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(Quelle:Tagesschau.de)

Trotz einer Ausgangssperre haben Tausende Ägypter in der Nacht ihre Proteste gegen das Regime von Präsident Husni Mubarak fortgesetzt. Mubarak war es in seiner ersten TV-Ansprache seit Beginn der Unruhen am Dienstag nicht gelungen, die Lage zu beruhigen. Der 82-jährige kündigte an, eine neue Regierung einsetzen zu wollen, selbst aber im Amt zu bleiben.
Zudem versprach er „neue Schritte hin zu mehr Demokratie“ sowie bessere Lebensstandards. Im Fernsehen sagte er: „Wir müssen vorsichtig sein, daß kein Chaos ausbricht, denn dadurch entsteht keine Demokratie“.
Das Vorgehen gegen die Demonstranten verteidigte er. Diese forderten
nach der Rede weiter den Rücktritt des Präsidenten. „Mubarak muß das Land verlassen“, skandierten Regierungsgegner.
Vor Mubaraks Fernsehansprache waren die Proteste eskaliert. In Kairo zündeten Demonstranten die Zentrale der Regierungspartei NPD an. Viele Polizeiwachen wurden in Brand gesteckt, Polizeifahrzeuge wurden demoliert. Die Armee umstellte das Ägyptische Museum in Kairo, um es vor Plünderungen zu schützen. Bei schweren Straßenschlachten zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten in mehreren Städten gab es mindestens 13 Tote und mehr als 1000 Verletzte.
USPräsident Barack Obama hat Präsident Mubarak zu „konkreten Schritten“ für mehr Freiheit aufgefordert. Es müße politische, soziale und wirtschaftliche Reformen geben. Der Zugang zum Internet müße wiederhergestellt werden. Um den Informationsfluß unter den Demonstranten zu behindern, hatten die ägyptischen Behörden offenbar Internet und Mobilfunk gestört. Das Weiße Haus hatte zuvor erklärt, die USA erwägen, eine
Kürzung der Auslandshilfe von jährlich 1, 5 Milliarden Dollar, sollte Mubarak keine entsprechenden Schritte einleiten.

Mich erinnern die Ereignisse im Nahen Osten an den Herbst 1989, als die Diktaturen im Ostblock zusammengebrochen sind und offenbar bin ich nicht der einzige, der diese Assoziation hat. Wenn die USA und die anderen westlichen Länder diese Diktatoren nicht als Verbündete im Kampf gegen den Terror unterstützten, dann gäbe es keinen Terrorismus. Diese Despoten unterdrücken ihre Bevölkerungen, welche dann den Fundamentalisten nachlaufen und mit denen sympathisieren. Vor allen Dingen die jungen Leute wollen Lumpen wie Mubarak oder Ben Ali weghaben, weil sie unter diesen Regimen keine Perspektiven sehen. Vielleicht ist meine Rechnung ja zu einfach, aber keine Diktatoren im Nahen Osten=keine Terroristen. Wir können doch nicht nach Afghanistan gehen und dort von Freiheit und Demokratie schwafeln und gleichzeitig Typen wie Mubarak helfen.

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One Comment

  1. Die armen Menschen in Ägypten. Warum können solche Machtübergänge nicht friedlich passieren. Bei den gewaltsamen landesweiten Protesten gegen die Regierung in Ägypten sind am Freitag nach Informationen des Gesundheitsministeriums 38 Menschen getötet worden. Wie Vertreter des Ministeriums am Samstag in Kairo mitteilten, kamen jeweils zwölf Menschen in der Hauptstadt sowie in der Stadt Suez ums Leben. Rund 1900 Menschen seien verletzt worden, unter ihnen 500 Polizisten. Seit Beginn der Proteste am Dienstag hat es somit fast 50 Todesopfer und 2500 Verletzte gegeben. Die Menschen tun mir richtig leid.


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  1. […] This post was mentioned on Twitter by Micaela Hahn, JeanLucStewart. JeanLucStewart said: #Mubaraks Ansprache: http://wp.me/p13764-1L9 […]

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