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Daily Archives: Januar 12th, 2011


(Quellen:Sueddeutsche.de,Tagesschau.de,Stern.de)
Vier Tage nach dem Mordanschlag auf Gabrielle Giffords will US-Präsident Barack Obama bei einer Trauerfeier für die Opfer für Geschlossenheit werben. „Obama werde die Nation aufrufen, an einem Strang zu ziehen“, meldet die „New York Times“ in ihrer Onlineausgabe unter Berufung auf einen Sprecher des Weißen Hauses. Die schwer am Kopf verletzte Politikerin Gabrielle Giffords kann nach Berichten der „Bild“ wieder selbstständig atmen. Ihr Zustand gilt aber weiter als kritisch.
Der Sheriff von Tucson, Clarence Dupnik, macht übrigens das Klima
des Hasses für die Tat verantwortlich, das Misstrauen gegen die Regierung und die Paranoia. Auch die laschen Waffengesetze des US-Bundesstaates Arizona haben seiner Meinung zur Bluttat beigetragen. Arizona sei das „Tombstone der USA“ geworden. Zur Erinnerung: die Stadt Tombstone wurde durch die Schießereien von Revolverhelden zum Symbol des Wilden Westens.
Giffords hatte sich vor dem Anschlag besorgt über das politische Klima in den USA geäußert. In einem Interview beklagte sie die Feindschaft, die ihr die Konservativen entgegenbrächten. Giffords zeigte sich besorgt darüber, daß sie zum Ziel der Tea-Party-Bewegung und deren Ikone, Sarah Palin, geworden war. Palin hatte im vergangenen Wahlkampf im Internet zu einer Eroberung demokratischer Wahlkreise aufgerufen und dabei auch die Bezirke Giffords und anderer demokratischer Abgeordneter auf ihrer Internetseite mit einem Fadenkreuz markiert. Häufig zitiert wurden auch Palin-Aussprüche wie „Nicht nachgeben – nachladen!“. Die Regierung müsse wieder unter Kontrolle gebracht werden, so die Kandidatin der Tea-Party-Bewegung, Sharron Angle. „Andernfalls würden sich die Bürger auf ihre Rechte nach dem zweiten Verfassungszusatz besinnen“,prophezeite sie. „Wenn Menschen so etwas tun, müssen sie sich aber bewusst sein, daß es Folgen hat“, sagte Giffords im Wahlkampf 2010 in einem TV-Interview. Nach dem Anschlag sprach Palin den Angehörigen der Opfer ihre Anteilnahme aus. Mittlerweile setzt sich die republikanische Politikerin gegen Schuldzuweisungen zur Wehr. In einer am Mittwoch im Internet veröffentlichten Videobotschaft verwahrte sie sich gegen den Vorwurf, durch polarisierende Rhetorik zu einem politischen Klima beigetragen zu haben, das den Attentäter zu den Schüssen auf die Abgeordnete Gabrielle Giffords bewegt haben könnte. Zugleich warf Palin den Medien vor, mit Schuldzuweisungen gegen sie und andere Vertreter der Rechten die innenpolitische Polarisierung noch zu verschärfen. „Besonders in den Stunden nach einer solchen Tragödie sollten Journalisten und Kommentatoren keine Blutanklage fabrizieren“, sagte Palin in der Videobotschaft. Dadurch würden sie „jenen Hass und jene Gewalt anstacheln, die sie zu verurteilen vorgeben“.
Interessanterweise setzte sich das Anschlagsopfer Giffords für das Recht auf Besitz von Waffen für Privatpersonen ein. Die Regeln zum legalen Erwerb von Schußwaffen sind in den USA seit Jahrzehnten umstritten. Befürworter leiten aus dem zweiten Verfassungszusatz das Recht auf Waffenbesitz ab. Der
Republikaner Trent Franks wies Vorwürfe zurück, daß das Waffenrecht schuld an dem Attentat sein könnte. „Nicht die Waffe sei schuld, sondern der Schütze“, meinte er.

 

 

Ja,ja, die Amis und ihre Knarren-etwas worüber ich nur den Kopf schütteln kann.Die Amerikaner haben aus einem Relikt des Wilden Westens ein Dogma gemacht. Im Wilden Westen mußte man eine Waffe tragen, um zu überleben. Heute reden sich die Amerikaner ein, sie würden mit einer Knarre im Schrank sicherer leben. Die Amis verwechseln meiner Meinung Sicherheit mit Macht. Wer eine Waffe besitzt, der lebt nicht sicherer als ohne. Aber er kann, wenn er labil ist, eben leichter eine Tragödie auslösen.