Gestern gab es einen Amoklauf an der Sandy Hook Elementary School in Newtown (rund 130 km nordöstlich von New York City) im US-BundesstaatConnecticut. Nach dem Massaker an der Grundschule hat die Polizei den Täter identifiziert. Es handelt sich um den 20-jährigen Adam Lanza, den Sohn einer Lehrerin. Er hatte insgesamt 27 Menschen, darunter 20 Kinder und sechs Erwachsene, darunter die Schuldirektorin und anschließend sich selbst getötet. Außerdem hat der mutmaßliche Täter auch seine Mutter Nancy Lanza getötet. Medien hatten irrtümlich berichtet, der ältere Bruder Ryan Lanza sei der Schütze. Bei der Tat handelte es sich nach dem Amoklauf an der Virginia Tech 2007, gemessen an der Anzahl der Todesopfer, um den bis dahin zweitschwersten Amoklauf an einer Schule in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Natürlich gibt es nach im ersten Schock wieder die große Diskussion über ein strengeres Schußwaffengesetz in Amerika. Ich glaube nicht, daß dadurch Amokläufe in den USA verhindert werden. Vielleicht werden nicht so viele Menschen getötet, aber es lässt sich verhindern. Wer so was böses plant und keine Schusswaffe hat, findet dann wohl leider andere Wege. Alle die jetzt auf die USA und ihre Schußwaffen schimpfen, sollten daran denken, daß es sowas auch hier in Deutschland gab, z. B. der Amoklauf von Erfurt 2002 und den Amoklauf von Winnenden 2009. Ich habe die Nachrichten gestern ebenso schockiert und ratlos wie viele andere Menschen auf der Welt verfolgt. Das Ganze ist einfach nur traurig. Ich denke, daß wir auch in Zukunft solche Nachrichten aus den USA hören werden.
-2000: endgültiges Gerichtsurteil des Obersten Gerichtshofs der Vereinigten Staaten, daß die Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2000 zugunsten des RepublikanersGeorge W. Bush entschied. Der Supreme Court verbot letztinstanzlich eine erneute Nachzählung in bestimmten Wahlkreisen im US-BundesstaatFlorida. Die damals laufenden Nachzählungen der Präsidentschaftswahl 2000 in Florida waren verfassungswidrig. Der Entscheid bestätigte damit das vorläufige Wahlergebnis, wonach George W. Bush dank der Wahlmännerstimmen Floridas zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt wurde. Das Urteil stieß auf verbreitete Kritik, unter anderem wegen der Mehrheitsverhältnisse: die konservativen Richter stimmten für, die liberalen gegen das Urteil. Es war das erste Mal in der Geschichte des Supreme Court, daß er mit seinem Urteil unmittelbar eine Präsidentschaftswahl entschied. George W. Bush hatte die Präsidentschaftswahl mit einer bis heute umstrittenen Differenz von 537 Stimmen in Florida gegen VizepräsidentAl Gore (Demokratische Partei) gewonnen. Von den entscheidenden insgesamt 538 Wahlmännerstimmen konnte George W. Bush mit 271 Stimmen die Mehrheit für sich gewinnen (eine Stimme mehr als die notwendigen 270).
-1941: Eintritt der Vereinigten Staaten in den 2. Weltkrieg mit der Kriegserklärung an das Kaiserreich Japan nach dem Angriff der Japaner auf Pearl Harbor/Hawaii am 7. Dezember 1941. Am 8. Dezember hielt US-PräsidentFranklin D. Roosevelt vor dem in gemeinsamer Sitzung versammelten US-Kongress seine Rede, in der er den Tag des Angriffs als “a date which will live in infamy” (“ein Datum, das in Verrufenheit fortleben wird“) bezeichnete. 81 Prozent der Amerikaner verfolgten die Rede am Radio, was die höchste Einschaltquote der amerikanischen Geschichte darstellt. Unmittelbar im Anschluss erklärte der Kongress mit nur einer Gegenstimme (der der Pazifistin Jeannette Rankin) den Kriegszustand mit Japan. In einer Radioansprache am folgenden Tag erklärte Roosevelt, Deutschland und Japan würden bei ihrer Kriegsführung einem gemeinsamen Plan folgen und folglich seien Deutschland sowie Italien als Mächte zu betrachten, die sich als im Kriege mit den Vereinigten Staaten ansähen. Am 11. Dezember, erfolgte die Kriegserklärung Deutschlands und Italiens an die Vereinigten Staaten, die am gleichen Tag beantwortet wurde. Mit der Deklaration der Vereinten Nationen vom 1. Januar 1942 traten die Vereinigten Staaten in die Anti-Hitler-Koalition mit Großbritannien und der Sowjetunion als den Hauptalliierten ein. Dem Kriegseintritt war eine längere Phase diplomatischer Spannungen zwischen den USA und den Achsenmächten vorausgegangen, in der die USA die europäischen Westmächte und Nationalchina indirekt unterstützten und eigene Kriegsvorbereitungen vorantrieb. Das amerikanische Volk war zum Zeitpunkt des Kriegsausbruchs in Europa überwiegend isolationistisch eingestellt und lehnte einen Kriegseintritt ab.
-1980: der britische Musiker John Lennon (“The Beatles”) wurde gegen 22:50 Uhr von dem geistig verwirrten Attentäter Mark David Chapman in New York City vor dem Dakota Building erschossen. Als John Lennon wenige Stunden vor dem Mord das Dakota Building verließ, ließ sich Chapman eine Schallplatte von ihm signieren und wurde in diesem Moment von einem anderen Fan gemeinsam mit Lennon fotografiert. Chapman ist dadurch auf dem letzten Foto, das den Künstler lebend zeigt, mit diesem abgebildet.
-1933: die Prohibition in den Vereinigten Staaten endete landesweit, als mit Utah der 36. Bundesstaat den 21. Verfassungszusatz ratifizierte, womit die nötige Quote von 3/4 der (damals 48) Staaten erreicht war. Dieser Zusatzartikel stellte es den Bundesstaaten jedoch frei, die Prohibition auf eigene Faust fortzuführen. 1948 bestand sie immer noch in drei Staaten. Erst 1966 schaffte mit Mississippi der letzte US-Bundesstaat sie wieder ab. Es gibt jedoch einzelne Städte und Landkreise in den Südstaaten, die bis heute „trocken“ geblieben sind, sogenannte “dry counties”. In vielen Bundesstaaten ist der Kauf von Alkohol weiterhin nur in staatseigenen Läden erlaubt, die teilweise nur in relativ geringer Anzahl existieren und für amerikanische Verhältnisse sehr beschränkte Öffnungszeiten haben. In einigen Staaten ist das Mitbringen von Alkohol aus anderen Bundesstaaten weiterhin eine Straftat.
-1791: der österreichische Komponist Wolfgang Amadeus Mozart starb in Wien. Sein umfangreiches Werk genießt weltweite Popularität und gehört zu den bedeutendsten im Repertoire der klassischen Musik.
-1901: der US-Filmproduzent Walt Disney wurde in Chicago/Illinois geboren.
-1932: der US-Rock-’n’-Roll-Sänger Little Richard wurde in Macon/Georgia geboren.
-1917: während der Oktoberrevolution (nach julianischem Kalender 25. Oktober) in Russland stürzten die Bolschewiki die provisorische Regierung und übernahmen die Macht. Die Oktoberrevolution beseitigte die aus der Februarrevolution hervorgegangene Regierung unter Alexander Kerenski und errichtete einen neuen Staat, der sich selbst als “Diktatur des Proletariats” verstand.
-2000: Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten – in einer der knappsten Wahlen in der Geschichte der USA wurde George W. Bush (Republikaner) zum 43. Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt. Durch die juristischen Probleme der korrekten Stimmenauszählung im US-BundesstaatFlorida dauerte es nach der Wahl mehr als einen Monat, bis ein Ergebnis feststand. Als der Supreme Court letztinstanzlich eine erneute Nachzählung in bestimmten Wahlkreisen Floridas verbot, war der Wahlsieg des republikanischen Kandidaten offiziell. George W. Bush hatte die Präsidentschaftswahl gegen Al Gore (Demokraten) mit einer bis heute umstrittenen Differenz von 537 Stimmen in Florida gewonnen. Von den entscheidenden insgesamt 538 Wahlmännerstimmen konnte George W. Bush mit 271 Stimmen die Mehrheit für sich gewinnen (eine Stimme mehr als die notwendigen 270). Da die Mehrzahl der Richter am Supreme Court von republikanischen Präsidenten ernannt worden waren, war bereits des Öfteren Kritik an der Objektivität der Entscheidung des Gerichts laut geworden. Durch die öffentliche Kritik an den Wahlmaschinen in Florida wurde der Help America Vote Act entworfen und am 29. Oktober 2002 verabschiedet.
-2000: Hillary Clinton wurde zur Senatorin für den US-Bundesstaat New York gewählt (84 Jahre nachdem die republikanische US-Abgeordnete Jeannette Rankin als erste Frau 1916 für den US-Bundesstaat Montana ins US-Repräsentantenhaus gewählt wurde).
-1962: Richard Nixon (Republikaner) verlor bei den Gouverneurswahlen in Kalifornien.
-1940: die erste Tacoma-Narrows-Brücke (eine Hängebrücke im US-Bundesstaat Washington) stürzte nach nur vier Monaten Betriebszeit aufgrund winderregter Schwingungen spektakulär ein. Menschen kamen bei dem Unglück nicht ums Leben.
-1918: der US-Baptistenpastor Billy Graham wurde in Charlotte/North Carolina geboren.
-1991: der US-Basketballspieler Magic Johnson (“Los Angeles Lakers”) gab in einer Pressekonferenz 1991 sein sofortiges Karriereende bekannt, nachdem er bei einer Routineuntersuchung vor der Saison 1991/92 positiv auf HIV getestet worden war.
-1943: die kanadische Sängerin Joni Mitchell wurde in Fort Macleod/Alberta geboren.
-1945: die Charta der Vereinten Nationen trat in Kraft, nachdem China, Frankreich, die Sowjetunion, Großbritannien, die Vereinigten Staaten von Amerika und die Mehrheit der Gründungsstaaten die Charta ratifiziert hatten. Die Vereinten Nationen (UN) wurden am 26. Juni 1945 in San Francisco/Kalifornien von 50 Staaten als Nachfolgeorganisation des Völkerbundes gegründet.
-1952: Dwight D. Eisenhower (war von 1953–1961 der 34. Präsident der Vereinigten Staaten) versprach während seiner Wahlkampfkampagne, den Koreakrieg zu beenden.
-2002: die Täter der Beltway Sniper Attacks wurden verhaftet – der 41-jährige John Allen Muhammad und der 17-jährige Lee Boyd Malvo wufrden schlafend in ihrem Auto, einem blauen Chevrolet Caprice, Baujahr 1990, von einem Trucker auf einem Parkplatz in Maryland entdeckt, der die Polizei alarmierte. Im Wagen fanden die Beamten ein Gewehr und ein Stativ. Beide Männer wurden deshalb wegen unerlaubten Waffenbesitzes verhaftet. Die Beltway Sniper Attacks waren eine Reihe von Angriffen auf die Zivilbevölkerung durch zwei Heckenschützen im Oktober 2002, betroffen war das Gebiet um Washington, D.C. und die Interstate 95 in Virginia. John Allen Muhammad und Lee Boyd Malvo hatten mittels eines mit einer Zieleinrichtung ausgestatteten halbautomatischen Sturmgewehrs auf Passanten geschossen. Mindestens zehn Menschen wurden getötet und drei schwer verletzt, drei weitere Morde konnten den Tätern allerdings nicht nachgewiesen werden. Die Täter traten mehrmals telefonisch oder schriftlich über Notizen am Tatort mit den Behörden in Kontakt. Über das Motiv der Taten gibt es dennoch widersprüchliche Aussagen, darunter Terrorismus, die Erpressung von 10 Millionen Dollar sowie die Verschleierung des geplanten Mordes an der Ehefrau eines der beiden Täter.
-2003: British Airways beendete die Flüge des Überschall-Passagierflugzeugs “Concorde”.
-2005: die US-Bürgerrechtlerin Rosa Parks starb in Detroit/Michigan. Rosa Parks wurde am 1. Dezember 1955 in Montgomery/Alabama verhaftet, weil sie sich weigerte, ihren Sitzplatz im Bus für einen weißen Fahrgast zu räumen. Dies löste den Montgomery Bus Boycott aus, der neben den Protesten im Fall Emmett Till als Anfang der schwarzen Bürgerrechtsbewegung gilt, die das Ende der “Jim-Crow”-Gesetze herbeiführte.
-1991: der US-Produzent Gene Roddenberry (Drehbuchautor, Fernseh- und Filmproduzent und Schöpfer von “Star Trek”) starb in Santa Monica/Kalifornien.
“The attacks of September 11th were intended to break our spirit. Instead we have emerged stronger and more unified. We feel renewed devotion to the principles of political, economic, and religious freedom, the rule of law and respect for human life. We are more determined than ever to live our lives in freedom.” – Rudy Giuliani
“Even the smallest act of service, the simplest act of kindness, is a way to honor those we lost, a way to reclaim that spirit of unity that followed 9/11.” – Barack Obama