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(Quelle:Tagesschau.de,Spiegel Online)
Der Lieblings-Bundes-(Selbst)-Verteidigungsminister vieler Bundesbürger Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat sich also nun entschlossen seinen Doktorgrad abzugeben bzw. ihn sich abnehmen zu lassen, weil ja nur die Universität Bayreuth, die ihm den Grad verlehen hat, diesen auch wieder aberkennen kann. In einem Brief hat der Minister die Universität gebeten, angesichts der Plagiatsvorwürfe gegen ihn den ihm verliehenen Doktorgrad zurückzunehmen. Ich zitiere aus „Spiegel Online“ :
„Mit diesem Schreiben möchte ich Sie bitten, die Verleihung meines Doktorgrades zurückzunehmen. In den letzten Tagen habe ich meine Dissertation nochmals selbst gründlich geprüft. Dabei kam ich zu dem Ergebnis, dass mir bei der Erarbeitung gravierende handwerkliche Fehler unterlaufen sind, die ordnungsgemäßem wissenschaftlichen Arbeiten widersprechen. Die Arbeit besitzt nach meiner Überzeugung dennoch ihren eigenen wissenschaftlichen Wert. Eine Ursache für mein Fehlverhalten ist darin zu sehen, dass ich über einen zu langen Zeitraum, über sieben Jahre hinweg, mit zahlreichen Unterbrechungen an der Arbeit geschrieben und offensichtlich den Überblick über die Verwendung von Quellen teilweise verloren habe. Eine abschließende Stellungnahme kann ich im Moment leider noch nicht abgeben. Aber festhalten will ich doch, dass ich zu keinem Zeitpunkt vorsätzlich oder absichtlich getäuscht habe.
Dieser Schritt ist für mich besonders schmerzhaft, aber er ist eine Konsequenz aus meinen Fehlern. Er ist auch notwendig, um bereits eingetretenen Schaden für den hervorragenden Ruf der Universität Bayreuth, für meinen überaus honorigen Doktorvater und meinen so geschätzten Zweitkorrektor zu begrenzen. Zum anderen verlangt mein Amtsverständnis, dass ich mich mit ungeteilter Aufmerksamkeit den großen Herausforderungen meines Ministeriums annehme.
Aus den genannten Gründen bitte ich die Promotionskommission der Universität Bayreuth, meiner Bitte um Rücknahme der Verleihung meines Doktorgrades zu entsprechen und danke Ihnen sehr für Ihre Bemühungen.“

Laut eines Zwischenberichts auf GuttenPlag Wiki , wo zu Guttenbergs Dissertation auf Plagiate untersucht wird, wurden auf 271 Seiten (fast 70%) Plagiate gefunden. Da muß man wohl von Vorsatz ausgehen. Wer da noch was anderes glaubt, der möge bitte einen (echten) Doktor aufsuchen.

Die Plagiatsvorwürfe gegen zu Guttenberg bestätigen meine Ansicht über Politiker. Was will man von denen erwarten? Man zeige mir bitte einen Politiker, der grundehrlich ist! Selbst der „Messias“ Barack Obama, mit dem zu Guttenberg von Medien verglichen wurde, ist ein Schwindler, weil dieser das Internierungslager Guantanamo nicht, wie im Wahlkampf 2008 versprochen, geschlossen hat. Die Vasallentreue. mit der zu Guttenbergs Schwindel als Kavaliersdelikt hingestellt wird, schockiert etwas. Ist Deutschland schon so korrupt geworden? Wenn der Inhaber eines der wichtigsten Ministerposten im Land beim Schummeln erwischt wird, ist das nicht ganz unwichtig. Sagt er dann in seinem Ressort auch immer die Wahrheit? Wenn zu Guttenberg damit so durchkommt, dann hat Deutschland sich, in Anlehnung an Thilo Sarrazin, abgeschrieben. Jeder Normalsterbliche müßte bei so einem Betrug mit Konsequenzen rechnen, aber der „liebe Herrgutt“ wohl nicht.
Bei der Beliebtheit möchte ich nicht ausschliessen wollen, daß der vielleicht doch noch mal Bundeskanzler wird.
 

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One Comment

  1. Um die Debatte mal etwas zu versachlichen, haben wir hier die Diskussionsgrundlagen übersichtlich zusammengetragen:
    Grundlagen wissenschaftlichen Zitierens


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