Quellen:Tagesschau.de, ZDF-heute.de, N24.de)

  -anders kann man die Serie der NATO-Luftangriffe auf Libyens Hauptstadt Tripolis in der Nacht zum Dienstag wohl nicht bezeichnen. Ein „BBC“-Korrespondent sprach von den bisher schwersten Luftschlägen gegen Tripolis, „BBC“-Bilder zeigten schwere Explosionen. Es habe rund 20 Explosionen gegeben, auch in der Nähe von Bab al-Asisija, der Residenz von Staatschef Muammar al-Gaddafi. Die NATO teilte mit, Ziel sei ein Fahrzeugpark der Gaddafi-Truppen am Bab al-Asisija-Militärlager gewesen, NATO-Flugzeuge hätten eine Reihe von Lenkwaffen abgeschossen. Der libysche Regierungssprecher Moussa Ibrahim sagte, mindestens drei Menschen seien getötet, 150 verletzt worden.
Es wird in den Medien auch berichtet, daß sowohl Frankreich als auch Großbritannien Kampfhubschrauber nach Libyen entsenden wollen. Und laut Militärexperten ist der Einsatz von Hubschraubern nur im Zusammenhang mit Bodentruppen (!) sinnvoll.

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(Quelle.Raumfahrer.net)
Hier mein Eintrag des zweiten Weltraumspaziergangs gestern während der laufenden Mission (STS-134) der US-Raumfähre „Endeavour“. Dieser Spacewalk wurde von den Astronauten Andrew Feustel und Michael Fincke absolviert. Bei den Vorbereitungen wurden die beiden von Space Shuttle-Kommandant Mark Kelly und Greg Chamitoff, der mit Feustel den ersten Außenbordeinsatz durchgeführt hatte, unterstützt. Um 08:05 Uhr MESZ waren die Vorbereitungen beendet und der zweite Weltraumspaziergang dieser Mission begann. Als erstes begaben sich Feustel und Fincke zum P3/P4 Trägersegment der Internationalen Raumstation (ISS), wo die Leitungen des Ammoniak-Kühlsystems neu angeordnet wurden. Nachdem dies erledigt war, trennten sich die beiden Astronauten. Feustel begab sich zum P5/P6 Segment, um dort Schnellverschlüsse an einem Paneel umzulegen, Fincke füllte am P1 Segment die Ammonia Tank Assembly (ATA) mit Ammoniak auf. Danach begab sich Michael Fincke zum Linken Solar Alpha Rotary Joint (SARJ), um dort vier Schutzabdeckungen zu entfernen. Feustel unterstützte ihn dabei. Die Schrauben wollten sich zuerst mit den normalen Einstellungen am Pistol Grip Tool nicht lösen. Nach Rücksprache mit der Bodenkontrolle nutzte Fincke erfolgreich eine höhere Krafteinstellung. Beim Lösen der Schrauben sprangen diese unerwartet aus ihren Verankerungen, Fincke konnte drei von vier auffangen. Nach Entfernung der Schutzabdeckungen schmierte Michael Fincke das Drehlager, als Schutz vor exzessiver Abnutzung des SARJ. Da nur die Hälfte der Schutzabdeckungen entfernt wurde, bearbeitete Fincke nur eine Seite des Drehlagers. Andrew Feustel entlüftete dann an der ATA die Leitungen. Fincke installierte zwei Träger für Haltestangen am S1 Segment der ISS. Feustel installierte dann eine Schutzabdeckung am Roboter Dextre und schmierte dessen Greifmechanismus. Dann fetteten die beiden Astronauten am SARJ den zweiten Teil des Drehlagers. Aus Zeitmangel wurden nur drei der vier Abdeckungen angebracht und die vierte in die ISS mitgenommen. Der zweite Außenbordeinsatz war um 16:12 Uhr MESZ beendet.
Am Boden wurde übrigens vom Mission Management Team (MMT) bekanntgegeben, daß der Hitzeschild der „Endeavour“ für den Wiedereintritt in die Erdatmosphäre freigegeben wurde.


(Feuer und Rauch sind über dem Marineflieger-Stützpunkt zu sehen. Die Angreifer sollen unter anderem mit Sprengstoffgürteln bewaffnet gewesen sein. Foto: „AFP“)

(Quellen:Tagesschau.de, N24.de, Spiegel Online)
Gestern Abend haben 10 bis 20 mit Sprengstoffgürteln bekleidete Taliban-Kämpfer in der südpakistanischen Hafenmetropole Karatschi den Marinefliegerstützpunkt Mehran gestürmt und bei einem 15-stündigen Gefecht zahlreiche Sicherheitskräfte getötet und verletzt. Die Angreifer konnten auch Geiseln in ihre Gewalt bringen, so der Sender „BBC“. Bis zum Montagmorgen waren 25 Explosionen zu hören, die ganze Nacht wurde geschossen. Marine-Sprecher Irfanul Haq sagte, elf Marine-Angehörige und ein Soldat einer paramilitärischen Einheit seien ums Leben gekommen. 14 weitere Soldaten seien verletzt worden. Die Taliban haben sich denn auch zu dem Angriff auf den Marinestützpunkt bekannt und ihn als Racheakt für die Tötung von Al-Qaida-Chef Osama bin Laden bezeichnet. Ein Sprecher der
Tehrik-i-Taliban Pakistan (TTP), Ihsanullah Ihsan, kündigte weitere solcher Terrorangriffe an.
Einen Punkt, der im angefügten Video angesprochen ist, möchte ich auch aufgreifen: wie sicher sind die pakistanischen Atomwaffen, wenn das Militär sich nicht gegen 10 bis 20 Terroristen schützen kann? Nicht auszudenken, wenn die Taliban in den Besitz dieser Waffen kommen.

(Quellen:RTL.de-Formel 1, Formel 1.de, Motorsport-Total.com)
Heute fand dann in der laufenden Formel-1-Saison 2011 das fünfte Rennen statt-der Große Preis von Spanien 2011, der auf dem Circuit de Catalunya in Montmeló, etwa 20 Kilometer nördlich von Barcelona/Spanien, ausgetragen wurde. Sieger war der von Platz zwei ins Rennen gestartete Bub aus Heppenheim Sebastian Vettel/Red Bull Racing vor den beiden Briten Lewis Hamilton und Jenson Button, beide McLaren Mercedes. Vettels Teamkollege, der Australier Mark Webber, der von der Pole-Position ins Rennen ging, landete auf Platz vier. Vettel feierte damit seinen vierten Sieg im fünften Rennen.
Lokalmatador und Ferrari-Pilot Fernando Alonso, der von Platz vier ins Rennen ging, hatte einen Superstart. Er zuckte erst nach links, dann nach rechts, tauschte mit Vettel die Linie – und quetschte sich beim Anbremsen der ersten Kurve an drei Gegnern vorbei in Führung. Mercedes Grand Prix-Pilot Michael Schumacher katapultierte sich beim Start von Position zehn auf fünf und tauschte so mit Button den Platz. Ein weiterer Startgewinner war Nick Heidfeld/Lotus Renault GP, der aus der Boxengasse startete und schon nach den ersten Kilometern sieben Konkurrenten überholt hatte. An der Spitze gelang es Alonso seine Verfolger Vettel und Webber in Schach zu halten. Auch die erste Boxenstopp-Runde, die Vettel in Runde zehn eröffnete, brachte keine Veränderungen auf den ersten beiden Positionen. Webber aber verlor einen weiteren Platz und fiel hinter Hamilton zurück. Wie in den vergangenen Rennen entwickelte sich durch die neuen Regeln und Reifen ein packendes Spektakel. An der Spitze entwickelte sich nach den ersten Reifen-Stopps ein Dreikampf zwischen Alonso, Vettel und Hamilton, bis Vettel in Runde 19 an die Box fuhr, um sich ein zweites Mal frische Reifen zu holen. Ferrari holte Alonso nur eine Runde
danach zum zweiten Reifenwechsel an die Box, Es gelang Alonso nicht die Führung zu verteidigen und er sortierte sich hinter Hamilton und Vettel auf Platz drei ins Feld ein. Diese Platzierung änderte sich auch nicht, als Hamilton fünf Runden später zum zweiten Mal die Reifen wechselte. Auch der dritte Boxenstopp-Reigen brachte keine Positions-Veränderungen unter den Top vier. Erst mit einem vierten Stopp in Runde 45 schaffte es Webber vorbei an Alonso. Eine Positionsverbesserung schaffte Webber damit nicht, denn inzwischen hatte sich Button auf Platz drei nach vorne vorbeigekämpft. Mit einer Drei-Stopp-Strategie verteidigte Button den Podiumsplatz bis ins Ziel. Teamkollege Hamilton schob sich Runde um Runde näher an Vettel heran. Dieser mußte auf Anweisung seines Renningenieurs auf den Einsatz von KERS verzichten, so daß der Kampf um Platz eins in der Schlussphase des Rennens spannend wurde. In den letzten 25 von 66 Runden musste Vettel seine Führung aber mit Händen und Füßen gegen Hamilton verteidigen. Es folgen die Plätze eins bis zehn:

Rennergebnis:
1.Sebastian Vettel/Deutschland/Red Bull Racing (1:39:03,301)

2.Lewis Hamilton/Großbritannien/McLaren Mercedes (+ 0,630)

3.Jenson Button/Großbritannien/McLaren Mercedes (+ 35,697)

4.Mark Webber/Australien/Red Bull Racing (+ 47,966)
5.Fernando Alonso/Spanien/Ferrari (+ 1 Runde)
6.Michael Schumacher/Deutschland/Mercedes Grand Prix (+ 1 Runde)
7.Nico Rosberg/Deutschland/Mercedes Grand Prix (+ 1 Runde)
8.Nick Heidfeld/Deutschland/Lotus Renault GP (+ 1 Runde)
9.Sergio Pérez/Mexiko/Sauber-Ferrari (+ 1 Runde)
10.Kamui Kobayashi/Japan/Sauber-Ferrari (+ 1 Runde)

Fahrerwertung (nach 5 von 18 Rennen):
1.Sebastian Vettel/Deutschland/Red Bull Racing 118 Punkte
2.Lewis Hamilton/Großbritannien/McLaren Mercedes 77 Punkte
3.Mark Webber/Australien/Red Bull Racing 67 Punkte
4.Jenson Button/Großbritannien/McLaren Mercedes 61 Punkte
5.Fernando Alonso/Spanien/Ferrari 51 Punkte
6.Nico Rosberg/Deutschland/Mercedes Grand Prix 26 Punkte

Teamwertung:
1.Red Bull Racing 185 Punkte
2.McLaren Mercedes 138 Punkte
3.Ferrari 75 Punkte
4.Lotus Renault GP 46 Punkte
5.Mercedes Grand Prix 40 Punkte
6.Sauber-Ferrari 11 Punkte
7.Scuderia Toro Rosso 6 Punkte
8.Force India 4 Punkte

Es folgen einige Statements zum Rennen:

Sebastian Vettel: „Der Atem von Hamilton war schon sehr heiß. Es war schon eng. Vor allem, weil gegen Ende des Rennens die Reifen extrem abbauen und gerade der letzte Sektor, wo man sich ja nicht aufs Auto verlassen kann und den Abtrieb spürt, sondern wirklich 100 Prozent auf die Reifen angewiesen ist, und dann herumrutscht. Und ich denke: Mensch, ich will doch endlich ans Gas und darf noch nicht. Und da sitzt dann einer einem im Nacken. Das macht es natürlich nicht angenehm, aber wenn man dann über die Ziellinie fährt, ist es natürlich umso schöner. Wir waren natürlich auf der Geraden nicht die Schnellsten. Ich habe dann versucht, in den Kurven, in denen ich stärker war, in den schnellen Kurven, ein bisschen Vorsprung herauszufahren und zu attackieren, aber wie gesagt, das hilft natürlich nicht, wenn dahinter immer jemand so dicht dran ist, der immer den Heckflügel aufklappen kann auf der Geraden. Wenn man dann noch gesagt bekommt ‚Biitte auf KERS verzichten‘, dann ist das auch nicht gerade das, auf was man wartet, aber alles in allem war es heute das perfekte Ergebnis. Wir müssen natürlich schauen, woran es gelegen hat, daß wir vielleicht ein bisschen an Speed verloren haben, aber im Moment überwiegt die Freude und jetzt können wir uns ein bisschen zurücklehnen heute Abend, vielleicht einen trinken.“
Mark Webber: „Der Start war eigentlich nicht ZU schlecht, würde ich sagen. Alosno hätte ich vielleicht noch ein bisschen besser abblocken können, aber am Ende habe ich nicht genug Abstand gehabt in der ersten Kurve. Und dann war es natürlich eine Sache der Strategie. Vettel konnte sich dann absetzen, und dann ist es ein reines Schachspiel mit den Boxenstopps! Auf der Strecke war es eigentlich nicht viel Rennsport. Es ging immer nur um die Reifen, die du dir hinten dran einfach abfährst, wenn du hinten dranhängst. Da habe ich viel verloren. Jeder hat das Ergebnis bekommen, das er verdient hat. Ich werde versuchen, mir ein paar Pirelli-Reifen zu Hause zu kaufen.“
Michael Schumacher: „Ich komme relativ gut vom Fleck, das hilft natürlich, um sich zu positionieren. Und dann hat mir eben der eine oder andere den Gefallen getan, die Mitte frei zu lassen, die ich dann natürlich auch genutzt habe. Der Spaß war definitiv dabei. Fakt ist, das war heute ein solides Rennen, wobei ich jetzt nicht unbedingt begeistert bin von der Balance und die Pace, die wir heute gefahren sind. Die war eher dürftig. Das Auto war jetzt auch nicht allzu komfortabel zu fahren, weil es eben ständig übergesteuert hat. Die Reifen sind dadurch sehr strapaziert worden und man musste haushalten, was heute sehr schwierig war.“
Nico Rosberg: „Der Start war okay. Da war alles gut, nur daß Michael noch ein paar bessere Kurven hatte. Sonst war alles in Ordnung, aber dann hatte ich leider voll die Probleme im Rennen: Mein Radio hat nicht funktioniert, das ist dann sehr schwierig mit der Strategie – genauso wie bei Sebastian in Shanghai, glaube ich – dann zu verstehen, wann man reinkommen muss. Und ich musste Sprit sparen und die Motordrehzahl ändern und so weiter. Und KERS musste ich ändern und das ist dann sehr schwierig ohne Radio. Dann: mein Heckflügel hat nicht funktioniert, der ging auf der Geraden nicht runter. Sonst hätte ich sicher viel mehr überholen können. Und letztlich: Trinken auch nicht. Das war halt alles ein bisschen schwierig.“

(Quellen:n-tv.de, Spiegel Online)
Was ist da bloß in Syrien los? Angeblich sollen Sicherheitskräfte am Rande einer Beerdigung von getöteten Demonstranten nach Angaben von Menschenrechtlern drei Menschen erschossen haben, In anderen Angaben war von mindestens fünf Toten und Dutzenden Verletzten die Rede.   Sie sollen in Homs das Feuer eröffnet haben, als Trauergäste einen Friedhof verließen.   Zehntausende Menschen begleiteten den Trauerzug für 13 am Freitag getötete Demonstranten. Bei erneuten landesweiten Protesten waren laut Aktivisten am Freitag 44 Menschen von den Sicherheitskräften getötet worden, davon 13 in der zentralsyrischen Stadt Homs. Das Regime in der Hauptstadt Damaskus lässt praktischerweise keine ausländischen Journalisten im Land arbeiten, so daß die Angaben nicht geprüft werden können, aber es hat den Anschein, daß in Syrien nackte Gewalt regiert. Offenbar wurde auch ein zehnjähriges Kind am Freitag in Homs erschossen.

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