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Monthly Archives: März 2011


Journalist stirbt nach Angriff im Irak

(Quellen:Tagesschau.de, Focus Online, Sueddeutsche.de, Welt Online, ARD-Text 128)
Extremisten hatten am Dienstag im Irak das Provinzparlament in Tikrit, etwa 175 Kilometer nördlich der Hauptstadt Bagdad, gestürmt und die dort tagenden Abgeordneten als Geiseln genommen. Teilweise sollen die Angreifer Polizeiuniformen getragen haben, einige von ihnen waren mit Sprengstoffwesten ausgerüstet. Zehn Geiseln sollen von ihnen sofort getötet worden sein. Als irakische Sicherheitskräfte am Ort des Geschehens eintrafen, explodierten zwei Autobomben. Das Überfallkommando lieferte sich anschließend ein stundenlanges Feuergefecht mit der Polizei. Als die Sicherheitskräfte wenige Stunden später das Gebäude stürmten, kamen zahlreiche weitere Geiseln ums Leben. Die Zahl der Todesopfer ist auf 65 gestiegen, darunter sind auch die zehn Geiselnehmer. 95 Menschen wurden verletzt, berichtete der arabische Nachrichtensender „Al-Dschasira“. Es ist der schwerste Anschlag seit Beginn des Jahres im Irak. Unter den Getöteten sind neben zahlreichen Abgeordneten und Beamten auch vier Generäle der irakischen Militärpolizei sowie, Sabah al Bazee, ein freier Mitarbeiter der Nachrichtenagentur „Reuters“. Die Behörden verhängten noch am späten Abend ein Ausgangsverbot für Tikrit. Die Stadt galt früher als Hochburg des 2003 gestürzten Ex-Machthabers Saddam Hussein. Nach der blutigen Geiselnahme hat Ministerpräsident Nuri al-Maliki eine Sonderkommission eingesetzt, um die Hintergründe des Angriffs aufklären zu lassen. Zu dem Angriff bekannte sich zunächst niemand., aber Experten zufolge trägt die Aktion die Handschrift des Terrornetzwerks Al-Qaida.  
So sieht ein befriedeter Irak aus. Ich bin mal gespannt,ob Libyen ebenso befriedet wird. Die Regierungen der USA und Frankreich denken ja allen ernstes daran, die Aufständischen in Libyen mit Waffen zu versorgen.

 

 

 

 


(Rebellen fliehen bei Nofilia vor den Angriffen von Gaddafi-Truppen. Foto: „AFP“)

(Quellen:Tagesschau.de, Focus Online, Zeit Online, ARD-Text 120/122)
In Libyen haben Regierungstruppen den Vormarsch der Aufständischen, der unter dem Schutz der Luftangriffe der internationalen Streitkräfte stattfand, gestoppt. Bei ihrem Vorstoß Richtung Westen kamen die Rebellen nicht über die Hafenstadt Ben Dschawad, rund 400 Kilometer westlich der Hafenstadt Bengasi, hinaus und gaben ihre Stellungen nach massivem Beschuss von Gaddafi – Truppen auf. Zuvor war der Vorstoß der Rebellen auf Gaddafis Heimatstadt Surt zurückgeschlagen worden. Die Truppen des libyschen Diktators Muammar al-Gaddafi setzten auch ihre Angriffe auf die Hafenstadt Misrata, etwa 210 Kilometer östlich der Hauptstadt Tripolis, fort, die teilweise weiter von den Aufständischen kontrolliert wird. Die Regime – Streitkräfte attackierten auch laut der arabischen Nachrichtenagentur „Al-Dschasira“ die 60 Kilometer östlich gelegene Ölraffineriestadt Ras Lanuf.
Der eigentliche Hammer der Nachrichten über Libyen ist, daß die Regierungen in den USA und Frankreich Waffenlieferungen an die Aufständischen für denkbar halten. (!) US -Außenministerin Hillary Clinton sagte am Rande der Libyen – Konferenz in der englischen Hauptstadt London, daß die UN – Resolution 1973 ein solches Vorgehen ermögliche. „Nach unserer Interpretation hat die jüngste UN – Resolution das totale Waffenembargo für Libyen aufgehoben. Es könnte legale Waffenlieferungen geben, wenn sich ein Staat dafür entscheiden sollte.“ Auch US – Präsident Barack Obama wollte ausdrücklich nicht ausschließen, die Rebellen mit Waffen zu versorgen. Zum Glück ist der NATO – Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen wohl anderer Meinung. Er sagte, Waffenlieferungen seien nicht von der Resolution gedeckt. „Unsere Aufgabe ist es, Menschen zu schützen, nicht, sie zu bewaffnen“, sagte er dem britischen Nachrichtensender „Sky News“ in London. Dem stimmt auch der britische Außenminister William Hague zu: Libyen unterliege einem UN – Waffenembargo und dies gelte auch für die Aufständischen. Ich hoffe wirklich, daß diese ablehnende Haltung sich durchsetzt. Waffen an die Aufständischen, die möglicherweise nach US – Geheimdienstberichten von Al-Qaida – Terroristen und Angehörigen der schiitischen Hisbollah – Bewegung unterwandert wurden. Haben die Amis den gar nichts aus der Geschichte gelernt? Als Afghanistan von den Sowjets besetzt war haben die Amerikaner die Mudschahedin auch mit Waffen versorgt und am Ende standen die Terroranschläge am 11. September 2001.

Im Grunde ist Obama genauso ein Kriegstreiber und CIA kriecher wie sein Vorgänger George W. Bush.


(Ein Satellitenbild vom 14. März zeigt das AKW Fukushima I. Im Reaktor 2 bricht das Kühlsystem an diesem Tag zusammen. Das Kühlwasser sinkt so stark ab, dass die Brennstäbe vollkommen freiliegen. Betreiber TEPCO schließt nicht aus, daß es auch in diesem Reaktor zu einer Kernschmelze kommen könnte. Die japanische Atomaufsichtsbehörde schließt eine Katastrophe wie vor 25 Jahren in Tschernobyl aus. Das Land bittet die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) angesichts der Nuklearkrise aber um die Entsendung eines Expertenteams. Auch die USA werden offiziell um Hilfe gebeten. Foto: dpad)

(Quellen:Tagesschau.de, Welt Online, ARD-Text 125, ZDF-Text 127/128, N24-Text 114, RTL-Text 124/125)
Wenn ich derzeit die Nachrichten aus Japan und dem havarierten Atomreaktor Fukushima I lese oder höre, dann wird hier die Weltöffentlichkeit wohl auf gut deutsch so richtig ver und ich denke nicht alleine so, wie ich den zahlreichen Kommentaren im Internet entnehme. Die Lage in diesem AKW ist mehr als dramatisch, aber trotzdem wird die Sache von der japanischen Regierung und der AKW-Betreiberfirma TEPCO heruntergespielt. Und die Medien tragen auch kaum dazu bei, Licht ins dunkel zu bringen. Je mehr über Fukushima I berichtet wird, desto weniger Informationen gibt es. Ist das dort nun schon ein schleichender Super-GAU oder ein richtiger Super-GAU oder wie oder was? Und was bitteschön ist eine teilweise Kernschmelze? Ist das wie teilweise schwanger? Die japanische Regierung hat jedenfalls eingeräumt, daß es im AKW Fukushima I in Reaktorblock 2 zu einer teilweisen Kernschmelze gekommen sei. Die hohe Strahlenbelastung im Wasser von Reaktor 2 komme daher, daß Brennstäbe zum Teil geschmolzen seien. Man glaube aber, daß der Prozess gestoppt sei, sagte Regierungssprecher Yukio Edano. Die Experten, die in den Nachrichtensendungen ihre Statements abgeben, haben eine teilweise Kernschmelze längst vermutet. Radioaktives Wasser soll nun schon bis zu einem Meter hoch in den Turbinenhäusern der Reaktoren 1, 2 und 3 stehen. Die Arbeiter müßten diese Gebäude betreten, um Kabel zu verlegen und die Kühlanlagen wieder zum laufen zu bringen. Die Techniker bemühen sich, das Wasser zu beseitigen. Im Boden rund um das beschädigte AKW sind Spuren von hochgiftigem Plutonium entdeckt worden. Laut TEPCO stamme dies aus Brennstäben der Anlage. Spuren des Plutoniums fanden sich an fünf Stellen, meldete die japanische Nachrichtenagentur „Kyodo“. Die Menge sei aber gering und nicht gesundheitsschädlich. Die Proben sollen bereits am 21. und 22. März genommen worden sein. TEPCO hatte die Öffentlichkeit mit angeblich falschen Strahlenwerten verwirrt. Erst hieß es, die Radioaktivität im Wasser im Turbinengebäude sei zehn Millionen Mal höher als normal und dann die Radioaktivität sei 100.000 Mal höher als normal-ein angeblicher Messfehler. Bemerkenswert ist noch, daß die japanische Regierung an die Bewohner der 20-Kilometer-Evakuierungszone um Fukushima I appelliert hat, nicht in ihre Häuser zurückzukehren. Das zeigt doch, wohin die Reise wirklich geht-direkt Richtung Abgrund. Ich zitiere mal Wikipedia:
Bei einem solchen Unfall (Kernschmelze) kann hochradioaktives Material unkontrolliert aus dem Reaktor in die Umgebung gelangen und Mensch und Umwelt gefährden – ein Unfall, den man als Super-GAU bezeichnet.

Genau das ist doch passiert. Das Trinkwasser ist doch kontaminiert. Also ist das ein Super-GAU! Zum Krisenmanagement und der Informationspolitik von TEPCO habe ich nur diesen Kommentar:
Kernkraft ist unverantwortlich. Ich habe kein Vertrauen in diese Technik und auch nicht zu den Betreibern.

 

 

 


(Demonstration bei einem Trauermarsch in Dar’a. Foto: „Reuters“)

(Quellen:Tagesschau.de, Zeit Online, Stern.de, ZDF-Text 133, N24-Text 116)
Es scheint so, daß in Syrien die Proteste der Regimegegner Erfolg haben. Dort will die Regierung in der Hauptstadt Damaskus wohl das Ende der seit 1963 geltenden Notstandsgesetze beschließen. Die Behörden hätten die Entscheidung bereits getroffen, es sei aber noch unklar, wann sie in Kraft trete, sagte Bouthaina Shaaban, Beraterin von Präsident Baschar al-Assad, der französischen Nachrichtenagentur „AFP“. Shaaban kündigte eine Rede von Präsident Assad an. Er werde sich „sehr bald“ an sein Volk wenden und die Lage im Land „erklären“, sagte sie „AFP“. Bei der Ansprache wolle er auch die angekündigten Reformen konkretisieren. Zuvor hatte die Regierung bereits versucht, mit der Freilassung von 260 politischen Gefangenen und 17 festgenommenen Demonstranten die Lage zu beruhigen. Beim Großteil der freigelassenen Häftlinge handele es sich um Islamisten, auch 14 Kurden seien darunter, sagte der Präsident der syrischen Menschenrechtsliga, Abdel Karim Rihaui. Wegen der anhaltenden Demonstrationen hatte das Regime in Damaskus bereits am Donnerstag Reformen angekündigt, aber keinen genauen Zeitrahmen genannt. So bereite die Regierung ein Gesetz vor, das politische Parteien neben der herrschenden Baath-Partei zulassen wird. Zudem wolle der Präsident Korruption stärker bekämpfen. Für öffentliche Beschäftigte werde es mehr Geld geben. Eine Kommission werde die blutigen Vorfälle in Dar’a, eine Stadt in Südsyrien, untersuchen und dabei „die Anliegen der Bürger anhören“. Die Sprecherin von Präsident Baschar al-Assad sagte, die Forderungen der Demonstranten seien „legitim, sie sind die Forderungen aller Syrer“. Die syrische Opposition wies die Ankündigung als nicht ausreichend zurück. Die Oppositionellen fordern politische Reformen und Bürgerrechte – sowie die Aufhebung des Ausnahmezustands. Bei erneuten Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften in der Hafenstadt Latakia, 350 Kilometer nordwestlich von Damaskus, waren laut Oppositionsangaben fünf bis sieben Menschen getötet worden. Nach Shaabans Angaben starben dort am Samstag zwölf Menschen. Laut Berichten von Regimegegnern schossen Scharfschützen einer Spezialeinheit von den Dächern mehrerer Gebäude in der Stadt. Die syrische Führung hat derweil das Aufgebot der Armee in Latakia aufgestockt. Auch in Dar’a, wo es in der vergangenen Woche Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gab, versammelten sich Hunderte Menschen im Zentrum und forderten mehr Freiheit. Dort wurden am Mittwoch nach Angaben von Augenzeugen und Bürgerrechtlern mindestens Hundert Menschen getötet. „Das Regime hat hier ein Massaker an der Bevölkerung verübt“, sagte ein Augenzeuge. Ein Vertreter der Opposition sagte, es wurden mindestens 80 Menschen erschossen. Am Freitag hatten Sicherheitskräfte in Al-Sanamien nach Angaben der Opposition 23 Demonstranten erschossen. Nach offiziellen Angaben wurden in Syrien bisher mehr als 30 Menschen getötet. Syrische und ausländische Menschenrechtsorganisationen berichteten von zahlreichen Festnahmen. „Amnesty International“ veröffentlichte eine Liste mit Menschen, die seit Monatsbeginn festgenommen wurden. Danach handelt es sich um Aktivisten, Studenten, Intellektuelle und Journalisten. Es sei aber davon auszugehen, daß die wahre Zahl der Festnahmen sehr viel höher liege.
USAußenministerin Hillary Clinton sagte übrigens, die USA planten trotz der massiven Angriffe der syrischen Sicherheitskräfte auf Demonstranten keinen Eingriff in Syrien. Es gebe einen Unterschied zwischen dem Einsatz von Flugzeugen mit willkürlichen Bombardements der eigenen Städte und Polizeiaktionen mit Gewaltanwendung, sagte Clinton. Mit anderen Worten: Assad darf ungestraft auf Demonstranten, die Demokratie und Bürgerrechte fordern, schießen lassen. Erst wenn er Bomber einsetzt, gibt es was auf die Finger. Auf jeden Fall wünsche ich den Syrern, daß es nicht noch mehr Tote gibt und die Regierung es ernst meint mit politischen Reformen.

 

 

 

 

(Quellen:Tagesschau.de, Spiegel Online, Sueddeutsche.de, ARD-Text 124, ZDF-Text 123, N24-Text 115, RTL-Text 123)
Seit mehr als einer Woche fliegt diese „Koalition der Willigen“ Luftangriffe gegen Truppen des libyschen Diktators Muammar al-Gaddafi. Diese Luftschläge finden im Rahmen der Militäroperation Odyssey Dawn („Odysee Morgendämmerung“) statt, welche eigentlich die UN-Resolution 1973, zur Errichtung einer Flugverbotszone zum Schutz der Zivilisten vor Gaddafi-Truppen, durchsetzen soll. Gestern jedenfalls haben die Rebellen im Schutz der Angriffe die strategisch wichtige Stadt Adschdabiya, 160 Kilometer südlich von Bengasi, zurückerobert. Ob eine militärische Hilfe der Rebellen wirklich im Sinne des Erfinders ist? Auch der Ölhafen Brega, 240 Kilometer südwestlich von Bengasi, soll wieder in den Händen der Regimegegner sein. Und laut Reportern der französischen Nachrichtenagentur „AFP“ und des britischen Senders „BBC“ soll auch der Ölhafen Ras Lanuf wieder von den Aufständischen eingenommen worden sein. Wie schon Stunden zuvor in Brega trafen die Rebellen auf keinen Widerstand der Gaddafi-Truppen, berichtete ein „BBC“-Reporter. Das Regime in der libyschen Hauptstadt Tripolis gestand die Niederlagen ein, sprach aber von hohen zivilen Verlusten durch die Luftangriffe der Alliierten. USVerteidigungsminister Robert Gates erhob schwere Vorwürfe gegen die libysche Regierung: Das Gaddafi-Regime lege Leichen an Angriffsorte der internationalen Streitkräfte, um den Eindruck zu erwecken, bei den Luftschlägen gäbe es zivile Opfer.
Also die Rebellen erobern die Ölhäfen unter dem Schutz der alliierten Angriffe. Ich nehme mal an, daß die Aufständischen hinterher sehr, sehr dankbar sein werden.

 

 

 

 

(Quellen:Tagesschau.de, Motorsport-Total.com, RTL-Text 251/252/253/257/259)
Aus deutscher Sicht ist der Einstand in die Formel-1-Saison 2011 richtig gut gewesen und macht Lust auf mehr. Der Deutsche Sebastian Vettel/Red Bull Racing hat den Großen Preis von Australien 2011 in Melbourne vor dem Briten Lewis Hamilton/McLaren Mercedes und dem Russen Vitaly Petrov/Lotus Renault GP gewonnen. Es folgen die Plätze 1 bis 6:

1. Sebastian Vettel/Ger/Red Bull Racing (1:29:30,259)

2. Lewis Hamilton/GB/McLaren Mercedes (1:29:30,22,2)

3. Vitaly Petrov/Rus/Lotus Renault GP (1:29:30,30,5)

4. Fernando Alonso/Esp/Ferrari (1:29:30,31,7)
5. Mark Webber/Aus/Red Bull Racing (1:29:30,38,1)
6. Jenson Button/GB/McLaren Mercedes (1:29:30,54,3)

Als zweitbester Deutscher landete Adrian Sutil/Force India auf Platz 11. Vettels Statement zu seinem Sieg: „Ich bin natürlich sehr glücklich, wir sind ungewiss ins Rennen gegangen. Man wußte nicht, was einen erwartet.“ „Super, daß ich das erste Mal hier durchgekommen bin. Ich hoffe, das mit ins nächste Rennen nehmen zu können“, sagte der Red Bull-Pilot. Der Brite Jenson Button war mit seinem 6. Platz zum Saisonauftakt unzufrieden. „Das ist ein schlechtes Ergebnis, aber insgesamt war es schwer. Was KERS und Heckflügel angehen, da muß man schauen wie die anderen damit umgehen. Man hat gesehen, wie gut man blockieren kann“, sagte der McLaren-Pilot. „Das Auto war gut, das drittschnellste im Feld. Lewis hat ein gutes Rennen hingelegt, aber wir können noch aufbauen, es gibt noch eine Menge, was wir mit dem Auto machen können“, sagte Button. Für die Mercedes Grand Prix-Piloten Michael Schumacher und Nico Rosberg war das Rennen ein Desaster. Schumacher ist in Runde 23 ausgeschieden. „Gleich in Kurve drei ist mir jemand ans Rad gefahren. Der rechte untere Boden und die Aufhängung sind kaputt gegangen“, sagte der Mercedes-Pilot. „Sicherheitstechnisch war es vernünftig aufzuhören.“ Kurz darauf fiel auch sein Teamkollege Rosberg nach einer Kollision mit Williams-Fahrer Rubens Barrichello aus. „Barrichello war da ein bißchen übermotiviert“, so Michael Schumacher. „Es war kein super Manöver von Barrichello, er hat spät gebremst, das hatte ich nicht erwartet, dann habe ich einen Schlag von hinten bekommen und das war’s dann“, sagte Rosberg zu seinem Ausfall. Auch mit den gefahrenen Runden war der Mercedes GP-Pilot nicht zufrieden. „Das Problem ist, daß wir nicht verstehen, warum wir Probleme haben, wir hatten gedacht viel weiter vorne zu sein, aber auf jeden Fall wird es besser werden“, so Rosberg.

Punkteverteilung bis jetzt -Plätze 1 bis 10:

1. Sebastian Vettel 25
2. Lewis Hamilton 18
3. Vitaly Petrov 15
4. Fernando Alonso 12
5. Mark Webber 10
6. Jenson Button 8
7. Sergio Pérez/Mex/Sauber 6
8. Kamui Kobayashi/Jpn/Sauber 4
9. Felipe Massa/Bra/Ferrari 2
10. Sebastien Buemi/Sui/Toro Rosso 1

 

 

(Quellen:Tagesschau.de, Motorsport-Total.com , RTL-Text 251/252/253/254/255/257)
Endlich, endlich beginnt nach einer langen Winterpause die Formel-1-Saison 2011. Heute war das Qualifying zum GP von Australien in Melbourne. Es folgen die Plätze 1 bis 6:

1. Sebastian Vettel/Red Bull Racing 1:23,529 (Pole-Position)
2. Lewis Hamilton//McLaren Mercedes 1:24,307
3. Mark Webber/Red Bull Racing  1:24,395
4. Jenson Button/McLaren Mercedes 1:24,779
5. Fernando Alonso/Ferrari 1:24,974
6. Vitaly Petrov/Lotus Renault GP 1:25.247

Sebastian Vettel war nach seiner Pole natürlich happy. „Ich bin natürlich sehr glücklich, vor allem mit den neuen Reifen, wo man nie weiß, wo man steht. Wir waren optimistisch, ich habe mich sehr wohl gefühlt“, sagte Vettel. „Ein großes Lob an das Team, das Auto hatte keine Zicken. Bisher haben alle 0 Punkte auf dem Konto, beim Rennen geht es von vorne los. Wir machen unser Ding. Wir sind, wer wir sind“,sagte der Red Bull-Pilot.

Formel 1-Pilot Nico Rosberg/Mercedes Grand Prix belegte Start-Platz 7 (1:25,421). Sein Statement: „Viel mehr ging einfach noch nicht. Das ist erschreckend.“ „Es ist jetzt sehr wichtig, in den Rythmus zu finden“, sagte er. Dennoch blickt Rosberg zuversichtlich auf das Rennen morgen. „Das war noch nicht das Ende der Geschichte. Das kriegen wir noch irgendwie hin. Im Rennen ist noch viel machbar. Da können wir ein paar Plätze gut machen“, sagte der Mercedes GP-Pilot.

Der siebenmalige Weltmeister und Mercedes Grand Prix-Pilot Michael Schumacher kam beim Qualifying auf Start-Platz 11 (1:25,971). „Es war ein Durcheinander. Erst hatten wir KERS, dann wieder nicht, da hat die Abstimmung gefehlt“, sagte er. „Wir hatten das ganze Wochenende schon Probleme, wir sind nicht auf dem Stand, auf dem wir sein sollten“, so Schumacher weiter. Die Zeit von Sebastian Vettel sei laut Schumacher „eine Menge Holz“. „Da muß man Respekt zollen und die Leistung anerkennen“, sagte er.

Formel 1-Pilot Nick Heidfeld/Lotus Renault GP belegte nur Start-Platz 18 (1:27,239). „Ich bin ziemlich enttäuscht. Ich hatte ein Problem mit dem KERS und dann mußte ich auch noch zwei, drei langsame Autos überholen. Daraus war nicht mehr zu machen. Das Potential des Autos ist zu sehen, umso ärgerlicher, daß ich soweit hinten bin“, sagte Heidfeld. „Die Saison hat schlecht begonnen, ab jetzt kann es nur besser werden“, so Heidfeld weiter.

Mein Tip-das Rennen morgen live um 08.00 Uhr auf RTL. Uhren vorstellen nicht vergessen!Sommerzeit!

 

 

(Quellen:Focus Online, Stern.de, ARD-Text 127, ZDF-Text 131, RTL-Text 125)
Unsere aktuelle CDU/CSU/FDPBundesregierung taugt nichts und lügt, Ex-Bundesverteidigungsminister Münchhausen Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) und sein erschwindelter Doktortitel, Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP), der den Sitz im UNSicherheitsrat „in die Tonne tritt“ und nun Plaudertasche und Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP), der am 14. März auf einer Sitzung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) das von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) angekündigte Atom-Moratorium mit den bevorstehenden Landtagswahlen begründet haben soll. Brüderle hatte am Donnerstag dementiert, einen Zusammenhang zwischen Moratorium und Landtagswahlen eingeräumt zu haben. Auch der BDI hatte von einem Protokollfehler gesprochen. Teilnehmer der fraglichen Sitzung berichteten, Brüderle habe sich genauso geäußert, wie es berichtet worden war. „Die Sätze sind so gefallen, sie sind im Protokoll zwar verkürzt, aber richtig wiedergegeben“, zitierte die „Sueddeutsche Zeitung“ ein BDI-Präsidiumsmitglied. Der BDI-Hauptgeschäftsführer heißt ausgerechnet Werner Schnappauf und stellt sein Amt zum 31. März 2011 zur Verfügung. Meine Devise lautet: , erst recht nicht, wenn er etwas dementiert.

 

 

(Quellen:Tagesschau.de, Welt Online, ARD-Text 120/121, ZDF-Text 129 )
Aus Libyen gibt es kaum neues zu berichten. Der Machthaber Muammar al-Gaddafi hat noch nicht kapituliert und es wird von dieser „Koalition der Willigen“ fröhlich weitergebombt. Auch am sechsten Tag in Folge gab es Luftschläge gegen Gaddafi-Truppen. Diese Luftschläge finden im Rahmen der Militäroperation „Odyssey Dawn“ („Odysee Morgendämmerung“) statt, welche die UN-Resolution 1973, zur Errichtung einer Flugverbotszone zum Schutz der Zivilisten vor Regimetruppen, durchsetzen soll. Wieder wurde die libysche Hauptstadt Tripolis von mehreren Explosionen erschüttert. Über der Stadt sei Luftabwehrfeuer zu sehen gewesen, berichtete ein Reporter der französischen Nachrichtenagentur „AFP“. Nach Angaben des libyschen Staatsfernsehens wurden „militärische und zivile Ziele“ getroffen. Auch Sabha, 750 Kilometer südlich von Tripolis, wurde Ziel von intensiven Luftangriffen. Gestern waren das erste Mal Ziele im Landesinneren bombadiert worden. In der Hafenstadt Misrata, 210 km östlich von Tripolis, haben Gaddafi-Truppen den Aufständischen schwere Verluste zugefügt. Die internationalen Luftangriffe der vergangenen Tage hätten die Panzereinheiten Gaddafis nicht ausreichend geschwächt, so der arabische Nachrichtensender „Al-Arabija“.
Die neue Nachricht ist, daß die NATO die Durchsetzung der Flugverbotszone über Libyen übernehmen wird. NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen (Foto) gab eine Einigung der 28 Mitgliedsstaaten bekannt. Über eine eventuelle Ausweitung der NATO-Rolle werde weiter beraten. Die Luftstreitkräfte der Staaten, die bereits gegen das Gaddafi-Regime vorgehen, können aber auch weiter unabhängig von der NATO weitere militärische Ziele bombadieren, um Zivilisten vor der libyschen Armee zu beschützen. Die Frage ist nur, wer beschützt die Zivilisten vor der NATO? Frankreichs Präsident Napoleon Nicolas Sarkozy hat auf dem EU-Gipfel in der belgischen Hauptstadt Brüssel auch anderen Diktatoren gedroht: „Jeder Herrscher muß verstehen, und vor allem jeder arabische Herrscher muß verstehen, daß die Reaktion der internationalen Gemeinschaft und Europas von nun an jedes Mal die Gleiche sein wird“, sagte er. „Wir werden an der Seite der Bevölkerung sein, die ohne Gewalt demonstriert.“

 


(Dieses Foto zeigt die Leiche des am 15. Januar 2010 getöteten Bauernsohns Gul Mudin, dahinter posiert ein Mitglied des „Kill Teams“. Der „SPIEGEL“ veröffentlicht nun drei Fotos aus dem Besitz der Beschuldigten, die aus purer Mordlust unschuldige Afghanen umgebracht haben sollen.)


(Die Aufnahme stammt vom selben Tag, diesmal grinst der Soldat Jeremy Morlock in die Kamera.)

(Quellen:Tagesschau.de, Spiegel Online, Bild.de, Stern.de, ARD-Text 128, ZDF-Text 133, RTL-Text 131)
Es ist eine alte Weisheit, daß Krieg das Böse im Menschen entfesselt. So auch bei einer Gruppe von fünf US-Soldaten. Ein US-Militärgericht hat einen Soldaten wegen Mordes an drei unbewaffneten afghanischen Zivilisten zu 24 Jahren Haft verurteilt. Der 22-jährige Jeremy Morlock hatte sich vor einem Militärgericht in Fort Lewis im US-Bundesstaat Washington schuldig bekannt, gemeinsam mit vier Soldaten seiner Einheit zwischen Januar und Mai 2010 aus purer Mordlust unbewaffnete Zivilisten gejagt und ermordet zu haben. „Der Plan war, Leute zu töten“, sagte er. Laut Anklage töteten sie unbewaffnete Zivilisten mit Gewehren und Granaten, obwohl diese keinerlei Bedrohung darstellten. Anschließend sollen sie den Opfern Körperteile abgeschnitten haben, um sie als Trophäen mitzunehmen -unter anderem Fingerknochen und sie ließen sich mit einem ihrer toten Opfer grinsend fotografieren. Wie viele Zivilisten von der Gruppe, dem „Kill Team“, getötet wurden, ist bislang unklar. Weil Morlock gegen seine Mittäter ausgesagt hatte, konnte der Soldat nicht zu lebenslanger Haft verurteilt werden. Darunter ist auch der mutmaßliche Anstifter zu den Taten, Feldwebel Calvin Gibbs. Auch er ist des Mordes angeklagt, sein Prozess soll aber erst später beginnen.
Die US-Armee hatte sich übrigens nach Bekanntwerden des Falls und der Veröffentlichung der Fotos für das Verhalten der Soldaten entschuldigt. Die Handlungen auf den Bildern seien „widerwärtig für uns als Menschen.“ Sie stünden im Widerspruch zu den Standards und Werten der US-Streitkräfte. In einer Erklärung entschuldigte sich das Militär „für das Leid, das diese Fotos auslösen.“ Ich hoffe nur, daß es nicht eine Tages solche Berichte und Fotos über Bundeswehrsoldaten gibt. Krieg ist schmutzig.

 

 

 

 

(Quellen:Tagesschau.de, Focus Online, Der Westen, ARD-Text 120/121/123, ZDF-Text 121, N24-Text 115)
Gewalt und kein Ende in Libyen– und es sind offenbar sowohl von libyschen Regierungstruppen als auch von den Koalitionstruppen Zivilisten getötet worden. Die Hauptstadt Tripolis ist auch in der Nacht und am Donnerstagmorgen das Ziel von Luftschlägen der Alliierten gewesen, die im Rahmen der Militäroperation „Odyssey Dawn“ („Odysee Morgendämmerung“) stattfinden, welche die UN-Resolution 1973 zur Einrichtung einer Flugverbotszone zum Schutz der Zivilisten vor Truppen des libyschen Diktators Muammar al-Gaddafi durchsetzen soll. In Tripolis waren Explosionen zu hören, Flugabwehrfeuer erleuchtete den Himmel. Der libysche Vizeaußenminister Chaled Kaaim sagte, Flugzeuge des Bündnisses hätten ein Treibstofflager getroffen. Laut dem US-Fernsehsender „CNN“ wurde nach libyschen Regierungsangaben am Morgen der Stadtteil Tadschura getroffen. Es gebe „eine beträchtliche Zahl von getöteten Zivilisten“, meldete die amtliche libysche Nachrichtenagentur „Dschana“. Nach Berichten von Zeugen und des libyschen Staatsfernsehens hatte der Beschuß einer Armeebasis im Gebiet von Tadschura, etwa 30 Kilometer östlich von Tripolis, gegolten. Laut „Dschana“ gab es drei Angriffe. Der dritte Beschuß sei erfolgt, als in dem Wohnviertel bereits Rettungsarbeiten anliefen. Das Staatsfernsehen berichtete außerdem von Angriffen auf Jafar, südwestlich von Tripolis. Die Allianz bombadierte auch Ziele in Sabha, 1000 Kilometer südlich von Tripolis. Aber auch die Gaddafi-Truppen haben gemordet. Trotz der Luftschläge gingen die Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Aufständischen weiter. Aus Misrata, 210 km östlich von Tripolis, meldeten die Bewohner, daß das Krankenhaus der Stadt angegriffen worden sei. Panzer hätten die Klinik beschossen, zwei Menschen sollen dabei gestorben sein. Nach Augenzeugenberichten befanden sich Scharfschützen der Gadafi-Truppen in der Stadt, die auf Zivilisten geschossen hätten. Die Rebellen baten um die Entsendung eines Lazarettschiffs. Auch in der südwestlich von Tripolis gelegenen Stadt Al-Sintan soll es Tote gegeben haben. Die internationale Koaltion kündigte an, die Angriffe auf die Regierungstruppen bei Misrata und Adschdabiya zu verstärken. In Adschdabiya, 160 Kilometer südlich von der Hafenstadt Bengasi, soll durch die Luftangriffe ein militärisches Patt herrschen. Regierungspanzer hätten im Osten und Westen der Stadt Stellung bezogen.
US-Konteradmiral Gerard P. Hueber erklärte, daß Gaddafis Luftwaffe de facto ausgeschaltet sei. Keines seiner Flugzeuge sei in den letzten 24 Stunden aufgestiegen. „Die Flugzeuge wurden zerstört oder flugunfähig gemacht“, sagte er. Dann verstehe ich nicht, daß weiter Tripolis bombadiert wird. Damit geht man das Risiko ein, unschuldige Zivilisten zu töten. Wenn dieser Krieg dort unten vorbei ist, werden die UNO oder „Amnesty International“ oder wer auch immer hoffentlich lückenlos aufklären, wie viele Zivilisten von Gaddafis Soldaten und von dieser “Koalition der Willigen” ermordet wurden. Ich denke nur, der Krieg wird leider noch lange präsent sein. Wie lautet Erwerbsregel 34 der Ferengi: Da gibt es jetzt sicher einige Waffenhändler, die schon so richtig geil sind.

 

 

 


(Foto:Demonstranten versammeln sich bei der Al-Omari-Moschee in Dar’a.)

(Quellen:Tagesschau.de, Stern.de, NZZ.Online, ARD-Text 124, ZDF-Text 132)
Menschen demonstrieren, sogenannte „Sicherheitskräfte“ schiessen in die Menge-diesmal wieder in Syrien, genauer in Dar’a, im Südwesten des Landes. Dort gibt es schon eine Woche Proteste und Tote. Auch wohl heute wieder.
Wie die Nachrichtenagentur „Reuters“ unter Berufung auf Augenzeugen meldete, sollen Sicherheitskräfte erneut das Feuer auf Hunderte von Demonstranten eröffnet haben. Die Menschen hatten sich zu einem Trauermarsch für sechs zuvor getötete Regierungskritiker in der Stadt Dar’a versammelt. In der Nacht zu Mittwoch bereits hatten Sicherheitskräfte nach Angaben von Oppositionellen das Feuer auf eine Gruppe von 300 Menschen eröffnet, die sich in und um die Al-Omari-Moschee in Dar’a versammelt hatten. Dabei sind sechs Demonstranten erschossen worden. 20 Menschen seien verletzt worden. In einem Bericht des britischen Fernsehsenders BBC war von fünf Toten die Rede, im Bericht einer Menschenrechtsgruppe sogar von zwölf. Auf einem Video von dem Zwischenfall, der im Internet veröffentlicht wurde, ist zu erkennen, daß die Demonstranten mit Tränengas attackiert werden. Außerdem sind Schüsse zu hören und die Rufe einiger Demonstranten: „Ihr seid unsere Brüder, wie kann man denn seine Brüder töten.“ Am Dienstag hatte die Regierung in der syrischen Hauptstadt Damaskus mit einer Verhaftungswelle auf die andauernden Proteste reagiert. Laut der Nachrichtenwebsite „Elaph“ seien n den vergangenen 20 Tagen landesweit Dutzende von mutmaßlichen Regimegegnern festgenommen worden seien – darunter auch mehrere Jugendliche und ein zwölf Jahre alter Junge. Dar’a war in den vergangenen Tagen das Zentrum der Proteste gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad. Oppositionelle berichteten, daß es auch in der Stadt Aleppo, im Norden Syriens, zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gekommen sei. Dabei habe die Polizei Wasserwerfer und Tränengas eingesetzt. Auch in Nawa, im Süden Syriens, gingen laut Augenzeugenberichten Hunderte Menschen auf die Straße. Die Demonstranten fordern demokratische Reformen, Wahrung der Menschenrechte und Meinungsfreiheit.

 

 

 


(Foto:NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen)

(Quellen:Tagesschau.de, FAZ.net, Focus Online, Spiegel Online, ARD-Text 123/124/125, ZDF-Text 120/124/127/129, N24-Text 114/115, RTL-Text 121)
Endlich muß man sagen, hat sich die NATO gestern nach tagelangem Streit dazu entschlossen, das vom UN-Sicherheitsrat in der Un-Resolution 1970 beschlossene Waffenembargo gegen Libyen durchzusetzen. Das teilte gestern NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen mit. Schiffe und Flugzeuge würden eingesetzt, um Schiffe zu stoppen, wenn Verdacht gegen einen Verstoß gegen das Embargo besteht. Außerdem einigten sich die 28 Mitgliedsstaaten auf die Durchsetzung eines Flugverbots und beschlossen einen entsprechenden Operationsplan. Aber der Streit um das Kommando der Militäroperation „Odyssey Dawn“ („Odysee Morgendämmerung“) ist wohl noch nicht geklärt. Frankreich beansprucht die Führung, wenn die USA sie abgibt. In der NATO gibt es Stimmen für ein NATO-Kommando. Unterdessen hat unsere mutige Bundesregierung alle deutschen Kräfte aus den NATO-Bündnisoperationen im Mittelmeer zurückgerufen. Das betrifft zwei Fregatten und zwei Boote mit 550 Soldaten, die wieder unter nationale Führung gestellt würden, so ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums. Weitere 60 bis 70 Luftwaffensoldaten einer Aufklärungsmission würden auch abgezogen. Durch den Abzug der Truppen verhindert die Bundesregierung eine mögliche Beteiligung deutscher Soldaten bei der Umsetzung des Waffenembargos.
Offenbar gab es auch am Morgen wieder Luftangriffe der internationalen Koalition gegen die Streitkräfte des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi. Wie der US-Fernsehsender CNN berichtete, waren mehrere schwere Explosionen in der Hauptstadt Tripolis zu hören. Es habe aber anschließend kein Luftabwehrfeuer der Libyer gegeben. Unklar ist, wo genau die Explosionen sich ereignet haben. Die Regierungstruppen ihrerseits sind gestern trotz der Luftschläge weiter gegen die Aufständischen vorgegangen. Bei Gefechten in Misrata (210 Kilometer östlich von Tripolis) sollen in den vergangenen Tagen 40 Menschen getötet worden sein. „In Misrata ist ein Massaker im Gange“, beschrieb ein Sprecher der Rebellen die Lage. Und der arabische Fernsehsender „Al-Dschasira“ berichtete, daß Gaddafi-Truppen versucht hätten, die südwestlich von Tripolis gelegene Stadt Al-Sintan einzunehmen. Dabei seien auch schwere Waffen eingesetzt worden. Und Diktator Gaddafi hat sich auch siegessicher zu Wort gemeldet. In einer vom libyschen Staatsfernsehen übertragenen Rede versprach er vor jubelnden Anhängern, die Angreifer zurückzuschlagen. „Wir werden nicht aufgeben. Wir lassen uns nicht terrorisieren. Wir werden sie auf jeden Fall besiegen, auf kurz oder lang“, sagte er. Er hielt die Rede in der Kommandozentrale seiner Residenz Bab Al Asisija in der Nähe von Tripolis, die in der Nacht auf Montag von einem Marschflugkörper getroffen worden war. Kurz zuvor hatte die libysche Regierung nach Angaben von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon erneut einen Waffenstillstand angekündigt. Ban Ki Moon berichtete am Dienstagabend in Tunesien auf einer Pressekonferenz, der libysche Ministerpräsident Al Baghdadi Ali al-Mahmoudi habe ihn angerufen und darüber unterrichtet.
Libyen hatte erst am Freitag, kurz nach der Verabschiedung der UN-Resolution 1973 zur Einrichtung einer Flugverbotszone, welche die Zivilbevölkerung vor Angriffen der Gaddafi-Truppen schützen soll, eine sofortige Feuerpause angekündigt, die Angriffe aber fortgesetzt. Diese Feuerpause wird wohl auch nicht eingehalten werden. Das Deutschland sich nicht mal am NATO-Embargo beteiligt ist beschämend. Die Wahrscheinlichkeit da in Kämpfe verwickelt zu werden ist doch gering. Auch wenn dieses Embargo wohl nur eine symbolische Geste der NATO ist. Gaddafi hat wohl noch genug Waffen.

 

 


(Foto:Dutzende Libyer schauen sich am Montag die Zerstörung rund 35 Kilometer westlich von Bengasi an: Französische Kampfjets hatten zuvor Angriffe geflogen.)

(Quellen:Tagesschau.de, Spiegel Online, Focus Online, Bild.de, ARD-Text 120/121, ZDF-Text 120/124, N24-Text 115)
Bei den Nachrichten aus Libyen kann man nur noch den Kopf schütteln, das ist jetzt richtig Krieg, da fehlen nur noch Bodentruppen. In der dritten Nacht in Folge haben die alliierten Truppen Luftschläge gegen militärische Ziele des Machthabers Muammar al-Gaddafi durchgeführt. Der arabische Fernsehsender „Al-Dschasira“ berichtete von Attacken auf Marine-Einrichtungen in der Hauptstadt Tripolis. Auch Luftabwehrstellungen der Gaddafi-Truppen bei der Rebellen-Hochburg Bengasi, eine Hafenstadt im Nordosten von Libyen, seien beschossen worden, auch Flughäfen in Surt und Sabha. In den Medien wurde berichtet, daß erstmals in diesem Konflikt ein US-Kampfjet vom Typ F-15 E abgestürzt ist. Die Piloten würden gerettet, so das US-Militär. Man gehe nicht davon aus, daß die Maschine von feindlichem Beschuß getroffen worden sei, sagte ein Sprecher des US-Afrikakommandos (Africom) in Stuttgart. Der UNSicherheitsrat lehnte einen Antrag Libyens auf eine Dringlichkeitssitzung wegen der „militärischen Aggression“ durch die Koalitionstruppen ab. Die Luftschläge finden im Rahmen der Militäroperation „Odyssey Dawn“ („Odysee Morgendämmerung“) statt und dienen der Durchsetzung der am Freitag vom Weltsicherheitsrat verabschiedeten UN-Resolution 1973, welche dem Diktator Gaddafi verbietet, weiterhin Krieg gegen die eigene Zivilbevölkerung zu führen. Am Montag hatten die an der Operation beteiligten Nationen 70 bis 80 Einsätze geflogen. An der Operation sind vor allem Truppen der USA, Frankreich und Großbritannien beteiligt.

Ich möchte an dieser Stelle noch einmal wiederholen, daß ich die Idee einer Flugverbotszone für gut halte, aber die Umsetzung für zu brutal. Eine Flugverbotszone sollte doch eigentlich zivile Opfer verhindern und jetzt sind in den letzten drei Tagen ziemlich massive Luftangriffe geflogen worden, wobei es wohl viele zivile Opfer gegeben haben könnte. Darüber weiß man ja nichts genaues. Die Alliierten verneinen dies, die libysche Führung behauptet es habe welche gegeben-Propaganda-Krieg eben. Ich hoffe nur, daß dieser Konflikt nicht noch mehr eskaliert und Gaddafi bald eine schwenkt. Angesichts dessen kann ich gut verstehen, warum sich die NATO bis jetzt nicht auf eine eigene Rolle bei diesem Konflikt einigen konnte. Bei den Luftschlägen gegen Libyen haben die Franzosen den größten Eifer gezeigt, der Großteil der Bombardements ging auf das Konto der USA. Während die Regierung in Washington sich möglichst schnell aus der Verantwortung stehlen Führung dieser Militäroperation zurückziehen möchte, will die französische Regierung von einer NATO-Leitung, die von anderen NATO-Ländern gefordert wurde, nichts wissen. Frankreichs Außenminister Alain Juppé verwies auf den schlechten Ruf der NATO in der islamischen Welt: „Für die Arabische Liga ist klar, daß es keine Führung der NATO geben sollte.“ Auch die Türkei verwies auf Vorbehalte im arabischen Lager.

Für heute Abend empfehle ich um 22:45 Uhr in der ARD die Sendung „Menschen bei Maischberger“. Thema: „Bomben auf Gaddafi, Japan in Not- Welt aus den Fugen?“. Gäste sind unter anderem Jürgen Todenhöfer, Franz Alt und Peter Scholl-Latour

 

 

 

(Quellen:Tagesschau.de, Focus Online, Sueddeutsche.de, ARD-Text 120, ZDF-Text 120/122, N24-Text 115)
Die Idee einer Flugverbotszone in Libyen fand ich ja ganz gut, weil ich davon ausgegangen bin, daß dadurch das Blutvergießen an Zivilisten aufhört. Aber die massiven Luftangriffe der internationalen Gemeinschaft gegen Truppen des libyschen Diktators Muammar al-Gaddafi, die in der Nacht fortgesetzt worden sind, wecken die Befürchtung, daß in dem Land noch mehr unschuldige Zivilisten sterben werden. Es wurde auch wieder die Hauptstadt Tripolis angegriffen. Nachrichtenagenturen berichteten über Flugabwehrfeuer in der Hauptstadt. Ein britisches U-Boot feuerte Tomahawk-Marschflugkörper ab. Ein Marschflugkörper ist in ein Gebäude auf dem Gelände der Kaserne in Bab el Asisija im Süden von Tripolis, wo Staatschef Gaddafi seine Residenz hat, eingeschlagen. Arabische Fernsehsender meldeten, über dem Stützpunkt sei nach einer Explosion Rauch aufgestiegen. Wo Gaddafi sich während des Angriffs befand, war nicht bekannt. In dem Gebäude soll sich unter anderem ein militärisches Kontroll- und Kommandozentrum befinden.
Die USA, Frankreich und Großbritannien hatten am Samstag mit der Militäroperation „Odyssey Dawn“ („Odysee Morgendämmerung“) begonnen, die UN-Resolution 1973 umzusetzen, die den Gaddafi-Truppen verbietet, weiter die Zivilbevölkerung anzugreifen. Die libysche Luftverteidigung sei bereits deutlich geschwächt worden, teilte die US-Armee mit. Inzwischen beteiligen sich auch andere Nationen wie Italien, Dänemark und Qatar an den Einsätzen.

Libyens Führung hat übrigens am Sonntagabend eine einseitige Waffenruhe verkündet. Damit folge man einem Vorschlag der Afrikanischen Union. Das neue Angebot stößt aber wohl bei den USA und Großbritannien auf Skepsis. Immerhin hatte die libysche Regierung bereits am Freitag eine Waffenruhe verkündet, welche aber nicht eingehalten wurde. Trotzdem hätten die an dem Militäreinsatz beteiligten Länder darauf eingehen und in der Nacht keine Luftangriffe durchführen sollen. Dann hätte man ja sehen können, ob es dem Regime ernst ist. Ich glaube nicht, daß diese doch sehr massiven Angriffe von der Resolution gedeckt sind.

 

 

Tagesschau.de-Video:Westliche Staaten setzen Militäreinsatz gegen Gaddafi-Truppen fort-tagesschau 02:03 Uhr