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(Quelle:Sueddeutsche.de)
Die Revolution in Ägypten hat viele Helden. Einer dieser Helden ist der ägyptische Google-Manager Wael Ghonim. Der 31-jährige Internet-Aktivist gründete im Juni 2010 unter dem Pseudonym „El Shaheed“ die Facebook-Seite
„We are all Khaled Said“ (deutsch: „Wir sind alle Khaled Said“). Ghonim wollte damit an den ägyptischen Blogger Khaled Said erinnern, der im Juni 2010 in einem Internetcafe in der Hafenstadt Alexandria nach Augenzeugenberichten von zwei Zivilpolizisten aufgesucht und brutal zusammengeschlagen wurde. Die Polizisten hätten Saids Kopf gegen eine Marmortischplatte und später gegen ein Eisengatter geschlagen. Sie sollen auch dann weitergemacht haben, als er bewußtlos am Boden lag. Nach 20 Minuten Prügel sei der 28-jährige tot gewesen. Ghonims Internetseite fand rasch Unterstützung, vor allem von jüngeren Ägyptern. Diese rief Ghonim nach dem Vorbild der Revolution in Tunesien im Internet zu einer Demonstration gegen das Mubarak-Regime auf. Nachdem Zehntausende Demonstranten dem Aufruf am 25. Januar gefolgt waren, nahmen Zivilpolizisten Ghonim am 28. Januar bei einer weiteren Demonstration in der Nähe des Tahrir-Platzes, der sich im Zentrum der ägyptischen Hauptstadt Kairo befindet, fest. Seine Festnahme wurde von Protestteilnehmern gefilmt und im Internet verbreitet. Danach bemühten sich zahlreiche Demonstranten und Medienvertreter um Ghonims Freilassung. Google richtete eine Hotline für Zeugen ein. Nach 12 Tagen Haft wurde Ghonim am 7. Februar wieder freigelassen. Etwa gleichzeitig war das Internet in Ägypten wieder zugänglich, das vorher vom Regime teilweise gesperrt worden war. Am 8. Februar wurde die Freilassung des Internet-Aktivisten von Hunderttausenden auf dem Tahrir-Platz gefeiert. Er rief sie auf, bis zur Erfüllung ihrer Forderungen weiter zu demonstrieren. Dort traf Ghonim auch zum ersten Mal die Mutter des ermordeten Bloggers Said. In einem „Newsweek“-Interview am 7. Februar bestätigte Wael Ghonim, daß er hinter dem Pseudonym „El Shaheed“ stecke. Im ägyptischen Privatsender „Dream TV“ schilderte er, wie er die zwölf Tage seiner Haft in völliger Dunkelheit verbracht habe. „Ich hatte die Augen verbunden, ich hörte nichts, ich wußte nichts“, sagte er. „Ich bin kein Held, ich habe zwölf Tage lang geschlafen.“ Und weiter sagte er:“Die Helden, das sind jene, die auf die Straße gegangen sind, die an den Demonstrationen teilgenommen haben, die ihr Leben geopfert haben, die geschlagen und verhaftet wurden, die sich derartigen Gefahren ausgesetzt haben.“ Am Ende des Gesprächs zeigte „Dream TV“ Bilder junger Menschen, die bei den Protesten der vergangenen Wochen getötet wurden. Als Ghonim die Bilder der Todesopfer sah, reagierte er sichtlich schockiert. Weinend bat er die Angehörigen der Opfer um Verzeihung: „Ich will allen Müttern, allen Vätern, die einen Sohn verloren haben, sagen, ich entschuldige mich, es ist nicht unsere Schuld.“

 

 

Wael Ghonim- mein vor diesem Mann!

 

 

 

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