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Schlagwort-Archive: Wohngebiete

Die syrische Armee hat angeblich ihren Beschuß von Wohngegenden in der Stadt Hama fortgesetzt. Augenzeugen berichten, daß das Zentrum und Wohngegenden der Stadt unter ständigem Feuer liegen, Rauch bedecke die Innenstadt. Bewohner seien in Schutzräume und unter Treppen geflüchtet, um den Kugeln der Scharfschützen zu entgehen. Es sei unklar, ob die Heckenschützen auf Menschen schössen oder zur Verunsicherung in die Luft. Krankenwagen könnten weder zu Toten noch zu Verwundeten durchkommen, so ein Aktivist. Zudem würden auch Panzer eingesetzt, um Demonstranten abzuschrecken. Die Panzer konzentrierten ihr Feuer auf Gebiete in der Nähe von Moscheen, um nächtlich Proteste zu verhindern. Die Protestbewegung gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad hatte erklärt, sie wolle während des Fastenmonats Ramadan (01. August 2011 bis 29. August 2011) jede Nacht demonstrieren. Laut Augenzeugenberichten war es die dritte Nacht in Folge, in der das syrische Militär mit Panzern auf Hama geschossen hat. Seit Sonntag versucht das Militär bisher offenbar vergeblich die Stadt zu erobern. Beim Beschuss mit Panzergranaten seien mindestens fünf Menschen getötet worden, berichteten syrische Aktivisten im Internet. Am Sonntag hatte es bei Angriffen möglicherweise rund 100 Tote gegeben. Eine unabhängige Überprüfung der Angaben ist nicht möglich, da Syrien die meisten ausländischen Journalisten ausgewiesen hat. Die Nachrichten aus Syrien
sind oft sehr widersprüchlich. Die syrische Regierung veröffentlichte zum Beispiel jetzt Bilder aus Hama, auf denen zu sehen sein soll, wie von Demonstranten getötete Soldaten von einer Brücke in einen Fluss geworfen werden. Zu sehen sind mehrere Männer mit Waffen in der Hand. Dann werden viele in Blut getränkte Tote gezeigt, offenbar durch Schussverletzungen getötet. Dann werden sie von einer Brücke in einen Fluss geworfen. Die Opposition weist diese Vorwürfe zurück. Es seien Demonstranten, die dort in den Fluss geworfen würden. Außerdem sei unklar, ob die Bilder wirklich aus Hama stammen.
Zum ersten Mal hat dann auch der UN-Sicherheitsrat über einen konkreten Resolutions-Text zu Syrien verhandelt. Nach fast achtstündigen Gesprächen hat man sich nicht einigen können, allerdings gab es ernsthafte Gespräche zu einer möglichen Reaktion auf die eskalierende Gewalt in Syrien. Bisher blockieren vor allem Russland und China eine Resolution. Am Mittwochvormittag sollen die Verhandlungen um 10:00 Uhr New Yorker Zeit (16:00 Uhr MESZ) weitergehen.

 

 

 

 

 

 

(Quellen:Tagesschau.de, ZDF-heute.de, N24.de)

(Quellen:Tagesschau.de, Sueddeutsche.de, Der Westen, ARD-Textseite 120, ZDF-Textseite 120, RTL-Textseite 124, N24-Textseite 115)
Gestern noch hatte das Regime des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi einen Waffenstillstand angekündigt und alle dachten jetzt ist Ruhe dort. Das war ja wohl nichts. Am Morgen hatten Regierungstruppen die ostlibysche Hafenstadt Bengasi, eine Hochburg der Aufständischen, angegriffen. Ein “Al-Dschasira”-Korrespondent berichtete, die Stadt sei von Kampfflugzeugen bombadiert worden, die Lage sei unübersichtlich. Ein Rebellensprecher bestätigte, daß angeblich ein Militärflugzeug der Aufständischen abgeschoßen wurde. Laut Medienberichten sollen Bodentruppen in Bengasi eingedrungen sein. Sie hätten dabei schwere Artillerie und Raketen gegen Wohngebiete eingesetzt. Zuvor hatte es im Südwesten von Bengasi Luftangriffe gegeben. Ein Kampfflugzeug hatte die Stadt in niedriger Höhe überflogen. Die Rebellen und die libysche Regierung haben sich gegenseitig eine Missachtung der Waffenruhe vorgeworfen, die das Gaddafi-Regime als Reaktion auf die UN-Resolution am Freitag erklärt hatte. In Briefen an US-Präsident Barack Obama, Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und Großbritanniens Premierminister David Cameron bezeichnete Libyens Staatschef Gaddafi die Resolution als “ungültig”. Sie stehe im Widerspruch zur UN-Charta, die jede Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines Staates verbiete, heißt es in einem der Schreiben. Die Staaten würden es “bereuen”, wenn sie sich in Libyen einmischen würden. Nach einem Online-Bericht der regierungsnahen französischen Zeitung “Le Figaro” sollen bereits heute erste Luftschläge gegen das libysche Regime erfolgen. Frankreich, Großbritannien, Kanada und Norwegen seien die ersten Länder, die Angriffe fliegen würden, hieß es unter Berufung auf Verhandlungskreise der Libyen-Konferenz in Paris.

 

Die amerikanische UN-Botschafterin Susan Rice sagte CNN, falls Gaddafi nicht unverzüglich die Bedingungen der Resolution erfülle, müße er die Konsequenzen tragen. Wie es aussieht, folgen diesen markigen Worten auch Taten. Das finde ich gut, denn Gaddafi nimmt diese UN-Resolution offenbar nicht ernst.

 

 

 

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